Sonntag, 17. Dezember 2017

Solidarität leben

Wir haben über die Aktivitäten des Arbeitskreise Weltkirche in Wiener Neustadt berichtet. Jetzt wird es konkret und es gibt bereits die Liste möglicher Einsätze in verschiedenen Ländern von Rumänien über Sri Lanka bis Ecuador.  Sie finden alles in einem Flyer, den sie hier herunterladen können.

Oder Sie klicken auf das Bild links, damit Sie es lesen können.

Gebet am Rathausplatz

Am gut besuchten Adventmarkt am Rathausplatz gestalteten  heute Sigi und Geri Braunsteiner auf der großen Bühne eine kurze Adventandacht.

Hier gibt es ein paar Fotos.

Samstag, 16. Dezember 2017

Gestern war Buß-Gottesdienst

Vor gar nicht wenigen Jahren noch war die Adventzeit eine zweite Fastenzeit und sie ist es im orthodoxen Christentum auch heute noch - mit eigen Fastenspeisen. Daran erinnert bei uns nur mehr der Buß-Gottesdienst, der am 15. Dezember abends gehalten wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen nach dem Gottesdienst folgendes "Kärtchen":


Kirchen App österreichweit

Nach der Einführung der App 1000Kirchen in der Erzdiözese Wien, die alle Gottesdienste in den Pfarren der Diözese anzeigt und auch den Weg dorthin navigieren kann, gibt es auch es auch eine für ganz Österreich gestaltete App glauben.leben. Wir zitieren aus der Webseite, die dafür wirbt:

Unter dem Titel "Glauben.Leben" startet in diesen Tagen eine neue österreichische Kirchen-App: Das vom Medienreferat der Bischofskonferenz in Kooperation mit den österreichischen Diözesen entwickelte Angebot zielt bewusst auf all jene, denen das Handy zu einem selbstverständlichen Tagesbegleiter auch in spiritueller Hinsicht geworden ist: Mit einem Klick hat man das Evangelium des Tages sowie die Tagesheiligen zur Hand. Außerdem informiert die App über Feiertage und beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen etwa zum Thema Sakramente.

Unter anderem kann man auch für ganz Österreich die Gottesdienste zu Weihnachten abfragen. Stockerau ist natürlich brandaktuell präsent.

Nähere Informationen dazu unter www.glaubenleben.at

Anmerkung: Alle Pfarren arbeiten jetzt fieberhaft an der Eingabe der notwendigen Daten der Gottesdienst, auch in unserem Pfarrverband fehlen noch die Pfarren außer Stockerau. 

Freitag, 15. Dezember 2017

Adventimpuls - Dritter Adventsonntag

3. Adventsonntag 
Gaudete – Freut euch! 

Die „drei Könige“ suchen den neu geborenen König standesgemäß im Palast des Herodes. Statt ihre Freude zu teilen und sich anzuschließen, missbraucht er sie als „Spione“ zum eigenen Machterhalt, denn er hat nicht die Größe des Johannes zu sagen: Ich bin nicht der, den ihr sucht, und er ist nicht in meinem Haus. Johannes dagegen weiß sich als Gesandter Gottes, ist nicht selbstherrlich und nicht einer, der nur dem Erhalt der eigenen Macht und Ordnung dient (wie die Priester, Leviten und Pharisäer, die Johannes nach seiner Rolle und Legitimation fragen). Heute ist Sonntag Gaudete nach dem Ruf der Lesung: Freut euch! (1 Thess 5,16). Die Freude an Gott ist unsere Kraft (Neh 8,10), unsere Lebensenergie und Quelle unseres Vertrauens. Boten dieser Freude sollen wir sein. Im miteinander Feiern, im Anteilnehmen und Anteilgeben an der Freude können Mauern der Fremdheit und des Neides fallen (z.B. bei interkulturellen Festen). Ich kann in dieser Woche versuchen, vor allem Freude zu teilen. Ich kann achtsam der Versuchung widerstehen, mir etwas anzumaßen, was ich oder andere fälschlich von mir erwarten, oder Andere für meine Zwecke zu benutzen. Ich kann Anderen Achtung ihrer Königswürde (Gold), Gebet (Weihrauch) und Achtsamkeit für ihre Verwundbarkeit (Myrrhe) schenken.

www.ssps.at

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Musik am Christtag und Stephanitag

Johannes Lenius hat uns schon das Plakat für die Musik am Stephani-Tag (26. Dezember), dem Tag unseres Kirchenpatrons des Diakons Stephanus, zugeschickt.

Am Christtag, dem 25. Dezember wird der Kirchenchor, den Beate Kokits leitet, die "Kleine Weihnachtsmesse für die Kaiserin" singen und spielen. Diese Messe ist eine alte slowakische Bauernmesse, die erst von einer unbekannten Dame aufgezeichnet wurde, die die Noten dann dem Jesuitenpater Carl Maria Andlau (1865-1935) übergab. Das war ein damals bekannter Prediger, der überdies eine Freund von Kaiserin Zitta war. Er dichtete deutsche, weihnachtliche Texte dazu, besuchte 1923 Zitta im Exil in Spanien und schenkte ihr diese Messe, die dann mehr als 20 Jahre zur Weihnachtszeit in der Familie der Kaiserin musiziert wurde


Dienstag, 12. Dezember 2017

Unser Michelberg

Ernst Lauermann signiert das Buch
Dr. Ernst Lauermann und Dr. Mag. Volker Lindinger gestalteten einen Vortragsabend zum Thema „Der Michelberg und seine Kirchen, abschließende historisch-archäologische Analyse“. Dazu wurde auch ein Buch von den beiden herausgegeben, das in 600 Seiten ausführlich über das Resultat der Untersuchungen berichtet.

Im Vortrag wurde über die  Bauphasen berichtet, die mit einer nur
Volker Lindinger
vermuteten Holzkirche aus dem 10 Jhdt. beginnen, dann mit einer romanischen Steinkirche, einer frühneuzeitlichen Steinkirche, einer großen barocken Kirche mit 35 m Länge bis zur heutigen im 19. Jhdt. errichteten Kapelle reichen. Im letzten Jahrhundert wurde dann viel Substanz durch die Errichtung einer Funkleitstelle - einer Teststation mit gewaltigen Ausmaßen der Antennen - im 2. Weltkrieg zerstört. Die frühneuzeitliche Kirche zog durch ein weinendes Madonnenbild bis zu 3000 Pilger pro Tag (!) an, was wahrscheinlich auch der Grund für den Bau einer so großen barocken Kirche war. Durch die Reformen Joseph II verlor das Pilgern schnell an Bedeutung, nach nur 40 Jahren wurde die Kirche wieder abgerissen und in Haselbach im Ort am Fuße des Berges neu erbaut. Fast neuzeitige Verhältnisse, sagte Ernst Lauermann lächelnd.

3D-Rekonstruktionen von Kirchen
An Hand vieler Bilder von Fundgegenständen und ausgegrabenen Resten von Mauern und Böden konnte sich auch ein blutiger Laie vorstellen, wie Archeologie funktioniert. Interessant war auch, dass auch aus den eher späten Phasen kaum Aufzeichnungen existieren, die z.B. beschreiben, wie diese Pilgerströme bewältigt wurden. Auch zur  Deutung der vielen Kleinkindergräber (über 200) gibt fast keine Urkunden.

Wenn Sie das Buch z.B. signiert erwerben wollen, kontaktieren Sie bitte Ernst Lauermann.

Pfarrer Markus Beranek freute sich, weil die gespendeten Eintritte der Renovierungskassa des P2 zu Gute kommen.

Einige Fotos vom Vortrag gibt es hier.

Trauer

Das Thema Suizid (Selbstmord) belastet eine Familie und ihren Umkreis gewaltig. Unserer pfarrliche Trauergruppe bietet hier Hilfe an. Sie finden die Termine auf dem Plakat links im Bild, das Sie per Mausclick oder Fingertipp vergrößern können.

Übrigens finden Sie alle Infos unserer Trauergruppe auch im PfarrWeb in der Rubrik "Was ist zu tun" im Unterpunkt  "Wenn ich trauere".

Auf den Punkt gebracht

Der Verein punkt_um plant für Sie voraus. Hier finden Sie die Pläne für Vorträge zum Thema Kindererziehung unter dem Titel "Wie sag ich's meinem Kinde? Wie sag ich's meinen Eltern?" für das Jahr 2018.
Das Info-Plakate können Sie per Mausklick oder Fingertipp vergrößern und dann auch lesen.

Mehr zu punkt_um finden Sie auf der Webseite des Vereines www.punkt-um.eu.

Übrigens: Maria Huemer hat die Leitung des Vereines punkt_um von Gertrude Bernsteiner übernommen.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Weihnachtspost aus Sri Lanka

Maria Groll, Mitglied unseres Arbeitstkreises Weltkirche, und ehemalige Professorin am Stockerauer Gymnasium schickt uns Gute Wünsche nicht nur zur Weihnachtszeit (aus einem Liedertext von W. Williams). Hier gibt es den ganzen Weihnachtsbrief als PDF-Dokument.



"Alle Menschen auf der Welt fangen an zu teilen. Alle Wunden nah und fern fangen an zu heilen“ 

Menschen teilen – Wunden heilen Little Star" für Teepflücker und Kautschukzapfer im Bergland von Ratnapura. Bekanntes und Neues über 20 Jahre Projektpartnerschaft 

Geschichte: Trotz Bemühungen der Regierung gibt es immer noch für die Nachfahren der vor rund 160 Jahren aus Südindien ins Land gerufenen tamilischen Gastarbeiter in den Tee- und Kautschukplantagen Anpassungsschwierigkeiten in Sri Lanka's Gesellschaft.
"Gefangen im Teufelskreis der Armut". Immer noch ausgegrenzt, Lohn ungerecht, Lebensbedingungen hart, Bildungsmöglichkeiten zu wenig

In Schritten: Von 1998 bis 2017 sind Gruppen auf Solidaritätsbesuch mit dem AK Weltkirche, Wr. Neustadt!
"Shramadana" - wir versuchen es miteinander! Vom Ziegelschupfen zum Diplom! Einander begegnen, kennenlernen und von der Betroffenheit zur Partnerschaft!
Projektpartner sind Bischof Cletus C. Perera, Rev. Fr. A.Maurice und das Team um "Little Star Children fund " mit besonderer Verantwortung für den Plantagensektor. Und was war heuer möglich? Gabi, Michaela und Theresa (Anmerkung: Theresa aus Haselbach in unserem Pfarrverband) von der Einsatzgruppe 2017 berichten. Mit den Zinsen des 2004 angelegten und hoffentlich noch weiter wachsende Kapitals von "Little Star" und dank der großartigen zweckgewidmeten Spendenbeträge von Verwandten und Freunden, vom AK Weltkirche in Wiener Neustadt, von der Missionsgruppe Pfarre Stockerau (Anm. Arbeitskreis Weltkirche), vom Soroptimisten Club International, Stockerau, dank der Initiative einer Mitarbeitergruppe der Bank Austria-Uni Credit konnten

  • die monatliche Bezahlung für 14 Vorschullehrerinnen in sieben Schulen abgesichert ...in den Estates von Hemingford, Galaboda, Kosgolla, Hathmaththa, Horamulla, Walaboda, Maliboda (neu) (2 alte Hallen mussten leider geschlossen leider werden, Unvereinbarkeiten mit Plantagenmanagement)
  • die notwendigen Reparaturen in drei Vorschulen fertiggestellt ...... ...
  • die wichtigen Christmas Concert Feste in sieben Schulen finanziell unterstützt.....
  • das Fortbildungsseminar in tamilischer Sprache für Lehrerinnen und Katechistinnen aus den Dörfern in Buluthota abgehalten ........
  • der nun gesetzlich vorgeschriebene Diplomkurs in tamilischer Sprache von 25 Lehrerinnen aus weiteren Plantagen erfolgreich abgeschlossen werden.... (in der Diözese Ratnapura gibt es 92!)
  • Lernunterstützung für 10 Schulkinder aus den Dörfern von Sponsoren übernommen werden

DANKE -  2017 WAR EIN GUTES JAHR FÜR LITTLE STAR
Loslassen, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung, Freunde aber bleiben, war immer unser Ziel! Es gibt noch viel zu teilen

IBAN: A67 3243 8000 0000 6387 Children fund "Little Star'

Eine Familienmesse am 2. Adventsonntag

Bereitet den Weg des Herrn! Räumt die Hindernisse beiseite! Er kommt bald.

Das etwa war Thema der heutigen Familienmesse, in der der Einzug von Pfarrer Markus Beranek und Diakon Anton Istuk durch schwere Pakete mit Aufschriften wie Hass, Neid, Traurigkeit..., die mitten im Mittelgang der Kirche lagen, versperrt war. In der Predigt von Geri Braunsteiner hatten dann die Kinder die Gelegenheit die schweren Pakete wegzuschleppen und vor dem Altar in Form eines Christbaums aufzustapeln. Und siehe da, die Aufschriften hatten sich wunderbar in Liebe, Freude, Vertrauen, usw.
gewandelt.

Der Familienmessenchor mit seinem kleinen Orchester verschönerte die Messe mit besinnlichen Liedern, die die Gemeinde zum Mitsingen anregten, unter anderem natürlich auch "Bereitet den Weg des Herrn". So schließt sich der Kreis dieses Kurzberichtes.

Und hier gibt es noch einige Bilder mehr.

Die Predigt vom Feiertag Maria Empfängnis

Hier können Sie die Predigt von Pfarrer Markus Beranek nachlesen.

Predigt 8.12.2017

Aufatmen – warum wir dennoch hoffen dürfen. Gott traut dir was zu.

Die kirchliche Tradition gleicht mitunter einer Tiefkühltruhe. Der Inhalt einer Tiefkühltruhe ist zunächst weitgehend ungenießbar, weil gefroren. Man muss die Dinge erst herausnehmen, auftauen oder überhaupt erst zubereiten, dann kann daraus aber ein köstliches Essen werden.
Begriffe wie „Erbsünde“ oder „Jungfrau“ wie wir sie heute im Titel des Festes hören – es trägt ja einen sehr feierlichen und theologisch aufgeladenen Namen „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ – wirken zunächst einmal für viele abstrakt oder, um im Bild zu bleiben, tiefgefroren.

Machen wir uns deshalb auf den Weg sie aufzutauen, damit sie uns vielleicht auch zur schmackhaften Nahrung werden können.
„Erbsünde“ benennt eine destruktive Dynamik, in der wir als Menschen stehen. In ihrem Einfluss sind wir geistig eng, in unserem eigenen Denken gefangen. Erbsünde bewirkt, dass es Menschen am Wohlwollen, an der Großherzigkeit gegenüber ihren Mitmenschen fehlt und das sie gleichzeitig oder zu aller erst von der Angst getrieben sind zu kurz zu kommen. Für die einen heißt das dann „was denken denn die anderen, wenn ich mich da engagiere, die glauben ja, ich mache mich nur wichtig“. Für die anderen heißt es das Gegenteil: nur ja deutlich und lautstark die eigene Meinung bekunden und möglichst durchsetzen, damit ich ja zu meinem Recht komme. Je nach Persönlichkeitsstruktur hat die Angst unterschiedliche Ansatzpunkte, aber wo sie ansetzt, dort bewirkt sie immer mit Erfolg eines: sie verdirbt die Freude am Leben.

Wenn Maria also frei von der Erbschuld ist, dann hat ihre Beziehungsfähigkeit zu ihren Mitmenschen und zu Gott eine ganz neue Qualität. Dann muss sie sich nicht ängstlich schützen und zurückziehen, sondern dann kann sie, wie es die Geschichte von der Begegnung mit dem Engel Gabriel erzählt, offen und interessiert hinhören, nachfragen und sich auf ein Projekt einlassen, dessen Ausgang sie auch noch nicht wirklich versteht.
So übersetzt geht es also mit „Erbschuld“ nicht um eine abstrakte tiefgefrorene Wahrheit, sondern es geht um einen Weg zu einem lebendigen und glücklichen Leben.
Wörtlich übersetzt grüßt der Engel Maria mit den Worten „freue dich, du Begnadete, der Herr ist mit dir“. Genau dieser Worte wegen ist das Evangelium auch für heute ausgewählt, wie gesagt, wir feiern ja die Zeugung Mariens, nicht die Zeugung Jesu. Aber wir feiern eben: vom ersten Moment hat Gott Maria eine Leichtigkeit und Freude und Unbefangenheit in all ihren Beziehungen geschenkt.
„Jungfrau“ meint weit über alle biologische Bedeutung hinaus genau diese Haltung, sich unbefangen, frohen Herzens auf Gott einlassen zu können.
Wir feiern dieses Fest, weil es uns etwas für unser Leben aufschließen will. Maria ist ein lebendiges Beispiel wie ein gutes Leben gelingen kann. Wenn wir in die Nähe Gottes geraten, so taut nicht nur der theologische Begriff „Erbschuld“ auf, sondern in unserem ganzen Leben lösen sich die Erstarrungen von Angst und Enge. In der Nähe Gottes wird das Herz weit. „Freu dich Maria“ ruft der Engel Maria zu und der Gruß gilt auch uns. In der Nähe Gottes können wir Gottes Zutrauen erfahren. In der Nähe Gottes weicht die Angst unser Leben zu leben. In der Nähe Gottes wächst neue Hoffnung.

Für mich ist Gottesdienst feiern ganz oft so eine Gelegenheit wo ich erlebe, dass ich aus der Enge meines Alltages herausgeholt werde. Wo Gott ist, dort rührt sich die Freude. Wo Gott ist, bekommen wir Menschen Lust, neue Aufgaben anzugehen. Erinnern sie sich an die Geschichte wo Franz von Assisi den Aussätzigen umarmt. Er hat das nicht aus einer angstbesetzten Askese heraus getan. Sondern er ist seinem Herzen gefolgt, und auf einmal hat er eine unglaubliche Freude gespürt.
Das ist die Freude, die Gottes Zutrauen in uns auslöst. Das ist die Freude, die die Angst vertreibt. Das ist die Freude, die das Herz weit macht. Auch unser Herz.
Ich hoffe, sie haben Freude dran, die Schätze der Tradition aus der Tiefkühltruhe zu holen und aufzutauen. Es geht um uralte Erfahrungen, wie das Leben in der Nähe Gottes gelingt.

Deshalb feiern wir Advent: wo Gott uns sein Zutrauen schenkt, dort wird das Herz weit. Maria hat es am eigenen Leib erlebt hat und ist voll Freude zu ihrer Cousine Elisabeth gelaufen ist. Möge diese Freude in uns allen wachsen.

Hier können Sie die Bibel-Texte des Feiertages nachlesen und nachhören.

Freitag, 8. Dezember 2017

Adventimpuls - Zweiter Adventsonntag

2. Adventsonntag
„Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste“ (Jes 40,3; Mk 1,3) 

Geschichten und Filme schildern fantasievoll die Karawane der drei Weisen, die vom Orient aus unbeirrt dem Stern durch die Wüste folgen. Die Theologie lässt sie gar aus Asien, Afrika und Europa kommen, aus aller Welt also. Wüste ist ein Ort der Orientierungsund Hoffnungslosigkeit. Verwüstungen durch Kriege, soziale Isolation, Ungerechtigkeit und Naturzerstörungen prägen auch unsere Zeit, nehmen der Natur und den Menschen die Würde. Dahinein spricht Gott: „Tröstet mein Volk“ (Jes 40,1), schafft neues Vertrauen, Zutrauen. Unsere Berufung: Bahnt dem Herrn den Weg ins verwundete, heilungsbedürftige Herz, ins Verstehen und Orientierung suchende Bewusstsein, ins Leben entdeckende und fördernde Tun. Seid furchtlose Boten der Freude und ruft: „Seht, Gott ist bei euch da!“ (Jes 40,9) Die biblischen Texte heute zeigen, dies ist Zusage an alle Menschen. Durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, deren Gedenktag heute ist, gilt das Recht aller Menschen auf gleiche Würde (Art. 1), auch in Ländern anderer Staatsform, Religion und Kultur auf der ganzen Welt und ist eine Basis für unser Miteinander. In dieser Woche will ich bewusst mit Art. 1 unterwegs sein, denn Gott ist da und schenkt Würde jedem Menschen, auch in den Verwüstungen seines Lebens.

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