Donnerstag, 28. Februar 2013

Letzte Grußworte aus Castel Gandolfo

Ein ReBlog vom deutschsprachigen Blog von >Radio Vatikan.

Letzte Grußworte aus Castelgandolfo


Danke, von Herzen Danke!
Liebe Freunde, ich freue mich, dass ich bei euch bin, umgeben von der Schönheit der Schöpfung und eurer Sympathie, die mir so viel Gutes getan hat. Danke für eure Freundschaft, eure Zuneigung.
Ich wisst, dass mein Weg heute verschieden ist von den bisherigen Wegen, ich bin nicht mehr Papst der Katholischen Kirche, ab acht Uhr heute Abend bin ich es nicht mehr. Ich bin nur noch einfach ein Pilger, der die letzte Etappe seiner Pilgerreise auf dieser Erde beginnt. Aber ich möchte noch einmal mit meinem Herzen, mit meiner Liebe, meinem Gebet, meiner Meditation und allen meinen inneren Kräften für das Wohl aller und der Kirche, ja für die Menschheit arbeiten. Und dabei fühle ich mich getragen von eurer Sympathie. Gehen wir gemeinsam weiter, mit dem Herrn, für das Wohl der Kirche und der Welt.
Danke.
Von Herzen spende ich euch nun meinen Segen.
Gepriesen sei der allmächtige Gott.
Es segne uns der allmächtige Gott, Vater, Sohn und Heilger Geist.
Danke und Gute Nacht, Danke euch allen!

Dienstag, 26. Februar 2013

Erbarme dich, mein Gott

Seit April des vergangenen Jahres finden unter dem Titel HÖRWEGE zu GOTT regelmäßig abendliche, meditative Gottesdienste in unserer Pfarrkirche statt.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die das Wort Gottes in Verbindung mit großer Musik (über Lautsprecher in den Kirchenraum eingespielt) erleben wollen.

Die ungeheure Kraft der Musik eröffnet dem Hörenden eine Chance, zusammen mit dem Predigt-Impuls eines Mitgliedes unseres Pfarrteams, in die Tiefe des Wortes Gottes vorzudringen.

Die Gottesdienste dauern, je nach Thema und Musikauswahl, zwischen 30 und 45 Minuten.

Der nächste HÖRWEGE Gottesdienst findet am 
Freitag, den 8.März um 20:00 in der Pfarrkirche statt. 

Thematisch im Mittelpunkt stehen das Evangelium des 4.Fastensonntags, das Gleichnis vom Verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32) und Musik von Johann Sebastian Bach (Arie: „Erbarme dich, mein Gott“ aus der Matthäus-Passion). Predigt: Pfarrer Dr. Markus Beranek.

Alle sind dazu ganz herzlich eingeladen!

Weitere Termine: 12.April , 24.Mai und 21.Juni. Beginn ist jeweils 20:00.

(Herbert Lauermann)

Montag, 25. Februar 2013

Sedisvakanz und Konklave

Am 28.2.2013 um 20:00 Uhr tritt Papst Benedikt XVI zurück. Die damit beginnende Zeit bis zur Wahl eines neuen Papstes nennt man Sedisvakanz.  Zum Eintritt der Sedisvakanz werden in allen Pfarr- und Klosterkirchen in Österreich die Glocken 15 Minuten geläutet. Darin mischt sich wohl der Dank an Benedikt XVI für sein Pontifikat, als auch die Bitte an Gott, uns bei der Findung eines neuen Papstes beizustehen. Hier steht "Findung" und nicht "Wahl"; denn Kardinal Christroph Schönborn hat unlängst in einem ZIB-Interview so treffend gesagt: nicht wir (die Kardinäle) erwählen uns einen Papst, sondern Gott hat ihn schon länst erwählt und unsere Aufgabe ist es, denjenigen zu finden.

Die Sedisvakanz wird auch in den Gottesdiensten (und Stundengebeten) sichtbar werden: in den Hochgebeten wird nur mehr der örtliche Bischof genannt, nicht mehr jedoch der Papst. Seitens der Bischofskonferenz gibt es die Einladung, die im Konklave versammelten Kardinäle mit dem Gebet besonders in diesen Tagen zu begleiten.

Zum Konklave zugelassen sind alle Kardinäle unter 80 Jahren. Von den 209 Kardinälen sind also 117 zugelassen. Nach ihrer Herkunft verteilen sie sich wie folgt:

28 Italien
 6 Deutschland
 5 Spanien
 4 Frankreich
 4 Polen
 2 Portugal
13 weitere europäische Länder (darunter auch der Erzbischof von Wien)
19 Lateinamerika
14 Nordamerika
11 Afrika
11 Asien
1 Ozeanien

Der Ablauf des Konklaves ist sehr gut auf dem deutschsprachigen Blog von Radio Vatikabn beschrieben. Siehe dazu auch:
->Informationen zu Sedisvakanz, Konklave und Papstwahl
->Das Prozedere der Papstwahl

Fernsehmesse und Suppenessen am Familienfasttag

     Pfarrer Markus Beranek     Foto pfarrestockerau 
Das Thema der Fernsehmesse, die heute in ORF2 und ZDF live gesendet wurde, lautet "Der offene Himmel". Ein Motto, den wir ob unseres Kirchenpatrons Stephanus ja gut kennen: am Hochaltar steht "video coelos apertos - ich sehe die Himmel offen".

Wenn dies auf den Familienfasttag fällt, so muss man dies unter einem speziellen Blickwinkel sehen: wer dies tut, in den offenen Himmel zu blicken, der ist nicht im Ich gefangen, dessen Blick weitet sich und nimmt den Anderen wahr. Der erkennt dessen Sorgen und Nöte, erkennt, wie wichtig Solidarität ist. Um dies zu sehen, brauchen wir den Gottesdienst. Und Räume wie unsere Pfarrkirche, wo das Altarbild uns den offenen Himmel vorzeigt.

Foto Braunsteiner
Sinngemäß so verkündigte Pfarrer Markus Beranek in der Predigt. Sie können die volle Predigt auf der Homepage des ->ORF lesen.

Es war eine würdige, wunderbare Messfeier mit Pfarrer Markus Beranek, den Kaplänen Tomasz Iwandowski und Joseph Kun Yao sowie Diakon Tom Kruczyinsky. Die Schola der Pfarre Stockerau unter der Leitung von Beate Kokits, Johannes Lenius an der Orgel und Eveline Fichtinger am Saxophon sorgten für den großartigen musikalischen Rahmen. Und natürlich trug auch die Gemeinde, die die Kirche voll ausfüllte, zum Gelingen bei. "Man merkt gleich, dass diese Gemeinde gewohnt ist, bei der Heiligen Messe mit zu feiern" war von einer Stimme des Aufnahmeteams zu hören.
Fotos zur Fernsehmesse folgen noch. Wenn Sie die Fernsehmesse nochmals ansehen bzw. mitfeiern möchten, so können sie das, indem sie auf folgendem Link auf die ORF Mediathek klicken: ->Mediathek.





Foto Braunsteiner
Foto Braunsteiner

Jedenfalls ein herzliches Vergelt 's Gott an alle, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes beigetragen haben.

Foto Braunsteiner

Suppensonntag


Foto Bauer
Im Anschluß an den Gottesdienst fand gegenüber im Pfarrzentrum das Suppenessen statt, das die kfb anlässlich des Familenfasttages veranstaltete. Nach der Idee, eine einfache Suppe zu essen und für ein mehrgängiges Sonntagsmenü zu spenden, kommt der Erlös jungen Arbeiterinnen in Südindien und ArbeitsmigrantInnen der philippinischen Insel Mindanao zugute. Der Titel „Teilen macht stark“ soll zudem für faire Arbeitsbedingungen sensibilisieren.


Die Damen der Katholischen Frauenbewegung kfb legten sich dabei gehörig ins Zeug, wie die folgenden Fotos zeigen. Die verkosteten Suppen schmekten vorzüglich, so dass man schon vergessen konnte, dass es sich um eine Fastenspeise handeln sollte.

Foto Bauer
Foto Bauer

Sonntag, 24. Februar 2013

Ausnahmesituation




Es ist schon erstaunlich, wieviel Aufwand hinter 45 Minuten Übertragung im Fernsehen stecken. Da sind mal die eigenen Vorbereitungen in der Pfarre, die seit Monaten laufen, bis zu einer 1:1 Generalprobe in der Vorabendmesse am Samstag. Bei den Vorbereitungen involviert waren aber auch die Erzdiözese, das Medienreferat der Bischofskonferenz und die Abteilung Religion im ORF.

Auch der Aufbau der technischen Anlagen des ORF brauchte mehrere Tage - hier ein paar Eindrücke dazu. Von der Fernsehmesse und dem anschließenden Suppenfasten selbst wird in Kürze in einem getrennten Artikel berichtet werden.

Freitag, 22. Februar 2013

Pferdefleisch im Vatikan aufgetaucht!

Hier ein ReBlog eines ->Artikels auf dem Blog "Echo Romeo" vom 20.2.2013. Ich konnte nicht widerstehen, ihn wiederzugeben. Ist zwar auf deutsche Promis zugeschnitten und nicht ernstzunehmen, regt aber zum Schmunzeln an:

[Von Bastian]
Eine Lasagne aus einem römischen Supermarkt, die in den Vatikanküchen zubereitet werden sollte, enthielt Pferdefleisch. Sie wurde weggeworfen. 
Nach Bekanntwerden dieses Skandals überschlugen sich die Nachrichten in der Presse und dem Internet.

So twitterte Claudia Roth: „An die vatikanische Männerriege: Ich bin sehr betroffen!“ Auf Facebook schrieb sie, sie verstehe nicht „mit welchem Recht Männer mit Moral um sich werfen, die so weltfremd sind, dass sie keine Kuh von einem Pferd unterscheiden können“.


Der Theologe Hans Küng meinte im Spiegel-Interview, damit sei zu rechnen gewesen. Unter Benedikt habe der Vatikan zwar nachdrücklich alle Fehler und Missstände bei anderen verfolgt, jedoch der eigenen Situation keinerlei Augenmerk geschenkt. „Auch sein Rücktritt, als es eng wurde, konnte diese Katastrophe nicht mehr verhindern.“

Angela Merkel zollte dem Vatikan Respekt für sein entschlossenes Wegwerfen. Sie habe von einer der besten Küchen der Welt nichts anderes erwartet. Vermutungen der Presse, der Vatikan habe offensichtlich Beziehungen zum Springreiterverband und stehe hinter dem dortigen Dopingskandal, wies sie zurück. Das sei nicht bewiesen.

Gianluigi Nuzzi kündigte ein Buch an, in dem er die Packung der Lasagne vollständig veröffentlichen will.

Die Piusbruderschaft schreibt auf ihrer Website, wieder einmal zeige sich, dass große Teile der Kurie geneigt seien, jedem Trend hinterherzulaufen. Der inzwischen ausgeschlossene Bischof Williamson sagte, seiner Meinung nach habe es nie Pferde gegeben.
Familienministerin Schröder meinte, es heiße "das Pferd". Eigentlich könne man auch "das Kuh" sagen.

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hingegen erhofft sich die Unterstützung der Kirche bei einer Gesetzesinitiative, den Begriff der Kuh auf Pferde auszuweiten, da seine derzeitige Engführung diskriminierend sei. „Wer versucht, mit einer Kuh am Dressurreiten teilzunehmen, wird ausgeschlossen. Wer Pferd futtert, bekommt Angst. Es ist nicht Aufgabe der Gesetzgebung, diese Spaltung festzuschreiben, sondern sie zu überwinden.“

Heiner Geißler sagte, seine Vision sei mittelfristig ein gemeinsames Mahl von Atheisten, Protestanten und Katholiken, wenn man es gemeinsam schaffe, nicht mehr von Kuh und Pferd, sondern nur von Fleisch zu reden. Die Unterschiede seien nicht mehr zeitgemäß. Frikadellen aus gemischtem Hackfleisch müssten eigentlich schon heute für alle Beteiligten tragbar sein.

Auch innerhalb der katholischen Kirche sorgt die Nachricht für Reaktionen.

Die Reste von WiSiKi und „Katholikentag von unten“ erklärten zur Lasagne übereinstimmend, sie hätten schon immer die besseren Rezepte gehabt.

Das Erzbistum Köln ließ verlauten, moralisch sei gegen den Verzehr von Pferd nichts einzuwenden, solange sicher sei, dass es sich um eine Kuh handele.

Hans Langendörfer schlägt vor, den Verkauf von Pferdefleisch an eine Stiftung zu übertragen, deren Vorsitz er gerne übernehme. Der Erlös könne für ökologische Projekte verwendet werden und zum Existenzerhalt der bedrohten Pferdemetzgereien.

Die Pfarrerinitiative teilte mit, eine Streichung vom Speiseplan sei wirklichkeitsfremd. Stattdessen legte sie eine copyrightgeschützte Liste mit Forderungen vor, wie Pferdefleisch zu würzen sei. Jesus habe nachweislich nichts gegen Pferde gehabt. Es sei ein Memorandum in Vorbereitung, das zu einem offeneren Umgang mit der Situation auffordern wolle. Toten Pferden sei auf Augenhöhe zu begegnen. Aus der Pressestelle der DBK hieß es dazu, man wolle niemanden vom Dialogprozess ausschließen.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Vatikanum II: Toni Kalkbrenner in Aktion

Das Thema Gotteswort in Menschenworten - das Konzil und die Bibel war dies bereits der vierte Vortrag der Reihe Vatikanum II. Der Vortragende Toni Kalkbrenner, Theologe und Bibelreferent des Katholischen Bildungswerks, brachte das Thema, bei dem sich alles um die Bibel drehte, mit viel Wortwitz. Den zahlreichen Teilnehmern kam im Pfarrzentrum öfter mal ein Lächeln über die Lippen.

Ausgangspunkt war das II. Vatikanum mit seiner Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung (nach den Anfangsworten auch Dei Verbum genannt). Sie wurde zu Konzilsende hin im November 1965 mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde. Folgende drei Hauptsäulen sind darin enthalten:


  • die göttliche Offenbarung
  • die Bibel
  • Verhältnis der Bibel zum Menschen, Tradition


Der Titel Gotteswort durch Menschenworte wurde so erklärt, dass Gott der Urheber der Bibel ist, der Schreiber hingegen der Autor. Es ist also nicht so, dass Gottes Wort in den Schreiber hineingetrichtert wird und 1:1 bei der Schreibfeder wieder rauskommt, sondern das von Menschen niedergeschriebene Wort muss erst soweit verstanden werden, um daraus Gottes Wort zu erkennen.

Schön war das Bild von Stand- und Spielbein aus der griechischen Antike. Dabei stellt die Schrift das Standbein dar (fest und ruhend), die Tradition hingegen das Spielbein, d.h. mit der biblischen Tradition kann man spielen bzw. diese variieren.


Unter Pius XII. wurden literarische Gattungen offiziell eingeführt (Anfang 20. Jhdt.). Jeder Bibeltext ist in einer literarischen Gattung geschrieben (Fabel, Lobpreis, ...), und unter deren Berücksichtigung müssen die Bibeltexte verstanden werden. Weiterhin wurde das Wortspiel von Übersetzung gebraucht: man muss in die Zeit übersetzen (gleichsam wie ein Fährmann), in die der Text geschrieben wurde, um ihn richtig zu verstehnen. Aber um ihn in der heutigen Zeit verständlich zu machen, darf er nicht wörtlich übersetzt werden, sondern es muss zurück übersetzt werden (siehe oben) und in heutigen Worten formuliert werden.

In der anschließenden Diskussion wurde nochmals die Anregung diskutiert, am Ende einer Lesung nicht zu sagen "Wort des lebendigen Gottes", weil das Vorlesen (sollte ein Verkündigen sein) noch nicht das Wort Gottes ist, sondern erst wenn die Worte in den Herzen aufgenommen sind und ein Feuer entfachen, werden sie zum Wort Gottes. Hier wäre die Formel "Worte der ersten Lesung" somit treffender.

Leider kann die Atmosphäre eines Vortrags in einem Bericht nur bruchstückhaft wiedergegeben werden. Bei diesem Vortrag haben Sie echt was versäumt.

Abschließend noch ein Text, den Hr. Kalkbrenner als Einleitung zitiert hat.


Das Wort

"Am Anfang
war das Wort
und das Wort
war bei Gott"

Und Gott gab uns
das Wort
und wir wohnen
im Wort

Und das Wort ist
unser Traum
und der Traum ist
unser Leben

Rose Ausländer

Dienstag, 19. Februar 2013

Das neue Pfarrblatt ist online

Wie immer haben die online Leserinnen und Leser unseres Pfarr-Magazines einen Vorsprung gegenüber den Papiersurferinnen und - surfern. Denn das neue Pfarrblatt Februar 2013, das erste von vier im Jahr 2013,  finden Sie hier in unserem Pfarrweb schon heute.

Morgen erst schleppt  Mesner Hans die 6500 gedruckten Exemplare aus der Druckerei Bösmüller in Stockerau in die Pfarre, bündelt sie in die Pakete der Austrägerinnen und Austräger (20-120 Stück) und ab dem Wochenende der Fernsehmesse werden die ersten das neue Blatt in den Händen halten können.
Ein Leitartikel zur Fastenzeit, zwei Interviews, zwei sechzigste Jubiläen und wie immer eine Menge von Berichten mit zu kleinen Fotos sollten ein interessantes Informationsangebot sein. Auch unsere begabte Karikaturistin Dagmar Ungrad hat sich wieder etwas nettes ausgedacht.

Sie, unsere online Leserinnen und Leser, werden natürlich bemerken, dass viele Artikel im gedruckten Pfarrblatt aus dem Internet stammen und im allgemeinen ein wenig gekürzt und bearbeitet werden. So ist das Leben im Netz. Netzleserinnen und - leser sind schneller.

Viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe und wenn sie Ihnen gefällt oder Sie gerne etwas anders haben möchten: Ein Kommentar zu diesem Artikel freut die Redaktion, so oder so.

Sonntag, 17. Februar 2013

Was macht eigentlich ein Kaplan den ganzen Tag?

Was macht ein Kaplan in Stockerau den ganzen Tag?
Wir haben unseren Kaplan Tomasz Iwandowski gefragt, was er denn so den ganzen Tag macht. Lesen Sie hier seine originelle Antwort. Er hat einfach aufgezählt, was er am 22. Jänner dieses Jahres gemacht hat.


05.34 - Aufstehen. Um fit und hübsch zu bleiben, laufe ich täglich in der Früh 15 bis 30 Minuten
05.55 - duschen, Kaffee, Laudes
07.00 - Frühmesse, die für mich immer die Quelle der Kraft für den ganzen Tag ist (große Beteiligung – über 20 Personen!)
7.45 - nettes Frühstück mit dem neuen Aushilfskaplan Joseph
8.15 - 9.30 wöchentliche Dienstbesprechung des Pfarrteams
9.55 - 13.40 Unterricht im Gymnasium (Diese Erfahrung gefällt mir immer besser, mehr dazu können sicher meine Schüler sagen).
13.45 - Ein schnelles Mittagessen (Käsesuppe und Topf „Gratin“), ausgezeichnet gekocht durch unsere Köchin Frau Maria, die beste in der Welt oder mindestens in Niederösterreich. Mittagsgebet und Espresso italiano
14.00 – Begräbnis.
15.30 – Start der Vorbereitungen für den Erstkommuniongottesdienst in der Kirche. Was wäre ich ohne mütterliche Unterstützung von Erika Trabauer?
17.00 - Beichttermin, Vesper
19.30 - Ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Das gemeinsame Singen und die geschwisterliche Agape haben mich sehr beeindruckt.
Um ca. 22 Uhr war ich dann daheim und habe mich noch für den Unterricht bis 23.30 vorbereitet. Dann war noch Zeit für das Nachtgebet und das Lesen des Evangeliums des nächsten Tages (eine fromme Tradition, die ich noch im Kloster gelernt habe).
00:12 - schon im Bett!

Das ist für unsere online Leserinnen und Leser ein kleiner Vorgeschmack auf das neue Pfarrblatt, wo Sie diesen Artikel auf Seite 2 und 3 finden werden..

Samstag, 16. Februar 2013

Gedanken zu Demut und Selbstbewusstsein

Beim Rücktritt von Benedikt XVI war öfter von Demut die Rede. Dieser Schritt komme aus dem Wesen dieses bescheidenen und demütigen (sic!) Menschen. Auch ist zu lesen, dass dieser Schritt nicht zufällig mit dem Beginn der Fastenzeit zusammenfällt. Und tatsächlich ist Demut auch ein Begriff der Fastenzeit.

Da lohnt es sich somit doppelt, den Begriff Demut mal auf der Zunge zergehen zu lassen. Volkstümlich meint man mit Demut ein sich klein machen, sich unbedeutend halten, vielleicht auch ein sich für schecht halten. Ein Demütiger verleugnet sich selbst und wird dadurch ein besserer Mensch.

Ich möchte dem entgegenhalten, dass Demut vielmehr Selbstbewusstsein, genauer angemessenes Selbstbewusstsein bedeuten kann. Nur oberflächlich erscheint Selbstbewusstsein das Gegenteil von Demut zu sein: stark zu sein, von seinen Meinungen überzeugt zu sein, seine Interessen durchsetzen zu können. Tatsächlich meint Selbstbewusstsein aber, ein Bewusstsein für das eigene Selbst zu entwickeln. Und aus dieser Sicht kann man die beiden Begriffe zur Deckung bringen.

Wenn wir uns erkennen als Teil von Gottes Schöpfung, im Vergleich dazu klein und nicht viel wissend, aber jedenfalls geborgen und beschützt in Gottes Hand, dann sind wir uns unseres Selbst bewusst. Wenn wir so fest über unserer Mitte stehen, dann haben wir auch die Kraft, für Wahrheit einzustehen, auch wenn es nicht dem Mainstream des Zeitgeistes entspricht, wenn es unangenehm, unangebracht ist. Dann haben wir aber auch die Kraft den Willen Gottes anzunehmen, auch wenn er auf den ersten Blick unverständlich ist.

Demütig den Willen Gottes zu erkennen und umzusetzen, dazu bedarf es wahrlich Selbstbewusstseins! Wenn also Benedikt XVI demütig sein Petrusamt zurücklegt, dann zeugt dies von Selbstbewusstsein. Dann hat er sich nicht aus der Verantwortung gestohlen oder das Kreuz nicht angenommen, sondern dann hat er den Willen Gottes erkannt und setzt diesen demütig und selbstbewusst um.

Freitag, 15. Februar 2013

Fragwürdiges aus China

Kathedrale in Shanghai

Eine Veranstaltungsreihe der Pfarre Stockerau findet nicht im Pfarrzentrum, im Kloster oder in einer der Filialkirchen statt, sondern "bei den Menschen draussen in der Welt"  - wie Bruno Kreisky formuliert hätte.  Das heisst konkret im TRAtelier, einem Stockerauer Lokal im Gewerbehof. Diesmal ist das Thema der Serie "? fragwürdig"   Kirche in China. Unser Aushilfskaplan Joseph Kun Yao, der in Shanghai geboren ist, den ersten Teil der Priesterausbildung im Seminar in Shanghai gemacht hat und auch dort in der Kathedrale zum Diakon geweiht wurde, wird davon authentisch berichten.

Zu lesen gibt es in Wikipedia ja einiges, sowohl über die Kirche in China als auch speziell über die Kirche in Shanghai. Aber es wird doch etwas anderes sein, von Joseph direkt informiert zu werden.

Alles Nähere entnehmen Sie am besten dem Plakat zur Veranstaltung.


Suppenfernsehsonntag

Und am Sonntag, dem 24.Februar ist es soweit. Die Achtuhrmesse entfällt, die Halbzehnuhrmesse wird für mehr als 500.000 Zuseher in Deutschland und Österreich aus unserer Kirche übertragen und anschliessend findet im Pfarrzentrum ab 11:00 das Suppenessen zum Familienfasttag statt. "Suppe essen und Schnitzel zahlen" ist die Devise - und denken Sie dabei am besten an ein Kalbsschnitzerl in einem feinen Restaurant. Das Suppenessen organisiert die Katholische Frauenbewegung im Rahmen des Familienfasttages, der immer unter dem Generalmotto TEILEN steht. Entsprechend heißt auch der Link zur Webseite www.teilen.at. Dort finden Sie alle Informationen zu den heurigen Themen und Projekten.


Wenn Sie den kleinen Film, der in der Vorschau des Fernsehgottesdienstes gesendet wird, aufmerksam ansehen (Sie können ruhig in die Messe gehen, er ist im Internet zum "Nachschauen" mindestens eine Woche gespeichert), dann werden Sie auch unsere lieben Frauen beim Suppenkochen bewundern können.

Obiges Bild vom Suppensonntag 2012 ziert übrigens auch das Titelblatt des neuen Pfarrblattes Februar 2013, das nächsten Montag in den Druck geht und dann wie immer auch schon für FrühleserInnen im Netz bereitgestellt werden wird und wieder eine bunte Folge von Themen und zwei Interviews bieten wird.

Übrigens: Am 24.2. ist auch der offizielle jährliche Zählsonntag der Erzdiözese Wien. Da werden in den Pfarrkirchen Zählungen der Gottesdienstbesucher durchgeführt. Da werden wir mit den 500.700 heuer sehr gut abschneiden.

Dienstag, Tag der Entscheidung

Am Dienstag, dem 19. Februar, müssen Sie sich entscheiden.
  • Um 19:00 Uhr ist im Kloster kfb-Frauenabend: Die Katholische Frauenbewegung (kfb) des Dekanates Stockerau lädt zu einem Vortrag über  "Lebensfreude und Glaube im Alltag" ein.  Referentin ist die Erwachsenenbildnerin Anna Schodl.
  • T. Kalkbrenner
  • Schon eine halbe Stunde später um 19:30 ist im Pfarrzentrum eine weitere Folge der Serie Vaticanum II.  Mag. Toni Kalkbrenner spricht über das Thema „Gotteswort in Menschenworten – das Konzil und die Bibel".

Beten für Stockerau


Jeden Monat findet am 3. Montag im Kloster St. Koloman ein Gebetstag für unsere Stadt und die Welt statt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es mit Stadt und Welt schlecht steht, dann gehen Sie doch hin und beten dafür ein Bittgebet, dass es besser wird. Wenn Sie aber zufrieden sind, wie es uns in Stadt und Welt geht, dann gehen Sie doch hin und beten ein Dankgebet. Die Klosterkirche ist dazu von 7 Uhr früh bis 18 Uhr bereit.

Der nächste Termin ist am Montag, dem 18. Februar.  Hornerstrasse 75 ist ein guter Tip.

Mittwoch, 13. Februar 2013

St. Valentin

Am 14. Februar ist der Tag des Hl. Valentin. Ein Fest für Blumengeschäfte und Liebende. Das heisst, hoffentlich für uns alle.  Da passt der Hinweis auf die Katholische Partnerbörse kathtreff.org ins Magazin. Was es nicht alles gibt...

Dier Erklärungen zum Valentinstag  auf Wikipedia sind durchaus lesenswert. Der Hl. Valentin war nämlich ein Märtyrer.

In Stockerau ist übrigens der Sonntag der Beziehungen am 26. Mai 2013. Um 9:30 wird die Sonntagsmesse ganz speziell für alle Paare gefeiert. Es gibt auch eine Paarsegnung und einen kleinen Empfang für alle, die mitfeiern, durch unseren Herrn Pfarrer Markus Beranek. Viele werden im Mai geheiratet haben, da passt dieser Termin wunderbar.

Aschermittwoch 2013 in Stockerau

Ein schneeverhangener Wintertag war heuer der Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. In der gut besuchten Abendmesse spendeten Pfarrer Markus Beranek, Aushilfskaplan Joseph Yao und die beiden Diakone Tom Kruczynski und Johann Wolf den Messbesuchern das Aschenkreuz.
Markus Beranek sagte in seiner Einstimmung, dass man wohl vom "spektakulären" Rücktritt des Papstes lernen könnte, Umkehr - das ist ja immer das Thema der Fastenzeit - zu üben. Nämlich auch Abkehr vom gewohnten, immer gleichen Ablauf und Mut zu einem neuen Weg. In seiner Predigt wählte er dazu als ein Beispiel den Auftritt Johannes des Täufers in der Wüste mit einem Endzeitszenario eines strafenden Gottes und als "Umkehr" und alternativen Weg Jesus, der seinen ganz anderen Weg als Lehrmeister im freundlichen Galilea rund um den See von Genesareth mit der Botschaft vom Heil, der Freude und Barmherzigkeit begann. 
Die Schola der Pfarre verschönerte mit schlichten Gesängen und zurückgenommener Orgelbegleitung den besinnlichen Gottesdienst.
Die Kirche war bereits im Fastengewand: schlicht, das Altarbild mit violettem Stoff verhüllt, keine Blumen, obwohl das heutige Evangelium eigentlich vorschrieb, dass man als Fastender nicht zu erkennen sein soll. Nicht wie die Heuchler....

Wer das Altarbild in den nächsten 40 Tagen doch sehen will, der muss in die Fernsehmesse am 24. Februar (bis 9:15  bitte Plätze einnehmen) kommen, denn da spielt das Altarbild eine zentrale Rolle: "Der offene Himmel" heisst das Motto der Messe. Und das war der Satz, den der auf dem Altarbild dargestellte Kirchenpatron St. Stephanus sagte, bevor er starb - "Ich sehe den Himmel offen".

Dienstag, 12. Februar 2013

Aschermittwoch

Die Fastenzeit ist die Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten an Ostern. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und dauert 40 Tage. Dabei werden die Sonntage jedoch nicht gezählt, weil wir an jedem Sonntag die Auferstehung Jesu Christi feiern und der Sonntag somit kein Fasttag ist.

Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit. Wir lassen uns das Aschenkreuz im Gottesdienst vom Priester auf die Stirn zeichnen, mit den Worten:

Gedenke Mensch, dass du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren.

Das Aschenkreuz soll ein Zeichen für Umkehr und einen Neubeginn sein. Sich durch Fasten einschränken, beim Essen und Trinken wie auch beim Konsum von Genussmitteln sowie anderen Genüssen (die vielleicht schon alltäglich geworden sind) ist eine Grundvoraussetzung zur Gesundung von Leib und Seele. Siehe dazu etwa auch ->Autofasten.

Der Brauch des Aschermittwoch wurde von Papst Urban II. im 11 Jhdt. eingeführt. Im 12. Jhdt. wurde festgelegt, dass die Asche von den geweihten Palmzweigen des Vorjahres sein muss. In der nachkonziliaren Liturgie wird die Asche nach dem vorangegangenen Evangelium gesegnet und an die Gemeinde ausgeteilt.

Priesterchronik

Pfarrer Malcic
Kennen Sie schon die Priesterchronik der Pfarre Stockerau, die anlässlich der Langen Nacht der Kirche 2011 Franz Hochfelsner zusammengestellt hatte? Sie stand längere Zeit als Ausstellung in der Kirche. Anschliessend wurde die Chronik ins Pfarr-Web übertragen und die Redaktion bemüht sich redlich, die Chronik aktuell zu halten. Dieser Tage wurde wieder eine Aktualisierung auf den neuesten Stand vorgenommen. 

Hier ist der Link auf die Chronik.

Wer Fehler findet, zusätzliche nette Bilder und Informationen hat, wird gebeten, diese an redaktion@pfarrestockerau.at zu senden.

Kirche, die Medien und öffentliche Meinung

Hellhörig wurde ich durch ein Interview von Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, dem Präfekten der Römischen Glaubenskongregation, in dem er von Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche spricht und dabei auch das Wort Pogromstimmung verwendet (im letzten Satz des Interviews, siehe folgender Absatz):

Gezielte Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa haben erreicht, dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden. Die daraus entstandene Stimmung sieht man in vielen Blogs. Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert. (Quelle: DIE WELT).

Irritierend ist dabei, dass ein derartig ranghoher Kirchenvertreter das Wort "Pogrom" in den Mund nimmt, ein Unwort der Jetztzeit, das nur zur Beschreibung von historischen Begebenheiten verwendet wird. Der deutsche Kardinal Meisner schlägt in dieselbe Kerbe und spricht von "Katholikenphobie". Ist die Amtskirche jetzt angerührt oder eingeschnappt, verträgt sie keine Kritik mehr?

Ich glaube das erst verstanden zu haben, als ich nachgeschaut habe, was da in unserem nordwestlichen Nachbarland abläuft. Die Panne, dass eine vergewaltigte Frau von zwei katholischen Kliniken abgewiesen wurde und die folgende Diskussion über die Pille danach bzw. über die kirchliche Position zur Abtreibung wurde ja auch bei uns wahrgenommen. Und in der Talkshow von Günther Jauch ist das Thema Kirche ein Dauerbrenner:  "Wie lebensnah ist die Kirche?", "Wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?"

Dem Journalisten Martin Lohmann, Chefredakteur des katholischen Privatsenders K-TV, der in die Talkshow von Martin Lanz eingeladen wurde, um die Position der katholischen Kirche zu vertreten und dies auch konsequent tat, wurde danach seine Dozentenstelle an der Makromedia Hochschule für Medien und Kommunikation entzogen. Begründung: "Die Uni vertritt in ihren Grundwerten ein Menschenbild, in dem verschiedene sexuelle Orientierungen respektiert werden". Nun kann man mit der als konservativ geltenden Meinung von Hrn. Lohmann nicht einverstanden sein, aber ihn deswegen zu feuern ist intolerant (siehe unten).

Die Position des kirchlichen Lehramtes wird heute schnell und oft auch ohne inhhaltliche Reflexion verurteilt. Als Denkanstoß, um diese Position zumindest zu tolerieren, möchte ich hier den Blogger ->fernundtief zitieren:

Ach! Ich bin nun kein Katholik und will es auch nicht werden. Aber als Theologe weiß ich, dass darüber nicht erst seit heute nachgedacht wird. Und wie wenig manche auch die Ergebnisse mögen werden: Auch hinter den katholischen Positionen (“auch”, weil viele denken: Wo ein Dogma ist, wird nicht mehr nachgedacht) steht eine kaum zu ermessende Menge an Arbeit, ernsthaft geleistet von Generationen von Theologen und Denkern. Wie viel Mühe sich “Fachleute für Religion/Ethik” oft machen – und zwar gerade in derartig schwierigen ethischen Konflikten -, das kann Herr Lanz sich offenbar nicht vorstellen.

Stellt sich die Frage, ob die Medien generell antiklerikal eingestellt sind. Dazu meint der Medienwissenschaftler Norbert Bolz:

Es handelt sich um ein sehr altes Phänomen. Journalisten definieren sich als Aufklärer. Und die katholische Kirche gilt schon seit dem 18. Jahrhundert als die gegenaufklärerische Macht schlechthin. Und immer, wenn sie sich gegen den Mainstream stellt und auf unzeitgemäßen Forderungen beharrt, wird dieser Affekt wieder mobilisiert.

Dies als rein bundesdeutsches Phänomen abzutun ist nicht treffend, weil die Diskussionen mit einmonatiger Verspätung regelmäßig nach Österreich überschwappen. Die Diskussion über Kirchenprivilegien und das bevorstehende Volksbegehren dagegen zeigen, dass auch hierzulande die Kirche in der Kritik der öffentlichen Meinung steht.


Josef Bordat bringt auf seinem Blog (->jobo72) die Diskussion schön auf den Punkt:

Dass man Intoleranz nicht toleriert, ist richtig. Doch oft wird Intoleranz mit mangelndem Respekt oder gar dem Fehlen von Sympathie verwechselt und somit mangelnder Respekt oder fehlende Sympathie nicht toleriert. Das ist falsch.

Montag, 11. Februar 2013

Papst Benedikt XVI tritt mit 28.2. zurück



Für Alle, die die Rücktrittsrede des Papstes noch nicht gelesen haben (er hat sie auf lateinisch gehalten) hier der Text, den er laut Radio Vatikan den Kardinälen mitgeteilt hat:

"Liebe Mitbrüder! Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch, um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet.

Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen

Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013 um 20.00 Uhr der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muss.

Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen."

Papst Benedikt XVI. ist erst der zweite Papst, der in der rund zweitausendjährigen Kirchengeschichte zurücktritt. Bisher hatte nur Coelestin V. im Jahr 1294 nach nur wenigen Monaten sein Amt freiwillig abgegeben. Er starb 1296 in Gefangenschaft.

Sein Bundespräsident als deutscher Staatsbürger, Joachim Gauck, erklärte heute nach der Bekanntgabe des Rücktrittes: „Für diesen Entschluss sind großer Mut und Selbstreflexion nötig. Beides hat meinen außerordentlichen Respekt. Ich finde darin auch den Mann wieder, den ich vor kurzem bei einem langen Besuch kennlernen durfte. Sein Glaube, seine Weisheit und seine menschliche Bescheidenheit haben mich tief beeindruckt. Dass ein Deutscher die Nachfolge Johannes Pauls II. antrat, war von historischer Bedeutung für unser Land. Benedikt XVI. war als Papst der ganzen Welt verpflichtet, aber er mit blieb mit dem Herzen immer seiner Heimat verbunden. Unvergessen sind seine Besuche zum Weltjugendtag in Köln, Berlin und Freiburg. Eindrücklich ist uns auch seine nachdenkliche Rede vor dem deutschen Bundestag geblieben. Wir wünschen ihm einen erfüllten und gesegneten Lebensabend.“

Sonntag, 10. Februar 2013

1700 Jahre Mailänder Toleranzedikt

Konstantin und seine Mutter Helena
mit der von ihr entdckten Reliquie des
angeblichen Hl. Kreuzes (Ikone)
In den  kommenden Tagen werden die katholischen und orthodoxen Kirchen daran erinnern, dass im Februar des Jahres 313 unter Kaiser Konstantin in Mailand das Toleranzedikt erlassen wurde (gemeinsam mit dem einzigen noch verbliebenen Mitkaiser). Es sicherte im Römischen Reich die Religionsfreiheit, speziell auch für die Christen nach Jahrhunderten der Christenverfolgung. Mit diesem als Konstantinische Wende bezeichneten Ereignis begann der Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion, die aber erst im Jahre 380 durch Kaiser Theodosius I erfolgte.

Das Christentum als staatliche Religion gibt es seitdem bis heute, wobei die Diskussion darüber wieder leise beginnt. So tauchte in Kommentaren zum Diözesanen Erneuerungsprozess mehrmals der Begriff "Ende der Konstantinischen Reform" auf. Und wenn man die Anliegen des kommenden Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien nimmt, dann könnte man schon glauben, manche wollen das Rad der Zeit wieder vor das Jahr 380 stellen.

Samstag, 9. Februar 2013

Dechantenkonferenz in Passau

Dechantenkonferenz 2013
(c) Erzdiözese Wien
Wie auch auf dem Blog der Erzdiözese zu lesen ist (-> hier), fand vorige Woche eine Konferenz aller Dechanten unserer Diözese in Passau statt. Im Mittelpunkt stand die Kirchen- und Struktur-Entwicklung der Erzdiözese Wien. Der Regens in der Diözese Hildesheim (Deutschland), Christian Hennecke, hat in seinen Impulsen zwischen diesen beiden Begriffen unterschieden:

Kirchenentwicklung meint das Wirken des Geistes Gottes, der die Kirche auch in unserer Zeit führt und formt, der Menschen berührt und sie zu einem Leben aus der Botschaft Jesu ermutigt.
Strukturentwicklung meint die notwendigen Anpassungen der Organisationsform der Kirche an diese Veränderungen, damit dieses Wirken Gottes unterstützt und begünstigt wird.

Unser Pfarrer und Dechant Markus Beranek schreibt dazu:

Ziel aller Überlegungen soll es sein, Menschen weiterhin, ja sogar auf neue Weise zu einem christlichen Leben einzuladen. Eine wichtige Fähigkeit dabei ist es, wahrzunehmen, wo kleine und große Initiativen sichtbar werden – wo Menschen sich etwa aus ihrem Glauben in der Caritasarbeit engagieren, Bibelrunden initiieren, ihre Berufung durch die Taufe ernst nehmen und leben – vieles ist in unseren Pfarren schon jetzt Alltag. Ziel des ganzen Unternehmens ist es, Kirche vor Ort lebendig zu halten und zwar auch im Blick auf die nächsten 10,20, 40 Jahre – wir stehen in Veränderungen, die weit über uns hinausreichen.

Es wird wie schon im Herbst angekündigt unumgänglich sein, größere seelsorgliche Einheiten zu bilden. Die Norddechanten haben beschlossen, bis zur nächsten Dechantenklausur im Jänner 2015 einen Plan für diese neue Struktur vorzulegen. Er soll in den Dekanaten unter Beteiligung der einzelnen Pfarren (Pfarrgemeinderäte, Hauptamtliche….) erstellt werden, wobei auch über die Dekanatsgrenzen hinaus gedacht werden kann und soll. Unser Bild dabei ist, dass Pfarren in diesen neuen größeren Einheiten schrittweise stärker zusammenarbeiten, in Form eines Pfarrverbandes (wobei es meiner Einschätzung nach größere Pfarrverbände werden, als es derzeit der Fall ist), früher oder später in Form einer großen Pfarre, in der die bisherigen Pfarren als einzelne Gemeinden weiterhin ihre Identität bewahren und dafür sorgen, dass Kirche in den Orten, nahe am Leben der Menschen lebendig bleibt. Für mich selber merke ich dabei aber vor allem auch die Herausforderung zu lernen, wie so eine neue, zukünftige Form von Seelsorge ausschauen kann – wir wissen es ja alle nicht wirklich und wir werden es als Ehren- und Hauptamtliche langsam, schrittweise lernen müssen.



Nach der Ankündigung des diözesanen Erneuerungsprozesses durch die Steuerungsgruppe von Apg 2.1 im September des Vorjahres (siehe ->Ein großer Schritt ins Weite) wird also jetzt auf Ebene der Dekanate beraten werden, wie die Strukturentwicklung umgesetzt werden kann. Dass dies in jedem Dekanat getrennt überlegt wird spiegelt die Struktur der Diözese wider: es gibt städtische und ländliche Bereiche in großer Vielfalt, die man nicht über einen Kamm scheren kann - es muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen werden.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Konzil und Bibel?

Toni Kalkbrenner
(Quelle: themakirche.at)

Die sehr erfolgreiche Vortragsserie über das Zweite Vatikanische Konzil, das im Oktober 1962 - vor 50 Jahren -, eröffnet wurde, wird mit einem Vortrag vom beliebten Bibelexperten Mag. Toni Kalkbrenner fortgesetzt.

Thema ist "Gotteswort in Menschenworten - das Konzil und die Bibel". Kommen auch Sie am Dienstag, dem 19. Februar um 19:30 in das Pfarrzentrum Stockerau, Kirchenplatz 3 - es gibt noch Sitzplätze und der Eintritt ist frei.

Maß nehmen

Wie schon mehrfach berichtet, wird am Sonntag, dem 24. Februar, um 9:30 der Fernsehgottesdienst aus unserer Stadtpfarrkirche in ORF und ZDF übertragen. Am letzten Sonntag war Heiligenkreuz dran, das Motto war "Das Maß der Liebe". Es ist ganz interessant zu sehen, was auch rund um den Gottesdienst an Information über den Gottesdienstort und seine Kirche gesendet wird. Wenn Sie der letzte Gottesdienst aus Heiligenkreuz interessiert, dann gibt es hier im ORF-Internet alles Wissenswerte und natürlich auch das Video zum Nachschauen. Da kann man Maß nehmen für den bereits seit Oktober in Vorbereitung befindlichen Stockerauer Gottesdienst, der unter dem Motto "Der offene Himmel" steht. Vielleicht ist ihnen schon aufgefallen, dass oberhalb unseres Hochaltarbildes der Ausspruch des Diakons Stephanus steht: "Video coelos apertos" - "Ich sehe den (oder die) Himmel offen". Zur Stockerauer Messe ist auch schon eine Menge Information hier  im Internet online, darunter auch die musikalische Gestaltung durch Beate Kokits' Schola, Johannes Lenius' Orgel und durch die halbe Familie Fichtinger an den Holzblasinstrumenten. Wer über die schon fast nicht mehr vorhandenen Grenzen schauen möchte, kann hier die Infos über den Gottesdienst im ZDF (Zweites deutsches Fernsehen) lesen. Was unser Pfarrer Markus Beranek darüber schreibt, haben Sie schon hierorts gelesen.

Die Messe dauert genau von 9:30 bis 10:15. Unsere Gottesdienstbescucher werden gebeten, die Plätze bis 9:15 einzunehmen, da noch etliche Informationen gegeben werden müssen, damit im Fernsehen alles wie gewünscht zu sehen ist und alles wie am Schnürchen abläuft.

Bei der Samstag-Abendmesse wird bereits geübt und die 8 Uhr-Messe muss wegen der aufwendigen technischen Vorbereitungen einer live-Übertragung entfallen. Mehrfache Verschiebungen wie bei der Schi-WM sind nicht zu erwarten.

Etwa 500.000 Zuseherinnen und Zuseher schauen sich im Schnitt diese Fernsehmessen zu Hause an und bekommen auch einen Eindruck unserer schönen Stadt und der katholischen Pfarrgemeinde.

Natürlich können Sie, auch wenn Sie live dabei sind, die Fernsehversion nachher im Internet des ORF nachsehen.

Übrigens: Sollten Sie als Stockerauerin und Stockerauer an diesem Fernsehgottesdienst nicht live teilnehmen können, dann gibt es keinen Grund zur Verzweiflung. Immer gibt es eine 2. Chance. Diesmal am Sonntag, 15. Dezember 2013, 9.30 Uhr, überrtragen wieder in ORF 2 und ZDF, als Katholischer Advent-Gottesdienst aus Stockerau in Niederösterreich. Wenn da Stockerau nicht berühmt wird...

Montag, 4. Februar 2013

Wussten Sie...

Quelle: Wikipedia
dass das Gebet- und Liederbuch Gotteslob, das wir im deutschen Sprachraum in der katholischen Kirche verwenden schon 38 Jahre alt geworden ist. Zeit, ein aggiornamento, eine Anpassung an die neuere Zeit zu machen. So erfolgte der Andruck des neuen Gotteslobes dieser Tage in Nördlingen. 3,6 Millionen Bücher werden gedruckt, 534.00 davon sind für Österreich reserviert. Johannes Lenius hat schon Informationen über das neue Buch vorbereitet, über die wir hier berichtet haben.
Lesen Sie hier mehr über den feierlichen Andruck
2051 wird es dann wieder ein neues Gotteslob, eines der 3. Generation geben, wahrscheinlich nicht mehr auf Papier und fein gebunden - oder doch? Was glauben Sie? Gotteslob als ebook wäre doch auch heute schon eine gute Sache, oder?

Übungen für den Alltag - Mein Weg

Diese Übungen werden mit dem schönen Namen Exerzitien im Alltag benannt und finden seit vielen Jahren in unserer Pfarre für alle statt, die die Fastenzeit besonders zum Fasten ihrer Seele benutzen wollen.
Heuer ist das Motto: mein Weg.
An 6 Montag-Abenden (ab 18. Februar im Medidationsraum über der Seitenkapelle in der Pfarrkirche) werden von den Exerzitienmeistern Geri Braunsteiner und Manfred Plattner (beide sind als Pastoralassistenen in unserer Pfarre tätig) Impulse für die nächste Woche gegeben. Man sollte sich jeden Tag 30 Minuten Zeit und Stille für sich nehmen können. Näheres finden Sie, wenn Sie auf das Bild klicken oder diesem Link folgen (Sie können das Blatt dort auch als PDF herunterladen).

Tip: Sollten Sie später einmal diesen Beitrag suchen, dann benützen Sie am besten das Suchfeld auf der rechten Seite ziemlich weit oben. Geben Sie z.B. Exerzitien ein und klicken Sie auf Suchen, dann haben Sie den Beitrag samt Link zum Dokument  schon gefunden. Die Suchergebnisse werden oberhalb der Artikel eingeblendet.

Noch was zum Hl. Blasius

Zum Fest der Darstellung des Herren wurde neben dem Altar auch ein kostbares Stück aus unserem Turmmuseum ausgestellt, das in einem barocken, geschnitzten Haus zwei Szenen aus der Bibel zeigt:
Die Links zu den Bibelstellen erzählen Ihnen, warum es in den beiden Szenen geht. Hier nur kurz die zwei Szenen als Fotos.

Hier die Szene, wo der Greis Simeon, der den kleinen Jesus in den Händen hält, sagt: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.




Und die Szene, wo der 12-jährige Jesus den Bibelexperten im Tempel die Bibel zu ihrem Erstaunen fachmännisch auslegt.









Bei der Sonntagsmesse am Fest des Hl. Blasius (3. Februar) stellte sich die ganze Kirche um den Blasiussegen an. Beachten Sie auch den schönen und praktischen Kerzenhalter.












Kaplan Joseph



Übrigens noch ist Hoffnung angesagt, denn eine alte Bauernregel sagt:

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.


Und so schön war ja dieser Samstag nicht...

Brochüre Bildungstreff

Die aktuelle Brochüre für den Bildungstreff der Katholischen Frauenbewegung unserer Pfarre im Frühjahr 2013 finden Sie jetzt hier zum Anschauen oder Herunterladen als PDF. 
Sie liegt aber auch im Pfarrzentrum und in der Pfarrkirche in Papierform, fein gefaltet auf.

Wer findet den Fehler?

Habe folgendes Bild unter Jugendmessen Weinviertel auf Facebook gefunden: "Wer findet den Fehler?"




Hinweis: Man kann wie bei jedem Artikel Kommentare eingeben. Ist doch eine Gelegenheit?

Samstag, 2. Februar 2013

Maria Lichtmess und Blasiussegen

Heute ist das Fest Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess). In der Abendmesse wird der Blasiussegen gespendet.

Das Fest galt früher traditionell als Ende der Weihnachtszeit, an dem der Christbaum und die Krippen abgebaut wurde. An Lichtmess standen die Kerzenweihe und eine Lichterprozession im Mittelpunkt.

Das Fest Darstellung des Herrn wird 40 Tage nach dem Hochfest der Geburt Jesu (Christtag) gefeiert. Nach den Vorschriften der Torah (Gesetz des Mose) war jeder Erstgeborene im Tempel vor den Herrn zu bringen, d.h. Gott zu weihen (Ex 13,12). Schon im Alten Testament wusste man: Kein Kind ist Besitz der Eltern. Es ist stets auch Gottes Kind, Gottes Schöpfung.

Zu Lichtmess dauert der Tag bereits um eine Stunde länger als zur Wintersonnenwende (kürzester Tag). Es markierte früher den Beginn des Bauernjahres (Die Mägde und Knechte erhielten an diesem Stichtag den Rest ihres Jahreslohnes. Sie bekamen einige Tage Urlaub und durften auf Wunsch den Dienstherren wechseln).

Bei uns wird zu Maria Lichtmess auch der Blasiussegen erteilt (Gedenktag eigentlich der 3.2.). Dabei werden zwei brennende geweihte Kerzen meist in Form des Andreaskreuzes (X-Form) vor den Hals gehalten und ein Segensgebet gesprochen. Es soll uns daran erinnern, dass wir unsere Gesundheit Gott verdanken und dieses Geschenk ihm während unseres Lebensweges hier auf Erden immer wieder anvertrauen wollen.

Blasius war von Beruf Arzt und wurde Bischof von Sebaste, damals Hauptstadt der römischen Provinz Armenia (östliches Kleinasien). Unter Kaiser Licinius erlitt er um 316 das Martyrium. Er gehört seit dem Mittelalter zu den sogenannten vierzehn Nothelfen (Vierzehnheiligen). Der Legende nach wurde er ins Gefängnis geworfen, weil er sich weigerte Götterbilder anzubeten. Dort soll er einen Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet haben.

In unserer Gesellschaft und im Zusammenleben von uns Menschen mit ihren Grenzen und Schwächen findet sich manches, was es zu schlucken gilt. Wer hat nicht schon einmal „schwer geschluckt“, vielleicht ist jemandem sogar schon einmal „der Bissen im Hals stecken geblieben“! Der Blasius-Segen ist nicht das „achte Sakrament“, als welches er manchmal ironischerweise bezeichnet wird, aber er ist eine persönlich erfahrbare Antwort auf die tiefe, unauslöschliche Sehnsucht des Menschen und Christen nach Schutz und Geborgenheit, Heilwerden und Ganzsein.