Sonntag, 31. März 2013

Monatsstatistik März 2013

Da es dem Vernehmen nach (Kommentieren ist nicht offenbar übermässig beliebt) doch einige interessiert, wie oft und wo unser Online Pfarrmagazin gelesen wird, hier wieder ein wenig Statistik:

Zuerst die 2548 Seitenaufrufe verlaufend über das Monat März mit einem Höhepunkt (170) am 24.3. Die Gesamtzahl von Seitenaufrufen ist mit 13.016 seit Bestehen des Magazins seit Oktober 2012 nicht so übel.

(Eigene Seitenaufrufe nicht verfolgen bedeutet, dass die vielen Aufrufe durch die Redaktion nicht mitgezählt sind)










Hier die Verteilung der Seitenaufrufe im März nach Ländern. Ist eher überraschend, wo das alles gelesen wird. In Polen kann man ja Fans von Kaplan Tomasz  vermuten...In den USA werden wohl auch ein paar "Robots" (das sind Computer, die für Statistiken, etc. Weblogs lesen) dabei sein.




Die Verteilung von Zugriffen je Computertyp (Desktop/Laptop bzw. Tablet/Smartphone) hat sich mit etwa 92% zu 8% nicht wirklich geändert. Die Jungen und die SchnellbahnleserInnen sind noch keine zahlreichen Fans.

Werben Sie doch bei diesem Publikum, wenn Sie unsere Seiten interessant finden...

Alleluja

  Der Herr ist wahrhaft auferstanden, Alleluja! steht auf dem Zettel, der heute zum Mitfeiern des Osterhochamtes in der Halbzehnuhrmesse - gefühlt eher als Halbneunuhrmesse dank Lag ohne Jet durch Zeitumstellung in der Nacht -  aufgelegt wurde. Wir hatten Sie ja schon zur Vorfreude über das musikalische Programm informiert.

Wir würden sagen, dass der Versuch, Mozarts Missa Brevis "kammermusikalisch" aufzuführen, bestens gelungen ist. Die drei Streicher, die Orgel, die beiden SolistInnen und der Chor harmonierten bestens und es war ein feierliches mozärtliches Amt bis zum großen Alleluja von Randall Thompson (USA, 1899-1984) am Ende des Gottesdienstes. Der Kehrvers nach der ersten Lesung und das Halleluja vor und nach dem Evangelium war, wenn wir nicht ganz danebenliegen, von Beate Kokits (Experten sprechen das kokitsch aus) komponiert.

Pfarrer Markus Beranek, Kaplan Joseph und Diakon Johann Wolf waren die Zelebranten. Die Predigt von Pfarrer Markus Beranek behandelte wenig überraschend das Osterevangelium, aber überraschend eher aus der Perspektive der Maria von Magdala (hier gehts zum Evangelium Johannes Kapitel 20, Vers 1-18), der Apostolin der Aposteln.

Auch die KirchenbesucherInnen hatten bei Kehrvers, Halleluja und einigen Kirchenliedern ihren erfolgreichen Gesangsauftritt. Das einzige, was nicht so recht österlich war, war das Wetter mit ordentlich Schnee und grauslichem Matsch auf Dächern und Strassen. Weisse Ostern - ein Traum, den wir zu Weihnachten immer träumen, aber geknirscht hat es nicht.




Der wunderbare Blumenschmuck im Altarraum, sogar Petrus und Paulus durften daran teilhaben, wurde von unserer Blumenchefin Frau Skrobanek aus den Blumen arangiert, die die Gläubigen bei der Kreuzverehrung am Karfreitag unter das Kreuz gelegt hatten. Wir sagen: Vor den Vorhang!




Das Titelbild ganz links oben ist übrigens der Auferstandene aus unserem Hochaltar. Aber Sie haben das sowieso erkannt, oder?

Hier ist noch ein ganz kurzes Schnupper-Video vom Ende des Agnus Dei - Dona nobis pacem (Gib uns den Frieden)


Gott ist Brasilianer?

Wir kleines, lokales Medium der immerhin größten Stadt des kleinen Weinviertels haben dank unserem weltumspannenden Missionskloster St. Koloman Zugang zu Informationen, die wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchten. Geschrieben hat  den Brief Sr. Juliane Maria Schindlauer, die aus Oberösterreich stammt und in Buenos Aires wirkt.


Rio de Janeiro, 21.3.2013
Liebe Freunde!

Das Hauptthema auf der ganzen Welt ist jetzt natürlich der neuer Papst Franzisco. UNSER Papst, weil Argentinier! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was das für eine Freude und Aufregung hier ist! Wahrscheinlich habt ihr das ja durch die Medien mitbekommen. Hier spielt natürlich auch das Nationalgefühl mit. Kein Mensch hatte sich das erwartet. Alle Zeitungen und die Fernsehstationen sagen ständig: Jetzt da Kardinal Bergoglio in Rom ist, wissen wir erst wer und wie er hier war: äußerst aktiv und vielseitig, und vor allem menschennahe. Er pflegte oft mit der Straßenbahn zu fahren und auch zu Fuß in der Stadt unterwegs zu sein.
Wenn nötig wurde er auch zum Kritiker der Regierung. So zehnmal wurde ihm als Vertreter der Bischofskonferenz ein gewünschtes Gespräch mit der Regierung verwehrt. Wie sich doch die Dinge geändert haben: jetzt hatte unsere Präsidentin, Cristina Kirchner, als erste eine Privataudienz. Sie scheint verändert.
In Rom sagte sie zur brasilianischen Präsidentin Dilma: Der Papst ist ARGENTINIER! Dilma antwortete drauf: Aber Gott ist BRASILIANER!
Die jüngste Schwester des Papstes, Maria Elena, ist ehemalige Schülerin unseres Kolleg "Espíritu Santo" in Buenos Aires, weil die Familie im gleichen Stadtteil wohnte. Sr. Lucrecia, die hier auf unserer Krankenabteilung ist, war ihre Lehrerin. Auch die kleine Gemeinschaft SSpS (Anmerkung der Redaktion: SSpS ist die Bezeichnung des Ordens, in dem auch unsere Schwestern hier in Stockerau sind), die im "Casa del Clero" in Buenos Aires arbeitet, hatte viel Kontakt mit Kardinal Bergoglio. Immer wenn er wegging, pflegte er zu sagen: beten Sie für mich.

Liebe Freunde,
wir sind zufrieden und wünschen UNSEREM Papst Franziskus Gottes Segen, die Kraft und den Schwung des Hl. Geistes!

Im Gebet verbunden
Sr. Juliane Maria Schindlauer

Aber der Papst gehört natürlich auch IHNEN und UNS! :-)

Samstag, 30. März 2013

Er ist auferstanden!


Das haben wir heute abends gefeiert. Das Licht - Christus - wurde in die dunkle Kirche hineingetragen und sein Licht erhellte zum Exsultet ("Freue Dich"), das unser Kaplan Thomasz wunderschön sang, die ganze Kirche. Nach den Lesungen aus dem alten Testament, zwischen denen Chorale Totale stimmungs- und bedeutungsvolle Lieder sang, kamen Orgel und Glocken von Rom zurück und die Gläubigen sangen zur triumphierenden Orgel ein donnerndes Gloria - ein Ehre sei Gott in der Höhe, das von Herzen kam. Gleichzeitig wurde das violette Tuch vom Altarbild weggenommen, das die ganze Fastenzeit verhüllt war.

 Das Osterevangelium - Warum sucht ihr den lebenden unter den Toten? - und die Predigt von Pfarrer Markus Beranek über die Tauferneuerung, die Umkehr vom Land des Bösen zum Land des Guten führten geradewegs zur Tauffeier, die beim Taufbrunnen vor dem Kolomanibild stattfand. "Widersagt ihr dem Bösen?" fragte der Pfarrer die Gläubigen und ein vielstimmiges "Wir Widersagen!" antwortete ihm. Ebenso kräftig war die Antwort auf die Frage "Glaubt ihr an Gott...?"  "Wir glauben!"...

Nach der Eucharistiefeier schickte Pfarrer Markus Beranek Boten aus, um das Wetter draussen zu erkunden. Es regnete in Strömen und so fand, obwohl unsere Jugend es geschafft hat bei dem vielen Wasser das Osterfeuer am Rennerplatz zu entzünden, der Abschluss mit dem alten Lied "Der Heiland ist erstanden", dem Segen und dem abschliessenden "Grosser Gott, wir loben Dich" in der Kirche statt.

Viele gingen noch hinunter auf den Platz, um sich am grossen, lodernden Feuer der Jugend zu erwärmen und sich gegenseitig ein Frohes Osterfest zu wünschen.

Schön war diese Feier.

Karsamstag - Hinabgestiegen in das Reich des Todes

In diesem lesenswerten ->Artikel widmet sich der deutschsprachige Blog von Radio Vatikan der Bedeutung des Karsamstags, dem Tag der Grabesruhe, sowie dem Turiner Grabtuch (das heute von einer begrenzten Menge von Menschen besucht werden kann).
Es wird eine Meditation von Papst Benedikt XVI. hervorholt, die dieser 2010 bei seinem Besuch in Turin vor dem Grabtuch gehalten hat. Er stellt nicht die Frage nach Echtheit oder Bedeutung, er fragt nach dem Tod in unserem Leben und nach dem Licht, dass Gott dorthin bringt, wo wir Gott am fernsten sind: Die Sprache von Liebe und Leben.

Freitag, 29. März 2013

Karfreitagsliturgie

Der Altarraum ist leer, aller Schmuck wie Kerzen, Altartücher, Blumen sind verschwunden. Der Tabernakel ist leer, die Tür dazu steht offen. Wir feiern Jesu Tod am Kreuz. Aber nicht, weil er gestorben ist, sondern weil er den Tod überwunden hat, was ja jeder von uns zurecht für sich auch erhofft.


Priester und Diakone ziehen mit den vielen Minis in die Kirche ein und werfen sich dann vor dem Altar nieder, auch Prostratio genannt - eine Geste der Demut und der Trauer. Dann hören wir Lesungen aus dem alten und neuen Testament und anschliessend die Leidensgeschichte nach Johannes, die mit verteilten Rollen gelesen wird. Diakon Johann Wolf spricht in seiner Predigt über das Kreuz in allen seinen Aspekten - des Leides, des Siegs, des Erkennungszeichnen der Christen, aber auch als Schmuckobjekt.

Jetzt wird vom Kircheneingang das Kreuz nach vorne zum Altargetragen, wobei drei Mal "Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen" gesungen wird. Die ganze, große Schar der Gläubigen stellt sich nun zur Kreuzverehrung an, eine Kniebeuge, ein kurzes, stilles Gebet und eine Blume. In der Osternacht werden diese Blumen bereits als Gestecke, von kundiger Hand geformt, den Altarraum für das große Fest schmücken.

Nach der Kreuzverehrung beten wir noch die großen Fürbitten: für die Kirche, für die Katholiken, für die Einheit der Christen, für die Juden - die ersten Auserwählten Gottes- ,  für alle die an Gott, aber nicht an Christus glauben, für alle, die nicht an Gott glauben können und zuletzt für alle die Macht in Politik oder Wirtschaft haben.

Das Vater Unser beschließt die Feier, dann wird Jesus symbolisch im Heiligen Grab unter dem Marienaltar zu Grabe getragen.

Heute hätte unser Festspielintendant Zeno Stanek seine Freude gehabt, denn er sagte ja im Interview für unser letztes Pfarrblatt: "Als Theatermann habe ich natürlich auch eine Beziehung zum Ritual, zu der Liturgie und dem Kult der Religionen. Ich wünschte mir in den Kirchen ja viel mehr Emotionen".

Kleine Randbemerkung: Nur schade, dass die Schola, die die Liturgie mit wunderschönen Männergesängen begleitet hat, so ungünstig gestanden ist. Man hätte die Texte viel besser verstehen können, vielleicht auch mit mehr Mikro? Nur keine Angst vor der Technik...

Karfreitag in Unterzögersdorf

Josef Bauer hat uns dankenswerterweise Fotos der Ratschenbuam und Ratschendiandln in Unterzögersdorf geschickt. Die möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Er schreibt: "Wie jedes Jahr, so wurde auch heuer am Karfreitag eine Kreuzwegandacht abgehalten. Trotz der winterlichen Temperaturen waren unsere Ratschen-"Buben" mit Eifer dabei".







Buam, wo seid ihr?

Früher hat man sie die Ratschenbuam genannt. Sie ratschen in den Strassen Stockeraus statt dem Glockengeläute frühmorgens, mittags und abends und sie ratschen auch mit der Monsterratsche vom Kirchturm herunter.
Aber es sind heuer Ratschendirndln, die wir auf dem Foto vom Mittagsratschen erwischt haben.  Auch den Besuch beim Herrn Bürgermeister haben die Ratschen-Dirndln schon hinter sich.

Übrigens, wenn Sie aufs Bild klicken, dann sehen Sie alles besser. Die Neugierigen unter Ihnen haben das aber ohnedies schon probiert...


Die Klappern in der Kirche
Der leere Tabernakel am Hochaltar


Ostervorfreude

Am Stockerauer Altar
Damit Sie sich schon auf den Ostersonntag freuen können, gibt es hier Informationen über die Musik zum Osterhochamt am Sonntag um 9:30.

Wolfgang Amadeus Mozart
Missa brevis

in B, KV 275

Ausführende:
Enikö Butkai, Sopran
Herbert Wodi, Tenor

Barna Köbori und Katharina Kreuz, Violinen
Plamen Samandijev, Violoncello

Johannes Lenius, Orgel

Kirchenchor-Ensemble der Pfarre Stockerau
Leitung: Beate Kokits

Und unserer Dirigentin Beate Kokits schreibt dazu:
Es mag auf den ersten Blick seltsam anmuten, eine Messkomposition Mozarts „auf kammermusikalisch“ zu musizieren. Die B-Dur-Messe ist jedoch so durchsichtig, so „luftig“ im Satz, dass wir heute den Versuch wagen wollen. Immerhin meint der Mozart-Forscher Alfred Einstein, sie sei „so intim, der Orchesterapparat so bescheiden, so lyrisch, dass sie fast privaten Charakter“ habe. [...] „Zugleich ist sie süddeutsch volkstümlich, und es ist verständlich, dass keine der anderen Messen Mozarts auf soviel österreichischen und bayrischen Kirchenchören in alten Abschriften zu finden ist. [...] Gleichzeitig ist das Werk aber voller Feinheit unauffälliger Polyphonie und vor allem chromatischer Bewegtheit und Kühnheit -  Mozart bleibt Mozart, auch wo er sich zum Volk herabneigt.“

Donnerstag, 28. März 2013

Das letzte Abendmahl

Heute, am Gründonnerstag 2013 feierte die Pfarre das letzte Abendmahl. Pfarrer Markus Beranek, Kaplan Tomasz, Aushilfskaplan Joseph, Diakon Johann Wolf und Diakon Tom zogen mit fast 20 Ministrantinnen und Ministranten in die volle Pfarrkirche ein. Zum letzten Mal erklang beim Gloria brausend die Orgel und zum letzten Mal klangen die Glocken, die nun bis zur Auferstehungsfeier schweigen. In seiner Predigt beschäftigte sich Markus Beranek hauptsächlich mit der Fußwaschung, einem ganz aktuellen Thema, da der neue Papst Franziskus diese Gesinnung des Dienens zurecht stark in den Mittelpunkt unserer Kirche stellt. Unwahrscheinlich, dass heute einer der Generaldirektoren unserer großen Firmen seinen wichtigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Füße wäscht und trocknet...

12 weibliche und männliche Apostel - noch keine Muslima und keine Gefangenen wie bei der Fußwaschung von Papst Franziskus im Jugendgefängnis in Rom - hatten bereits Schuhe und Socken von den vermutlich bereits vorgewaschenen Füßen ausgezogen und unser Pfarrer Markus Beranek kniete vor jeder und jedem von ihnen nieder, um die Füße zu waschen und abzutrocknen. Schon ein ziemlich bewegender Anblick, der einen ahnen liess, was Jesus in seiner Rede zu den Jüngern gemeint haben könnte.

Am Ende der Messe zogen Priester, Diakone und MinistrantInnen still und mit den Ratschen klappernd (statt mit den Glocken läutend) die kurze Wegstrecke zum Marienaltar, der als "Ölberg" geschmückt war (siehe Video am Ende des Beitrages).

Mesner Hans und seine Helfer räumten dann allen Schmuck, Kerzen, Altartücher und Ewiges Licht im Altarraum weg, um alles für den kahlen und traurigen Karfreitag, den Todestag Jesu, herzurichten. In der Ölbergandacht gedachten die Kirchenbesucher noch anschliessend der Szenen, in denen Jesus schon etwas verzweifelt mit seinem Vater spricht und wo seine Freunde in dieser schweren Stunde im Garten Gethsemane gut aber ungerecht schlafen.
 

Mittwoch, 27. März 2013

Vatikanum II - Thema Mission

In unserer Vortragsserie anlässlich 50 Jahre Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils im Oktober 2012 durch Papst Johannes XXII wird am Dienstag, 9. April um 19:30 Uhr,  unsere Referentin Sr. Hemma SspS über das Verständnis von Mission aus Sicht des Konzils berichten.

Der Eintritt ist frei (Pfarrzentrum) und wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Er wird 60. Sie auch?

Wer? Der Pfarrheurige. Und das wird beim 60. Pfarrheurigen am Samstag, den 6. April ab 17 Uhr im Pfarrzentrum gefeiert.
Wenn Sie auch im Jahr 2013 den Sechziger feiern, dann laden wir Sie zu einem Essen ein. Ausweis bitte mitnehmen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Sonntag, 24. März 2013

Auf nach Mariazell


Unser Wallfahrtsdirektor Karl Hochfelsner hat wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die 36. Fußwallfahrt der Stockerauer nach Mariazell mit Riesenschritten im Anmarsch ist. Start ist wie seit 35 Jahren am Christihimmelfahrtstag, den 9. Mai um 7:45 vor dem Pfarrzentrum. Das Wetter ist so wie es ist. Gemeinsam besuchen die Pilgerinnen und Pilger dann die Achtuhrmesse und machen sich auf den Weg durch die duftende Au. Ankunft in Mariazell ist dann am Montag, dem 13. Mai um ca. 11 Uhr. Es sind ca. 250.000 Schritte, aber jeder einzeln. Nach der Wallfahrermesse, einer erholsamen Mittagspause und der Andacht am Gnadenaltar gehts dann um ca. 16 Uhr mit dem Bus heimwärts nach Stockerau.

Als Motto ist heuer auf Vorschlag von Christoph Baumgartner „Herr, ich vertraue auf Dich...“ ausgewählt worden. Da läßt sich vieles hineinlegen. 

Mehr Infos gibt es noch hier.


Karl bittet alle, die mitgehen möchten, um baldige Anmeldung bei ihm oder in der Pfarrkanzlei.  Zum Eingehen gibt es z.B. den Fußmarsch zur ersten Maiandacht am 1. Mai. Um 13 Uhr ist Abmarsch bei der Kirche und um 15 Uhr die Andacht beim Wallfahrerkreuz an der Donau. Aber die Tagesetappen der echten Wallfahrt sind etwas länger.

Diktatur des Relativismus

"Diktatur des Relativismus" war eines der großen Themen von Papst Benedikt XVI. Darin thematisierte er wiederholt den Zeitgeist unserer heutigen Zeit, dass es keine absolute Wahrheit mehr zu geben scheint, jeder sich seine individuelle Wahrheit zurechtlegt.

Auch wenn Papst Franziskus I. deutlich andere Akzente setzt als sein Vorgänger, der Kern der Botschaft selbst bleibt gleich (muss es wohl auch), wie folgender Auszug aus seiner Ansprache beim Empfang des diplomatischen Corps vor dem Heiligen Stuhl zeigt (siehe ->Ansprache vor diplomatischem Corps):

[...] Wie Sie wissen, gibt es mehrere Gründe, warum ich bei der Wahl meines Namens an Franziskus von Assisi gedacht habe – eine Persönlichkeit, die über die Grenzen Italiens und Europas hinaus und auch bei denen, die nicht den katholischen Glauben bekennen, wohlbekannt ist. Einer der ersten Gründe ist die Liebe, die Franziskus zu den Armen hatte. Wie viele Arme gibt es noch in der Welt! Und welchen Leiden sind diese Menschen ausgesetzt! Nach dem Beispiel des heiligen Franziskus von Assisi hat die Kirche immer versucht, sich in jedem Winkel der Erde um die Notleidenden zu kümmern, sie zu behüten, und ich denke, dass Sie in vielen Ihrer Länder das großherzige Wirken jener Christen feststellen können, die sich engagieren, um den Kranken, den Waisen, den Obdachlosen und allen Ausgegrenzten zu helfen, und die so daran arbeiten, menschlichere und gerechtere Gesellschaften aufzubauen.
Doch es gibt auch noch eine andere Armut! Es ist die geistliche Armut unserer Tage, die ganz ernstlich auch die Länder betrifft, die als die reichsten gelten. Es ist das, was mein Vorgänger, der liebe und verehrte Benedikt XVI., „Diktatur des Relativismus“ nennt und was jeden sein eigener Maßstab sein lässt und so das Zusammenleben unter den Menschen gefährdet. Und damit komme ich zu einem zweiten Grund für meinen Namen. Franziskus von Assisi sagt: Arbeitet, um den Frieden aufzubauen! Aber es gibt keinen wahren Frieden ohne Wahrheit! Es kann keinen wahren Frieden geben, wenn jeder sein eigener Maßstab ist, wenn jeder immer und einzig sein eigenes Recht einfordern kann, ohne sich gleichzeitig um das Wohl der anderen – aller – zu kümmern, angefangen von der Natur, die alle Menschen auf dieser Welt verbindet.
Einer der Titel des Bischofs von Rom ist Pontifex, das heißt Brückenbauer – Brücken zu Gott und zwischen den Menschen. Ich wünsche mir wirklich, dass der Dialog zwischen uns dazu beiträgt, Brücken zwischen allen Menschen zu bauen, so dass jeder im anderen nicht einen Feind, einen Konkurrenten sieht, sondern einen Bruder, den er annehmen und umarmen soll! Außerdem drängt mich meine eigene Herkunft dazu, Brücken zu bauen. Wie Sie wissen, kommt ja meine Familie aus Italien; und so ist in mir stets dieser Dialog zwischen Orten und Kulturen lebendig, die voneinander entfernt sind – zwischen dem einen und dem anderen Ende der Erde, die heute einander immer näher rücken, voneinander abhängig sind, es nötig haben, einander zu begegnen und wirkliche Räume echten Miteinanders zu schaffen. [...]

Die Passionszeit singend begehen.

Johannes Lenius schickte uns einen Bericht zum Passionskonzert am Sonntag, dem 17.März nachmittags in unserer Pfarrkirche.  Hier ist er - der Bericht:

Passend zum Passionszeit, als die Kreuze der Kirche verhüllt wurden, wurden die Kirche mit ruhigen Tönen gefüllt. In der Kirche traten 4 Chöre aus dem Dekanat Stockerau auf. Der Chor aus Großmugl, aus Leitzersdorf, der Kirchenchor der Pfarre Stockerau sowie die evangelische Kantorei aus Stockerau gestalteten das diesjährige Passionskonzert mit Werken aus 6 Jahrhunderten.
Jeder Chor leistete einen etwa 7 - 10 Minuten-Beitrag, der von den Dirigenten Beate Kokits, Sigrid Pacher, Johannes Lenius und Gerhard Sulz gestaltet und geleitet wurden. Zu den Auf- und Abtritten spielte Johannes Lenius auf einem kleinen Orgeltruhen-Positiv Werke zeitgenössischer Komponisten. Und so bildete das Gehen einen gestalterischen Aspekt: der Weg in die Karwoche mit Sang und Klang.
Musikalisch konnte man auch einen Gang beispielsweise durch die Kirchenliedgeschichte anhand des Liedes "O Haupt voll Blut und Wunden" verfolgen, oder die aus den unterschiedlichen Epochen stammenden Stimmungsbilder von Haydns "In jener letzten der Nächte" bis zu Rheinbergers "Bleib bei uns" (das zum Schluss über Ostern hinaus ging und an den Emmausgang anspielte) aus sich wirken lassen.
Besonders eindrucksvoll wurde das "Eli, Eli" von Bardos durch den Chor aus Leitzersdorf dargeboten. Vor dem gemeinsamen Schluss-Chor, "Ehre sei dir Christe, der du littest Not" aus der Matthäus-Passion von Heinrich Schütz, welches von Beate Kokits geleitet wurde, bedankte sich Dechant und Pfarrer Markus Beranek sehr bei allen Mitwirkenden, und auch das Publikum dankte durch den sehr langen Schlussapplaus.

Hosanna dem Sohne Davids

Bei eisiger Kälte von -4 und gefühlten -10 Grad versammelten sich die Gläubigen Stockeraus in großer Zahl zur Weihe der Palmzweige am Rennerplatz. Die Blasmusik spielte inbrünstig Lobe den Herrn und die Prozession bewegte sich eilends in die relativ warme Pfarrkirche.

Dort begann der Gottesdienst mit der Passion nach Lukas (Lukas, Kapitel 22, Verse 14-23 und 56). Unsere Pfarrjugend gestaltete die Passion eindrucksvoll. Die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen hatte Beate Kokits für Orgel, die sie auch selbst spielte,  und gemischte Schola, die Johannes Lenius dirigierte,  extra für den heutigen Tag  komponiert. Vertont wurden Teile von Psalm 22. Eindrucksvoll, spannend und mit den Szenen aus der Passion eine beeindruckende Einheit. Entsprechend gabe es auch am Ende des Gottesdienst für Jugend, Schola und Komponistin einen langen Applaus. Aber nicht nur für sie, auch für die Ministrantinnen und Ministranten, die die Karwoche und Ostertage zahlreich mitgestalten werden.

Nach der Passion kamen auch die vielen Kinder mit ihren Eltern zum Gottesdienst dazu, die nach der Palmweihe im Pfarrzentrum einen Kinder-Wort-Gottesdient gefeiert hatten.

Mehr Fotos gibt es auch in unserer Galerie.

Hier finden Sie noch die Texte des Psalm 22 und ein paar Erläuterungen zur Musik.

Vertonte Verse aus Psalm 22:

Verse 10-12: Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, mich barg an der Brust der Mutter. Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, vom Mutterleib an bist du mein Gott. Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe, und niemand ist da, der hilft
Die Singstimmen deklamieren den Text in einer Art Sprechgesang; im Orgelpart ist ein einziges Motiv verarbeitet, eine Melodie in kreisförmiger Bewegung, die zugleich mit einer gespiegelten Version erscheint, was Geborgenheit von allen Seiten ausdrücken soll. Die Struktur wird aber zunehmend dichter und bedrückender, das der Geborgenheit weicht der Bedrängnis.

Vers 8: Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf
Das Motiv ist nun verkürzt, zerfetzt, vergiftet, es steht für den Spott, der in die Seele dringt wie Pfeile. In den tiefen, stillstehenden Akkorden versucht die Seele, den Spott auszublenden und sich zu konzentrieren, aber da fühlt sie dann eine entsetzliche Einsamkeit.

Vers 20-22: Du aber, Herr, halte dich nicht fern! Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe! Entreiße mein Leben dem Schwert, mein einziges Gut, aus der Gewalt der Hunde! Rette mich vor dem Rachen des Löwen, vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!
Die Melodie verdichtet sich, wird zu einem hartnäckigen Umkreisen. In der Ausweglosigkeit bleibt nur der Hilfeschrei zu Gott und die Konzentration auf die Geborgenheit, die Gottes Nähe verspricht.

Vers 24-27: Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels! Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut das Elend des Armen. Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; er hat auf sein Schreien gehört. Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten. Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. soll euer Herz für immer.
In einer großen Erstarrung nach dem Entsetzen ist da nur noch der eigene Herzschlag. Es scheint fast unmöglich, einen Lobpreis anzustirnmen. Es ist ein nach Worten, nach Zuversicht tastender Lobpreis.

Samstag, 23. März 2013

Europäisches Volksbegehren "One of us"


Sind Sie auch für den Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung an bis zum Tod? Dann ist "One of us" (Eine/r von uns) genau richtig für Sie. Es ist ein europaweites Volksbegehren für den rechtlichen Schutz der Würde, des Rechts auf Leben, und der Unversehrtheit jeder menschlichen Person vom Zeitpunkt der Empfängnis an in jenen Kompetenzbereichen der EU, für die ein solcher Rechtsschutz von Bedeutung sein könnte.


VOLKSBEGEHREN an die Europäische Kommission
zum Schutz der Würde des Menschen von Anfang an


Ziel: Die Würde des menschlichen Embryos muss geachtet und seine Unversehrtheit sichergestellt werden. Dies geht aus der Entscheidung des EuGH in der Rechtssache Brüstle hervor, in der der Embryo als erste Stufe der Entwicklung jedes Menschen anerkannt wird.

Die EU möge daher, um die Kohärenz ihrer Politik in allen Bereichen, in denen das Leben des menschlichen Embryos auf dem Spiel steht, sicherzustellen, die Finanzierung aller Aktivitäten (insbesondere in den Bereichen Forschung, Entwicklungspolitik und öffentliche Gesundheit), die die Zerstörung menschlicher Embryonen voraussetzen, unterbinden.

Mit einer Million Unterschriften in der gesamten EU bitten wir die Europäische Kommission die Finanzverordnung so zu ändern, dass keine Tätigkeiten mehr finanziert werden, die die Zerstörung von ungeborenen Menschen zur Folge oder als Voraussetzung haben. Dies bedeutet: Keine EU-Gelder für embryonale Stammzellforschung. Keine EU-Gelder für Abtreibungen in der Entwicklungshilfe.

In Österreich brauchen wir mindestens 14.500 Unterschriften, um das Quorum der Kommission zu erfüllen. Wir wünschen uns aber viele mehr!

Wie kann man unterzeichnen

Es können alle wahlberechtigten EU-Bürger (in Österreich ab 16) unterschreiben. Dabei muss die Nummer des Reisepasses oder Personalausweises bekannt gegeben werden.

Nach Ostern werden die Unterstützungserklärungen in der Pfarrkirche Stockerau zur Unterzeichnung aufgelegt.
Das Formular kann auch direkt heruntergeladen werden: ->österreichisches Formular.
Ausserdem besteht die Möglichkeit via Internet online zu unterschreiben: -> Unterschrift online

Zeitrahmen: Bis Mai 2013 kann in Österreich die Initiative unterstützt werden (einige EU-Länder haben aufgrund unterschiedlicher Rechtslagen bis November Zeit, Unterschriften zu sammeln).

Erklärung des Anliegens

Die Würde des Embryos muss geschützt und sein Recht auf körperliche Unversehrtheit bewahrt werden. Aus diesem Grund fordert die Initiative „One of Us“ die EU auf, die Finanzierung aller Aktivitäten, die die Zerstörung menschlicher Embryonen voraussetzen oder zum Ziel haben einzustellen. Dabei sind insbesondere die Bereiche Forschungsförderung, Entwicklungszusammenarbeit und öffentliche Gesundheit betroffen. Eine einfache Änderung der EU-Finanzverordnung, in der geregelt ist, nach
welchen Kriterien die EU Geld ausgibt, würde dafür ausreichen.

Hintergrund: Am 18.10.2011 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Streit zwischen dem Stammzellenforscher Oliver Brüstle und der Organisation Greenpeace, dass ab der Befruchtung einer menschlichen Eizelle ein menschlicher Embryo vorliegt. Entwicklungsfähige menschliche Zellen dürfen nicht patentiert werden, um nicht gegen den Schutz der Menschenwürde, der dem Menschen ab dem ersten Moment seiner Entwicklung als Embryo zusteht, zu verstoßen.

Was für Patentämter gilt, soll für die gesamte Politik der EU gelten: Um eine kohärente Politik aller EU-Institutionen zu gewährleisten, ist die Einstellung jeglicher Finanzierung von Aktivitäten, die mit der Zerstörung menschlicher Embryonen einhergehen, logische Konsequenz dieses rechtsverbindlichen Urteils. Die Entwicklungshilfe der EU finanziert in Teilen politisches Lobbying für eine Legalisierung von Abtreibung sowie die Finanzierung von Abbrüchen durch internationale Nichtregierungsorganisationen. Dies geschieht anscheinend unbeabsichtigt – denn die Förderung von „Sexual Health“ schließt in der Definition der EU diese Bereiche aus. Dennoch fließen Geldern über private Organisationen in solche Aktivitäten. Weitere Informationen finden Sie in den weiterführenden Unterlagen.

Worum es nicht geht: Es geht nicht um die Regelungen zur Abtreibung, da diese gänzlich in nationale Kompetenz fallen.

Wieso eine Europäische Bürgerinitiative?

Direkte Demokratie ist uns wichtig – wir ergreifen als Bürger das Wort und laden alle ein, mitzumachen. Die Europäische Bürgerinitiative ist das ideale Instrument, um die Europäische Kommission auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit der europäischen Menschenrechtspolitik am Anfang des Lebens hinzuweisen. Sie sind eine Aufforderung an die Kommission, einen Rechtsakt vorzuschlagen. Bürgerinitiativen gibt es seit dem Frühjahr 2012. „One of Us“ war eine der ersten registrierten Initiativen. Als politisches Instrument entspricht diese Initiative in etwa dem Volksbegehren in Österreich. 

Träger der Initiative in Europa: Ein ad hoc - Personenkomitee, siehe www.oneofus.eu/about-us/

Träger der Initiative in Österreich: Mehrere Vereine, Initiativen und Einzelpersonen. Darunter befindet sich sowohl die Aktion Leben als auch die „Lebenskonferenz“, ein Dachverband von über 30 Organisationen, die sich für den Schutz des Menschen in allen Lebensphasen einsetzen (siehe www.lebenskonferenz.at).


Passion. Oder: Firmkatechese hinterlässt Spuren

Hier die Wiedergabe eines Blogartikels, bei der der Blogger Josef Bordat aus Berlin, offensichtlich unter dem Eindruck der Firmkatechese, die Passion in die Sprache der heutigen Jugend übersetzt hat (das Original finden Sie unter ->Jobo72's Weblog).


Passion: Wie Jesus tierisch angemacht und um die Ecke gebracht wurde, am Ende aber doch der King war. Check it out!


Jesus ging mit seiner coolen und korrekten Art den ganzen Pfaffen und Bonzen schon ziemlich lange auf den Sack. Die hatten allmählich die Schnauze voll und wollten ihn fertig machen. Aber dann war mal wieder alles am Start für die Riesen-Passahparty und die Pfaffen haben gesagt: „Boh ej, Passahparty, das ganze Volk, was dann hier abhängt… da müssen wir gucken, dass wir den irgendwie vorher um die Ecke bringen, so dass das keiner checkt, sonst ticken die noch durch und machen Stress!“ Darauf hatten die nämlich echt kein Bock. Kein Bock is gut! Richtig Schiss hatten die, denn Jesus war für die People der King. Logo, so geil wie der die ganzen Pfaffen auf seinen Sessions abgezogen hat! Und dann ab und zu mal ein paar Kranke klar gemacht, da hat er natürlich gute Karten, is klar! Jedenfalls waren die Pfaffen scharf drauf, Jesus auf die ganz linke Tour anzumachen. Aber wie an den ran kommen? Hätten die wahrscheinlich Probleme mit gekriegt, wenn da nicht dieser Judas-Ätzer gewesen wäre, der mit denen einen fiesen Deal gemacht hat. Für 30 Häuser wollte er die Sache managen und Jesus linken. Er brauchte nur noch die richtige Szene und das Ding war geritzt.

Am Abend vor dem großen Event hat Jesus seine Kumpel Pit und Hannes erst mal losgeschickt, eine korrekte Location zum Spachteln aufzureißen. Die haben sie dann auch klar gemacht und als die dann zusammensaßen und Wein zogen und Brot mampften, hat Jesus, der echt ziemlich depri drauf war, ein paar krasse Texte abgelassen, von wegen, er wäre bald nicht mehr da und einer von den Schädeln würde ihn linken und so. Da haben die erst mal gar nix mehr geblickt und wollten dann nur noch konkret wissen, wer ihn so tierisch linken würde. Da kam dann raus, das Judas die Arschkarte gezogen hat. Der ist dann natürlich gleich ab, normal! Die andern haben sich tierisch über den aufgeregt und richtig krass abgelästert. Jesus hat ganz cool getan und nur gesagt, die sollten mal nicht so’ne dicke Lippe haben und ihren Kumpel so schräg dissen. Zu Pit, der das Maul am weitesten aufgerissen hatte, von wegen „You never walk alone“ und so, hat er dann nur noch gemeint, dass auch er ihn linken wird, dreimal sogar, diese Nacht noch! Der hat natürlich direkt fett kontra gegeben. Könne er sich gar nicht vorstellen und so. Dann sind die alle nach draußen in den Park, Jesus gruschelte noch mal Heaven-Daddy. Der hatte wohl ziemlichen Schiss gehabt. Kann man ja auch verstehen! Die Jungs ham gepennt. Hat der King dann noch die fette Szene gemacht, wie die hier einfach so voll frech wegratzen könnten. Geile Kumpel! Das gäb es ja nun wirklich nicht: Er kriegt voll die Krise und die machen die Platte! Das wär ja wohl echt eine Scheißaktion gewesen. Hat er ja auch irgendwie Recht mit! Ja, dann kam aber auch schon der ganze Pulk Bullen und Judas vorne weg, klar. Der latschte dann direkt auf Jesus zu, hat voll einen auf Kumpel gemacht, aber bloß, damit die anderen raffen, wer von den ganzen Typen, die da in dem Park chillen, Jesus ist. Der hat natürlich sofort geblickt, was Phase ist und Judas gleich gesagt, dass er sich den Film sparen kann. Er wollte dann mitkommen mit den Spackbirnen, aber Pit musste noch den Helden spielen mit seinem Hammerschwert. Jesus meinte bloß: „Ej, Peace, Alter! Pack weg, das Teil!“ Und für die ganzen Pfaffen, die dabei waren, hat er auch noch ’nen coolen Text abgelassen, von wegen, dass die wohl die Hosen voll gehabt hätten, ihn mitten in der Stadt abzugreifen und nur hier in der Walachei den Arsch hochkriegen würden. Voll geil, der Typ! Die haben aber einen auf cool gemacht und gesagt, er soll das Maul halten. Na ja, die waren ja jetzt am Drücker.

Die haben Jesus dann in das Haus von deren Obermacker geschleppt und Pit war auch dabei. Da kam dann eine von den Tussis und hat den schräg angequatscht von wegen, ob er nicht auch bei Jesus in der Clique wäre. Der sagte nur: „Kann nich sein, da musste mich verwechseln!“ Dann kam eine andere Ische, die meinte auch was in der Richtung. Aber Pit blieb cool und sagte nur: „Ne, is nicht, Schnitte.“ Und später kam dann noch’n Typ, der meinte: „Höma, den kenn ich doch. Dat ist doch einer von dem Jesus seine Leute!“ Da ist der gute Pit total ausgerastet: „Sag mal, Alter, schnallst du das nicht, oder was? Ich hab’ mit dem nix am Hut, klar!“ Ja, und dann hat ein Hahn gekräht und Pit dachte: „Scheiße! Ej, das kann doch nicht wahr sein!“ Da hat er nämlich geblickt, dass das nicht korrekt war, den Chef so krass im Stich zu lassen, bloß um selbst keinen Ärger zu kriegen. Und das, wo er vorher die Klappe soweit aufgerissen hat! Der war völlig fertig und kam sich vor wie der letzte Arsch!

Dann haben einige Typen angefangen, Jesus voll blöde zu verarschen. Echt total daneben! Aber Jesus ist wie immer cool geblieben. Am Morgen dann haben die Oberpfaffen die große Show abgezogen. Jesus hat immer korrekt auf deren dämliche Fragen geantwortet, aber die haben natürlich nicht gecheckt, was eigentlich abgeht und haben immer nur gesagt, er würde Gott verarschen wollen und so. Die meinten echt, die kämen damit durch und wollten ziemlich hastig mit dem Obermacker von den Römern labern, damit der das mit der Kreuzigung klar macht, denn das durfte nur der. Der hatte so einen abgefahrenen Namen, Pontius Pilatus, echt krass! Judas hatte übrigens inzwischen geblickt, was er von Ätzer gewesen ist und hat den Pfaffen ihre Kohle wieder zurück gegeben. Hat aber nix mehr gebracht. Er fand, dass die ganze Sache ziemlich beschissen gelaufen ist und hat sich dann selbst über die Wupper befördert. Arme Sau, irgendwie.

Pilatus hatte überhaupt keinen Bock so früh morgens irgendwelche Action zu veranstalten, dem war das alles scheißegal, der wollte seine Ruhe und kein Stress mit dem Chef in Rom. Aber die Pfaffen haben den so lange zugetextet, bis der dann auch gedacht hat: „Bevor die dich hier weiter nerven, guckst du dir den mal an!“ Pilatus wollte erst mal antesten, was mit Jesus los ist, wie der so drauf ist und so. Der hat dann immer ziemlich schlaue Texte abgelassen, von wegen er sei Sohn Gottes, König der Juden, sein Job ist, die Wahrheit zu bringen und so, die ganze Kartei durch. Pilatus war schwer beeindruckt und hat gedacht: Paar auf ’n Buckel: O.K. Aber Kreuzigung? Damit wollte er dann doch nix zu tun haben. Dann hat seine Alte ihn auch noch genervt, dass sie schlecht geträumt hat und er soll mal schön seine Griffel von dem lassen. Fand er auch. Aber die Pfaffen haben noch mehr Stress gemacht und Pilatus hat gemeint, Herodes, so ein anderer Typ, echt wichtig und so, kann das mit Jesus regeln. Also haben sie den auch noch zu Herodes gekarrt. Die haben aber ziemlich bald gerafft, dass bei dem Herodes in der Schose auch nix zu erben ist. Der hat überhaupt nix geschnallt und nur irgendwelchen Scheiß gemacht und Jesus dann wieder zu Pilatus zurückgeschickt. Na ja, zurück bei Pilatus hat der gesagt: „Mehr wie Haue ist nicht drin.“ Fanden die Pfaffen aber echt zu wenig und haben voll abgenervt. Was soll er da machen? „Gut“, hat er sich gedacht. „Mit Passah kommt ja immer wer frei und dann sollen die mal selbst zusehen, wen se haben wollen, ihren König oder den Mörder mit der Hackfresse, wie hieß er noch? Egal!“ Der hatte nämlich längst überrissen, dass die Pfaffen da ihr eigenes Ding am laufen hatten und Jesus eigentlich voll in Ordnung is’. Aber die Pfaffen haben bei den ganzen Bekifften, die da waren, richtig fett PR gemacht, dass die hinterher den Mörder frei haben wollten! Ehrlich jetz’, ich schwöre! „Scheiße“, hat Pilatus sich gedacht. „Was machst du jetzt?“ Dann ist er noch mal raus zu dem ganzen Gesocks und hat gefragt: „Ist das euer Ernst oder wollt ihr mich verarschen? Sag mal, tickt ihr noch ganz sauber? Das ist doch euer King, oder was ist los?“ Als die People dann wie auf Droge rumgespackt haben und dann auch noch die Pfaffen anfingen, tierisch rumzuschleimen, von wegen ihr King sei in Rom und einen eigenen King hätten sie ja schon gar nicht, da hat er dann klein beigegeben und für Jesus die Kreuzigung klar gemacht. Er wusste, dass das ein grober Schnitzer war und hat sich deswegen erst mal die Flossen gewaschen. Jesus haben sie ein total krasses Outfit verpasst, mit Dornenkrone und so, Kreuz auf den Buckel und ab nach Golgatha, wo er dann den Löffel abgegeben hat. Hat vorher noch ein paar coole Sprüche abgelassen, ein paar Verbrecher bekehrt, voll korrekt, wie das so seine Art war.

Aber das schärfste kommt ja noch, ej! Paar Tage später gingen ein paar Tussis zur Gruft, um zu gucken, ob alles klar is’. Und dann, ej das ist so krass, voll krass, Alter! Die kommen da an und – ej, dat gib’ et doch nich’: die Gruft ist leer! „Das kann ja wohl nicht wahr sein“, denken die sich. „Da hat doch jemand den Body gefilzt!“ Aber dann war da auf einmal ein Engel und kam mit der megafetten Info rüber: Jesus ist auferstanden! Im Klartext: Der hat die Kurve gekriegt und ist jetzt ganz neu am Start! Die Mädels natürlich direkt ab nach Hause, die Story den Kerlen erzählen! Die haben das erst gar nicht gecheckt und dachten bloß: „Weiber! Die sind noch gestresst von der letzten Woche und labern irgendeinen Scheiß!“ Aber als auch Pit an der Gruft war und die Lage abgecheckt hat, da war die Sache spruchreif: Jesus ist auferstanden! Tom war grad mal für kleine Apostel und meinte zu der Story nur: „Krass! Echt krass!“ So richtig hat der das nicht in die Birne gekriegt, das mit der Auferstehung. Später kam aber Jesus vorbei und Tom war platt! Ja, und dann haben die alle noch mal Passahparty gefeiert, der King und seine Kumpels. Aber richtig! Volle Lotte! Bis jetzt läuft der Film. Ende offen. Und das coolste is’: Wer Bock hat, darf mitmischen!

Echt jetz’!

Kreuzweg durch die Stadt

Heute fand der Stadtkreuzweg durch die Stadt statt. Bei jeder Station wurde zu einem ausgewählten Wort Jesu am Kreuz (Bibelstelle) ein passendes Symbol oder Bild gesucht. Dieses Symbol ist eine Hilfe, das Wort Jesu am Kreuz in unsere aktuelle Lebenswelt zu übersetzen.








1. Station (vor der Arche): "Mich dürstet!"

Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfülle: Ich habe Durst! Ein Gefäß mit Essigwein stand da. Sie steckten einen Schwamm mit diesem Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund.
(Joh 19,28f)


2. Station (vor der Feuerwehr):
"Es ist vollbracht"


Als Jesus von dem Essigwasser genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht.
(Joh 19,30a)



3. Station (in evangelischer Kirche):
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"


Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtani?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija.
(Mt 27,46f)









4. Station (vor SPZ, Schule):
"Siehe da, dein Sohn! Siehe da, deine Mutter!"


Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe da, deinen Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe da, deine Mutter!Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
(Joh 19,25–27)






5. Station (in katholischer Kirche):
"Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist"


Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist.Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.
(Lk 23,45f)