Dienstag, 27. August 2013

Assisireise - Franziskus und Klara

Cimabue: Franziskus, um 1280,
Basilika S. Francesco in Assisi
Während der Assisireise unserer Pfarre hatten wir eine Woche lang Gelegenheit Franziskus und Klara, ihrem Leben und Wirken, ein wenig näher zu kommen. Es war keine Kulturreise zu Schätzen der Menschheit, und es war auch keine Wallfahrt. Sondern wir wollten Franz und Klara an den Stätten ihres Wirkens einfach näher kommen. Folgende Textstelle soll dies verdeutlichen:

...
Renne nicht von Ort zu Ort. Bleibe stehen oder sitzen. Weniger ist mehr! Du wirst entdecken, wie die Bilder und Stimmen haften bleiben.

...
Du wirst sehen, wie Gott aufleuchtet in der gelebten Gemeinschaft. Du wirst sehen, wie Franziskus da ist, nicht in alten Gebäuden, sondern mitten unter uns. Und er wird mit uns gehen, wenn wir nach Hause fahren.
(aus Regel für Assisibesucher, Pilgerheft "Assisi 2000")



Das Leben von Franziskus darf nicht auf ein Leben in Armut und die Liebe zu den Tieren reduziert werden, es umfasste vielmehr eine komplette Erneuerung der Kirche. Hier die Lebensdaten in sehr kurzer Darstellung:

1181/82 als Sohn eines reichen Tuchhändlers in Assisi geboren, kostet Franziskus in seiner Jugend diesen Reichtum aus. Und er will Ritter werden. Beim Städtekrieg Assisi gegen Perugia wird er gefangen genommen, eingekerkert und erst nach einem Jahr vom Vater freigekauft. Die langdauernde Krankheit während und nach der Gefangenschaft führt zu einer ersten Sinnkrise. Zwei Jahre später will er am Kreuzzug teilnehmen, hat aber eine Vision und kehrt um. Auf der Rückreise begegnet er einem Lepra-Aussätzigen; anstatt wegzulaufen umarmt er ihn und erkennt in ihm Jesus.

Kreuz von San Damiano,
Basilika S. Chiara in Assisi
Franziskus ist ein Einzelgänger, auf der Suche. 1206 hört er in San Damiano das Kreuzbild zu ihm sprechen: "Franziskus, stelle mein Haus wieder her, das zu zerfallen droht." Er versteht das zunächst wörtlich und restauriert das zerfallene Kirchlein. Dazu verkauft er Stoffrollen seines Vaters. Als der Vater ihn beim Bischof anklagt, entledigt er sich öffentlich all(!) seiner Kleider, gibt sie dem Vater zurückt, verzichtet auf seinen Erbteil. Von da an lebt er wie ein Einsiedler und baut nach S. Damiano die Kirchen S. Pietro und Portiunkula wieder auf.

Beim Evangelium von der Aussendung der Jünger erkennt er seine Berufung. Er beginnt zu predigen, die ersten beiden Gefährten schließen sich ihm an. Nach Zweifel wegen seiner früheren Verfehlungen erwächst aus der Erfahrung der Vergebung und Liebe Gottes seine Friedenspredigt.

In Portiunkula wächst die Gemeinschaft auf zwölf Brüder an. Mit diesen zieht Franziskus 1209 nach Rom, um seine Lebensweise vom Papst bestätigen zu lassen. Bis 1220 ist der Orden auf 5000 Brüder angewachsen. Franziskus schreibt seine erste Ordensregel, die aber nicht anerkannt wird (dem Papst erscheint sie zu streng, dass niemand sie einhalten kann). 1223 dann die zweite, endgültige Regel, die anerkannt wird.

1224 zieht er sich wieder mal in die Berge zurück. Auf dem Berg Alverna erhält er (dokuentiert als erster Mensch) die Wundmale Christi (Stigmata). Die durch die Lebensweise radikaler Armut verursachte Krankheit verschlimmert sich. Fast erblindet dichtet er den Sonnengesang. Am 3. Oktober 1226 stirbt Franziskus in Portiunkula.

Bereits 1228 erfolgt die Heiligsprechung des Franziskus, 1230 wird der Leib des Franziskus in die neue Basilika (San Francesco in Assisi) überführt.

Klara (ital. Chiara) wird 1193 als Tocher eines Adeligen in Assisi geboren. Als sie 1212 Franziskus im Dom von Assisi predigen hört, folgt sie ihm und legt in der Kirche Portiunkula das Gelübde eines Lebens nach den Evangelischen Räten ab. Bis zu ihrem Tod bleib sie in der Klausur des inzwischen fertiggestellten Klosters San Damiano. Sie schreibt 1216/1217 die erste Ordensregel für einen Frauenorden, den Klarissen. Ein Leben lang kämpft sie um die Anerkennung der Regel. Diese wird ihr erst auf dem Sterbebett einen Tag vor ihrem Tod überbracht. Klara stirbt am 11. August 1253. Bereits zwei Jahre später wird sie heiliggesprochen. Heute sind die Klarissen nach den Karmelitinnen der zweitgrößte Frauenorden der katholischen Kirche.


Was kann uns das Leben von Franziskus bzw. von Klara sagen? Offensichtlich ist es sinnlos, es als Kopiervorlage für unser Leben zu nehmen. Wir würden das wohl nicht schaffen. Ausserdem ist jeder dazu berufen, sein eigenes, individuelles Leben zu leben. Das Vorbild von Franziskus kann uns nur Anreize und Ideen für unser eigenes Leben geben.

Das Leben von Franziskus war von starken Spannungen geprägt. Es war nicht das Leben eines als Heiliger geborenen Menschen, der immer in vollständiger Harmonie mit Gott und der Natur lebte und dem Irdischen vollig entrückt war. Was Franziskus zum Heiligen macht, ist, dass er diese Spannungen nicht verdrängte, sondern sie annahm, durchlitt und sie Gott anvertraute.

Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass Franziskus sein Leben immer direkt aus der Heiligen Schrift ableitete und nicht aus Sätzen der Amtskirche, es ihm aber immer darauf ankam, seine Lebensweise vom Papst abgesegnet zu bekommen.


Abschließend noch der Sonnengesang oder Lob der Schöpfung von Franziskus, der seine tiefe Verbundenheit mit Gott und der ganzen Schöpfung sehr schön ausdrückt:
Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre
und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen. 
Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag,
und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Sinnbild, o Höchster. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
hell leuchtend und kostbar und schön. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch die Luft
und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernähret und lenkt (trägt)
und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die uns verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden. 
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein lebender Mensch entrinnen.
Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
Selig jene, die sich in deinem heiligen Willen finden,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun. 
Lobt und preist meinen Herrn
und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

Sonntag, 25. August 2013

Abschied von Tom

Tom Kruczinsky
In der Halbzehner-Messe nahmen wir heute Abschied von Tom Kruczinsky. Tom war die letzten zwei Jahre in Stockerau, das erste Jahr als Praktikant, das zweite Jahr als Diakon. Im Juni dieses Jahres wurde er zum Priester geweiht und hielt sodann die Stellung, wenn die anderen Priester urlaubten :-).

Ein besonderes Anliegen war und ist Tom immer die Caritas; ihm war immer wichtig, dass sie nicht zu kurz kommt. So ist es auch naheliegend, dass er die Betreuung in der Arche übernahm.

Am Ende der Messe bedankten sich Erika Trabauer und Günther Preisinger im Namen der Pfarrgemeinde und des Pfarrgemeinderates für die gemeinsame Zeit. Als Erinnerung wurde Tom die große Karikatur überreicht, die auch im letzten Pfarrblatt abgebildet ist (darauf wartet Dompropst Karl Pichlbauer bereits auf ihn). Stefi Jungmeier bedankte sich im Namen der Jugend mit einem schwarzen kj T-Shirt. Wie bei den Dressen einer Mannschaft ist auf der Rückseite der Name zu lesen: "TOM". Auch die Minis bedankten sich für die zwei schönen Jahre. Und Stadtpfarrer Markus Beranek verabschiedete sich mit einem schönen, modernen Messkelch und -schale.

Im Anschluss an die Messfeier konnte man bei der Agape im Pfarrhof mit Tom noch ein paar Worte wechseln.











(weitere Fotos finden Sie in der ->Galerie der Pfarre)

Wir danken Tom für die zwei schönen Jahre und wünschen ihm Alles Gute unter den Fittichen von Karl Pichlbauer im Wr. Neustädter Dom.

Tom, der Segen des Herrn begleite Dich!



Samstag, 24. August 2013

Assisireise - Teil 2

 Heute ist der letzte Tag unserer Assisireise, wir sitzen im Bus auf dem Weg nach Hause. Zu schnell ist die Zeit vergangen, mit viel Abwechslung.

Wie schon beim ersten Teil dargestellt ging es am Dienstag nach Orvieto, einer alten Stadt, die stark befestigt auf einem Berg liegt. Kaplan Tomasz hat für diesen Tag das Programm vorbereitet und uns kompetent durch die Stadt geführt. Orvieto war bereits ein bedeutender etruskischer Ort, bevor es von den Römern erobert wurde, bedeutend für seinen Wein und Keramikarbeiten. Mit dem Schrägaufzug ging es hinauf zur Stadt und natürlich zuerst mal in den Dom. Danach führte uns Tomasz durch die Altstadt und in einer kurzen ( :-) ) Runde ausserhalb der Stadtmauern wieder zurück, wo der Bus bereits geduldig wartete. Auf Grund der fortgeschrittenen Tageszeit wurde die Reise nach Bolsena zu einem kurzen Badeaufenthalt umfunktioniert (einmal in die Fluten und zurück).

Der Mittwoch stand unter dem Zeichen des Kreuzes; so hat Reiseleiter Pfarrer Markus Beranek das bekannte Kreuz von S. Damiano ausgelegt und so auf den Tag vorbereitet. Wieder ging es nach Assisi, diesmal zuerst nach S. Chiara (Kirche der Hl. Klara), wo auch das originale Kreuz betrachtet werden kann. Es ist dies jenes Kreuz, vor dem Franziskus seine Berufung in S. Damiano erfuhr. Die Hl. Klara folgte Franziskus nach und gründete den ersten Frauenorden (ihre Ordensregeln wurden vom Papst erst einen Tag vor ihrem Tod bestätigt). Unsere Assisi-erfahrene Rosa übernahm wieder die Führung durch weitere Sehenswürdigkeiten in Assisi. So ging es auch rauf zur Rocca (Burg), die bereits eine Befestigung von Friedrich Barbarossa war, bevor die Bewohner von Assisi sie zerstörten. Nach dem Abendlob betracheten wir den Sternenhimmel als Teil der Schöpfung. Die Erklärung der wichtigsten (sichtbaren) Sternbilder samt ihrer griechischen Mythen rundeten den Tag ab.

Am Donnerstag ging es rauf zu der auf etwa 800 Meter gelegenen Einsiedelei Carceri (dt. "Kerker), für uns Hatscheri (wir sind von Assisi aus per pedes über Stock und Stein direttissima aufgestiegen). An diesen Ort der Stille hatte sich Franziskus oft zurückgezogen. Wir feierten eine Hl. Messe in der Krypta, ein unvergessenes Erlebnis. Nach dem Abstieg stand die Zeit für individuelle Vertiefung zur Verfügung.
Nach dem Abendessen und Abendlob hatten wir Gelegenheit, Assisi bei Nacht zu erleben. Wie gut, dass gerade Mittelalterfest war, wo am Platz vor dem Minerva-Tempel mittelalterliche Lautenspielerinnen und Trommler, sowie Feuerschlucker und Schwertkämpfer zu sehen waren.

Am Freitag ging es schließlich nach S. Maria degli Angeli. Über dem ursprünglichen Kirchlein Portiuncula, das nahe dem Ort steht, an dem Franziskus starb, wurde im 16. Jhdt. diese gewaltige Basilika errichtet. Der Kontrast zwischen der gewaltigen, prunkvollen Basilika und dem kleinen, bescheidenen Kirchlein darin versinnbildlicht sehr schön die Gegensätze und Spannungen, wie sie auch im Leben von Franziskus zu finden sind. Die Basilika ist seit 1986, als Papst Johannes Paul II. erstmalig zum Gebet für den Frieden lud, immer wieder ein Treffpunkt der verschiedenen Religionen.

Fotos und eine Betrachtung zu Franziskus und Klara kommen dann in einem abschließenden Artikel.




Freitag, 23. August 2013

Die ganze Woche

Jetzt beginnt das Leben wieder. Daher auch eine neue Ausgabe der Ganzen Woche, dem Hinweis auf die wichtigsten Ereignisse der nächsten Wochen:
  • Am Sonntag, dem 25. August, verabschieden wir in der 9:30 - Messe Tom Kruczynski, der zwei Jahre bei uns in Stockerau war und nun nach Wiener Neustadt als Kaplan in die Dompfarre wechselt. Nach der Messe gibt es für alle eine Agape im Pfarrhofgarten.
  • Dienstag und Mittwoch (27. und 28. August) tagt das Pfarrteam hinter verschlossenen Türen ("Klausur"), diesmal im Stift Altenburg, um das neue Arbeitsjahr zu organisieren.
  • Am 31.August und 1. Oktober ist das Erdäpfelfest in Stockerau. Feldgottesdienst, Kirchturmbesteigungen und Kirchenführungen zu bestimmten Themen sind ein Beitrag der Katholischen Pfarre Stockerau zu diesem Fest. Mehr...
  • Und am Sonntag, dem 15. September pilgern wir zum 300. Male von Stockerau nach Karnabrun. Seien Sie dabei - es wäre doch schön wenn heuer zum Jubiläum 300 Wallfahrerinnen und Wallfahrer mitgehen würden...Um 6 Uhr früh gehts in der Kirche in Stockerau los. 20 km sind zu gehen und in Niederhollabrunn gibt es eine Erholungspause. Mehr...

Wortgottesdienst

Stift Altenburg
Am nächsten Mittwoch (28. August) wird die Messe um 8 Uhr als Wortgottesdienst gestaltet, da das gesamte Pfarrteam in Stift Altenburg die jährliche Klausur hält.

Die Klausur des Pfarrteams beschäftigt sich intensiv mit den Aufgaben des neuen Arbeitsjahres und der Zuordnung der Aufgaben zu den einzelnen Mitarbeitern. Am 20. und 21. September begibt sich dann der Pfarrgemeinderat in die Klausur.


(Bild: cosmosterrae.com)

Mittwoch, 21. August 2013

Assisireise - erste Fotos

Erste Fotos von der Assisireise können in der Galerie betrachtet werden. Im Vordergrund steht einen ersten Eindruck zu vermitteln, auch wenn die Abbildungen alles andere als perfekt sind.

Link: -> Galerie Assisireise

Gedrucktes Pfarrblatt online - eine neue Funktion

Bereits bisher gab es die Möglichkeit, das aktuelle Pfarrblatt unterwegs in der "Papierversion" als e-Magazin oder als PDF zu lesen. Auf Smartphones zum Beispiel beim Warten beim Arzt oder in der Schnellbahn ist das eine ziemliche Pein. Daher finden Sie ab sofort als "Feldversuch" die wichtigsten Artikel des Pfarrblattes unter einem eigenen Tab in diesem online Pfarrmagazin. Die Tabs finden Sie so wie im Bild gezeigt unter dem Magazin-Titel. Wir nöchten Ihnen das Lesen unseres Angebotes so einfach wie möglich machen.

Hier finden Sie den Tab

Wenn es Ihnen gefällt, freuen wir uns über einen Kommentar. Wenn Sie es unnötig wie einen Kropf finden, dann freut uns auch ein Kommentar. Oder fehlt Ihnen noch was?





Und so gehts am Smartphone:

Beim roten Pfeil anclicken und "Artikel aus dem aktuellen Pfarrblatt" wählen.

Aktuelles zu punkt_um

Sie können sich vielleich noch an die Projekte RATlos und kinder.punkt der Pfarre erinnern. Wir hatten auch schon berichtet, dass daraus ein neuer Verein punkt_um entstanden ist.  Hier gehts zur Webseite des Vereins.
Das punkt_um Team hat uns nun Informationen über die Aktivitäten in nächster Zeit geschickt:

Der Verein punkt_um wird zur  neuen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche und deren Familien in Krisenzeiten sowie für alle Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, als begleitende Unterstützung. Aufgrund der steigenden Nachfrage erweitert der Verein die schon bestehenden Angebote (Familien- und Erziehungsberatung, Psychotherapie, psychosoziale Kinder- und Jugendgruppen, Teamtage für Schulkassen...) laufend. So wird die vor dem Sommer begonnene, mit großem Interesse aufgenommene Gesprächsrunde „Wie sag ich´s meinem Kinde?“ fortgesetzt. Sie bietet einmal pro Monat die Möglichkeit, mit anderen Eltern oder Interessierten nach einem fachlichen Impuls die eigenen Fragen und Anliegen zum jeweiligen Thema zu diskutieren.

Termine und Themen für den Herbst 2013 - jeweils um 19:30 im Pfarrzentrum St. Stephan:
  • 24. September 2013: Mobbing - Was kann ich als Elternteil tun? Wie kann ich das Kind unterstützen?
  • 23. Oktober 2013: Neue Medien – wie gehe ich als Elternteil mit der Fülle an Angeboten in Fernsehen, Internet und am PC um?
  • 19. November 2013: „Gibt es im Himmel auch Erdbeereis?“ – Kinderfragen über Tod und Leben – wie gehe ich als (Groß-)Elternteil damit um?


Unser Pfarrteam

Times are changin' hat Bob Dylan gesungen. Und so ändert sich auch immer wieder unser Pfarrteam. Ein Anlaß auch die Darstellung im PfarrWeb zu aktualisieren. Sie finden die Seite mit der Vorstellung des Teams 2013/2014 hier.
Zusätzlich verstärkt das Team Sissy Hanke, die allerdings in ihrer Funktion (Hospizarbeit, Trauerbegleitung, punkt_um) nicht nur für die Pfarre Stockerau sondern für das ganze Dekanat Stockerau arbeitet. Hier gibt es Infos zu punkt_um.

Dienstag, 20. August 2013

Pfarrreise nach Assisi - Zwischenbericht

Hier ein kurzer Zwischenbericht aus Assisi. Vergangenen Samstag war ja um 5 Uhr Abfahrt mit dem Bus. Gegen 20 Uhr bei der wunderschön im Grünen gelegenen Villa Santa Tecla wohlbehalten angekommen gab es noch Abendessen und Abendlob.

Sonntag war dann Assisitag, ein erstes Kennenlernen des Hl. Franziskus, dem wir während der Reise näherkommen wollen. Um 13 Uhr dann die Gottesdienstfeier in S. Stefano, einer seit ihrer Errichtung im 13. Jahrhundert unveränderten Kirche. Für eine Pilgergruppe aus Stockerau ein schöner Bezug zur Heimat.

Nachmittags ging es dann nach S. Damiano, die Stätte, wo Franziskus seine Berufung erfuhr.



Montag ging es dann nochmals nach Assisi. Diesmal gab es eine Führung durch S. Francesco, bei der die Fresken von Giotto ('aus der Werkstatt Giotto') gedeutet wurden. Hier wurden die Darstellungen des Franziskus durch Beziehung zu den Darstellungen des Alten und Neuen Testamens in einem größeren Zusammenhang ausgelegt. Danach zeigte uns unsere Rosa, die schon viele Male in Assisi war, weitere Sehenswürdigkeien des Hl. Franz.

Heute geht es nach Orvieto und danach zum Bolsano See. Wird sicher auch ein beeindruckender Tag.

Beeindruckend vor allem die vielen Impule, etwa zum Sonnengesang des Hl. Franz, die unser Pfarrer Markus gemeinsam mit Sigi und Geri Braunsteiner vorbereitet haben.

Weitere Details und Fotos kommen dann, wenn die Infrastruktur dafür da ist.

Freitag, 16. August 2013

Verlautbarungen

Nach der Sommerpause geht es wieder mit den wöchentlichen Verlautbarungen los, die Pastoralassistent Manfred Plattner betreut. Sie liegen für Papierfreunde in der Kirche beim Eingang auf. Online Menschen haben es leichter, denn sie finden sie hier z.B. ab heute für die nächsten beiden Wochen.

Man sieht nur, was man weiß

Im Rahmen des heurigen Erdäpfelfestes in Stockerau gibt es auch eine pfarrkirchliche Premiere. Wie wir schon berichtet haben (siehe auch Interview mit Robert Denner im neuen Pfarrblatt, Seite 13) , haben sich 15 Leute aus Stockerau als Kirchenführer ausgebildet. Am Samstag dem 31. August und Sonntag 1. September werden Sie uns zum ersten Mal mit verschiedenen Thematiken durch die Kirche führen.

Parallel dazu ist der Kirchturm zur Besteigung geöffnet, wo Christoph Rerecha als Experte für Glocken und Uhren zur Verfügung steht.

Und am Sonntag um 9:30 ist wieder Feldmesse mit musikalischer Gestaltung durch die Schützenkapelle am scharfen Eck.

Hier ist das Ankündigungsplakat:
 Bild: www.blumebilder.com


Ein neues Pfarrblatt ist gedruckt

Heute verlässt das neue Pfarrblatt Ausgabe August 2013, das dritte dieses Jahres, die Stockerauer Druckerei Bösmüller. Ein Schwerpunkt ist natürlich 300 Jahre Wallfahrt nach Karnabrunn, zu der uns unsere Frau Stadtamtsdirektor und Expertin Maria-Andrea Riedler freundlicherweise einen Hintergrundbericht über die Pest geschrieben hat. Aber auch neue Vortragsreihen (siehe Kasten auf Seite 9) und das Jubeljahr der Gründung der Pfarre Stockerau 1014 liefern bemerkenswerte Beiträge. Zwei  Interviews und die Vorstellung unseres neuen Pfarrpraktikanten buhlen um Ihre Aufmerksamkeit. Dagmar Ungrad, unsere Karikaturistin, hat wieder eine Persönlichkeit der letzten Jahre unserer Pfarre mit spitzem Stift gezeichnet. Ja, und Termine und Chronik haben diesmal fast den zustehenden Platz auf Seite 8 und 9 gesprengt. Seite 2 ist dem Willkommensgruß an alle Neuen Stockerauerinnen und Stockerauer gewidmet. Denn gebaut wird bei uns "wie narrisch" und so gibt es sicher mehr als 1000 "Neubürger".

Wie immer danken wir unseren Inserenten, die einen Teil des Aufwandes für das Pfarrblatt finanzieren, und den vielen Pfarrblattausträgerinnen und -austrägern (es sind über 90 Personen), die die Kosten senken helfen. Diesmal wird es eine besondere Herausforderung sein, auch alle neuen Wohnblöcke und Einfamilienhäuser zu beglücken. Und wenn wir hoffentlich das fehlerfreieste Pfarrblatt der Welt haben, dann ist es das Verdienst unserer sechs Korrekturleserinnen und -leser.

Online-Menschen sind wie immer besser und schneller informiert. Daher können Sie hier das neue Blatt bereits online lesen.

PS.: Wenn Ihnen das Blau des Layouts im gedruckten Pfarrblatt anders als bisher vorkommt, dann liegt es nicht an Ihren Augen, sondern einer Umstellung der (Fachausdruck RGB-) Farbdefinition, die nicht ganz absichtlich zu einem etwas anderen Blau geführt hat. Die "Corporate Identity" der Pfarre wird es aushalten.

Für Interessierte gibt es hier noch einen "Comic", wie das Pfarrblatt produziert wird.


Apropos Nächstenliebe - Armenbetreuung in Stockerau


Karl Hochfelsner, der mit der Pfarrgemeinderätin Monika Böckmann in unserer Pfarre das Thema Caritas betreut, hat uns einen interessanten Artikel des Stockerauers Hugo Nikel zur Verfügung gestellt, den wir im PfarrWeb unter dem Kapitel Caritas hinterlegt haben.

Die Sorge um die Armen und Schwachen in einer Gemeinde hat eine lange Geschichte. Einer der Chronisten Stockeraus Oberschulrat Hugo Nikel (1906 - 1998) berichtet im Heimatspiegel von 1985 - diese Zeitung ist Geschichte - von der Entwicklung der Fürsorge um die Armen, die heute teils von der Caritas teils von der amtlichen Fürsorge und anderen Institutionen wie Volkshilfe und Hilfswerk wahrgenommen wird.

Ein Auszug aus einem 1836 erschienenen Buch über die Betreuung von Armen, das dank Google Books hier zum Gratislesen im Internet zur Verfügung steht, ist als weiterführende Darstellung der Betreuung Armer vor fast 200 Jahren interessant.
Seite 18
Beachten Sie bitte, dass der Armenvater (das war eine der Personen, die für die Betreuung von Armen verantwortlich waren) bereits als 2. Aufgabe die "Liebreiche Behandlung der Armen" als Aufgabe hatte. Wenn Sie in diesem Buch nach "Stockerau" suchen, dann lernen Sie auch, dass im Jahr 1836 39 Arme in unserem Armenhaus (damals in der Schaumanngasse - das Haus gibt es nicht mehr) und 20 in unserem Bürgerspital (Hauptstrasse 52, bei der Sebastianikirche) verpflegt wurden.





(Bild: www.armenhaus-altlandsberg.de)

Donnerstag, 15. August 2013

Wallfahrtsvision

In voller Pracht zeigte sich heute die Jakobsmuschel vor unserer Stadtpfarrkirche umgeben von einem Farbenmeer (dank der Gärtner unserer Stadtgemeinde). Wahrscheinlich ein Hinweis auf die 300. Karnabrunner Gelöbniswallfahrt der Stockerauer. Am 15. September findet dieses grosse Fest statt, es ist schon bemerkenswert, dass so ein Gelöbnis wegen der Pest so lange gehalten hat.

Die Vision zur heurigen Wallfahrt ist einfach: Gehen in den "normalen" Jahren immer etwa 100 Wallfahrerinnnen und Wallfahrer zu Fuß die 20 Kilometer nach Karnabrunn, so wären 300 Wallfahrerinnen und Wallfahrer  natürlich heuer die rechte und dem Fest angemessene Zahl. Schaffen wir das?

Eine sportliche Bitte an alle Leserinnen und Leser dieses Beitrages: Helfen Sie mit, dass wir die 300 Wallfahrer heuer schaffen. Werben Sie, gehen sie selbst mit, es sind nur 30.000 Schritte, einer nach dem anderen, man merkt es kaum. Am 15. September geht es um 6 Uhr früh bei der Kirche los. Nach einer Pause in Niederhollabrunn sind wir um ca. 10:30 am Fuße des Wallfahrtsberges in Karnabrunn, wo wir von Musik und Matthias Roch feierlich empfangen werden.

400 Wallfahrer brauchen wir dann erst 2113.

Wichtiger Dienst

Bernadette und Wojciech (sprich "woitek",  ist ein polnischischer Vorname und entspricht dem deutschen Vornamen Adalbert) hatten heute beim Hochamt zum Fest Maria Himmelfahrt eine wichtige Funktion als Ministranten. Bei feierlich gestalteten Gottesdiensten tragen Ministranten und Ministrantinnen als Thuriferar das Weihrauchfass und als Navikular das Schiffchen. Das war heute die Aufgabe der beiden. Und Kaplan Thomazs Iwandowski wies auch besonders darauf hin. Gut haben sie das hingekriegt und dafür gab es auch grossen Applaus der Kirchengemeinde.

Raabser Urlaub - Bilder, Bilder, Bilder...

Ganz kurz haben wir bereits vom Urlaub des Baby- und Kleinkindertreffs - und zwar eher der Kleinkinderabteilung - in Raabs a.d. Thaya berichtet. Marion Satra hat uns jetzt auch einen Strauß schöner Fotos geschickt.

Hier sind die Bilder. 


Maria auf Wolke 7

Aktuelles Plakat vor der Pfarrkirche
Heute feiern wir das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (Maria Himmelfahrt). Die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde, wurde erst 1950 von Papst Pius XII. endgültig bestätigt. Das Dogma lautet:
"Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde."(Piux XII.)
Damit wurde ein Glaube bestätigt, der in der Ostkirche bereits nach dem Konzil von Ephesus (431) aufkam; Kaiser Mauritius (582-602) hat den 15. August als staatlichen Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.

Kaplan Tomasz ging in der Predigt darauf ein und meinte, in der heutigen Zeit sei der Wortlaut schwer verständlich, man müsse ihn in die heutige Sprache übersetzen, und ging von den heute gebräuchlichen Begriffen "Wolke 7" und "Himmel auf Erden" aus. Maria ist unser Fürsprecher bei Gott, sie hilft uns aber auch "den Himmel in uns nicht zu vergessen."

Mittwoch, 14. August 2013

Nächstenliebe neu interpretiert

Foto: Katrin Bruder
Eine interessante Facette der "Wahlschlacht" um die Stimmen der "Nächsten".

Die Ordensgemeinschaften Österreich stellen klar: Wer Bibelaussagen in ihr Gegenteil verdreht, dem fehlen politische Argumente. Propst Maximilian Fürnsinn und Schwester Beatrix Mayrhofer äußern sich in der aktuellen Wahlkampf-Bibeldebatte.

"Liebe deinen Nächsten? Liebe deine Feinde!" so heisst die headline der beiden Ordensleute zum aktuell diskutierten Wahlkampfplakat.

Lesen Sie die den Beitrag der Ordensleute auf der Seite der österreichischen Orden.

Dazu noch ein origineller ("aggiornamento") Beitrag in facebook als kritischer Kommentar zum Artikel über die Plakatpräsentation:

Pfarrhofgartenkindergottesdienst

Sonntag, 18.8.
Ferien-Kindergottesdienst
um 9:30 im Pfarrhofgarten.

Danach Einladung zum gemeinsamen Picknick, bitte Essen, Trinken und eventuell Decke selber mitbringen!
Herzliche Grüße,
das Kinderliturgie-Team

Sonntag, 11. August 2013

Raabser Urlaub

Marion
Marion Satra hat uns einen Bericht vom Urlaub des Stockerauer Baby- und Kleinkindertreffs   in Raabs an der Thaya geschickt. Danke. Der Baby- und Kleinkindertreff findet ja in den Schulzeiten jeden Mittwoch im katholischen Pfarrzentrum in Stockerau von 9-11 Uhr statt. Hier der Bericht samt Foto.

In Raabs/Thaya
Raabs an der Thaya wird von Jung und Alt erobert.
Wieder einmal sind wir unterwegs. Seit einigen Jahren haben sich immer wieder Muttis und ihre Kinder in den Ferien auf den Weg gemacht, um einige Tage mit einander zu verbringen. Im heurigen Jahr dürfen wir nicht nur wieder ein Großelternpaar begrüßen, es haben sich auch einige Papas dazu entschlossen, bei diesem lustigen und abwechslungsreichen Treiben beizuwohnen. 

Pilgern und Wallfahren

Von einer unserer eifrigsten Surferinnen haben wir einen Hinweis auf einen Beitrag im österreichischen Fernsehen von heute, Sonntag, bekommen. Es geht um Pilgern oder Wallfahren in Niederösterreich.
Prälat Matthias Roch wird befragt und viele niederösterreichische Pilgerwege werden vorgestellt. Sehenswert. Hier ist der link zur "Nachschau" in der TVthek des ORF.

Danke Christina.

Samstag, 10. August 2013

Religio, Patria, Scientia, Amicitia

Das sind die vier Prinzipien einer Gemeinschaft, die ihren Sitz in einem Haus hat, in dem auch Beethoven bereits genächtigt hat.
Erraten: Es ist die katholische, farbentragende Mittelschüler-Stundentenverbindung Herulia. 1908 gegründet, hat sie im Lauf dieser 105 Jahre eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Übrigens die vier lateinischen Worte bedeuten Religion, Vaterland, Wissenschaft und Freundschaft und sind die 4 Prinzipien des Mittelschüler- (und auch des Hochschüler-) Kartellverbandes.
Zum 105. Stiftungsfest der Herulia vom 12.-15. September gibt es ein umfangreiches Festprogramm, bei dem im Rahmen des Stiftunsfest Kommerses an unseren Pfarrer Markus Beranek und an unseren Kaplan Thomasz Iwandowski das Band der Herulia verliehen werden wird.


Am Donnerstag, dem 12.9. wird das Quartetto Sonoro um 19:30  im Belvedereschlössl Streichquartette von J. Haydn spielen und am Samstag, dem 14.9. ist es bestimmt interessant, bei der Festmesse anlässlich dieses Stiftungsfestes um 18:30 dabei zu sein. Übrigens ist in diesem Semester Oliver Bogendorfer Senior und Erich Handschuh Philistersenior.

Für alle nicht so Stundentenverbindung-Geübte eine kleine Begriffsklärung:
Der Kommers ist die festliche und repräsentative Form einer Zusammenkunft anlässlich eines Festes. Die einfachere Form wird Kneipe genannt.
Senior ist der Vorsitzende der aktiven Studenten (Mittelschüler)
Philistersenior ist der Vorsitzende der sogenannten "Alten Herren", die auch noch sehr jung sein können.
Das Band ist ein Teil des Couleurs, das hier weiter erklärt wird.

Übrigens: Wenn Ihnen Latein nicht so recht von der Hand geht, empfiehlt sich Google Übersetzer, der auch hervorragend aus dem und in das Lateinische übersetzt. Probieren Sie zum Beispiel  das Wort "amplius" (auf dem Band) oder "amicitia".

Mittwoch, 7. August 2013

Maria Himmelgang

Haben Sie am  Nachmittag des Marien-Feiertages am 15. August schon was vor? Nein! Sind Sie eine Frau? Ja! Dann wäre z.B. die Wallfahrt der Katholischen Frauenbewegung (www.kfb.at) nach Oberhautzental eine ideale Möglichkeit, Bewegung in frischer, dann schon kühlerer Luft mit Bitte und Dank an die Muttergottes zu verbinden.

Treffpunkt um 13:30 bei der Peter Brabenetzkapelle in Siendorf. Fußmarsch nach Oberhautzental. Marienandacht um 15 Uhr.
Treffpunkt in Sierndorf

Die ursprüngliche Kirche in Oberhautzental entstand um das Jahr 1300. Eine Sage berichtet, dass vorerst ein anderer Standort für den Bau der Kirche vorgesehen war. Doch die auf dem vorgesehenen Bauplatz gelagerten Steine waren über Nacht verschwunden. Da sich dieser Vorgang mehrmals wiederholte und man das Baumaterial am Standort der heutigen Kirche bzw. des Friedhofes wiederfand, sah man das als Fingerzeig Gottes an und errichtete die Kirche an dem Platz, an dem sie heute steht... Mehr Infos zur Kirche gibt es hier.

Über die Peter Brabenetzkapelle in Sierndorf und über das tragische Ereignis, das dieser Kapelle ihren heutigen Namen gab, lesen Sie hier.

Bereit zum Dindlgwandsonntag?

Was ist das wieder? Am 8. September 2013 ist heuer der Dirndlgwandsonntag, der eine niederösterreichische Initiative von Volkskultur NIederösterreich gemeinsam mit den katholischen Diözesen Wien und St. Pölten und der evangelischen Kirche Niederösterreich ist.
Diesen Sonntag in Tracht verbringen - heisst die Devise. Hoffentlich ist es da nicht mehr so heiß...

Für mehr Infos clicken Sie am besten auf das Bild.

Montag, 5. August 2013

Tom geht und Frederick kommt

Zwei Jahre hat es der ehemalige Pfarrpraktikant, dann Diakon und nun geweihte Priester Tom Kruczynski Kurat bei seinem Domprobst sein. Für alle, die sich in Stockerau nicht so auskennen, hier die Lösung: Es ist unsere früherer Pfarrer Karl Pichelbauer in Wiener Neustadt.
bei uns in Stockerau ausgehalten. Ab September wird er bei einem durchaus in Stockerau bekannten Pfarrer Dienst machen. Und weil das eine besondere Pfarre ist, nämlich eine Dompfarre, so wird der Kaplan

Und weil die 2 Jahre in Stockerau so schön waren, gibt es einen Nachfolger als Pfarrpraktikant. Das Pfarrpraktikantenjahr ist das Jahr vor der Diakonweihe. Dann folgt normalerweise ein Jahr Diakon, das wenn alles wie geplant läuft, mit der Priesterweihe endet. Und da es schon möglich ist, dass Sie den "Neuen" gesichtet haben, möchten wir Ihn sich hier vorstellen lassen. Die Kurzform gibt es dann auch im neuen Pfarrblatt Ende August. Aber online Leserinnen und Leser wissen schneller mehr...

Mein Name ist Fredrick Tanson Gbal, und ich stamme aus dem Nordwesten Ghanas. Seit acht Jahren bin ich bereits in Österreich, und seit 2011 gehöre ich dem Wiener Priesterseminar an.
Vor kurzem habe ich mein Theologiestudium abgeschlossen. Das Thema meiner Diplomarbeit ist „Tod und Begräbnis beim Volk der Dagara in Ghana in der Feier der römischen Begräbnisliturgie: ein Ansatz für die Inkulturation“. In dieser Arbeit wurde eine typische Begräbnisfeier der Dagara im Licht der christlichen Begräbnisliturgie untersucht als ein Versuch der Inkulturation. Der Stamm der Dagara ist eine ethnische Gruppe im Nordwesten Ghanas.
Für die Dagara ist das menschliche Leben zutiefst vom Phänomen des Todes geprägt. Der Tod steht nicht
Hier ist Ghana
nur am Ende des Lebens, er ist im Leben präsent in all seinen Phasen. Außerdem beginnt hier auf Erden der Aufbruch in der Welt der Vorfahren, unsere Heimat und das Ziel unserer Sehnsucht. In gewisser Weise beginnt das Sterben mit der Geburt, sofern das Leben wesenhaft sterblich ist und grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt vom Tod verschlungen werden kann. Leben bedeutet Sterben. Daher kann man keine wesentlichen Aussagen über das menschliche Leben machen, ohne das Sterben zu bedenken.

Durch das Engagement der Missionare und auch den Kontakt mit anderen Kulturen ergibt sich innerhalb der Dagara ein Zusammenleben von Christen und Nicht-Christen. Tradition ist bei ihnen, was sie von den Ahnen übernommen haben; anderes ist für sie fremd und nicht akzeptabel. Die Nicht-Christen unter den Dagara betrachten das christliche Begräbnis als unvollkommen und inakzeptabel. Für sie fehlen einige Elemente der Tradition, weshalb sie die Angst haben, dass die Toten nicht in die Welt der Ahnen kommen. Auf der anderen Seite finden die Christen unter den Dagara einige Riten bei der traditionellen Begräbnisfeier als unvereinbar mit dem christlichen Glauben. Daher tun sie sich schwer, an einer solchen teilzunehmen. Das bedeutet oftmals, dass angesichts des Todes in den Familien Konflikte zwischen Christen und Nicht-Christen ausbrechen.

Freilich wurde das Christentum von Fremden in unser Land gebracht, aber im Laufe der Zeit hat es einen Platz in der Gesellschaft gefunden und Einfluss auf das Leben genommen. Mittlerweile ist es selbst ein Teil der Tradition. Angesichts der Schwierigkeiten, die bei Begräbnissen auftreten, stellt sich Frage nach Auswegen. Es braucht ein Aufeinander-Zugehen von beiden Seiten; für die Christen stellt sich die Herausforderung der Inkulturation.

So, jetzt habe ich viel von mir und meinem kulturellen Hintergrund erzählt. Das Thema Inkulturation wird mich weiterhin begleiten, denn ein Praktikumsjahr in Stockerau, bei dem es um Erfahrungen in der Seelsorge geht, wird dann am fruchtbarsten sein, wenn ich ein Stockerauer werde – zumindest ein bisschen. So freue ich mich auf alles Hineinwachsen in die Pfarre und die Begegnungen mit Ihnen. Gott gebe uns dazu seinen Segen.

Ihr Fredrick T. Gbal

Zwei Links zu Wikipedia. Einmal ein paar Infos über das Volk der Daghara und eine "kurze" Aufzählung der über 180 Volksgruppen, die in Ghana leben.

Der Papst im Flugzeug

Wir sehen ja unsere Aufgabe als regionales Medium nicht darin, über die Reisen und Worte des Papstes zu berichten, denn das tun andere in großem Stil und viel besser. Eine gute Quelle sind die  Nachrichten unserer Erzdiözese.

Aber allen Leserinnen und Lesern unseres Magazins empfehlen wir sehr die Mitschrift von der Pressekonferenz am Heimflug von Rio nach Rom. Hier ist der erste Teil und hier der zweite. Sehr authentisch, sehr persönlich, sehr einfach.

Einige (kleine) Teile wurden ja wie immer ausführlich in den Medien berichtet wie  Homosexualität und Frauenpriestertum -  er hat aber zu viel mehr Themen geantwortet.

Sonntag, 4. August 2013

Du Narr..


Kaplan
"Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?", sagt Jesus zu den Menschen seiner Zeit. Und das Thema Reichtum, Vermögen, Habgier stand auch im Mittelpunkt der heutigen
Sonntagspredigt in der Halbzehnuhrmesse, die Kaplan Thomasz Iwandowski mit den Gläubigen gefeiert hat. Wir sind gegen alles versichert, gegen Unfall, gegen Haftung, gegen Unglücke, gegen das Lebensrisiko und doch werden wir eines Tages unerwartet diese Welt verlassen und so gar nichts mitnehmen können. "Jesus sollte eine unserer besten Versicherungspolizzen sein", so schloß Tomasz seine Predigt ab.

Das Thema ist sicher kein Sonderthema unserer Zeit, es gab dies seit die Welt existiert, aber es steht doch gerade 2013 im Fokus unserer Katholischen Kirche, wenn man die vielen Aussagen unseres neuen Papstes Franziskus in den paar Monaten seiner Amntszeit vorüberziehen lässt. Da wird noch allerhand kommen...

Text des Evangeliums:
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Freitag, 2. August 2013

Ein kleines Stockerauer Rätsel

Am Ende einer Straße in Stockerau, ganz nahe einem verborgenen Bach, findet man ein Kunstwerk aus unserer Zeit, ein Werk eines Künstlers mit Stockerauer Herkunft.  Hier sind 3 Bilder.





Wer weiss,
  • am Ende welcher Straße das zu sehen ist
  • wen die Figur darstellt
  • wer sie geschaffen hat
  • welcher Bach sich hier verborgen hält
  • und was dort am 20.Mai 2013 stattgefunden hat?
Viele Fragen, nämlich genau fünf. Ihre Antworten bitte in den Kommentaren. Preise und Auflösung gibt es wegen der Hitze keine.