Donnerstag, 31. Oktober 2013

Firmung 2014

Es ist zu spät, sich anzumelden, denn heute war der letzte Anmeldetag für die Firmung 2014. 98 Fimkandidatinnen und Firmkandidaten haben sich bis heute 16 Uhr angemeldet und freuen sich auf die Firmvorbereitung und die Firmung. Generalvikar Nikolaus Krasa wird die Firmung spenden.

Unser Firmteam im Pfarrhof hat für die Eltern und Firmlinge ein Infoblatt erstellt, das hier zum Herunterladen als PDF vorliegt. Sie interessiert auch, wie so eine Firmvorbereitung und Firmung organisiert ist?
Hier ist das Infoblatt:

Zum Vergrößern wie immer einfach ein click aufs Bild.

Rekord, Rekord...

Am 25. Oktober 2014 hat unser online Pfarrmagazin einen Rekord zu vermelden. Die Seiten wurden an diesem Tag 406 Mal betrachtet. Der normale Wert pro Tag liegt etwa bei 120-180 Zugriffen.

Das freut die Redaktion. Sie dankt unseren Leserinnen und Lesern fürs Interesse. Wenn es Ihnen gefallen sollte, dann empfehlen sie es einfach weiter. Die Mundpropaganda ist noch immer die wirksamste Werbung.

Die meistgelesenen Artikel rund um diese Zeit waren Kathreintanz, Christentum und Islam und  der Artikel zur neuen Truhenorgel.

Aller-Heiligen-Abend in Stockerau

"Das Wort Halloween, in älterer Schreibweise Hallowe’en, ist eine Kontraktion von All Hallows’ Eve  und benennt den "Tag vor Allerheiligen” (wie auch bei Heiligabend, englisch Christmas Eve). Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden Gedächtnis Allerseelen, an dem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken". Das sagt Wikipedia und noch viel mehr.

Unser alpinen Rauhnächte, die alle vor den große Festen liegen, scheinen ja mit den braven und schlimmen  Perchten und den Haustieren, die in dieser Nacht sprechen können, etwas sehr ähnliches zu sein. Halloween kommt übrigens aus dem katholischen Irland und hat als Brauch sozusagen zwei Atlantiküberquerungen hinter sich. Aber es ist da und macht den Kindern Spaß.

Bei uns im Hause waren sie auch und trotz großer Angst und festem Zittern vor den schrecklichen Gestalten ist mir ein fast unverwackeltes Foto gelungen.

(Foto: Flandorfer)

Luther

Was ist am 31. Oktober: Weltspartag, Halloween? Das würden wir vielleicht von einem jungen Menschen heute als Antwort bekommen.

Unsere evangelischen Schwestern und Brüder feiern den Reformationstag. Sie gedenken Martin Luther, der mit seinen 95 Thesen eine Erneuerung der katholischen Kirche wollte, keine Kirchenspaltung. Was Luther am meisten anprangerte war das Geschäft mit der Angst. Sie äußerte sich im Ablasshandel; ein bekannter Spruch eines Bußpredigers der damaligen Zeit lautet
Sobald die Münze im Kasten klingt,
die Seele zum Himmel springt.
Auch heute ist das Geschäft mit der Angst noch weit verbreitet. Unser Glaube und auch unsere Kirche sind dazu da, dem entgegenzuwirken.

(fjb)

Assisi again

Am 30. Oktober gab es auf Einladung unseres Herrn Pfarrers Markus ein Treffen der Assisireisenden vom vergangenen August. Fast alle Teilnehmer waren in den Pfarrsaal gekommen.

Ganz in der Tradition dieser Reise begannen wir mit Gebet und Gesang. Das ist etwas, was sehr schön war und noch bis heute nachklingt.

Natürlich gab es dann auch die obligatorischen Fotos. Dank der heutigen Digitaltechnik wurden sie an die Wand projiziert und liefen durch. So konnte jeder schauen, der wollte, oder sich einfach dem Gespräch mit anderen widmen. Auch ein wirklich schön gemachtes Fotobuch gab es zu bestaunen.

Richtig Erinnerungen austauschen konnten wir dann bei einem gemeinsamen Abendessen, zu dem rasch Tische zusammen gestellt und Spaghetti aufgetischt waren. Und mitgebrachte Mehlspeisen rundeten den Genuss ab.

So ging es lustig bis in die Nacht. In all der guten Laune telefonierten wir dann auch mit der fehlenden Grit und sangen ihr ein Ständchen - Gottes Segen und gute, gute Besserung!

(fjb)




Bildquelle: Franz Bauer

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kinder feiern Gottesdienst

Unser Kinderliturgieteam hat uns wieder erinnert, wann Kindergottesdienste stattfinden:
  • Freitag, 1.11. Allerheiligen - Kindergottesdienst um 9:30 in der Friedhofskapelle
  • Sonntag, 3.11. Kindergottesdienst um 9:30 im Pfarrzentrum
  • Sonntag, 10.11. Familienmesse um 9:30 in der Pfarrkirche

Herzliche Grüße,
das Kinderliturgie-Team

Eine Zipfelmayer'ische Kräuterwanderung

Helene Hufnagel, die "Managerin" unseres Stockerauer Bildungstreffs, schreibt über eine der letzten Veranstaltungen des Stockerauer Bildungstreff der Katholischen Frauenbewegung:

„Im Oktober wurde eine  Kräuterwanderung am Senningbach  veranstaltet. Frau Gerda Zipfelmayer, Dipl. Kräuterpädagogin, die seit kurzem als Beste von ganz Österreich die Prüfung dafür bestanden hat, leitete die sehr informative Wanderung. Danach ging es in das Pfarrzentrum, wo einige vorbereitete Köstlichkeiten und angesetzte Sirupe und Schnäpse verkostet wurden.“


Foto: Hufnagel.
Ein Click aufs Bild läßt die Personen erkennen.

Allerseelengedanken

Wussten Sie, dass...

...die ältesten überlieferten Totenmasken bereits 6.000 Jahre alt sind.
Waren die Totenmasken der Antike genaue Abbildungen, wofür mit Gips
ein Gesichtsabdruck der verstorbenen Person genommen wurde, so waren die Totenmasken im alten Ägypten frei gestaltet, um die Schönheit und Erhabenheit des Verstorbenen hervorzuheben. Der Grund, eine Totenmaske anzufertigen, entstand aus ähnlichen Motiven. Es war der Wunsch, sich an den Verstorbenen besser erinnern zu können, etwas zu behalten, damit der geliebte oder verehrte Mensch auch dann noch unter uns ist, wenn die sterbliche Hülle verfällt.

Für die aktuelle Caritas-Hospizkampagne haben sich prominente Persönlichkeiten für Lebensmasken zur Verfügung gestellt und engagieren sich so für ein Leben in Würde bis zuletzt.

Karl Markovics war einer der ersten, der sich spontan bereit erklärte, bei der Aktion mitzumachen. Seine erste Erfahrung mit dem Tod machte er bereits als Jugendlicher. Der bekannte Schauspieler erzählte von dem Gefühl der Fassungslosigkeit, die der Tod in ihm damals auslöste. Was tun angesichts der Endlichkeit des Lebens? Raubt es uns den Sinn, oder wird unser Leben genau deshalb so kostbar, weil es einzigartig ist?

Monika Böckmann hat uns das aus Caritas & Du – November 2013 zukommen lassen.
Foto: Caritas

Hannah again

Hannah Braunsteiner hat über ihre Eindrücke in Rumänien und Moldawien bereits einen Vortrag bei IHMs gehalten, wir haben ->hier berichtet. Auf vielfachen Wunsch gibt es eine zweite Chance diesen interessanten Vortrag zu sehen:





Dienstag, 29. Oktober 2013

Mercy, Mercy...

So heisst ein Titel von Joe Zawinul, Mercy heisst auch eine Klosterschwester aus Ghana, die dem Orden unseres Klosters in Stockerau angehört, und die zur Zeit im Südsudan arbeitet. Schwester Mercy war am Sonntag der Weltkirche bei uns zu Gast und hat am Nachmittag im Kloster einen Vortrag über ihre Arbeit gehalten.  Was sie erzählt hat, können wir hier leider nicht wiedergeben, aber die Bilder, die sie gezeigt hat, haben wir bekommen und die sprechen für sich..

Zwei Bildserien gibt es zum Anschauen. Hier ist die erste und hier die zweite.

Montag, 28. Oktober 2013

Man nennt sie Model Gottes


Jeden Freitag - schon seit über 20 Jahren - lädt Wieland Backes, ein Talkmaster des deutschen SWR Fernsehens, zu seinem Nachtcafé interessante Gäste zu meist interessanten Themen ein. Diesmal war das Thema "Nur wer glaubt, wird selig". Von den glühenden Befürwortern des Glaubens war neben einem katholischen Bischof, einem Biker-Pastor (er nennt sich so) auch eine junge Frau aus Pakistan, die in Sarleinsbach im Mühlviertel ab ihrem 10 Jahr mit ihren streng Islam-gläubigen Eltern gelebt hat, eine aufregende Geschichte hinter sich hat und 2003 vom Islam zur Katholischen Religion übergetreten ist und in Bayern getauft wurde, in der Sendung zu Gast. Es zahlt sich aus, Sabatina James in Aktion gesehen zu haben - auch wenn sie für mich zu undifferenziert Kritik an ihrer "alten" Religion übt. Hier ist zum Nachschauen im Internet als Video die ganze Talkshow, etwa ab Minute 41 stellt Herr Backes Frau James vor. Aber die ganze Sendung ist zum Thema "Glauben" durchaus sehenwert.

Wer noch weiter von Sabatina James lesen will, kann den ganzen Beitrag von Andreas Unterberger oder den Spiegel Artikel vom katholischen Parade-Spiegeljournalisten Matthias Matussek lesen. Beide sind auch etwas undifferenzierte Fans der jungen Frau. Das mag aber auch an ihrer Feschheit liegen...

Foto Sabatina James: © Wikipedia

Sonntag, 27. Oktober 2013

In diesem Dreiradler steckt Stockerau drin

Unser Arbeitskreis Weltkirche hat die Good Shepherd ("Guter Hirte") Schwestern in Vaigarai (Sri Lanka) mit einer Spende von € 1.000,-- für den Ankauf eines Kabinenrollers ("Dreiradler") unterstützt. Maria Groll hat dieses Projekt, bei Ihrem Aufenthalt in Sri Lanka im letzten Jahr, kennengelernt. Die Good Shepard Schwestern arbeiten hier mit jungen Frauen, die aufgrund des Bürgerkrieges Kriegstraumata erlitten haben . Es wird hier eine entsprechende Unterkunft, Betreuung und auch Ausbildung angeboten.
Anbei das Dankschreiben von Sr. Remoshini Fernanado und ein Foto des Kabinenrollers mit einer Kopie der Kostenaufstellung.

Übersetzung:
An die Missionsgruppe Stockerau, Österreich
Sehr geehrter Herr/Dame!
Wir möchten Ihnen eine großes Danke für Ihren Beitrag zu unserer Mission sagen. Wir haben 990 € bekommen (18.6.2013, Kurs 168,41), der überwiesenen Betrag war 166.475,90 (Sri Lanka Rupien), der Bankauszug ist beigelegt. Wir haben von Missio Belgien 408.000.- Sri Lanka Rupien bekommen, den Rest haben wir von ihrem Geld genommen. Ich lege Ihnen die Rechnung und das Bild vom Dreirad bei. Bitte übermitteln Sie unseren ehrlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.
Herzlichst Schwester Remoshini Fernano


Es gibt auch ein neues Projekt, das an unsere Arbeitsgruppe unter Leitung von Walter Pusch jun. herangetragen wurde. Dazu finden Sie Infos und einige Bilder in einem Album hier. So kann man sich das besser vorstellen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Die ganze Woche

Für die Smartphone Surferinnen und -surfer wieder eine kompakte Version der wichtigsten Termine der nächsten Woche.

  • Sonntag, 27.10.  16 Uhr Messe der polnischen Gemeinde
  • Dienstag 29.10.,  19 Uhr Bildungstreff . Frische Sprossen selbst ziehen
  • Mittwoch 30.10., 19:30 Treffen der Assisireisenden
  • Donnerstag 31.10., 14-16 Uhr - letzter Anmeldungstag zur Firmvorbereitung und um 17:30 Totengedenken am Friedhof Stockerau
  • Freitag 1.11., Allerheiligenfest, 9:30, Festmesse mit dem Kirchenchor unter Beate Kokits und auch um 9:30 Kindergottesdienst in der Friedhofskapelle
  • Samstag 2.11., 9:00 Messe in der Friedhofskapelle und 18:30 Feierliches Requiem für alle Verstorbenen der Pfarre
  • Sonntag 3.11. 9:30 Kindergottesdienst im Pfarrzentrum und 17:00 Orgelkonzert - Orgelphantasien
  • Dienstag 5.11,  18:30 Messe in Unterzögersdorf. Um 19:00 Bildungstreff zum Thema Knödel und 19:30 erster Vortrag der Reihe Kirchenperspektiven, diesmal mit Pfarrer Helmut Schüller zum Thema Reformen der Kirche.

Freitag, 25. Oktober 2013

Wird Limburg in Limburg entschieden?

Nun, wohl nicht ganz, das letzte Wort wird wohl der der Bischof von bzw. in Rom haben. Aber es ist ein hoffnungsvolles Zeichen, wenn derartige Probleme nicht mehr einsam in Rom entschieden werden, sondern transparent einem Untersuchungsteam vor Ort übertragen werden. So stelle ich mir das neu proklamierte Subsidiaritätsprinzip vor, bei dem ein Problem auf unterster Ebene, auf welcher dies möglich ist,  gelöst wird. Ja, das Subsidiaritätsprinzip muss dann auch hier gelten und nicht nur bei Bischofsernennungen.

Das sollten alle bedenken, die von Papst Franziskus eine sofortige und gründliche Entscheidung erwartet haben. Hier ist er seinen Leitlinien treu geblieben.

Das sollten wir auch bedenken und nicht nur, was jetzt viel Geld ist. Auch, wenn 's nicht so breit in den Zeitungen steht.

(fjb)

Das Baby ist da...

Das jüngste Mitglied der Kirchenmusikfamilie ist gestern eingetroffen. Bescheiden und unspektakulär steht die Truhe jetzt in der Kirche und wartet auf die ersten Einsätze. Aber unsere online Kirchengeher können sogar einen Blick hinter die Kulissen, bzw. in das Innere der Truhe werfen. Und bald wird man sie bei den ersten "intimeren" Gottesdiensten in Funktion erleben und erhören können. Freuen Sie sich drauf!
Und jetzt sind Sie Gast beim "Unboxing", wie das im Slang der IT-Freaks im Internet genannt wird, wenn zum ersten Mal das neue Super-Tablet ausgepackt und von allen Seiten betrachtet wird.

Die Truhenorgel ist von der deutschen Orgelbaufirma Jens Steinhoff und hat vier Register (ein paar Erklärungsandeutungen zu den weiter unten verwendeten Bezeichnungen: Bass ist der linke Teil der Tastatur, Diskant der rechte. 8' meint 8 Fuß und gibt die Tonhöhe an. 4' ist z.B. eine Oktav höher als 8').

Gedeckt  8'  (Bass/Diskant getrennt registrierbar)
Principal  8'
Gedeckt  4'  (Bass/Diskant getrennt registrierbar)      
Quint       2 2/3'  (Eine Quint = 5 Ganztöne höher als 4', ein schräger Klang)
Octav      2'



Noch verhüllt mit der Schutzhülle









Enthüllt und mit Strom versorgt (ein "Ventilator" sorgt für den nötigen Wind, der dann durch die Pfeifen pfeift)







Am Schammerl liegt noch das Kabel, die Tastatur ist schon herausgezogen, der Deckel, der auch als Notenständer dient, herausgeklappt.


Ein Blick auf die wunderschönen hölzernen Tasten und links davon die Register, deren vier diese Truhenorgel hat (siehe oben), wobei trickvollerweise die Tastatur gesplittet ist und daher Bass und Diskant unterschiedlich registriert werden kann. Darum gibt es auch 6 Schieber für 4 Register.




Zum Ende noch ein Blick von oben in die Innereien. Man sieht hölzerne und zinnerne Pfeifen und den Unterschied hören Sie erst, wenn Sie nicht nur virtuell die Kirche besuchen...





Islam und Christentum

Schwester Hemma Jaschke vom Kloster St. Koloman hat uns gebeten, für einen sehr interessanten Abend der Begegnung Christentum - Islam  die Werbetrommel zu rühren.

Jugend im Islam und im Christentum heisst der Titel und der Veranstaltungsort ist die Moschee im 11. Wiener Bezirk in der Sonnleithnergasse 20. Die Veranstaltung beginnt am 8. November um 18:30. Vorher gibt es die Möglichkeit um 17:53 das Gebet in der Moschee mitzuverfolgen.

Links sehen Sie das Plakat, das man mit einem Klick aufs Bild lesbar machen kann.

Vortragende sind Ibrahim Olgun und Aiman Morad, zwei islamische Religionslehrer, der Steyler Missionar Pater Franz Helm und Stefan Frühwald vom Weltdorf St. Gabriel.


Donnerstag, 24. Oktober 2013

My Fair Lady - Vorankündigung

Ernst Rehberger, Professor am Stockerauer Gymnasium und Mastermind der fast schon traditionellen Theateraufführungen, hat uns um Werbung für das aktuelle Stück ersucht, das im Jänner 2014 im Pfarrsaal aufgeführt wird. Machen wir gerne, hier sind die Informationen. Wenn Sie auf das - auch von der Schülerinnen und Schülern selbst produzierte - Plakat klicken, dann können Sie auch ohne Mikroskop die Informationen lesen.

„My Fair Lady“ im Pfarrzentrum Stockerau- Die Pfarrzentrumsbühne wird  zu den Brettern, die  die Welt bedeuten
Ende Jänner steht heuer ein besonderes Gustostückerl des Musiktheaters am Programm. Die SchülerInnen des B G Stockerau spielen  Frederick Loewes „My Fair Lady“ in der Wiener Fassung von Gerhard Bronner -alle Rollen mit Ausnahme des alten Doolittle werden von den Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 verkörpert.  Im Gymnasium wird bereits heftig geprobt, viele Eltern helfen mit.  Vom Bühnenbild über die Requisiten, die Plakate und z.T. auch Kostüme wird alles von den SchülerInnen  angefertigt.

Kartenvorverkauf:  Raika Stockerau
Kartenpreise:  7€ Kind und 14€ Erwachsene
Aufführungstermine: Mo 27.01. 2014, Di 28.01.2014, Mi 29.01.2014, Do 30.01. 2014
Beginn: jeweils 18.30
Ort: r.k. Pfarrzentrum Stockerau
Kirchenplatz 3
2000 Stockerau

Der Reinerlös kommt einerseits SchülerInnen des BG Stockerau in besonders schwierigen Situationen zugute und wird andererseits für eine Kulturreise aller Mitwirkenden am Schulschluss verwendet.

Soweit der Text von Ernst Rehberger. Ein bisschen Reinhören gefällig? Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem alten Film aus 1964 und zwar das "Just You wait, Henry Higgins (Warts nur ab, Henry Higgins)" im englischen Original-Slang.

Mehr zu den Hör-Wegen am Freitag

Wie schon berichtet, findet am Freitag, 25. Oktober um 20 Uhr wieder ein Hör-Weg zu Gott in unserer Pfarrkirche statt. Herbert Lauermann hat uns zur Vorbereitung eine Einführung zur ausgewählten Musik geschickt. Kommen Sie und hören Sie sich diesen innovativen Abend im meditativen Kirchenraum an.  Hier ist der link zum Programm.

G. Depardieu  als Marais im Film
Marin Marais (1656-1728)

Les Voix Humaines
(Menschliche Stimmen)
aus den Pièces de viole für 1 bis 2 Gamben
2.Buch (1701)


Marin Marais wurde als Sohn des Schuhmachers Vincent Marais in bescheidenen Verhältnissen in Paris geboren. Wahrscheinlich hatte Marais schon als Schüler das Spiel auf der Viola da gamba, eines, dem Cello ähnlichen Streichinstruments, erlernt und wurde ab 1672 von dem berühmtesten Gambenspieler seiner Zeit, Monsieur de Sainte-Colombe, unterrichtet.
Über Marais’ Unterricht bei Sainte-Colombe schrieb man: „Bekanntlich war Sainte-Colombe Marais Lehrer; doch als er nach sechs Monaten bemerkte, dass sein Schüler ihn übertreffen könnte, sagte er ihm, er könne ihm nichts mehr beibringen. Marais, der die Gambe leidenschaftlich liebte, wollte jedoch vom Wissen des Meisters weiterhin profitieren, um sich auf dem Instrument zu vervollkommnen; da er Zutritt zu seinem Haus hatte, nutzte er die Zeit im Sommer, wenn Sainte-Colombe in seinem Garten war und sich in einer kleinen Holzhütte einschloss, die er sich in den Ästen eines Maulbeerbaumes errichtet hatte, um dort ruhiger und angenehmer Gambe spielen zu können. Marais schlich sich unter diese Hütte; er hörte dort seinen Lehrer und lernte so von seiner Kunst.....“

Ab 1676 spielte Marais auch in der Kapelle von König Ludwig XIV.; Jean-Baptiste Lully, dessen Hofkapellmeister, hatte seine Aufnahme befürwortet.
Von Lully hochgeschätzt, war Marais auch später an den Aufführungen aller großen Opern Lullys beteiligt und vertrat Lully sogar als Dirigent. Marais hat sich als Kompositionsschüler Lullys betrachtet und ihm voller Dankbarkeit den 1. Band seiner Pièces de viole (1686) gewidmet.
1679 wurde Marais Sologambist der Königlichen Kammermusik. Es gehörte zu seinen Aufgaben, dem König regelmäßig auf der Gambe vorzuspielen. 1685 wurde er Mitglied im Orchester der Académie royale de musique.

In dieser Zeit verbreitete sich der Ruhm Marais als hervorragender Gambist und Komponist.
1686 gab Marais sein Debüt als Hofkomponist in Versailles. Auf Empfehlung des Königs wurde Marais 1705 zum Leiter des Orchesters der Académie royale de musique ernannt.
Im Alter zog sich Marais immer mehr zurück und widmete sich vor allem der Herausgabe seiner Werke.
Das dunkle, ernst-besinnliche Stück „Les Voix Humaines“ ist der vorletzte Teil der 3.Suite aus dem 2. Buch seiner Pièces de viole (Stücke für Viola da Gamba) aus dem Jahr 1701.
Marin Marais ist auch die zentrale Figur des berühmten Films Die siebente Saite (1991) von Alain Corneau, dargestellt von Gérard Depardieu.

Zum Einhören ein Stück von Marais aus Youtube.

(Foto: Film - die siebente Saite)

Pfarrgemeinderäte Treffen

Bischofsvikar Turnovsky, Dechanten Beranek, Tanzer, Majka
Dienstag den 22. Oktober fand das große Pfarrgemeinderäte-Treffen mit dem Bischofsvikar des Vikariates Nord, Weihbischof Stephan Turnovszky, statt. Etwa 250 Pfarrgemeinderätinnen und -räte aus den Dekanaten Stockerau, Korneuburg und Großweikersdorf trafen sich in Stockerau. Der erste Teil fand in der Stadtpfarrkirche statt, um in einem feierlichen Abendlob den lieben Gott um seinen Beistand für ihr Amt zu bitten.

Dann ging es im Pfarrsaal weiter. Dieser war randvoll, schnell waren Sessel auf der Bühne aufgestellt und damit weitere Plätze geschaffen.

Die Pfarrgemeinderäte im Pfarrsaal
Thematisch ging es um den Diözesanen Erneuerungsprozess APG 2.1. Dieser war vorige Woche bei der Diözesanversammlung im Stephansdom Thema, nun sollen alle PGR - und damit in Folge hoffentlich alle Pfarrgemeinden - auf den aktuellen Stand gebracht werden. Wie Weihbischof Turnovski in seinem Referat einleitend sagte: Information vom Bischofsvikar aus erster Hand, weil sonst Vermutungen und Gerüchte die Runde machen und zu Verunsicherung führen.

Im etwa halbstündigen Referat ging es dann um Ursache und Anlass für die Erneuerung. Es müssen Antworten gefunden werden darauf, dass die Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation nicht
Dechanten Tanzer, Majka, Beranek, Bischofsvikar Turnovsky,
Pastoralmatsleiterin Prüller-Jagenteufel
mehr selbstverständlich ist, dass die Menschen heute flexibler (und wählerischer) sind, dass der Messbesuch am Sonntag nicht mehr selbstverständlich ist, u.s.w. Der Herr Kardinal habe nur wenige Vorgaben gemacht, hauptsächlich, dass es ein geistlicher Prozess sein soll. Bis jetzt wurden vom Steuerungsteam die Leitlinien erarbeitet, Sie können diese  >hier nachlesen. In der Umsetzung wurde erkannt, dass die Situation in Wien anders ist als in unserem Vikariat. So gibt es bereits Pfarrverbände, in denen die einzelnen Pfarren eigenständig sind. Schließlich stellte Weihbischof Turnovsky noch den Fahrplan für das Vikariat Nord für das nächste Jahr dar, Sie finden diesen weiter unten.

Gut, dass es die Bühne als Reserve gibt
In einem weiteren, etwas kompakteren Referat ergänztete die Leiterin des Pastoralamts, Frau Veronika Prüller-Jagenteufel weitere Aspekte, speziell aus Sicht der Steuerungsgruppe.

Im "Offenen Mikrofon" konnten die PGRs ihre Anliegen und Fragen einbringen. Diese wurden in drei Gruppen geteilt, für jede Gruppe gab es Kärtchen in verschiedenen Farben:

  • Kritische Fragen (rote Karte)
  • Was bisher noch nicht bzw. zu wenig betrachtet wurde (gelbe Karte)
  • Positive Anregungen (grüne Karte)

Wer beim Mikrofon nicht dran kam konnte seine Fragen auf die Karten schreiben. Diese wurden in Körben eingesammelt und werden noch ausgewertet.

Der weiterer Fahrplan bei der Umsetzung in unserem Vikariat Nord sieht folgendermaßen aus:






Aktuelle Landkarte des Vikariats


Das Vikariat Nord hat 4 Regionen mit ingesamt 16 Dekanaten und darin 275 Pfarren. 242.959 (2011) Katholiken leben in diesen Pfarren. Das sind im Durchschnitt 838 Katholiken je Pfarre. Es gibt aber neben einigen großen Pfarren (wie Stockerau) auch sehr viele sehr kleine (wie Haselbach). Um das genauer zu bewerten, läuft ja das große Strukturreformprojekt der Erzdiözese Wien.




Fotos: Bauer,Flandorfer / Pfarre Stockerau

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Caritas - Trauer-Spaziergang

Monika Böckmann, im Pfarrgemeinderat für das Thema Caritas zuständig, hat uns dankenswerter Weise auf folgendes novemberliche Caritas-Angebot aufmerksam gemacht:


Freitag, 15. November
„Park der Ruhe und Kraft" - Zentralfriedhof

Treffpunkt: 13 Uhr 30, Endstation U3 Simmering, Aufgang Richtung Linie 6
Wir fahren gemeinsam mit der Linie 6 bis zum Zentralfriedhof, 3. Tor. Dort befindet sich der Eingang zum Park.


  • Die reine Gehzeit der Spaziergänge beträgt 1 ½ bis 2 Stunden im gemütlichen Tempo und enthält nur geringe Steigungen
  • Wir werden zum Abschluss in ein Kaffeehaus einkehren
  • Die Caritas der Erzdiözese Wien kommt für Schäden nicht auf und übernimmt keine Haftung – die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr
  • Bei jedem Spaziergang werden wir unserer Verstorbenen gedenken

Auskunft und Anmeldung

Dr.in Eva Feichtinger: 0699 -116 629 75
Hannelore Trauner-Pröstler: 0664 - 842 94 74
oder im Büro der PfarrCaritas: 01- 515 52 3678

Kontaktstelle Trauer der Caritas der Erzdiözese Wien 

kontaktstelletrauer@caritas-wien.at
www.pfarrcaritas.at

Caritas Erzdiözese Wien

www.caritas-wien.at



Dienstag, 22. Oktober 2013

Leib und Seele

Foto: M. Plattner
Unser Pfarrteam ist ja hauptsächlich mit der Seelsorge beschäftigt. Wir haben es aber dabei beobachtet, wie es sich Dingen des Leibes - konkret dem Thema Kaffeezubereitung - widmet. Und zwar auch nicht, indem es einfach Kaffee macht, sondern bei der "Heilung" oder "Leibsorge" der alten Kaffeemaschine im neuen Pfarrbüro, die nicht mehr funktionierte. Geri Braunsteiner, Pastoralassistent,  war offensichtlich der "Leibsorger", Hedi Grosschopf, unsere Pfarrsekretärin,  die "Leibsorgehelferin".

Ob die Operation gelungen ist, wissen wir nicht. Das Operationswerkzeug macht aber Eindruck.

Montag, 21. Oktober 2013

Diözesanversammlung aus Stockerauer Sicht

Nach dem Bericht von Monika Böckmann hier ein weiterer Bericht zur Diözesanversammlung von Franz Bauer. Diese Diversität bei den Berichten kann schon unterschiedliche Blickwinkel und Schwerpunkte ergeben und ist ein Zeichen der Pluralität unserer Kirche.

Die dreitägige Diözesankonferenz ging am Samstag mittags mit einer Sendungsmesse im Stephansdom zu Ende. Es waren drei Tage voll mit gemeinsamen Gebet, Gesang, Eucharistie, Treffen in Arbeitsgruppen, Präsentationen, Vorträgen, Austausch in den Pausen usw.

Unsere Pfarre war diesmal mit einem großen Team vertreten: Neben Pfarrer Markus Beranek und Kaplan Tomasz Iwandowski nahmen auch Karl Hochfelsner, Sigi Braunsteiner, Monika Böckmann, Stefanie Jungmayer und Franz Bauer, sowie Praktikant Fredrick Tanson Gbal und PA Alois Fischer teil. Steffi konnte leider nicht die ganze Zeit dabei sein, galt es doch seitens der kj den am Samstag stattfindenden Kathreintanz vorzubereiten. Und Tomasz musste am Freitag und Samstag in die Schule gehen, Schulschwänzen ist da wohl nicht möglich.

Wir haben viele Bekannte getroffen, etwa unsere ehemaligen Stadtpfarrer Matthias Roch und Karl Pichlbauer, die ehemaligen Kapläne Clemens Beirer, Adi Valenta, Moritz Schönauer, Peter Fiala oder den ehemaligen Pastoralassistenten Franz Stastni.

Wenn Kardinal Schönborn bei seiner Begrüßungsrede den Satz zitierte "Ich weiß zwar nicht die Lösung, aber ich bewundere das Problem", dann war von Anfang an klar, die Sache wird mit der nötigen Gelassenheit angegangen. Er sagte an anderer Stelle aber auch "Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit" und darauf folgten die aktuellen statistischen Zahlen, basierend auf den Zählsonntagen (Stockerau konnte wohl keine repräsentative Zahl beisteuern, es war gerade Fernsehmesse).

Am Abend des Donnerstag gab es eine Podiumsdiskussion, bei der unser Pfarrer Markus Beranek als Vertreter der Priesterschaft teilnahm. Offen sprach er über seine Situation und Perspektiven. Der Entwicklungsprozess bedeutet Umbruch und Bewegung, sinnbildlich ein Leben im Wohnwagen. Wenn man bedenkt, dass dieser Prozess sicher 30 Jahre dauern wird, so kann man schon ausmalen, wie er in Pension gehen wird.

Am Freitag vormittag gab es Arbeitsgruppen zu 20 bis 30 Personen, bei 1500 Delegierten eine beachtliche Anzahl an Gruppen. Leitfaden war die Stelle aus APG, bei der Paulus vor Malta Schiffbruch erlitt (Apg 27). Die Fragen dazu versuchten die Bedeutung für die heutige Situation anzuregen: "Wie lernen wir in der Schule des Meisters das Kirche sein?". Die Ergebnisse wurden am Nachmittag präsentiert. Danach kam das große Impulsreferat von Kardinal Schönborn. Am Abend kamen beim Taufbecken verschiedene Gruppierungen und Aktionen zu Wort. Sie erzählten, welche Schritte sie schon gemacht haben und wo ein sichtbares Zeichen der Hoffnung gesetzt werden konnte.

Am Samstag vormittag ging es um das Thema "Wie geht es weiter?". Dies wurde von den drei Bischofsvikaren,  der Leiterin des Pastoralamtes Veronika Prüller Jagenteufel, weiteren Mitgliedern des Leitungsteams und schließlich von Kardinal Schönborn dargestellt (Sie können das nachlesen, die Links finden Sie unten).

In seinem Impulsreferat zur Sicht von außen ("ich bin ein Taufscheinchrist") brachte der ehemalige ZIB Moderator Gerald Gross Impule aus der Werbeindustrie ein. Die Kirche als eine 2000 jährige Marke mit dem Kreuz als Logo sei von unschätzbarem Wert. Ausgehend von der Marke Miele zeigte er, dass es wichtig ist, eine Marke so zu positionieren, dass ihre Werte fest assoziiert sind. Jetzt, wo die Werte Robustheit und Langlebigkeit auch auf andere Marken zutrifft, hat Miele durch sein Service trotzdem eine klare Spitzenstellung. Kann man bei der Kirche auch so einfach den Service anrufen? Anhand der Marke Sturbucks zeigte Gross, wie wichtig es ist, bei seinem Geschäft den Menschen in den (Werbe-) Mittelpunkt zu stellen ("we are not in the coffee business, serving people, but we are in the people business, serving with coffee") - people, dieses Thema müssen wir auch in der Kirche zentral sehen. Und anhand der Automarke Mini, bei der nach einem Service der Kleber "We 've missed you" am Steuer vorzufinden ist, zeigte er, dass diese Botschaft auch der Kirche gut tut.

Der folgende Impuls von Pater Elmar Mitterstieler zum gemeinsamen Priestertum aller (wirklich aller) war den Stockerauer PGR bereits bestens vertraut, referierte Pater Mitterstieler doch bei der letzten Pfarrgemeinderats-Klausur über dieses Thema - eines der Fundamente unseres Glaubens. Jedenfalls konnte man beim humorvollen Vortrag von Herrn Gross das Lachen von hinten bis vor in die erste Reihe hören, während man beim Impuls von Pater Mitterstieler - nach einer kurzen Einschwingphase - eine Stecknadel fallen hätte hören können, nicht nur in der ersten Reihe, sondern bis zur letzten Reihe.

Von Kardinal Schönborn kam auch die Ankündigung, dass nach dem Jahr des Glaubens ein Jahr des Gebets folgen soll - Motto "Einfach beten".

Unbedingt erwähnt werden muss die hervorragende Musik! Einmalig frisch und lebendig, aber auch mit sehr viel Fingerspitzengefühl, wie etwa beim Abschluss der Anbetungen. Einige Lieder sollten wir in unser Liederbuch übernehmen.

Bilder zur Diözesanversammlung finden Sie hier
-> Fotogalerie der Erzdiözese. (Bilderrätsel "Wie viele Stockerauer finden Sie auf dem Bild", etwa bei den Fotos von 'Der erste Abend' oder von 'Sendungsgottesdienst').

Diverse Artikel zum Thema finden Sie unter Link Erzdiözese.

(fjb)

Heissa Kathreinerle...

 Am Samstag, dem 19. Oktober war wieder der traditionelle Kathreintanz, diesmal eher ein Paul-Tanz, weil er wegen einem im November ausgebuchten Z2000 so früh stattfinden musste.  Karl Trabauer und Franz Bauer waren dabei und haben uns einige Fotos mitgebracht, die Sie hier betrachten können.  Unsere Jugend hat ihre Fotos hier in Facebook gesammelt.
Ein Bericht über den Abend erwarten wir in Kürze. Stay tuned...

Träumen wir das Unmögliche und schaffen das Mögliche

Monika Böckmann, die mit einigen anderen Stockerauerinnen und Stockerauern bei der 4. Diözesanversammlung dabei war, sandte uns folgenden Bericht:

Foto: Erzdiözese
Gerufen in die Schule des Meisters APG 2.1, dem sind in der Zeit vom 17. bis 19. Oktober 2013 Delegierte aus drei Vikariaten NÖ Nord, NÖ Süd und Wien gefolgt. 

Es waren sehr beeindruckende Tage, die gefüllt waren mit Gebetszeiten, wunderbaren Gesängen von Chören unterstützt, Messfeiern und einem schönen Miteinander. Hören, Austausch und offenes Mikrophon. Viele Gelegenheiten von dem zu erzählen was den Menschen im Herzen brennt. Viel Neues, das seit der letzten Diözesanversammlung in den verschiedenen Pfarren möglich war, gab es zu berichten. Auch Vorhaben die bedauerlicherweise nicht gelungen sind wurden ausgesprochen.

Am Freitag wurden Teile der Kapitel APG 27 und 28 Paulus’ Schiffsreise nach Rom, “Aufbrechen“ bis „Auftrag erfüllt“ besprochen.  1223 Personen in Gruppen aufgeteilt (54 % Männer und 46 % Frauen) haben sich über dieses Thema Gedanken gemacht und überlegt, was das heute für uns bedeutet.

Einige wenige Aussagen hier...
  • Habt Mut Gottes Botschaft ankommen zu lassen
  • Ballast abwerfen
  • Glaube ist ein großer Schatz, dafür sollte es ein „Artenschutzprogramm“ geben
  • Neuer Umgang mit unseren „Schiffbrüchigen“
  • Wir müssen den Menschen entgegen kommen
Zu trennen ist jedenfalls die Strukturreform, deren Themen ausschließlich die Gremien behandeln. Für die Entwicklung der Kirche jedoch sind alle Gläubigen angesprochen ihren Beitrag zu leisten, aber wie können sie dem gerecht werden?

Sind wir eine einladende Kirche? Sind wir anziehend? Also wie soll das gehen? „Schau einfach ins Buch“ diesen Tipp bekam der Wiener Bischofsvikar von einem kleinen Buben. Ist dieser Hinweis nicht auch für uns eine Möglichkeit – ja, vielleicht sogar eine Ermahnung - uns mehr vom Evangelium inspirieren zu lassen? Unser Leben ganz unter dem Wort Gottes stellen ist eines der Kernanliegen dieses Diözesanprozesses. Der Herr sagt „geht hinaus, die Ernte ist groß“. Pater Elmar Mitterstieler SJ wies eindringlich auf das gemeinsame Priestertum hin, denn durch die Taufe sind wir alle Geweihte.

Zu guter letzt: Wir Christen haben das stärkste Logo, das Kreuz und das seit mehr als 2000 Jahren!

Monika Böckmann
20.10.2013


PS.: Das Zitat vom "Logo" ist von Gerald Gross (ehemal. ORF/ZIB Mitarbeiter)

Sonntag, 20. Oktober 2013

Kinderallerheiligen

Das Kinderliturgieteam hat uns folgende Erinnerungen geschickt: 
  • Freitag, 1.11. Allerheiligen - Kindergottesdienst um 9:30 in der Friedhofskapelle
  • Sonntag, 3.11. Kindergottesdienst um 9:30 im Pfarrzentrum

Die Welt ändert sich...

Und wir mit ihr, heißt es. Darum ein Hinweis auf eine Neuerung in unserem PfarrWeb. Wie Sie einem Artikel zum einjährigen Baby entnehmen konnten - falls Sie sehr genau gelesen haben - gibt es einen Plan, das bereits "uralte" PfarrWeb zu erneuern. Dabei wird auch die gewohnte Galerie in dieser Form nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher beginnen wir schrittweise, die Galerie auf ein neues Medium zu bringen. Im Artikel zum Weltkirchensonntag fanden Sie bereits den link zu einem Album in der neuen Form. Damit Sie auch ohne Suche nach Artikeln, die Links zu Alben finden, gibt es einen neuen "Reiter" in diesem online Pfarrmagazin. Er heisst Fotos und sammelt alle Alben.


Katholische Pfarre Stockerau international


Am Sonntag, 20.10.2013 feierte Stockerau bei der Hlabzehnuhrmesse auch den Sonntag der Weltkirche oder auch Weltmissionssonntag genannt. Unser Weltkircheteam mit Walter Pusch jun. an der Spitze hatte wieder einen ereignisreichen Gottesdienst vorbereitet. Geleitet von Kaplan Tomasz, musikalisch begleitet von den schwungvollen Rhyt.Mix mit der Rückenwindmesse predigte unser Pfarrpraktikant aus Ghana Fredrick. Die Fürbitten waren speziell den Bitten für die Kirche in der Welt, für die Flüchtlinge, für die, die in eine zerstörte Heimat zurückkehren gewidmet und auch die Gabenprozession war besonders gestaltet. Zum Schluß sprach Schwester Mercy aus Ghana, vom Englischen ins Deutsche übersetzt von Schwester Christa Petra, zu den Gläubigen über ihre Arbeit im Südsudan, einem Land das vom jahrzehntelangen Krieg traumatisiert ist. Schwester Mercy fährt im Südsudan mit dem Geländewagen, den auch Stockerau mitgesponsert hat und dankte allen Gönnern hier für Spenden und Gebet. Anschliessend überreichte sie unserem Pfarrer eine Holzplastik, die afrikanische Frau, die besonders unter den Traumatas nach den Kriegen und Verfolgungen leidet.

Parallel zum Erwachsenengottesdienst gestaltete unser Kinderliturgieteam einen Kindergottesdienst im Pfarrzentrum.


Hier gibt es mehr Bilder vom heutigen Sonntag der Weltkirche.




Fotos: Flandorfer

Samstag, 19. Oktober 2013

Korrekturen...



Für alles, die schon den Beitrag über die ganze Woche oder den Verlautbarungszettel gelesen haben:
  1. Veronika Küssel ist krank geworden. Deswegen ist die offene Ateliertüre auch morgen Sonntag zu.
  2. Der Vortrag der Schwester Mercy im Kloster findet morgen, Sonntag 20.10, um 15 Uhr statt. In den Verlautbarungen ist irrtümlich der 26.10 angegeben.

Die ganze Woche

Es ist wieder viel los in der katholischen Pfarrgemeinde Stockerau. Hier eine kompakte Zusammenfassung für die nächste Woche:
  • Heute, Samstag 19.10 ist von 14-18 Uhr Tag der offenen Ateliertüre mit einer Ausstellung von Veronika Küssel (im Medidationsraum, oberhalb der Anbetungskapelle) - wegen Krankheit der Künstlerin abgesagt.
  • Auch heute ist ab 20 Uhr der Kathreintanz im Z2000. Karten gibt es noch an der Abendkasse.
  • Am Sonntag (20.10.) ist Sonntag der Weltkirche. Die 9:30  Messe gestaltetn die Ryth.Mix mit der Rückenwindmesse. Hier singt das Titellied der Komponist selbst. Zur selben Zeit ist der Kindergottesdienst im Pfarrzentrum.  Um 15:00 erzählt Schwester Mercy vom Orden des Klosters St. Koloman im Kloster St. Koloman über ihre Arbeit im Südsudan.
  • Montag 21.10. ist um 19 Uhr der Runde Tisch Liturgie im Pfarrzentrum. Es geht um die Gestaltung von Allerheiligen und Allerseelen. Reden Sie mit!
  • Dienstag, 22.10. ist um 19 Uhr das Treffen der PfarrgemeinderätInnen des Dekanates Stockerau. Bischofsvikar Stefan Turnovszky ruft sie zusammen.
  • Donnerstag, 24.10. ruft Ulli Bixa um m19:00 zu den herbstlichen Kreistänzen (10€ Beitrag).
  • Für Freitag, 25.6. um 20 Uhr (Kirche)  hat Herbert Lauermann wieder ein Musikprogramm für die Hörwege zu Gott zusammengestellt. Predigen wird Geri Braunsteiner.
  • Samstag, 26.10. ist der Nationalfeiertag.
  • Am Sonntag, 27.10. ist erstmals die Messe der polnischen Gemeinde im 16:00 in der Kirche
Eine Vorankündigung, da es der erste Vortrag einer neuen Serie Kirchenperspektiven ist.
Mag. Helmut Schüller vermittelt uns sein Bild von Reformen der Kirche am Dienstag, dem 5. November um 19:30 im Pfarrsaal.


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Phantasie beim Orgeln

Am Sonntag, den 3. November, spielt Johannes Lenius um 17 Uhr - man kann jetzt schon sagen "wieder" - ein Orgelkonzert mit dem Titel Orgelphantasien. Und bald wird auch das neue Orgelpositiv unsere Kirche schmücken und die Gottedienstbesucherinnen und -besucher mit neuen Klängen erfreuen. Man darf sich schon freuen...


Notfallnummern

Eine originelle Idee der evangelischen Kirche haben wir in Google+ und Facebook gefunden. Eine Liste der Notfallnummern für verschiedene Notsituationen.


Für eine Erste Hilfe hier die Links zu den Stellen (Bibelserver, Einheitsübersetzung):
Johannes 14, Psalm 51, Matthäus 6,9-16, Psalm 90, Psalm 23, 1. Korinther 13, Psalm 27, Johannes 15, Psalm 91, Hebräer 11, Römer 12

Das Baby ist ein Jahr alt

Am Mittwoch, dem 17. Oktober 2012 erschien der erste Artikel in diesem online Pfarrmagazin, das Franz Bauer und ich damals in die Welt gesetzt hatten.


454 Artikel gibt es bis heute in diesem Weblog der Pfarre Stockerau, das sind 1,2 pro Tag. 30.218 Mal wurden die Seiten aufgerufen. Das sind 83 Aufrufe pro Tag. An geschäftigen Tagen waren es auch über 200 Zugriffe. Sicher eine gute Gelegenheit für mich persönlich, darüber gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser zu sinnieren.

Die Idee

Die ursprüngliche Idee war, die langen Zeiträume von 3 Monaten, in denen das Pfarrblatt ein wenig über das Leben unserer Pfarrgemeinde berichtet, mit aktuellen Meldungen zu füllen, Schnellbahnfahrerinnen und Wartezimmersitzern neben den Millionen Quellen auch etwas aus dem katholischen Stockerau auf ihrem Smartphone gut lesbar anzubieten, mit einem wesentlich einfacheren Werkzeug eine Gruppe von Autorinnen und Autoren aus der Pfarre anzulocken und auch in einen Dialog mit den Lesern zu treten, indem die Artikel und Kommentare im Weblog und in social media Plattformen wie Google+  kommentiert werden können.

Was ist gelungen? 

Für ein lokales Medium ist die Zahl der Leserinnen und Leser gar nicht schlecht. Was erstaunt ist der relativ große Anteil (ca. 20-25%) der nicht österreichischen Zugriffe. Die Anzahl von Vereinen, Parteien und mit einer Pfarre vergleichbaren Organisationen in Stockerau, die so ein Weblogs mit Beiträgen über ihre Gemeinschaft bieten, ist auch für Einarmige abzählbar. Daher ist schon ein wenig Pionierarbeit bezogen auf unser Stockerau getan worden.
Schnellbahnfahrerinnen und Wartezimmersitzer, die ihr schnuckeliges Smartphone oder ein Tablet zum Lesen nützen, liegen noch immer bei mageren 10%, was auch auf die Alterstruktur unseres Publikums rückschließen lässt. Die "Digital Natives - die Netz-Ur-Bewohner" interessiert unser Angebot eher nicht. Hier heißt es nachzudenken, wie man das ändern kann.
Der Verlockung, als Autor aufzutreten, haben doch die meisten widerstehen können. Abgezählt gibt es 3 Autoren: mich selber, Franz Bauer und in kleinen Dosen Geri Braunsteiner. Allerdings gibt es doch einige, auch abzählbare Zulieferantinnen und Zulieferanten von Inhalten (Texte und Fotos), bei denen wir Autoren der Mini-Redaktion  uns besonders herzlich bedanken möchten. Bitte weitermachen.
79 Kommentare im Jahr von etwa in Summe 15 verschiedenen, teilweise anonymen Menschen zeugen von nicht übertriebener Lust am Dialog. Es liegt aber sicher auch daran, dass nur wenige Artikel oder Kommentare zu Artikeln inhaltlich zu großen Diskussionen herausfordern. Auch das ist ein Thema zum Nachdenken.

Das klingt frustriert? 

Ist es aber nicht, sondern es macht mir persönlich viel Freude, Ihnen die Pfarre und das, was sie bewegt, und damit (hoffentlich!) ein Stück Evangelium  nahezubringen. Aber es kann nur ein Anfang sein, denn die Welt des Netzes, die Teil unserer Welt ist,  ist schon viel weiter. Viele hundert Jahre - es ist aber schon lange her - hat die Kirche an der vordersten Front der damaligen "Technologie" mitgemischt, um ihr Anliegen in die Welt hinauszutragen, denken Sie an die Pioniertaten der Klöster oder an den Buchdruck. Die Kirche hätte auch 1990 in jedem Pfarrhof  flächendeckend Internetcafes einrichten können und fest ein Bestandteil der Netzwelt und ein Treffpunkt der NetzbürgerInnen von Anbeginn sein können, aber von solchen "verrückten Ideen" war sie weit weg - und ist sie auch heute, auch wenn es schöne Internetseiten der Diözesen und vereinzelt katholische und evangelische Freaks gibt.
Das Aggiornamiento - die Anpassung der Kirche an die Welt von Heute-, das Johannes XXIII ins Konzil hineingetragen hat, ist ein kompliziertes Unterfangen, aber es wird schon.

Was könnte die Zukunft bringen? 

Ich bin sicher, dass dieses Thema des Dialoges mit den Netzbürgerinnen und -bürgern auch Inhalt des Gemeinde-Erneuerungs-Projektes sein wird. Unsere traditionelle Homepage ist auch schon in die Jahre gekommen und ist viel zu umfangreich, daher schwer zu warten und im wesentlichen statisch. Überlegungen zu Neuerungen diskutieren wir schon. Eine Google+ Seite der Pfarre gibt es bereits, die automatisch die Artikel des Weblogs zeigt,  und es gibt auch 136 Leute und Pfarren, die unseren Informationen über diese Platform folgen bis zu einem Missionar in Bolivien. Einen sehr lebendigen Auftritt in Facebook gibt es von unserer Katholischen Jugend und von Zeit zu Zeit poste ich Hinweise auf interessante Artikel und Veranstaltungen z.B. in der Facebook Seite "Zuhause in Stockerau", die immerhin 1756 Leuten "gefällt". Von der Nutzung von interaktivem Video, z.B. als Übertragung von Gottesdiensten aller Art oder als Erweiterung von Diskussionsveranstaltungen, wie unser "fragwürdig" - wie es aufwandsarm z.B. als Hangout on Air bereits vielfach "draussen in der Welt" verwendet wird, sind wir noch weit weg. Und vieles andere könnte man auch angehen, um unsere Stimme der Verkündigung zu verstärken.

Vielleicht braucht unsere Kirche auch einen neuen Franziskus? Zu Franziskus sagte Gott:  "Baue meine Kirche wieder auf". Franziskus hat damals Ziegel und Mörtel genommen und die Kirche in Assisi renoviert, bis er gemerkt hat, dass da eine andere, nämlich die Kirche von damals im übertragenen Sinn gemeint war und das kann heute auch die Kirche in der Welt sein, die durch neue Technologien sehr verändert und erweitert ist, und wo noch einiges für den Kirchenbau möglich ist.

Und so lohnt es sich, sich auch als Pensionist dieser Themen anzunehmen. Und das mache ich mit großer Freude. Zeit braucht man nämlich auch dafür, um ein erst einjähriges plapperndes Baby zu einem Volksschulkind zu "erziehen".

 (Bild Torte: www.wir-in-weinaehr.de)

PS.: Sie haben bestimmt bemerkt, dass es unterschiedliche Autoren bei den Artikeln gibt (siehe "Eingestellt von ..."). Ein Artikel  von "Katholische Pfarre Stockerau" versucht, als Pfarre zu sprechen, und wird von verschiedenen Autoren verfasst. Ein Artikel, der wie dieser mit dem Namen eines Menschen gezeichnet ist, ist die persönliche Meinung des Autors.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Die Pfarre im Netz, Episode 2.0

Rudolpho Duba/pixelio.de
Auch in diesem Magazin war schon davon die Rede, dass Web 2.0 ein wunderbares Medium ist, um Botschaften in die Welt zu transportieren, in diesem speziellen Fall die Botschaft Jesu. Bei aller Begeisterung für die neuen technischen Möglichkeiten müssen wir aber immer die Frage stellen, ob diese nicht Selbstzweck sind, ob wir uns mit ihnen ob ihrer selbst beschäftigen, oder ob sie Mittel zum Zweck sind, Mittel also, die uns helfen, besser wir selbst zu sein. Angeregt durch den Themenschwerpunkt "Der Einzelne in seinen Netzen" in der Zeitung Die Furche 41/2013 hier ein paar Gedanken dazu.

Viele von uns stecken noch im Web 1.0: im klassischen Web 1.0 werden Informationen (Artikel) veröffentlicht und diese können auf der anderen Seite konsumiert werden. Wann diese Informationen konsumiert werden, ist egal: ich kann einen Artikel heute, morgen oder erst nächste Woche lesen, es ist so wie mit einer Zeitschrift. Es handelt sich dabei um eine Informationseinbahn.

Im Web 2.0 geht es hingegen um beidseitige Kommunikation: die Kommunikationspartner diskutieren miteinander, indem sie Nachrichten austauschen. Dies kann im Netz auf unterschiedliche Weise erfolgen: über SMS bzw. seine moderne Variante Twitter, durch Newsgroups und Diskussionsforen, etwa über das Trägermedium Facebook oder Google+, aber auch bei Kommentaren zu normalen Blog Artikeln (wie dies hier einer ist). Dabei trete ich mit einem Du in Beziehung und baue so ein Beziehungsnetz auf.

Aber ist dieses Beziehungsnetz gleichwertig zum Beziehungsnetz, wie ich es zu meinen Eltern, Geschwistern, Freunden, Arbeitskollegen, zur täglichen Brotverkäuferin habe? Wie verhält es sich mit einer Beziehung im Netz, die allzu oft öffentlich ist, bei der alle zuschauen können? Dazu der Literaturwissenschaftler Roland Reuß:
Der Mensch ist ein Geisteswesen und hat eine Spiritualität. Diese Spiritualität, das Offen-Sein für andere, steht im Gegensatz zu dem, was im Internet ständig praktiziert wird: Da geht es darum, sich immer stärker einzuzementieren, sich selbst als Ding mit Eigenschaften zu beschreiben. Das glaubende Subjekt wird so immer mehr seiner Freiheit beraubt, weil es mit seinen Eigenschaften identifiziert wird.
Offenbar will man im Netz nicht so sehr hinhören, was das Gegenüber zu sagen hat, sondern will nur seine eigenen Botschaften platzieren. Die Kommunikationswissenschafterin Miriam Meckel bringt es auf den Punkt:
"Wir haben begonnen, das Telefon wie eine Waffe mit uns herumzutragen, gerichtet auf alle, die eine Frage haben, immer bereit zum Abschuss einer neuen Nachricht."
Es handelt sich um virtuelle Kommunikation, bei der nicht das Du im Zentrum steht, sondern das ich: erst wenn wir an einer Nachricht gefeilt haben und die Inszenierung (und damit der Schein) perfekt ist, wird die Nachricht gesendet. Es handelt sich um Selbstdarstellung mit Zuschauern, d.h. um Kommunikationsautismus. Hinzu kommt ein gewisser Zwang sich zu inszenieren: Ich inszeniere mich, weil Du Dich inszeniert, weil ich mich inszeniere, weil Du Dich inszenierst, ...

Der Sinn eines Pfarrmediums ist es nicht, eine Plattform für das Ausleben von Egoismen zu sein. Und dass die Leser immer online sind, um nichts zu verpassen, ist auch keine Zielsetzung. Andererseits habe ich mehrmals den Zwischenruf gehört, die Pfarre müsse doch auf Facebook präsent sein, sonst wird sie nicht wahrgenommen, ein Blog (wie das Pfarrmagazin) sei eben Schnee von gerstern. In dieser Spannung leben wir: die neuen Wege der heutigen Zeit mitzugehen, aber uns nicht vom Zeitgeist vereinnahmen zu lassen. Und dahinter steht dann auch noch die Überzeugung, dass dabei die "Alten und Schwachen" (d.h. die, die nicht mit dem Netz auf du und du sind) nicht zurückgelassen werden dürfen; das will heißen, auch ohne Internetanschluss müssen die Tore zur Pfarre für alle offen stehen.

Wir werden in diesem Pfarrmagazin weiterhin vom Leben in unserer Pfarre berichten, gespickt mit Gedankensplittern und Betrachtungen - eben klassisch 1.0. Der Schritt zu Web 2.0 bzw. Kirche 2.0 ist ein großer, der ob seiner Gefahren sorgfältig geplant sein will, soll er fruchtbar sein. Beim jetzigen Leserkreis dieses Magazins spürt man keinen großen Druck, wenn man sich die Nutzung der Kommentarfunktion bei den Artikeln ansieht. Es wäre wohl ein Schritt in Richtung neuer Leserkreise. Aber sagen Sie selbst, was halten Sie davon? Ich bin ganz Ohr.


(fjb)

Fragwürdige Freiwilligkeit?


Links Hannah Braunsteiner
Heuer findet die Diskussionsreihe der Pfarre "fragwürdig" bei IHM's statt. Heute, Mittwoch, den 16. Oktober war Hannah Braunsteiner zu Gast. Katrin Rother, die auch die Moderation dieser Serie macht, hat uns folgenden Bericht geschickt:

Ein freiwilliges Jahr – ohne Lohn, aber mit tausenden Eindrücken beschenkt!
v.li: Katrin Rother, Hannah B.

Hannah Braunsteiner verbrachte ein Jahr mit Concordia in Rumänien und der Repulik Moldau. 1991 initiierte P. Georg Sporschill SJ Projekte für obdachlose Kinder und Jugendliche in Bukarest mit Hilfe von österreichischen Spendengeldern. Von Beginn an waren ehrenamtlich helfende Hände gerne gesehen. Durch sein Buch  „Die zweite Meile“ inspiriert, machte sich auch Hannah Braunsteiner nach ihrer Matura auf ihren Weg. Nach einem 6-wöchigen Einführungs- und Sprachkurs startete sie in der Republik Moldau in einem Projekt mit älteren Menschen. Einige Kommunikationsschwierigkeiten galt es zu überwinden, um schließlich nach der Mitarbeit in einem weiteren Projekt bereichert aus einem Jahr voll Erfahrungen wieder in Österreich ankommen zu können. Ihren Berichten folgten gespannt  32 Interessierte bei  IHMs und eine mögliche zukünftige Freiwillige lauschte besonders aufmerksam.  Hannah Braunsteiners  nächster Vortrag über ihre Erlebnisse in Rumänien und Moldavien mit Bildern ist am 13.11. um 19.30 im Pfarrzentrum.