Mittwoch, 31. Dezember 2014

Großer Gott, wir loben dich...

Mit diesem feierlichen Lied zur brausenden Orgel endete die Jahresschlußandacht am Sylvesterabend 2014. Das Evangelium von der Geschichte, wo Jesus über das Wasser des Sees Genesareth zu seinen Jüngern, die sich im Boot vor den hohen Wellen fürchten, geht, passt gut zu unseren Vorsätzen für 2015: Petrus fragt Jesus, ob er auch über das Wasser auf ihn zugehen könne. Jesus ruft "Komm!". Solange Petrus die Zuversicht hat, es zu können, weil er auf Jesus vertraut, funktioniert es. Als er zu zweifeln beginnt, beginnt er auch zu sinken. "Rette mich, Herr" , schreit er und Jesus streckt ihm die Hand hin und sie erreichen gemeinsam das Boot. Zuversicht in eine Aufgabe und Vertrauen in Gott sind gute Voraussetzungen, dass alles gelingt. Dann können wir zu Recht Gott loben. Das nützt aber auch, wenn nicht alles gelingt.

Im Rahmen der Fürbitten gab es auch die traditionelle Statistik:

  • 76 Kinder wurden in diesem Jahr getauft. Beten wir für sie, dass ihnen der Weg des Glaubens viel Freude und Mut schenke.
  • 79 Kinder haben erstmals die Heilige Kommunion empfangen. Beten wir für sie und ihre Familien, dass sie Schritt für Schritt im Glauben wachsen.
  • 100 junge Menschen wurden in diesem Jahr bei uns gefirmt. Beten für sie, dass Gottes Geist sie durch die bewegten und spannenden Phasen ihres Lebens hindurch begleitet und ermutigt.
  • 18 Paare haben in unserer Pfarre geheiratet. Beten wir für sie, dass sie einander jeden Tag mehr lieben und schätzen lernen.
  • 102 Menschen sind in diesem Jahr aus der Kirche ausgetreten. Beten wir für sie, dass sie weiterhin erfahren, dass Gott sie liebt.
  • 7 Menschen sind in diesem Jahr in die Kirche eingetreten. Beten wir fürs sie, dass dieser Schritt sie auf ihrem Lebensweg voranbringt und ihre Beziehung zu Gott vertieft.
  • 97 Menschen haben wir in diesem Jahr in unserer Pfarre zu Grabe geleitet. Beten wir für sie und für ihre Angehörigen, dass Gottes Licht ihnen Leben, Hoffnung und Freude schenke.

Wir selber stehen vor Gott mit all dem, was dieses Jahr an Freude und an Sorgen mit sich gebracht hat. Beten wir, dass Gott auf alle Freude und alle Mühe seinen Segen lege und mit seinem Licht erfülle.


Gottes Segen im neuen Jahr

Das wünschen Ihnen und Ihren Familien 
Pfarrteam und Redaktion für das 
Neue Jahr 2015.




Und nicht vergessen:

Am Sylvestertag (also jetzt) ist um 17 Uhr die Jahresschlußmesse und für alle, die vor dem Lärm der Feuerwerksexplosionen noch etwas Ruhe und Erquickung brauchen, um 23 Uhr der Übergang ins Neue Jahr 2015 in der Pfarrkirche.

Am 1. Jänner ist keine 8-Uhrmesse, aber wie an Sonntagen eine Heilige Messe um 9:30 und eine Abendmesse um 18:30.

(Foto und Bearbeitung W. Flandorfer)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Eine Vampirsgeschichte?

Ende Jänner ist es wieder soweit. Unser Gymnasium hat die nächste Operette vorbereitet - und diesmal ist es Wiener Blut, aufgeführt im Pfarrsaal des Pfarrzentrums St. Stephan. Doch keine Vampirsgeschichte, sondern Johann Strauß' "komische" Operette, wie es im Original heißt.Vielleicht gibt es noch Karten?

Bitte entnehmen die Termine dem Plakat. Karten gibt es in der Raika Stockerau.



Mehr zur Operette in Wikipedia.




Hoheiten kündigen sich an

Ab 2. Jänner (bis 6. Jänner) sollten Sie sich zum Empfang unserer Hoheiten, der Hl. Drei Könige bereitmachen. Einige Gruppen von Kindern proben schon fleißig die alten Lieder und bereiten sich auf den anstrengenden Königs-, Sternträger und Kassierdienst vor.

Kassiere sind nicht sehr beliebt, 
doch ich bin bin froh, dass es mich gibt. 
Wie kämen sonst in aller Welt 
die Missionare zu dem Geld, 
das für die Arbeit nötig ist...

So heißt der Anfang des Spruches des Kassiers und das Zeichen für Sie, großzügig in das Portmonnaie zu greifen.

Am 6. Jänner, dem Feiertag Erscheinung des Herrn, werden die jungen Königinnen und Könige zu Mittag in den Cafes und Gasthöfen Stockeraus durch etwas ältere auschließlich männliche Hoheiten (die KoloMänner) und am Abend dieses Tages auch in Cafes und Gaststätten durch (echte) geistliche Würdenträger (unsere Pfarrgeistlichkeit) unterstützt. Wenn Sie das erleben wollen, dann freuen sich auch die Gastwirte!

Mehr zu den Projekten, die die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar heuer unterstützen wird, finden Sie hier.

Heiliger Abend in Oberzögersdorf

Über Weihnachten in Unterzögersdorf haben wir schon berichtet. Jetzt haben wir auch von Erika Trabauer einen Bericht mit vielen Bildern aus Oberzögersdorf bekommen. Danke dafür, jetzt sind alle weihnachtlichen Aspekte der gesamten Gemeinde Stockerau beleuchtet.

Auch in Oberzögersdorf haben wir wie all die Jahre davor den Hl. Abend in der Kapelle gefeiert. Einige Mamas und ihre Kinder haben heuer sogar ein Krippenspiel vorbereitet, gemeinsam wurde gesungen und gebetet. Anschließend standen wir noch gemütlich bei Früchtebrot und Glühwein beisammen, bevor wir mit dem Friedenslicht nach Hause gingen, um daheim den Geburtstag Jesu weiter zu feiern.

20 Fotos von Karl Trabauer gibt es in unserem Fotoalbum.

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick für PfarrMagazin-Statistiker

Internet-Redakteur und Pfarrgemeinderat Franz Bauer hat sich die Mühe gemacht, die Zugriffe (monatliche und wöchentliche) unseres online PfarrMagazines seit Anbeginn zu notieren. Daraus zeigen wir Ihnen hier ein paar Bilder - die ersten 3 haben den gleichen Masstab (Zugriffe pro Monat). Das ergibt bisher 106.000 Seitenaufrufe seit Oktober 2012. Das letzte Bild zeigt die Zugriffe pro Woche in den Jahren 2013 und 2014. Bitte beachten Sie, dass der Maßstab unterschiedlich ist. Und in der letzten Woche 2014 fehlen noch ein paar Zugriffe für die letzten Tage.

Eine durchaus erfreuliche Gesamtentwicklung, die wir Ihnen liebe Surferinnen und Surfer zu verdanken haben. Aber nicht nur Ihnen sondern auch unserem Pfarrgemeindeleben, das soviel Interessantes bietet, dass es sich für Sie lohnt, einen Blick ins Magazin zu werfen. Danke dafür.







Die Krippenandacht in Bildern

Einige wenige Bilder von der Krippenandacht haben wir schon gesehen. Jetzt haben uns aber Andy Berndl und Thomas Holzer - man möchte fast sagen - prachtvolle  Bilder von der Andacht im Pfarrsaal und in der Kirche zukommen lassen. Herzlichen Dank.

Alle 18 Bilder finden Sie in unserem Fotoalbum.

Andy Berndl hat uns auch ein wenig Text dazu spendiert:

Gestaltet wurde die Krippenlegung vom Team der Kinderliturgie unter der Leitung von Line Pfleger. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem  Gespräch, dass ein Engel mit einem kleinen Engel über Weihnachten auf der Erde führt. Anschließend wurde die Herbergssuche von den Kindern dargestellt, die die entsprechenden Bewegungen und Gesten pantomimisch  zu der Geschichte der Herbergssuche machten. Danach gingen wir in die Kirche zu den anderen, um mitzuerleben, wie das Jesukind in die Krippe gelegt wurde und um das "Stille Nacht , heilige Nacht" mitzusingen.


Man kann auch gut erkennen, dass die Krippenandacht zu den beliebtesten Gottesdiensten im Jahreskreis zählt. Danke allen Helferinnen und Helfern, die sie dazu gemacht haben!


Weihnachtskrippe in Unterzögersdorf

Pfarrgemeinderätin Sandra Bauer hat uns folgenden Beitrag gesendet, in dem sie alle einlädt die Krippe in Unterzögersdorf zu besuchen.


Weihnachtliche Grüße aus Unterzögersdorf! Vielen herzlichen Dank an Familie Bodei, die mit ihrem Beitrag zum 10 jährigen Jubiläum unserer Adventfenster vielen Menschen eine riesige Überraschung und Freunde gemacht hat. Durch Bewegungssensoren wird jeder Besuch von schönen Weihnachtsliedern umrahmt. Die Krippe ist noch bis 6. Jänner zu besuchen.
Sandra Bauer

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Das Weihnachtshochamt


Feierlich begann das Weihnachtshochamt mit dem Einzug von Pfarrer Markus Beranek, Kaplan Joseph, Diakon Johann Wolf, Pfarrpraktikant Kolo (sein wahrer Name kann weder fehlerfrei ausgesprochen noch fehlerfrei geschrieben werden) und vielen Minis.

Das Evangelium war der Prolog des Johannesevangeliums - Im Anfang war das Wort - und damit beschäftigte sich auch Pfarrer Markus Beranek in seiner Predigt.
Die Reste unserer MusikantInnen
nach dem Fest

Unser Kirchenchor, der trotz seiner kleinen Anzahl von Sängerinnen und Sängern prächtig und voll klingt, sang geleitet von Beate Kokits und begleitet von einem Streicherensemble und der Orgel die Missa Pastoritia in C von Karl Kempter (hier als musikalisches Beispiel ein anderes Werk von Kempter in Youtube) und einige schwungvolle Stücke von Bach & Co.



Mit dem Segen, viel Weihrauch und den Weihnachtswünschen auch an alle, die es nicht in die Kirche schaffen konnten, endete der feierliche Gottesdienst.

Und morgen am 26. Dezember  feiern wir das Hochamt zu Ehren unseres Kirchenpatrones Stephanus. Um 9:30 wird die Festmesse von den Rhyth.Mix musikalisch gestaltet. Es ist schon schön, dass wir in 3 Tagen drei unserer hervorragenden Chöre hören können...


Heiliger Abend in Stockerau

Krippenandacht
Nach einer letzten stimmungsvollen Rorate am Heiligen Abend um 7 Uhr
früh mit Truhen-Orgelbegleitung und Sopransaxophon-Adventliedern und  einem Beichtvormittag strömten vor 16 Uhr die Familien zur Pfarrkirche, wo in der gut besuchten Kirche die Krippenandacht stattfand. Parallel dazu gab es für unsere Kleinsten eine Krippenandacht im Pfarrsaal (da kommen noch ein paar Fotos von Andy Berndl).


Um 21:30 war die Kirche schon  fast voll, als die Einstimmung in die Christmette mit vielen wunderschönen Weihnachtsliedern mit dem Chor Chorale Totale, geleitet von Ulli Neuhold, begann, der auch die Christmette musikalisch mit Michael Huber an der Orgel verschönerte. In einer vollen Kirche feierte Pfarre Markus Beranek mit seinen 2 Kaplänen, unserem Pfarrpraktikanten Kolo und vielen, vielen Ministrantinnen und Ministranten die Christmette.
Zum Schluss gingen die Luster aus und aus hunderten Kehlen erklang in der nur mehr von den Christbäumen erhellten Kirche das Stille Nacht.
Vor der Kirche hatte schon die Jugend den Punschstand aufgebaut und die Kirchenbesucherinnen und -Besucher wünschten sich Gesegnete Weihnachten.

Fotos: M. Flandorfer

Dienstag, 23. Dezember 2014

Gesegnete Weihnachten

Die Redaktion von Pfarrblatt und Internet
wünscht Ihnen,
liebe Leserinnen und Leser,
ein
Gesegnetes Weihnachtsfest!

Ausschnitt aus der  Stockerauer Weihnachtskrippe

Unser Pfarrer und sein Pfarrteam wünschen Gesegnete Weihnachten














Unser Pfarrer wünscht Ihnen im Namen des gesamten Pfarrteams  Frohe Weihnachten!




Nicht vergessen, am Heiligen Abend gibt es die letzte Rorate um 7 Uhr früh - meditativ und dunkel -, die Krippenlegungsandacht um 16 Uhr und die Weihnachtsmette um 22 Uhr.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Der Vierte Adventsonntag

Zu Beginn hörten wir den Text zum 4. Adventsonntag, den Sie hier finden. In der Predigt der Halbzehnuhrmesse beschäftigte sich  Kaplan Tomasz Iwandowski zuerst mit unseren Vorbereitungen für Weihnachten: das Menü ist zusammengestellt, der Christbaum gekauft, die Geschenke sind verpackt. Dann aber machte er uns klar, dass nicht wir dem lieben Gott ein Fest organisieren, sondern Gott uns beschenkt und unser Fest "organisiert". Er kommt als kleines Kind auf die Erde. Zu uns!
Nach der Predigt kam der Zug der kleineren Kinder aus dem Kindergottesdienst im Pfarrsaal in die Kirche und wir konnten uns am Ende des Gottesdienstes sogar eines für uns eingelernten Adventliedes aus Kindermund erfreuen. Großer Applaus.

Übrigens: Unser Kaplan erfreute uns auch. Er meinte, der Gottesdienst war so ernst und seine Predigt so lange und so fad :-), dass er noch etwas erzählen müsse:

Die Großmutter trifft vor Weihnachten ihren Enkel: "Ich werde dir ein Buch schenken. Du kannst dir ein schönes Buch aussuchen. Welches möchtest du denn?". Darauf antwortet der Enkel: "Bitte dein Sparbuch".

Großes Gelächter.




Fotos: M. Satra, W. Flandorfer

Noch etwas Post aus Ghana

Zu unserem Weihnachtsgruß aus der Berufsschule in Ghana haben wir als kleines Weihnachtsgeschenk auch eine kurze (wirklich! - 7 Folien) Präsentation  bekommen, die das Leben in der Schule zeigt und die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.


Druckfehler-Teufel

Aufmerksame Leserinnen und Leser haben bereits bemerkt, dass am 1. Jänner das Neujahr nicht besonders gut mit zwei Abendmessen und keiner Vormittagsmesse in unserer Pfarrkirche beginnt.
Diese Veränderungen gibt es aber doch nicht, es gibt in der Pfarrkirche vormittags die Messe um 9:30 - aber keine um 8 Uhr - und die Abendmesse um 18:30.

In den Kalendern im Internet (Verlautbarungszettel und "Die ganze Woche") ist es bereits korrigiert. Das geht leichter als in den gedruckten Exemplaren...

1000 Jahre Pfarre Stockerau, die Jahre 1400 - 1500

In unserer Stadtzeitung gab es 2012 eine Serie von Berichten über die Geschichte der Stadt Stockerau im letzten Jahrtausend, die natürlich auch den Hintergrund der Pfarrgeschichte unserer im Jahr 2014 1000-jährigen Pfarre bildet. In den Weihnachtstagen hat manche und mancher von Ihnen vielleicht wieder Zeit wieder einen dieser Artikel zu lesen. Wir haben freundlicherweise von der Redaktion der Stadtzeitung und der Autorin Gabriele Gruber-Redl die Freigabe zur Veröffentlichung in unseren Medien bekommen. Hier ist wieder ein Jahrhundert. Alle bisherigen sechs Jahrhunderte finden Sie unter dem Tag "Stadtgeschichte".

Der „kaiserliche“ Markt Stockerau

Das bedeutendste Ereignis im 15. Jahrhundert war für Stockerau die Markterhebung durch Kaiser Friedrich III. am 5. April 1465. Als Belohnung für die Treue gegenüber dem Kaiser im Kampf um die Herrschaft in Österreich beschenkte der Kaiser all jene, die in dieser Zeit zu ihm gehalten hatten. Seine Möglichkeiten der Belohnung waren sehr eingeschränkt. Er vergab nur wenige Vermögenswerte wie Grund und Boden, was mit finanziellen Einkünften für die Beschenkten verbunden gewesen wäre.  Sondern er verteilte sehr großzügig Rechte, Freiheiten und „Gnaden“, wozu er als Herrscher berechtigt war.  Auch Stockerau wurde belohnt. Die Bitte der Stockerauer  an den Kaiser, das „Dorf Stockheraw zu einem Markt“ zu erheben, wurde vom Kaiser erhört und am 5. April 1465 wurde in Wiener Neustadt die Urkunde über die Markterhebung ausgestellt.
Im 18. Jahrhundert, 300 Jahre später, wurde zur Erinnerung an diesen so bedeutenden Tag für Stockerau, im Auftrag der Stadt von einem Maler ein Bild von diesem Ereignis gemalt. Dieses Bild befand sich im Sitzungssaal des Rathauses, von wo es in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg leider verschwand. An der Wand der „Kirchenschule“, Kirchenplatz Nr.2 befindet sich ein Sgraffito (siehe Bild) aus dem Jahr 1958, eine Wandmalerei, von dem Künstler Ferry Donat von eben diesem Bild.
Mit der Markterhebung verlieh Kaiser Friedrich III. den Einwohnern von Stockerau das Bürgerrecht und das Marktrecht. Das Marktrecht war die Erlaubnis, einen Markt abzuhalten. Nun durfte in Stockerau jeden Montag ein Wochenmarkt und einmal im Jahr, 8 Tage nach der Sonnenwende im Juni, ein Jahrmarkt abgehalten werden.

Ein unruhiges Jahrhundert
Auch dieses Jahrhundert war geprägt von Unruhe und politischen Auseinandersetzungen. Zu Beginn des Jahrhunderts sorgten die Hussitenkriege für großes Leid unter der Bevölkerung. Die Hussiten waren Anhänger des tschechischen Theologen Johannes Hus, der den Reichtum, den Ablasshandel, das Erlöschen von Sünden durch Bezahlung an die Kirche und die Sittenlosigkeit der römisch-katholischen Kirche anprangerte. Johannes Hus wurde zum Tode verurteilt und im Jahr 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Als seine Anhänger von Ämtern im Kirchen- und Staatsdienst ausgeschlossen wurden, kam es zu einem Aufstand, aus dem bald ein Krieg wurde. Bis nach Niederösterreich kamen  1426 und 1428 die Hussiten und verwüsteten das Land. Auch Stockerau wurde niedergebrannt und viele Bewohner kamen ums Leben.
Nur kurze Zeit konnte sich das Land erholen, schon entstand der nächste Konflikt. Kaiser Friedrich III. und sein Bruder Albrecht VI. stritten um die Herrschaft in den österreichischen Ländern. Als Albrecht auch Böhmen unter seine Herrschaft bringen wollte, kam es zu zwischen ihm und dem böhmischen König Georg von Podiebrad 1458 zu Kämpfen, die auch in der Nähe von Stockerau ausgetragen wurden.
Die Schäden, die durch den Streit der Brüder und dem Krieg entstanden, wurden durch Naturkatastrophen und Krankheit noch vermehrt. Eine sogenannte Brandsteuer wurde eingehoben, damit sich das Land rascher erholen könne. Das Geld verlor an Wert und die Preise für Entlohnung und Waren stieg in die Höhe. Die Unzufriedenheit im Volk war sehr groß. Da versammelten sich die Adeligen, trotz Versammlungsverbot des Kaisers, um über die schlechte Lage im Land zu beraten. Die erste dieser Versammlungen wurde in Stockerau abgehalten.
Die Bemühungen um Frieden zeigten keinen Erfolg. Erst als im Jahr 1463 Albrecht VI. starb, kam das Land zur Ruhe.  Zwei Jahre später, 1465, wurde Stockerau, wie auch andere Orte, für die Treue zum Kaiser mit der eingangs erwähnten Markterhebung belohnt. Leider währte der Frieden nicht lange und die Unzufriedenheit des Adels brachte wieder Unruhe und Machtkämpfe über das Land die bis zum Jahr 1491 dauern sollten. So konnte Stockerau seine neu erhaltenen Rechte und die Vorteile daraus nicht so bald nutzen.

Veröffentlicht in UNSERE STADT – März 2012
Autorin: Gabriele Gruber-Redl
Mit freundlicher Erlaubnis der Stadtamtsdirektorin Dr. Riedler

Samstag, 20. Dezember 2014

Bußgottesdienst

Wie angekündigt fand am Freitag Abend, am 19.12.2014,  in der Katholischen Stadtpfarrkirche der adventliche Bußgottesdienst statt. Manfred Plattner hat uns ein paar Zeilen geschickt und statt eines Bildes (es war ja sehr mystisch dunkel) eine Hörprobe. Es musizierten Hans Niedermayer Orgel, Maria Mares Sopran und Elisabeth Hofbauer Alt. Ein Duett aus Händels Messias: Er weidet seine Herde...

Während des Liedes versammelten sich alle Teilnehmer des Gottesdienstes mit einer brennenden Kerze im Altarraum um die heilbringende Nähe Gottes und die Kraft seines Friedens zu erbitten. Es war ein ergreifendes Bild und man konnte spüren, wie sehr wir Menschen Gottsucher sind. Wir brauchen die Zusage seiner Liebe. 

Das Thema des Gottesdienstes - Du bist angenommen - zeigte seine Wirkung im Mitfeiern von vielen Frauen und Männern. Dank auch an alle Mitwirkenden: Christina Mölzer, Sigi Braunsteiner, Nina Högler und viele andere.


Das vierte Lichtlein brennt

Schon kommt der letzte Adventsonntag und alle 4 Kerzen brennen auf dem Adventkranz. Unser Liturgieteam hat sich für alle vier Sonntage ein sich veränderndes Symbol vor dem Volksaltar in der Pfarrkirche und einen dazupassenden Text ausgedacht. Links das Bild unten der Text.

Nur noch vier Nächte schlafen, dann wird Jesus geboren.







Vierter Advent 2014

SEI BEREIT
GOTTES REICH WILL ANBRECHEN

Maria sagte:
“Siehe, ich bin die Magd des Herrn,
mir geschehe, wie du es gesagt hast.”

Maria
hat den Segen Gottes empfangen,
zu ihm JA gesagt.

Auch wir
sind empfänglich
für Gottes liebevolle Gegenwart.

Lass dich
immer wieder neu
von Gottes Liebe berühren,
dann bricht
sein Reich
in dir und durch dich an.

Es breitet sich aus,
ganz zart,
wie wärmendes Licht
im Dunkel der Nacht,
im Dunkel deiner Nacht.
“Und das Licht erstrahlt in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht erfasst.”

Freitag, 19. Dezember 2014

Reproduktionsmedizin

Wie das schon klingt.
Wir haben ja schon von der Diskussion über das geplante "Ruck-Zuck-Gesetz" berichtet. Als Nachtrag hier noch der Hinweis auf einen lesenswerten Artikel von Ulrike Hofstetter in katholisch.at.

Post aus Ghana

Unser Arbeitskreis Weltkirche betreut auch Projekte in Ghana, wo die Schwestern vom Orden des Klosters St. Koloman in Stockerau wirken. Als Weihnachtsbotschaft für alle Wohltäterinnen und Wohltäter in Stockerau (wenn Sie es noch nicht sind - jede und jeder kann es werden: Hier gibt es zweckdienliche Hinweise, wie es geht) hat der Arbeitskreis das folgende Schreiben aus Ghana bekommen.


December, 2014

Dear Missionfriends,

As the year gradually comes to a close in order to usher in a new year, we the students, tutors and school management would like to express our appreciation for all the efforts you have put in to assist our school to grow and serve the purpose for its establishment.
We wish you again and again God’s love and blessings, and to all those who have contributed to your cause to put smiles on needy people.
May your Christmas sparkle with moments of love, laughter and goodwill,
And may the year ahead be full of contentment and joy.
Have a Merry Christmas.

Rev. Sr. Elizabeth Biga, SSpS
St. Mary’s Vocational/Technical Institute
Adeemmra-Kwahu, E/R
Ghana

Eine Übersetzung könnte lauten:

Dezember 2014

Liebe Missionsfreunde,

Hier liegt ungefähr Adeemmra
in der Nähe des riesigen Volta-Sees
Da das Jahr schrittweise zu Ende kommt und um ein Neues Jahr zu beginnen, möchten wir, die
Studenten, Lehrer und die Direktion der Schule, Danke für alle Hilfe sagen, die uns unsere Entwicklung und das Erreichen unserer Ziele unterstützt.
Wir wünschen Ihnen immer wieder die Liebe und den Segen Gottes, und zwar allen die beigetragen haben, ein Lächeln auf die Gesichter von Menschen zu zaubern, die Unterstützung brauchen.

Mögen Ihre Weihnachten in Momenten der Liebe, des Lachens und des guten Willens erstrahlen.
Und möge das Jahr vor uns voll Zufriedenheit und Freude sein.
Frohe Weihnachten!

Rev. Sr. Elizabeth Biga, SSpS
St. Mary’s Berufsschule/Technische Fachschule
Adeemmra-Kwahu, E/R
Ghana

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Vorbereiten auf Weihnachten

Wer kann sich noch erinnern, als die Adventzeit als Vorbereitung für das große Weihnachtsfest eine "Fastenzeit" gewesen ist? Auch das Tanzen wurde zu Kathrein eingestellt. In orthodoxen Ländern wie zum Beispiel in Rumänien hat sich das noch erhalten, dort gibt es in der Advent und in der Fastenzeit vor Ostern z.B. in fast allen Restaurants eine eigene Fastenspeisekarte ohne Fleisch ohne Eier, also "vegan".

Kleine Relikte davon sind auch bei uns übrig geblieben: Der Bußgottesdienst am Freitag vor dem letzten Adventsonntag (19.12., 18:30).  Dazu laden wir herzlich ein. Unser Plakateteam hat sich wieder dazu ein schönes handgemaltes Plakat einfallen lassen.


Foto: W. Flandorfer


Weihnachtsprogramm

Unser Schaukastenteam hat die Ankündigung der Weihnachtstage gestaltet und für alle, denen der Blick in den Internet-Kalender oder den Verlautbarungszettel zu mühsam ist, die die Innenseiten des Pfarrblattes schon entsorgt haben und denen der Weg zu den Schaukästen neben der Kirche zu mühsam ist, gibt es hier den virtuellen Blick in den Schaukasten. Trotzdem: Bewegung machen schadet nicht.


Klicken Sie drauf. Dann können Sie es sogar lesen.

Noch ein paar Hinweise zur weihnachtlichen Kirchenmusik:

  • Bei der letzten Rorate am 24.12. um 7:00 wird auf die Truhenorgel gespielt und begleitet, unter anderem gibt es auch Weihnachtslieder für Orgel und Sopransaxophon.
  • Die Christmette und die Einstimmung dazu (24.12., ab 21:30) gestaltet der Chor Chorale Totale, geleitet von Ulli Neuhold.
  • Zum Hochamt am Weihnachtstag (25.12., 9:30) gibt es von Karl Kempten die Missa Pastoritia in C. Es singt unser Kirchenchor unter der Leitung von Beate Kokits.
  • Und am Stephanitag (26.12., 9:30) gestaltet die Musik der Chor Rhyth.Mix geleitet von Manfred Bohn.





Fotos: M. Satra

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Die Wirkungen des Papstes

Laut einem Artikel in katholisch.de geht das Tauwetter nach 50 Jahren Frost zwischen Kuba und den USA auf eine Initiative von Papst Franziskus zurück. Da gibt es auch in Good Old Europe viel zu initialisieren.

Hier gehts zum Artikel.

Sing doch mit!

Manfred Bohn
So hieß es am 3. Adventsonntag um 16 Uhr, als einer unserer Stockerauer Chöre -  die Rhyth.Mix unter der Leitung (im Radio OE1 würde man heute unter dem Dirigat sagen) von Manfred Bohn - zum Adventmitsingen einlud. Eine der Chorsängerinnen, Evelyn Muth, hat uns ein paar Bilder und einen kurzen Bericht dazu geschickt. Herzlichen Dank dafür!

Mit großer Begeisterung wurden bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder miteinander gesungen. Der besinnliche Nachmittag fand bei Punsch, Tee und vielen süßen Köstlichkeiten einen stimmungsvollen Ausklang. Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienen Gästen und wir werden diese Art des offenen, miteinander Singens sicher wiederholen.
Vielen Dank und lieben Gruß Evelyn Muth


Sonntag, 14. Dezember 2014

Eltern sein dagegen sehr...

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen ...
So lautet der Titel einer monatlichen Gesprächs-Veranstaltung unseres Vereines punkt_um. Nachdem bereits der erste Abend stattgefunden hat, wirbt punkt_um noch mit einem Plaakt, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Am 18. Dezenber ist bereits der nächste Abend. Alles Weitere finden Sie - besser lesbar - auf der Webseite von punkt_um.



Freitag, 12. Dezember 2014

Bioethik und Lebensschutz

So heisst die Seite im Web der Erzdiözese, die umfassend zu diesem wichtigen Thema informiert, das gerade durch einen in Diskussion stehenden Gesetzentwurf besonders aktuell ist.

Bitte lesen Sie hier weiter.

Aber am zielsichersten und verständlichsten hat das wohl Papst Franziskus vor kurzem gesagt (Zitat von obiger Webseite):

"Es gibt nichts, was Würde verleiht, wenn man einem Mitmenschen Euthanasie zukommen lässt. Dasselbe gilt bei der Hilfe für Abtreibung: Das sind beides falsche Wege, die nichts mit Mitleid zu tun haben. Auch wer Kinderkriegen im Labor als wissenschaftliche Errungenschaft sieht, ist auf dem falschen Weg, weil er davon ausgeht, dass Kinderhaben ein Recht sei - anstatt Kinder als ein Geschenk anzunehmen.“

„Wir erleben eine Zeit, in der sehr viel Leid verursacht wird; wir konzentrieren uns darauf, Kinder zu besitzen statt sie aufzunehmen. Wir spielen regelrecht mit dem Leben. Aber eigentlich sollten wir vorsichtig sein, weil es eine Sünde gegen den Schöpfergott ist, der alles erschaffen hat.“

„Viele Male in meinem Leben habe ich die Kritik an der Kirche gehört, sie setze sich gegen Abtreibung ein. Meine Antwort dazu lautete stets: Nein, das ist kein religiöses oder philosophisches Problem, sondern eine wissenschaftliche Tatsache. Dort, wo es ein menschliches Leben gibt, ist es falsch, es zu töten, um ein menschliches Problem zu lösen. Das hat nichts mit Fortschritt zu tun: Töten bedeutet heute noch dasselbe wie in der Antike.“

„Wir wissen, dass viele ältere Menschen wegen der Kultur des Wegwerfens auch im Verborgenen getötet werden. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Euthanasie eine Sünde gegen Gott ist. ... Das Leben muss in jeder Situation geliebt werden, insbesondere dann, wenn es gefährdet ist und besonderer Pflege bedarf!“

Papst Franziskus am 15.11.2014 zu italienischen Ärzen.

Auch hier auf der Seite der österreichischen Bischofskonferenz finden Sie 3 weiterführende Artikel zum Thema.

Post Nummer Tausend

Nicht nur an Kolomans trauriges Ende in Stockerau wurde 2012 zum 1000. Mal gedacht, nicht nur die Pfarre Stockerau feierte 2014 ihren 1000. Geburtstag. Auch ein anderes Jubiläum hat sich in ihrem Computer, ihrem Tablet oder in ihr Smartphone gerade eingenistet:



Das ist der 1000. Post in diesem online PfarrMagazin.

Der erste Artikel erschien am 17. Oktober 2012 um 22:55 Uhr. Das sind bei seither vergangenen 786 Tagen genau 1,272264631 Artikel im Durchschnitt pro Tag. 1.549 Fotos sind in den 1.000 Beiträgen enthalten.

Ein Zitat aus diesem ersten Eintrag:

Was ist das Ziel?

Noch besser zu zeigen, was unsere lokale Kirche in Stockerau ist, tut und erreichen möchte. Es soll und wird auch diese Seite das Evangelium Jesu Christi gemäß einem Wort aus dem neuen Testament verkünden:

"Gehet hinaus in die ganze und natürlich auch in die digitale Welt des Netzes und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen (Markus 16,15)
Ein wenig davon wurde wohl erreicht, für Steigerungen ist noch, Gott sei Dank, viel Platz.

Wir möchten uns aber besonders bei unsere treuen Leserinnen und Leser bedanken, die nicht nur in Stockerau, nicht nur in Österreich sondern auch zahlreich und - für uns zumindest überraschend - auch in vielen anderen deutschsprachigen, aber auch anderssprachigen Ländern auf unsere Seite surfen.

Ad multos collationes!     (Könnte auf Deutsch heissen: Auf viele Beiträge!)

Oder: Beten Sie für uns! Das würde Papst Franziskus sagen.

Das dritte Lichtlein brennt


Auch für den dritten Adventsonntag hat unser Liturgieteam wieder die "Skulptur" vor dem Altartisch verändert und dazu einen Meditationstext ausgesucht.

Foto: M. Plattner






Dritter Advent 2014

SEI BEREIT
GOTTES REICH WILL ANBRECHEN

Eine Stimme ruft
in der Wüste:
Ebnet den Weg
für den Herrn!

Im Advent
sind wir wachsamer
für die liebevollen Berührungen Gottes
in unserem Alltag:
ein Lächeln,
eine hilfsbereite Geste,
Versöhnung,
ein strahlendes Gesicht.

Gott
gibt sich selbst
in diese Welt.

Sein Reich
bricht immer mehr
durch das Dunkel hindurch.

Das rührt auch mich an,
um seiner unendlichen Liebe
immer mehr den Weg zu bahnen.



Übrigens: Es wird langsam Zeit, den Christbaum zu besorgen. So wie es aussieht, werden wir ihn nicht mit dem Leiterwagen aus dem verschneiten Winterwald holen. Ist eh besser, dann ist er schön trocken.
 Die Altargestaltung am ersten Adventsonntag...
und am zweiten Adventsonntag.

Ihr Kinderlein kommet

So heisst ein altes Weihnachtslied. Aber so heisst auch der Aufruf unseres Kinderliturgie-Teams. Folgende Gottesdienste werden in den nächsten Tagen kindergerecht gestaltet:
  • Sonntag, 14.12. Familienmesse um 9:30 in der Pfarrkirche
  • Sonntag, 21.12. Kindergottesdienst um 9:30 im Pfarrzentrum
  • Mittwoch, 24.12. Heiliger Abend um 16:00 Krippenlegung für kleinere Kinder im Pfarrzentrum, Weihnachtsmesse für größere in der Kirche
Das Kinderliturgieteam freut sich schon auf euer Kommen.

(Foto: Rupprecht@kathbild.at)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Weihnachten und der Islam

Abbau von Vorurteilen ist leichter, wenn man etwas voneinander weiss und nicht nur Vermutungen hat. In diesem Sinne ist ein Text auf den Seiten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (einem der Vertreter der Moslems in unserem Land), der sich mit der Stellung von Jesus und seiner Mutter Maria im Koran beschäftigt, hilfreich, um die Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten zu verstehen. Jesus und seine Mutter haben durchaus einen grossen Stellenwert im Koran - z.B. wird auch die jungfräuliche Geburt Jesu  beschrieben - aber Jesus ist "nur" ein Prophet und nicht Gott. 

Daher tut man sich im Islam mit unserem Fest Weihnachten nicht allzu schwer, obwohl man es nicht feiert. Ostern ist ein anderes Kapitel. 


(wf)