Sonntag, 31. August 2014

Bald gibt es wieder eine Orgelmesse

Johannes Lenius, der auch die Orgel - wie man früher manchmal sagte - schlagen wird, schickt uns diese Ankündigung der nächsten Orgelmesse am 7. September um 18:30.


Übrigens: Schlagen sagte man deswegen, weil bei den ersten Orgeln die Mechanik so schwergängig war, dass man die Taste mehr schlagen als drücken musste.

Infos zu Theodore Debois, Leon Boellmann, Louis Vierne, Jean Langlais (Quelle Wikipedia).

Kirchenführungen am laufenden Band

Der Blick aufs Kirchenportal
Auch als Zutat der Pfarre zum gut besuchten Erdäpfelfest am Samstag und Sonntag (30./31. August) fanden 4 Kirchenführungen unserer geschulten Kirchenführeinnen und Kirchenführer statt.
Eine geheimnisvolle Inschrift
am Ölberg
Hier ein kleiner Bericht von der letzten Führung am Sonntagnachmittag. Sie war den Inschriften in, um, etc. der Kirche gewidmet. Michael Huber, der bereits mit der Vater- und Onkelmilch Interesse am Historischen erworben hat und der natürlich als Lateinprofessor auch die Fähigkeit hat, kryptische lateinische Abkürzungen zu entschlüsseln, führte die gar nicht kleine Gruppe der Interessierten zunächst zum Pfarrhofportal, dann zu einigen Denkmälern - wie dem Ölberg - rund um die Kirche. Zum Abschluß waren noch einige Spezialitäten des Inneren der Kirche dran, darunter Grabsteine, die auch regelmässige Kirchenbesucher noch nie entdeckt hatten oder die einzigen 5 griechischen Buchstaben in unserer Kirche (Α, Ω, Ι, Η, Σ), die im Bild des Hl. Alois versteckt sind. Eine sehr interessante Stunde.

(Foto: W. Flandorfer)

Premiere - Kindersegnung im Garten


Ein schöne Gruppe versammelte sich am 31. August nachmittags im Garten des Belevedereschlössels, um der Einladung der Pfarre zur Kindersegnung nachzukommen. Pfarrer Markus Beranek war festlich gekleidet und leitete die Zeremonie. Eine kleine Gruppe der Pfarre (Line Feder, Sigi Braunsteiner, Michaela Blahous, Marion Satra und Peter Kerschel) hatte das Fest bestens vorbereitet. Könnte auch ein  Brauch rund um das Erdäpfelfest werden.

Marion Satra, Mitorganisatorin der Segnung und ab morgen unsere Mesnerin, schickte uns noch folgenden Bericht unter dem Motto "Lasset die Kinder zu mir kommen":
In der Mitte auf dem gelben Tuch, durften die Kinder mittels verschiedensten Materialien (Nüsse, Bockerl, Muscheln, Steine, Filzblumen,..) ihre Bitten und ihren Dank zu Gott tragen. Line Feder führte einen Kinderzug mit Musikbegleitung durch den Belvedere-Garten an, der ein Symbol dafür sein sollte,dass Gott uns an der Hand hält. Abschließend spendete Pfarrer Markus Beranek den Familien und den Kindern den Segen und lud zu einer kleinen Agape ein.

Und sie hat uns auch noch viele Fotos geschickt, die Sie im Album ansehen können.

Erdäpfelfest - Ökumenischer Gottesdienst 1000 Jahre Pfarre

Am Sonntag des Erdäpfelfestes in Stockerau (31. August) feierten Pfarrer Markus Beranek und Pfarrer Christian Brost gemeinsam mit sehr vielen Christen einen stimmungsvollen ökumenischen Gottesdienst im Freien, fast am Rennerplatz. Musikalisch gestaltete multikulti die Blasmusik Schützenkapelle und die Musikgruppe der Familiengottesdienste den Wortgottesdienst.
Anlass war, daran zu denken, dass die gemeinsame Geschichte als Christen 1500 Jahre und die getrennte Geschichte "nur" 500 Jahre währte. Und auch die Pfarre war 500 Jahre eine Pfarre. "Der Hl. Franziskus gehört auch uns Evangelischen", meinte dazu Pfarrer Brost. Die Predigt war als Dialog gestaltet, in dem auch die beiden Pfarrer ihre 2 Lieblingsstellen  aus der Bibel erwähnten. Diese waren um das Thema "Liebe Gott und liebe Deinen Nächsten" aufgestellt. Und tu dann, was Du willst.
Pfarrer Markus Beranek konnte auch Gemeindeprominenz dazu begrüßen und bedankte sich auch beim Wirtschaftsverein, dass das alles im Rahmen des Erdäpfelfestes schon bald "Brauch" wird.

Unsere Fotografen haben fleissig fotographiert. Die Fotos von Franz Bauer finden Sie in diesemAlbum oder über unsere Fotoseite. Auch Karl Trabauer hat uns viele Fotos geschickt. Eine Auswahl sehen Sie hier.

Samstag, 30. August 2014

Unterkünfte für Asylwerbende

Caritasdirektor Landau
Karl Hochfelsner hat uns auf eine Darstellung der Leistungen der Caritas bei der Bereitstellung von Asylunterkünften hingewiesen. Sollte man sich durchlesen.

Vor allem, weil es in anderen Medien doch anders klingt.

Mittwoch, 27. August 2014

Eine Einladung unserer älteren Geschwister

Wenn Sie nicht nach Karnabrunn zur Wallfahrt mitgehen oder vielleicht zu Mittag nach der Familienmesse in Karnabrunn Zeit haben, wäre ein Besuch beim Tag der offenen Türe der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien doch eine Idee. Monika Böckmann hat uns den Hinweis darauf zugesandt. Sie sagt: "Ich war vor zwei Jahren schon einmal da und der Kantorengesang ist einfach großartig".

Hier der Einfachheit halber direkt das Programm - von der Internetseite kopiert.

Tag der Offenen Türen der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG)
Sonntag 14. September 2014
IKG Wien, Seitenstettengasse 4, 1010 Wien

Programm 2014
11.00 Einlass
12.00 Kantorenkonzert  mit Oberrabbiner Eisenberg und Oberkantor Barzilai
15.00 Konzert Jüdischer Chor mit Roman Grinberg

Parallelprogramm in Kooperation mit den „Freiwilligentagen“
http://www.wien.gruene.at/juedischerfriedhof

10.00 – 12.00 und 14.00 – 16.00
  • Führung am Jüdischen Friedhof Währing mit Frau Mag. Tina Walzer
  • Gratis Shuttleservice vom 1. in den 18. Bezirk und retour wird angeboten.
  • Darüberhinaus laden wir fortlaufend zu folgenden Themen ein:
    • Führungen im 150 Jahre alten Wiener Stadttempel mit Rabbiner Schlomo Hofmeister
    • Präsentation sowie Fragen und Antworten zu den jüdischen Feiertagen Rosch Haschana und Jom Kipur
    • Alles was Sie zum Thema „Koscher“ wissen möchten
    • Film Bar Mitzwa und Bat Mitzwa- was ist das?
    • Besuch der Bibliothek des jüdischen Museums
    • Ausstellung, Präsentationen, Kaffeehaus, Buffet u.v.m.

Kinder-Segen

Ja, unsere Kinder sind ein Segen, darum sollen sie auch den besonderenn Segen vom lieben Gott bekommen. Und deshalb gibt es im Rahmen des Erdäpfelfestes in Stockerau am Sonntag, den 31. August, im Garten des Belvedereschlössels um 16 Uhr erstmalig in Stockerau eine besondere Kindersegnung.

Machen Sie mit ihren Kindern eine Pause vom Rummel und einen kleinen Abstecher zum Belvederschlössl. Und wenn das Wetter schlecht ist, wird die Kindersegnung in die Pfarrkirche verlegt.

(Foto: Pfarre Viktring, Kärnten)

Das Team tagt

Hedi Großschopf, Sissy Hanke,
Nina Högler

Unser Pfarrteam bereitet sich - wie jedes Jahr - mit einer Tagung im Bildungshaus Großrussbach auf das Arbeitsjahr 2014/2015 vor. Einer ist heuer das erste Mal nicht dabei: Geri Braunsteiner, der herabsteigend vom französischen Zentralmassiv am Weg nach Santiago de Compostella gerade auch über diese Tatsache sinniert (Zitat aus seinem Tagebucheintrag von gestern: "Heute begann auch die Teamklausur, ich musste immer wieder daran denken. Komisch da heuer nicht dabei zu sein! Das ist das erste Mal, seit ich zu arbeiten begonnen habe").

Selfie Manfred Plattner, Marion Satra
Der Ausblick
Neu dabei ist unsere neue Mesnerin Marion Satra und der neue Pfarrpraktikant (so heisst ein Teil der Priesterausbildung vor dem Diakonatsjahr) Bernd Kolodziejczak (sein Familienname bedeutet übersetzt "Wagner" und Alle, die seinen Namen nicht aussprechen können, nennen ihn "Kolo"), der bei uns ein Jahr verbringen wird.

Sollten Sie das Pfarrteam noch nicht kennen, so ist es höchste Zeit hier nachzusehen.
Marion Satra, Markus Beranek
Magische Momente













(Fotos: M. Plattner, M. Satra)

Dienstag, 26. August 2014

Pfarr-Reise-Passau - ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr 1000 Jahre Pfarre

Dom zu Passau
Karl Hochfelsner, der hiemit zum Ehrenredakteur ernannt wird,  hat uns einen Bericht in Bild und Wort zur Pfarrreise (Stockerau - Lambach - Passau - Lambach - Kremsmünster - Dürnstein - Stockerau) geschickt. Hier ist er:

Unsere Pfarr-Reise nach Passau war ein Highlight dieses Jahres. Die Leitung hatte Pfarrer Markus Beranek und Sigi Braunsteiner inne und es war perfekt und gut organisiert. Wir wurden an allen Orten bestens betreut und aufgenommen. Besonders die Kirchenführungen im Dom zu Passau, ind der  Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura und in der Stiftskirche in Lambach gaben uns einen guten Blick in die Geschichte und Kunst. Die Führungen waren geprägt durch spirituelle und aus dem Leben gebrachte Erklärungen. Im Dom St. Stephan zu Passau wurden wir sehr bevorzugt aufgenommen und konnten auch das Orgelkonzert auf der größten Kirchenorgel der Welt  im Chorgestühl sitzend genießen. Der Gottesdienst, das tägliche Abend-Lob und das Kamingespräch prägte die Gemeinschaft. Gespräche, gutes Essen, das Lachen und die Besichtigungen waren Teil dieser schönen Reise.

Viele Fotos von Karl Hochfelsner finden Sie in unserem Album.

Die Reisegruppe vor dem Hochaltar in Passau

Feste Erdäpfel

Zum Erdäpfelfest in Stockerau am Samstag 30. und Sonntag 31.August bietet auch die Katholische Pfarre ein feines Programm. Erholen Sie sich bei uns vom "anstrengenden" Stadtfestbummel!



Ein Click macht es noch größer.
Für Smartphone-Nutzer hier der Text aus dem Bild nocheinmal:

Samstag, 30. August
15 Uhr Kirchenführung Dr. Maria Andrea Riedler „Die Pfarrkirche im Kontext der Stadtgeschichte“
15-17 Uhr Möglichkeit zur Besteigung des Kirchturmes
15.30 Uhr Vorabendmesse im Landespflegeheim Arche Stockerau
17 Uhr Kirchenführung Sigi Braunsteiner „Bilder werden lebendig“
18.30 Uhr Vorabendmesse in der Pfarrkirche

Sonntag, 31. August
8 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche
9.30 Ökumenischer Gottesdienst am Scharfen Eck aus Anlass 1000 Jahre Pfarre
14-16 Uhr Möglichkeit zur Besteigung des Kirchturmes
15 Uhr Kirchenführung Ing. Robert Denner „Unsere Kirche – Mittelpunkt der Stadt“
16 Uhr Kindersegnung beim Belvedereschlössl (bei Regen in der Pfarrkirche)
17 Uhr Kirchenführung Mag. Michael Huber „Die Inschriften an, in und bei der Kirche“
18.30 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche

Sonntag, 24. August 2014

Geris Weg am 49. Tag, das ist heute

Die Marke zeigt auf den Ort Aubrac, wo Geri heute abends sein Haupt bettet.
Geri hat schon etwa die Hälfte seines Frankreichweges hintersich und schreibt heute in sein Tagebuch:

"Die Nacht war nicht so toll, denn man konnte kein Fenster aufmachen und so war die Luft sehr schlecht zum Schluss: 6 Lungen kämpften um die letzten Sauerstoffatome! Dafür gab es gutes und ausgiebiges Frühstück! Um 8 ging ich los. Es war irgendwie spannend: wir hatten alle Sechs denselben Weg, aber jeder ging für sich! Am Anfang war es kühl und nebelig, eine Stimmung, die ich liebe! Am Nachmittag ging ich über eine Hochebene, die mich an die Almen in Tirol erinnerte: Lauter Wiesen, Almrausch blüht und immer wieder Felsen und natürlich jede Menge Kühe. Nur war die Alm riesig und es gab keine Berge rundherum. Unterwegs traf ich eine Gruppe Jugendlicher die in die entgegengesetzte Richtung marschierten. Sie sprachen mich an und wollten mir dann weismachen, dass es nach Spanien in die andere Richtung geht, ein netter Haufen! Auch eine Familie mit 4 Kindern traf ich: Keiner trug einen Rucksack, dafür hatte der Vater einen Esel an der Leine und der musste schleppen – ich bin also nicht der einzige Esel, der hier viel schleppt. Auf meinen Rucksack werden ich ständig angesprochen, alle wollen wissen, wie schwer er ist.
Um dreiviertelvier kam ich in Nasbinals an, meinem ursprüngliches Tagesziel, aber es war mir zu früh, also ging ich weiter, nochmals 9 km und 500 Höhenmeter hinauf. Wieder ging es auf eine einer Alm ähnlichen Hochebene (ich bin jetzt auf 1300m Seehöhe). Auf diesem Stück traf ich nur einen Pilger und vier Spaziergänger. Vorher, Nasbinals ist ein Etappenziel, überholte ich 41 Pilger, wobei auch ich während meiner Mittagspause von zwei Burschen überholt wurde, die ich nicht mehr einholte!
In Aubrac machte ich Schluss für heute, ich ging in die Gite, die ist dort in einem alten Turm untergebracht. Ziemlich rustikal, aber für 8.50 Euro passt es".

Hier ein Foto aus Panoramio von der Hochebene, die Geri beschreitet. Es werden wohl keine Narzissen mehr blühen, man kann sich aber die Gegend gut vorstellen.

Mikrofranzösischkurs:
gîte {m} (auch: hébergement, logement, abris)   -  Unterkunft {f}
gîte {m} (auch: camp, couche, dépôt, lit) -  Lager {n}

Verlautbarungen

Maler Ernst Hader (+1922)
Ab sofort Woche gibt es wieder den wöchentlichen Verlautbarungszettel, der in Papierform in der Kirche aufliegt. Auch er war auf Sommerurlaub. Aber Internetfreunde finden ihn auch als PDF zum Ansehen oder Herunterladen im PfarrWeb und in einer angenehmen Form für klitzekleine Bilschirme im online PfarrMagazin.


Wußten Sie übrigens, dass man die wichtigsten Artikel aus dem Pfarrblatt auch smartphonegerecht im online PfarrMagazin lesen kann?

Freitag, 22. August 2014

Kaplan oder ka Plan?

Wenn Kirchturm und Kaplan in einem Stockerauer Theaterstück mit vielen Stockerauer Schauspielerinnen und Schauspielern eine Rolle spielen, dann gehört es auch ins online PfarrMagazin. Kaplan oder ka Plan ist hier eine grosse Frage.
Und hier ist die offizielle Ankündigung, die uns die stellvertretende Obfrau des veranstaltenden Vereines Valerie Berger samt Fotos zukommen ließ:

kaplan – Stockerauer Straßentheater 2014

faszinierend – einzigartig – witzig - Theater in seiner schönsten Form!
Seltsame Bautätigkeiten an allen Ecken und Enden Stockeraus! Aber wie sollen diese mysteriösen Projekte finanziert werden? Wer oder was steckt hinter diesen fragwürdigen Aktivitäten? Wer ist für die Planung verantwortlich? Oder gibt es am Ende gar keinen ….?
Wieso steht der Kirchturm schief? Welche Rolle spielt der Kaplan? Hat er vielleicht einen Plan?
Das Stockerauer Straßentheater ist seit zwei Jahren fixer Bestandteil der Stockerauer Kulturszene und gehört wie die Trauben zum Herbst. Ein Pferdewagen, gezogen von zwei prächtigen Norikern kommt und das Spiel auf den schönsten Plätzen Stockeraus beginnt, das ist Theater in seiner ursprünglichsten und schönsten Form!

Veranstalter: kunst & ko
Eine Initiative des LENAUTHEATERs. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Richard Maynau. Das Buch ist diesmal von Erwin Litschauer und Stockerau ist wieder Zentrum des Geschehens. Spannend und lustig gleichzeitig.
Mitwirkende

Die Termine

Samstag, 13. September 2014:
Premiere um 15 Uhr im Innenhof des Rathauses
und um 17 Uhr eine weitere Vorstellung

Sonntag, 14. September 2014:
Belvedereschlößlpark – 15 und 17 Uhr
Sonderausstellung im Bezirksmuseum

Samstag, 20. September 2014:
Stadtpark – 15 und 17 Uhr

Sonntag, 21. September 2014:
„Willmannplatzl“/kleine Kirchenstiege - 15 und 17 Uhr
und um 20 Uhr im TRAtelier im Gewerbehof

Eintreffen des Pferdewagens jeweils um 14:30, für das leibliche Wohl sorgt die Feldküche des Roten Kreuzes! Bei Schlechtwetter finden die Aufführungen in der Moserhalle, Schießstattgasse 47 statt.


Donnerstag, 21. August 2014

Das neue Pfarrblatt ist da

Kinder wie die Zeit vergeht! Der Sommer macht schon sehr herbstliche Gesten, manche sagen der April macht, was er will, und nennt sich jetzt sogar schon August.
Aber unbeeindruckt von Klimaveränderungen und Wetterkapriolen erscheint regelmässig unser Pfarrblatt, diesmal mit der August-Ausgabe, die den Zeitraum September bis Ende November im Blick hat. Das nächste Blatt kommt dann Ende November heraus.
Das Thema des Heftes ist diesmal Caritas und damit beschäftigen sich neben unserem Pfarrer und unserem Papst auch unsere Verantwortlichen für die diversen Aspekte der Caritas in der katholischen Pfarre Stockerau. Wir haben alle sechs um Wortspenden gebeten.

Wir hoffen, dass der Lesestoff für Sie, unserer Leserinnen und Leser interessant ist. Wie immer würden wir uns hier auf dieser Plattform als Kommentar über Lob und Kritik freuen, aber wie immer werden wir auch wieder keines von Beidem bekommen.
Ab morgen, Freitag,  liegen die Pfarrblätter in der Sakristei für die über 100 Pfarrblattausträgerinnen und -austräger zum Abholen bereit. 6400 Haushalte werden damit beglückt. Sie, liebe online Gemeinde, können natürlich schon auf verschiedenen Wegen zum Lesen beginnen:
  1. Über das Web der Pfarre in der Rubrik Bildung & Services unter dem Punkt Pfarrmedien
  2. Direkt über diesen link auf das Pfarrblattarchiv. Dort finden Sie ein PDF File des Pfarrblattes (mit der Nummer 16). Da die mittleren Seiten (Termine und Chronik) je nach PDF Reader nicht so schön aussehen, da sie als eine A3-Seite gestaltet sind, gibt es auch diese beiden Seiten extra zum Ansehen und Drucken als makelloses PDF.
  3. Für Smartphone-Leseratten gibt es die wichtigsten Artikel und Bilder in Smartphone-gerechter Darstellung in unserem online PfarrMagazin.
Wir wünschen viel Vergnügen.

Dienstag, 19. August 2014

Heute genau vor 2000 Jahren

Das heurige Jahr 2014 ist ein geschichtsträchtiges Jahr, wir kommen ja aus dem Gedenken gar nicht mehr heraus: 1200. Todestag Karls des Großen, 450. Todestag Michelangelos, 100 Jahre Beginn des 1. Weltkriegs, 75 Jahre Beginn des 2. Weltkriegs, 70 Jahre Landung in Normandie und Hitler-Attentat, 25 Jahre Fall der Berliner Mauer, u.s.w. Es ist aber auch das Jubiläum 1000 Jahre Pfarre Stockerau.

Da kann man ruhig ein weiteres Jubiläum einreihen. Genau heute vor 2000 Jahren, am 19. August 14 n. Chr. verstarb Kaiser Augustus.

Neben allen anderen Dingen, die es zu Kaiser Augustus zu sagen gibt, sei an dieser Stelle erwähnt, dass er nach dem Scherbenhaufen, den Julius Cäsar hinterlies und dem daraus folgenden 20jährigen Bürgerkrieg eine 200jährige Zeit des Friedens einläutete: pax Augusta (was auch immer Friede zur damaligen Zeit bedeutete). In seine Regentschaft fällt die Geburt Jesu.

Viele Historiker glauben, dass das Imperium Romanum, das Augustus schuf, eine Voraussetzung für die rasche Verbreitung des Christentums war. Denn durch die Größe des Reichs wurde ein relativ ungehindertes Reisen erst möglich und der Frieden im Inneren war auch notwendig für die Verbreitung. Wenn es das Wirken Gottes ist, das diese günstigen Parameter schuf, so war Augustus es, der sie in der Welt umsetzte, er war so Gottes Werkzeug.

(fjb)


Foto: Wikipedia

Sonntag, 17. August 2014

Hunger!

Aus caritas.at
Am heutigen Sonntag war die Caritas-Augustsammlung. Kaplan Tomasz Iwandowski, der die Halbzehnuhrmesse mit den Gläubigen feierte, schilderte vor dem Schlußsegen noch die traurigen Fakten über den Hunger in der Welt.

Alle 10 Sekunden stirbt auf unserer Welt ein Mensch an Hunger. Über 800 Millionen leiden an Unterernährung. Für uns hier in der Europäischen Union kaum vorstellbar.

Wenn Sie noch spenden wollen, geht es am einfachsten online über die Seiten der österreichischen Caritas, wo Sie auch alle Infos über diese "Hunger-Kampagne erfahren.

Samstag, 16. August 2014

Christenverfolgung

Unter diesem Titel hat der Blogger jobo72 aus Berlin einen interessanten Artikel veröffentlicht, allemal lesenswert. Für mich interessant: der Weg Jesu ist es nicht, seine Verfolger zu besiegen, sondern zu bekehren (siehe die Bekehrung des Saulus unten).

Hier ein Abdruck mit Erlaubnis des Autors. Den Originalartikel finden sie hier ->hier.

Christenverfolgung
Einige Bemerkungen zu Hintergründen und Hilfsmöglichkeiten


1. Als Christus, der Auferstandene, zuvor selbst Opfer von religiös-politischer Verfolgung, den Jüngern begegnet, haben diese die Türen fest verschlossen – aus Furcht vor den Juden(Joh 20, 19), aus Angst vor Übergriffen aus der Mehrheitsgesellschaft Jerusalems. Elf der zwölf Männer, die der Auferstandene anhaucht, denen Er den Geist Gottes spendet und denen Er in diesem Geist den Auftrag zur Mission erteilt, elf der zwölf Apostel Christi finden in der Erfüllung dieses ihres Missionsauftrags den Tod; allein Johannes überlebte die erste Welle der Christenverfolgung. Auch der Völkerapostel Paulus – zu dieser Zeit noch als Saulus an der Spitze der Verfolger (vgl. Apg 6, 58) – fand ein gewaltsames Ende: er wird in Rom enthauptet.

„Warum verfolgst du mich?“ So lautet die Frage Jesu an Saulus (Apg 22, 7). Saulus’ Antwort besteht in einer Gegenfrage: „Wer bist du, Herr?“ (Apg 22, 8). Jesus offenbart sich ihm. „Ich bin Jesus, den du verfolgst“ (Apg 22, 8). Damit ist das Warum der Verfolgung freilich noch nicht geklärt. Vielleicht jedoch schon. Vielleicht steckt die Antwort tatsächlich in der Aussage „Ich bin Jesus“, und vielleicht reicht für die Fälle heutiger Verfolgung bereits „Ich folge Jesus“ als Begründung aus. Vielleicht steckt ja in Jesus selbst der Grund für die Verfolgung.

Jesus stört die bestehende Ordnung zugunsten einer neuen Form des Zusammenlebens, deren Regeln sich weniger vom Gesetz her ergeben, sondern vielmehr von der Liebe her. Jesus irritiert die kulturellen und religiösen Grundlagen der Gesellschaft. Das können die Eliten dieser Gesellschaft, die sich auf jene Grundlagen eingestellt haben, die ihre Macht davon ableiten, nicht hinnehmen. Jesus wusste, dass er den ordnungsliebenden Menschen auf die Füße tritt, wenn er ihre Spielregeln mit Seinen modifizieren will. Er wusste auch, was Seinen Jüngern blüht. Im Johannesevangelium spricht Er es ganz offen aus: „Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.“ (Joh 15, 18-19).

2. In vielen Wellen der schlimmsten Christenverfolgungen begegnet uns dieses Muster immer wieder. Die neue Lehre trifft auf eine alte Ordnung. Jesus ist das erste Opfer der Christenverfolgung. Es ist fortan das Christentum, das irritiert, es sind Menschen in der Nachfolge Christi, die bestehende Ordnungen in Frage stellen. Und es ist die Gesellschaft, die dagegen hält und sagt: „Es war alles in Ordnung (gemeint ist: in unserer Ordnung), bis ihr kamt! Bis ihr kamt und mit euren alternativen Entwürfen die Menschen verunsichert habt!“

Im Rom und Athen der Spätantike trifft der christliche Gedanke der universellen Freiheit, der Würde aller Menschen als Ebenbilder Gottes auf eine Sklavenhaltergesellschaft mit fest etablierten Rollen, die Menschen verzweckt und ausbeutet. Das passte nicht zusammen. Zudem widersprachen die vielen anthropogenen Götter dem Glauben an den einen Gott, der Mensch wurde, aber Gott blieb. Der Kaiserkult war ohnehin ein gottfernes Menschenwerk in den Augen der Christen. Die urkirchliche Gütergemeinschaft irritierte zudem das kontraktualistische Do ut des-Denken [Anm.: Ich gebe, damit du mir gibst] des antiken römischen Rechts- und Wirtschaftssystems, das sich bis heute in unserem (Wirtschafts-)Recht erhalten hat. Christen sagen: Die Moral muss weiter gehen als das Recht. Liebe darf nicht auf Gegenliebe warten, nicht einmal darauf hoffen. Das wurde damals nicht verstanden. Und heute auch nicht. Wer Dinge verschenkt, die andere verkaufen, verhält sich sittenwidrig. Das ist der juristische Ausdruck für unmoralisch. Der Staat will auch die Nächstenliebe kontrollieren.

Mit der Ausbreitung der Kirche wurde die Christenverfolgung – wie vieles andere auch – zu einem globalen Phänomen. Schaut man sich in den letzten Jahren den Open Doors-Weltverfolgungsindex an, der die fünfzig Länder auflistet, in denen die Christenverfolgung momentan besonders vehement ist, fällt der hohe Anteil islamisch geprägter Staaten auf; 2014 hatten neun der Top Ten Verfolgungsländer eine islamische Bevölkerungsmehrheit – alle, bis auf Nordkorea). In der islamischen Welt (also in der Türkei, in den arabischen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, insbesondere in Syrien und im Irak, sowie in Nordafrika, in Indonesien, in Pakistan, in Afghanistan, im Iran, zunehmend auch in Zentralafrika, vor allem in Nigeria und im Sudan), treffen unterschiedliche religiöse Ordnungen aufeinander, die einen grundverschiedenen Missionsgedanken tragen: Zwang und Freiwilligkeit. Es muss weh tun, wenn Moslems zum schwachen, auf Liebe und Freiheit setzenden Christentum konvertieren, wo man doch selbst so stark ist. Wenn sie die Ohnmacht des Kreuzes vorziehen, einen Gott, der sich erniedrigen lässt. Das erzeugt Ohnmacht und Angst, danach Hass und Aggression. Die divergierenden Menschenbilder tun ihr Übriges: Dass männliche und weibliche Christen gemeinsam beten, ist ein Affront gegen die herrschende Ordnung. Das kann man so nicht hinnehmen. Die Folge: Verfolgung.

3. Das Magazin Newsweek machte bereits Anfang 2012 die Christenverfolgung zum Titelthema. In The Global War on Christians in the Muslim World („Der weltweite Krieg gegen Christen in der islamischen Welt“) schreibt Ayaan Hirsi Ali über die bedrohliche, im „Westen“ aber immer noch unterschätzte bzw. bewusst verharmloste Lage der Christen: „We hear so often about Muslims as victims of abuse in the West and combatants in the Arab Spring’s fight against tyranny. But, in fact, a wholly different kind of war is underway—an unrecognized battle costing thousands of lives. Christians are being killed in the Islamic world because of their religion. It is a rising genocide that ought to provoke global alarm.“ (zu deutsch: „Wir hören so oft von Moslems als Opfer westlicher Verachtung, als Opfer des Kampfes gegen die Tyrannei im Zuge des Arabischen Frühlings. Doch im Grunde läuft hier ein ganz anderer Krieg – eine unbeachtete Schlacht, die Tausende von Menschenleben kostet. Christen werden in der Islamischen Welt aufgrund ihrer Religion getötet. Es ist ein fortschreitender Völkermord, der die Welt alarmieren sollte.“). Wer eine historische und systematische Darstellung dieses Krieges erhalten möchte, sollte Christa Chorherrs Im Schatten des Halbmonds. Christenverfolgung in islamischen Ländern (2013) lesen (Rezension).

Die meisten Opfer der Christenverfolgung in der islamischen Welt leben seit Jahrhunderten als Christen in ihrer Heimat – in den meisten Fällen ein halbes Jahrtausend vor dem Auftreten der Muslime. Die Störung der Ordnung, die wahrgenommen wird, fußt also auf der Expansion des Islam in die Regionen hinein, in denen „Störfaktoren“ wie die christliche Toleranz (das Erdulden des Nächsten in Liebe) und die christliche Konzeption der Menschenwürde (die Gleichberechtigung von Mann und Frau) leitende Prinzipien des Miteinanders sind. Trotz dieser Tatsache folgt in der Rezeption der Christenverfolgung viel zu oft eine Schuldumkehr, vermittels einer beißenden Häme in den Kommentarbereichen führender Online-Medien, die angesichts der Gewalt gegen Christen ausbricht und sogar gegenüber unmittelbar Betroffenen nicht Halt macht, wie etwa im Fall zweier im Jemen ermordeter Krankenschwestern der Bibelschule Brake, die als Christinnen „verdächtigt“ wurden, Missionarinnen gewesen zu sein. Die Suchanfrage „Missionarinnen der Bibelschule Brake tot“ fördert zunächst hauptsächlich kritische bis spöttische Stellungnahmen zu Tage, denen gemein ist, dass sie die Mörder entlasten und den Opfern die Schuld zuweisen, da diese sich in eine Gesellschaft mit Mördern begeben hätten. Dass sie dies als Krankenschwestern taten und vielen Menschen halfen, wird dabei gerne vergessen. Man stelle sich eine solche Argumentation im Fall einer jemenitischen Krankenschwester vor, die in der Nazi-Hochburg Berlin-Lichtenberg ermordet wird. Im Fall der deutschen Krankenschwestern lautet der Tenor: „Wieso mischen sich Christen in das Leben muslimischer Gesellschaften ein? Dürfen sich nicht beschweren, wenn sie dann verfolgt und ermordet werden!“ Das Schema wird dann schleichend auf Christen generell übertragen, auch auf diejenigen, die seit 1900 Jahren in den umkämpften Gebieten leben. Dabei wird nicht nur übersehen, dass friedliche Mission ein Menschenrecht ist, nicht jedoch die Drangsalierung derer, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen (die Selbst schuld-Vorhaltung ist also sowohl für die autochthone Bevölkerung als auch für einreisende Menschen christlichen Glaubens falsch), nein, es wird auch der Sachverhalt komplett auf den Kopf gestellt: Täter ist Opfer und Opfer ist Täter. Die Christen in den Regionen mit der aktuell stärksten Verfolgung (Syrien, Irak) wollen lediglich ihren Glauben frei ausleben, d. h. Gemeinden bilden und Gottesdienst feiern. Mehr nicht. Dass sie von islamistischen Terroristen vergewaltigt, vertrieben, zwangsislamisiert oder ermordet werden, ist unerträglich. Dass man die Verantwortung dafür hierzulande bisweilen mehr den Opfern zuschreibt als den Tätern, ist dies auch.

4. Die Christenverfolgung ist eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit. Wie viele Christen tagtäglich unter Schikanen, Repressionen und Behördenwillkür zu leiden haben, wissen wir nicht, die Schätzungen gehen von 100 bis 250 Millionen Menschen weltweit. Auch die Zahl der Todesopfer, also der Menschen, die ermordet werden, ausschließlich, weil sie Christen sind, ist unbekannt. Es könnten über 100.000 jährlich sein, vielleicht auch weniger, vielleicht auch mehr. Jenseits der absoluten Zahlen steht fest, dass Christen diejenigen sind, die am häufigsten Diskriminierung aus religiösen Gründen zu erdulden haben – in vier von fünf Fällen trifft es Christen.

Zugleich wird in den Medien immer noch und trotz einiger löblicher Ausnahmen zu wenig darüber berichtet, und wenn, dann zumeist in beschwichtigender Absicht – Tenor: „Alles halb so schlimm!“ Der Schlaglichtjournalismus zeigt ferner nur die Konsequenzen der Christenverfolgung (Zerstörung von Kirchen, Hinrichtungen, Vertreibung), oft herausgelöst aus dem ideologischen Kontext der Verfolgung aus religiösen Gründen. So wird vieles, was Christen im Nahen und Mittleren Osten zu erleiden haben, politischen und ökonomischen Konflikten zugeschrieben, die unter Umständen noch durch ethnische Spannungen aufgeladen sind, deren religiösen Dimension jedoch soweit depotenziert wurde, dass Christenverfolgung als eigener Tatbestand ausfällt. Und das, obwohl offensichtlich ist, dass Islamisten aus religiösen Motiven zu Tätern und Christen aus religiösen Gründen zu Opfern werden.

5. Die Christenverfolgung ist ein globales Problem, das dringend auf die Agenda der deutschen und europäischen Politik gehört. Es wird Zeit für ein religion-mainstreaming, also für die im politischen Entscheidungsprozess fest implementierte Berücksichtigung des Menschenrechts auf Gewissens-, Glaubens- und Religionsfreiheit, etwa auch bei der Frage, welche Länder und Regionen in welcher Weise wirtschaftlich unterstützt werden sollen. Monika Steinbach (CSU) hat jüngst angeregt, die gewährte Entwicklungshilfe an den Umgang mit Christen zu koppeln. Das könnte die Verfolgung in der Tat abschwächen. Ich halte das für bedenkenswert. In jedem Fall ist es gut, die Menschen, die qua Amt und Mandat eine Möglichkeit haben, politisch auf die Situation einzuwirken, an ihre Verantwortung dafür zu erinnern, wie dies Claudia Sperlich getan hat. Und man kann den verfolgten Christen helfen, indem man denen hilft, die den verfolgten Christen helfen, zum Beispiel den Schwestern vom Guten Hirten, die Frauen und Mädchen, die von Vergewaltigungen und Geiselnahmen bedroht sind, in ihrem „Women and Children Safe House“ Zuflucht bieten und für diese wichtige Arbeit Geld von Missio erhalten sollen. Oder den Frauen und Männern von Caritas International, die in Jordanien syrische Flüchtlinge betreuen. Auch eine Unterstützung der Hilfswerke, die die Christenverfolgung weltweit dokumentieren und (so weit dies möglich ist) verfolgten Christen zur Seite stehen, ist eine Möglichkeit; ich denke an Einrichtungen wie Open Doors, Kirche in Not oder die Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK).

Ansonsten können und sollten wir mit unseren verfolgten Schwestern und Brüdern im Gebet verbunden bleiben, auch in der Gewissheit, dass uns letztlich Niemand von Gott trennen kann, von Gott, der Liebe und Wahrheit ist. Im Gegenteil:

Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit.
Lew Nikolajewitsch Tolstoi


(Josef Bordat)

Freitag, 15. August 2014

In Le Pin ...

Das rote Zeichen zeigt auf den kleinen Ort Le Pin.
Heute übernachtet Geri auf seinem langen Weg nach Santiago de Compostella in Le Pin (siehe Karte).
Ein kurzes Zitat aus seinem Tagebuch (es regnet nämlich sehr viel auf seinem Weg):

Nach einer halben Stunde hatte der Regen wieder aufgehört, aber alles war nass! Das Wetter treibt mit mir üble Spielchen! - Den wirklichen Sonnenschein bieten mir die Menschen. Gestern wollte ich eine junge Dame und ihre Mutter nach dem Weg fragen. Ich fragte, ob sie englisch könnten. Sie meinte, "nur ein bisschen". Ich zeigte ihr meinen Plan und als sie erkannte, dass dort deutsch geschrieben wurde, sprach sie mit mir in einem süßen Akzent Deutsch. Das war nett, ein Sonnenschein am Tag!

Zur Karte: Ganz rechts oben erkennt man den Genfer See mit Genf in der linken unteren Ecke. Dann beginnt bereits Frankreich.  Unten erkennt man das Mittelmeer.  Wenn Sie auf die Karte klicken, sollte sich Google Maps öffnen.




Papst Franziskus an Bundespräsident Heinz

Hier finden Sie eine schöne Geschichte zum Flug Papst Franziskus über unser Staatsgebiet...

Vorübungen

Marion Satra wird ab 1. September als Mesnerin das Amt des Mesners (das Gendern ist schon etwas sehr Kompliziertes...) von Hans Kleedorfer, der in Pension geht, übernehmen.

Wir haben sie heute bereits bei einfachen Vorübungen erwischt.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron

Die von Pfarrer Eder
anlässlich seines
60. Geburtstages
gewidmete Marienstatue
Starke Worte, die das heutige Evangelium bietet. Denn heute ist der Festtag der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel. Und da wird als Evangelium das Magnificat gelesen, Worte, die Maria - eine einfache Frau, erst einige Monate mit Jesus schwanger - laut dem Lukasevangelium beim Besuch bei ihrer Cousine Elisabeth spricht.

So heisst es im Mittelteil:
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.


Den gesamten Text in verschiedenen Fassungen gibt es hier. Dietrich Bonhoeffer, ein evangelischer Theologe, den die Nazis hingerichtet haben,  schreibt über das Magnificat: "Dieses Lied der Maria ist das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte fast sagen revolutionärste Adventslied, das je gesungen wurde. Es ist nicht die sanfte, zärtliche, verträumte Maria, wie wir sie auf Bildern sehen, sondern es ist die leidenschaftliche, hingerissene, stolze, begeisterte Maria, die hier spricht ... ein hartes, starkes, unerbittliches Lied von stürzenden Thronen und gedemütigten Herren dieser Welt, von Gottes Gewalt und von der Menschen Ohnmacht".



Die Initiatorin der Kräutersegnung

An diesem Marienfeiertag werden in vielen Orten bereits traditionell Kräuter gesegnet. Auf eine persönliche Initiative hin, fand das bei uns heuer auch am Ende des Gottesdienstes statt und Kaplan Tomasz und Diakon Johannes spendeten diesen Segen nicht nur den Kräutern sondern glaich auch allen Gottesdienstbesuchern.

Dienstag, 12. August 2014

Kindergottesdienste

Unser Kinderliturgieteam hat wieder Neuigkeiten:
  • Sonntag, 17.8. Ferien-Kindergottesdienst um 9:30 im Pfarrgarten, danach
    wieder kleines Picknick, bitte dazu gerne etwas mitbringen
  • Sonntag, 31.8. Kindersegnung um 16:00 beim Belvedere-Schlössl. Hier gibt es mehr Informationen.

Montag, 11. August 2014

1000 Jahre Pfarre Stockerau, die Jahre 1300 - 1400

Wie versprochen wieder ein Beitrag zu Stockerau durch die Jahrhunderte, diesmal das vierte Jahrhundert des letzten Jahrtausends.

Stockerau und Korneuburg lagen in einem Wettstreit um den Vorrang des Hauptmarktes für das Viertel unter dem Manhartsberg, das Weinviertel. Herzog Friedrich der Schöne bestimmte im Jahr 1327, dass auf der Donaustrecke zwischen Krems und Korneuburg nur diese beiden Städte das Recht hatten, „Getreide anzuschütten, Holz und Wein anzuziehen und weiter zu verfrachten“. Das bedeutete, dass nur Krems und Korneuburg mit Getreide, Holz und Wein Handel treiben durften. Diese Urkunde vom 5. April 1327 betonte ausdrücklich, dass Stockerau diese Rechte nicht zustanden.
Stockerau war aber bereits ein sehr bedeutender Ort. Die Donau, damals ein natürlicher, bequemer und wichtiger Verkehrsweg, floss direkt an den Häusern Stockeraus vorbei. Erst im 19. Jahrhundert wurde Stockerau durch den Eisenbahnbau von der Donau getrennt. Auch die Straßen von Böhmen, Mähren und dem Umland trafen in Stockerau zusammen und führten nach Wien weiter.
Die Bevölkerung Stockeraus handelte schon immer mit Produkten aus der Region. Aber jetzt versuchten sie, sich dieses Recht – dieses Privileg – von ihrem Herrscher bestätigen zu lassen. Und tatsächlich, nur wenige Wochen später, nämlich am 15. Juni 1327, erlaubte derselbe Herrscher, Friedrich der Schöne, den Bewohnern von Stockerau mit Getreide, Holz und Wein zu handeln.  Damit begann ein Streit zwischen Stockerau und Korneuburg, der vierhundert Jahre dauern sollte. Erst im Jahr 1732 konnten die Streitigkeiten zwischen den beiden Städten beigelegt werden. Krankheiten, Wetter, Naturkatastrophen und Raub und Plünderungen verhinderten eine erfolgreiche Weiterentwicklung Stockeraus und auch der umliegenden Orte.
Ende Juli 1338 kamen solche Schwärme von Wanderheuschrecken, dass sie beim Fliegen die Sonne verfinsterten und, wo sie sich niederließen, meilenweit den Boden bedeckten. Alles, was auf den Feldern war, wurde von ihnen abgefressen, nur den Weinstock ließen sie unberührt. Drei Jahre lang währte diese Plage. Im Frühjahr 1340 herrschte eine fünfwöchige sehr strenge Kälte und hierauf richteten Überschwemmungen ungeheuren Schaden an. Im Juni 1349 brach die Pest aus, welche bis in den September wütete, nach 10 Jahren kam sie wieder. (Starzer, Geschichte der Stadt Stockerau, 1911)
Die Adeligen, eigentlich Vorbilder und Beschützer, zogen beutelustig wie „Raubritter“ durch das Land. Ein Chronist aus jener Zeit berichtete: „Alle, die edel sein sollten, Ritter, Knechte, Knappen und etliche Herren waren Diebe und Verräter.“ In Mähren, hauptsächlich in Znaim, fanden sie Zuflucht. König Sigismund von Ungarn und Herzog Albrecht IV. von Österreich wollten diesem „Raubrittertum“ ein Ende bereiten und belagerten mit einem Heer die Stadt Znaim. Da aber eine Krankheit, die Ruhr, ausbrach, musste die Belagerung aufgegeben werden und das Heer kehrte wieder nach Hause zurück. Auch Herzog Albrecht IV. erkrankte an der Ruhr und wurde von Zaim nach Klosterneuburg gebracht, wo er am 14. September 1404 verstarb.

Veröffentlicht in UNSERE STADT – Februar 2012
Autorin: Gabriele Gruber-Redl
Mit freundlicher Erlaubnis der Stadtamtsdirektorin Dr. Riedler

Eine Kindersegnung und viele Kirchenführungen

Am 31. August, dem letzten Sonntag im August und am 2. Tag des Stockerauer Erdäpfelfestes, wird es im Garten des Belvedere-Schlössels um 16 Uhr eine Kindersegnung geben. Das Plakat finden Sie links.  Ein Klick macht es größer.

Aber nicht nur das. Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag führen unsere erst unlängst ausgebildeten Kirchenführerinnen und -führer unter verschiedenen Aspekten durch die Kirche. Am Samstag ist auch die Turmbesteigung möglich.

Samstag 30.8.
15:00 Die Pfarrkirche im Kontext der Stadtgeschichte mit Maria-Andra Riedler
17:00 Bilder werden lebendig mit Sigi Braunsteiner

Sonntag, 31.8.
15:00 Unsere Kirche - Mittelpunkt der Stadt mit Robert Denner
17:00 Inschriften an, in und bei der Kirche mit Michael Huber

Merken Sie sich das alles vor. Es lohnt sich.




Am Pilgerschiff

Wieder gibt es einen Einblick in Geri's langen Weg, der bald nur mehr über zwei Länder führt. Vom Kloster Einsiedeln bis Fribourg begleitete ihn seine liebe Frau, Sigi, von der wir auch ein schönes Foto von unserem Stockerauer Pilger bekommen haben.
Am 11.August - das ist heute - erreichte er Genf und damit fast die Grenze zu Frankreich. Lesen Sie selbst seinen schon recht poetischen Tagebucheintrag:

Der erste Teil des Weges durch Frankreich
"Die Nacht war mittelprächtig, es war angenehm still, das Bett war gut, der Mann, der mit mir das Zimmer teilte, schnarchte nicht, nur lag er neben dem Fenster, und als ich das Zimmer betrat, schlief er schon und so konnte ich das Fenster nicht mehr öffnen und wir hatten in der Früh einen akuten Sauerstoffmangel!
Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Hafen, ich hatte nämlich schon lange beschlossen, über den Genfersee mit dem Schiff zu fahren und nach dem gestrigen Tag war das eine doppelte Wohltat! Statt 71km zu Fuß nur 3 km zum Hafen und dann 4 Stunden mit dem Schiff! Ich bin halt doch ein fauler Pilger! In einem meiner Bücher über den Jakobsweg habe ich einmal gelesen, dass früher die reichen Pilger das Schiff nahmen und die armen Pilger gingen zu Fuß. Heute, meinte der Autor, sei das umgekehrt, weil die Quartiere so teuer sind. Und das stimmt! Ich müsste zumindest 2 mal irgendwo übernachten und die Überfahrt kostete nur 43 Franken, so günstig ist selten ein Quartier!
Die Schifffahrt war gemütlich, es war ein alter Raddampfer. Während der Überfahrt dachte ich über meinen Weg nach, ich dringe immer tiefer in Regionen, die für mich sprachlich absolut unbekannt sind. Wie früher Abenteurer auf dem Raddampfer über Flüsse immer tiefer in den Dschungel in unbekannte Gegenden vorstießen, so nähere ich mich endgültig dem französischen Sprachgebiet. Eigentlich bin ich ja schon in diesem Gebiet, weil hier fast niemand mehr deutsch spricht, fast alle können nur mehr englisch als Zweitsprache und das in der Schweiz!
Das monotone Geräusch der Kolben, die immer im selben Rhythmus ihren Weg gehen, erinnerte mich an meine Beine, die auch immer einen Schritt nach dem anderen setzen, linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, rechter Fuß. Und der Kopf, gleich dem Kapitän, gibt nur die Richtung und die Geschwindigkeit vor. Und so lange alles gut geht, denkt der Kopf nicht an die Beine und der Kapitän nicht an die Kolben.
Das gleichmäßige Geräusch hüllte mich ein, ich saß und lag in der Nähe des Motors, weil es wiedereinmal regnete. In Genf suchte ich wieder die Jugendherberge auf und genoss noch den ruhigen Nachmittag".

Buen Camino, lieber Geri, weiterhin. Oder ab jetzt Bon Voyage!

Fernsehstars aus Stockerau

Unsere Babytreff-Gruppe hat ja, wie bereits berichtet, eine schöne Woche im Burgenland in Neutal verbracht. Und schon sind sie zu Fernsehstars geworden.

Hier gehts zum entsprechenden Beitrag in Burgenland heute. Tip: Bald schauen, denn in ein paar Tagen gibt es den Beitrag nicht mehr im Netz.

Montag, 4. August 2014

Babytreffurlaub

Unser Babytreffteam urlaubt wieder. Line Feder hat direkt vom Urlaub ein Foto und ein paar Worte geschickt.

"Wie schon in den letzten drei Jahren haben ehemalige Babytreff-Kinder mit ihren Familien ein paar aufregende und doch gemütliche Tage miteinander verbracht. Dieses Jahr haben wir das Burgendland als Ziel auserkoren. Das Waldbad bringt Spass und Abkühlung zugleich. Am Foto sieht man unsere Gruppe beim Erkunden der Ruine Landsee. Fussball spielen, basteln, toben und gemeinsames Singen stehen auch auf dem Programm".

Freitag, 1. August 2014

Frauenwallfahrt

Foto: austriaforum.org
Am Donnerstag, den 15. August 2014, ist Dekanats-Fußwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung von Sierndorf nach Oberhautzental.

Treffpunkt: ist um 13:30 bei der Peter-Brabenetz-Kapelle in Sierndorf.
Um 15:00 ist eine Andacht in der Wallfahrtskirche Oberhautzental mit Diakon Johann Wolf.