Donnerstag, 30. Juli 2015

Wohnungen für Flüchtlinge weiterhin gesucht

In Stockerau wurden bisher zwei Wohnungen für Flüchtlinge von der Caritas angemietet. Die Caritas sucht aber weiterhin geeignete Wohnungen. Sollten Sie einen Wohnmöglichkeit bereitstellen können, kontaktieren Sie bitte am besten direkt:

DSA Hermann Schuster
Caritas der Erzdiözese Wien
Betreute Startwohnungen Wien + NÖ
Wiedner Hauptstraße 105
A-1050 Wien
Tel. ++43 1 545 36 06/21

hermann.schuster@caritas-wien.at
www.caritas-wien.at

Immer wieder wird angemerkt, dass die kirchlichen Einrichtungen wie Pfarren und Klöster einmal anfangen sollten, ihre leerstehenden Räume für Flüchtlinge herzugeben. Dazu gibt es hier einen informativen Artikel im Web der Erzdiözese Wien.

Hier ist noch ein Aufzählung, die die Rahmenbedingungen für solche Wohnungen beschreibt:
  • Infrastruktur: S-Bahn-Anbindung in Gehdistanz; erreichbarer Kindergarten, Schule, Nahversorger etc. 
  • Zustand der Wohnungen: bezugsfertig - zeitgemäße Ausstattung (Heizung, Bad, Elektrik,…) 
  • guter Zustand der Wohnungen (Feuchtigkeit, Fenster, etc.)
  • Größe:  alle Größen 
  • Mietdauer: Gewöhnliche Mietverträge über Wohnungen haben eine gesetzliche Mindestbefristungsdauer von 3 Jahren (MieterInnen können bereits nach einem Jahr kündigen, VermieterInnen nicht). Bei Häusern gibt es keine diesbezüglichen gesetzlichen Vorgaben, allerdings setzen wir uns sehr für eine längerdauernde Wohnmöglichkeit ein, da die Sicherung des Grundbedürfnisses Wohnen ganz wesentlich für alle weiteren (Integrations)schritte ist. Sind Perspektiven (beispielsweise ein unterstützendes (Pfarr)Netzwerk) auf eine andere Art als durch längerfristige Mietdauer gewährleistet, kann in Einzelfällen auch eine kürzere Mietdauer (etwa in Form einer Untermiete) vereinbart werden. 
Noch mehr Infos zum Thema Kirche inklusive Caritas und Flüchtlinge gibt es hier.


Mittwoch, 29. Juli 2015

Bibelweg 2015

Wir möchten Sie noch auf den Bibelweg 2015 hinweisen. Die Bibelwege wurden noch vom damaligen Bischofsvikar und früheren Stockerauer Pfarrer Matthias Roch eingeführt. Alles rankt sich um den Standort Bildungshaus Großrussbach. Der heurige Bibelweg startet bald, nämlich am 4. August und läuft im Ziel am 8. August ein.



Das Programm und die Anmeldeinformationen finden sie hier.

Sonntagspredigt am 26. Juli 2015

Ab und zu gibt es Predigten von unserem Pfarrer Markus Beranek zum Nachlesen. Vorher wurde das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung vorgelesen. Nur 5 Brote und 2 Fische,und doch sind über 5000 satt geworden. Aber unser Pfarrer hat auch einen Text für den passenden Segensspruch geschrieben. Der kommt dann im Anschluß an die Predigt. Und dann sind Sie liebe Leserin, lieber Leser mit dem Entlassungsspruch der Hl. Messe "entlassen": Gehet hin in Frieden!


Predigt 17. Sonntag im Jahreskreis B

Wie hat Jesus das gemacht, dass für so viele genug da war? Ich weiß es nicht. Aber die Brotvermehrung bleibt für mich eine wunderbare Geschichte: es ist genug für alle da. Wie auch immer das dann in den einzelnen Situationen funktioniert: aber das haben Menschen unzählige Male erfahren: in der Nähe Jesu wird Ungeahntes möglich, regieren nicht Kleinkariertheit und Überlebensängste sondern bricht eine Stimmung der Freude und des Feierns an.

Das Gegenbild sind die, die immer einen Grund zum Raunzen und zum Meckern finden. Die für die das Boot schon längst voll und dafür das Glas immer halbleer ist. Die, die in der Meinung leben, man könnte eh nichts in dieser Welt verändern, vielleicht gerade mit letzter Kraft das eigenen Schärflein noch retten.

Aber das Evangelium erzählt mir vom Vertrauen Jesu, das ansteckt, und so teilen die Jünger aus, bis alle mehr als satt sind. Das Evangelium ermutigt mich, zu einer Dynamik der kleinen Schritte. Mein Leben wird anders, wenn ich heute einen kleinen Schritt der Veränderung setze. Mein Leben wird stressfreier, wenn ich mir heute erlaube, ein paar Minuten nur da zu sein und zu genießen. Die Welt wird menschlicher, wenn ich heute beginne, kleine Gesten der Menschlichkeit und des Mitgefühls zu setzen – keiner muss alleine die ganze Welt retten! Wenn wir das Ziel als zu groß und unerreichbar einschätzen, dann tun wir gar nichts. Aber wo ein Mensch in seinem Tun nicht nur den Tropfen auf dem heißen Stein, sondern den Tropfen, der im Laufe der Zeit den Stein aushöhlt sieht, dort gewinnt die Dynamik, Jesu Raum. Dort geschieht das Wunder der Brotvermehrung. Auch heute.



Segen


Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zureichen.
Gott segne euch,
damit ihr auf ihn schaut,
damit ihr ihm vertraut,
dass aus euren Anfängen eine Fülle wird,
die für alle reicht.

Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zu reichen.
Gott segne euch,
damit ihr entdeckt,
welche Fülle und Gaben er in euch hineingelegt hat,
damit ihr sie zur Entfaltung bringt.

Fünf Brote und zwei Fische,
es scheint hinten und vorne nicht zu reichen.
Gott segne euch,
damit ihr euch nicht abfindet mit dem Mangel, dem Elend und der Not,
sondern austeilt wie die Jünger,
weil genug da ist für alle.

So segne euch der treue Gott:
Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Montag, 27. Juli 2015

Lob auf Stockerau

In unserer Pfarrkirche liegt beim Schriftenstand das Pilgerbuch für den Jakobsweg Weinviertel bereit. Immer wieder gibt es interessante Einträge. Diesmal voller Lobes über Kirche und Stadt. Sogar in englischer Sprache. Janet und David aus Norfolk (GB) meinen: "Fantastic Church". Na also.

Im ersten Bild ganz unten heißt es: "A lovely Church and a lovely city!" Eine liebenswerte Kirche und einen liebenswerte Stadt! Wissen wir das eigentlich auch? Oder halten wir es mit Matthäus 13,57, der Geschichte vom Propheten im eigenen Land?

Sonntag, 26. Juli 2015

Heiliger Christophorus, bitte für uns!

Da der Anblick seines Bildes vor einem plötzlichen Tod bewahren soll, wurden an zahlreichen Kirchen und anderen Gebäuden außen riesige Christophorus-Bildnisse angebracht. Das kann man überall in Österreich , besonders aber an den Kirchen Kärntens und der Steiermark beobachten. Doch am heutigen Sonntag dient er, der Patron der Reisenden,  als Symbol einer Sammlung für die MIVA, einer Gesellschaft die Geld für Fahrzeuge und Infrastrukturprojekte in der Mission organisiert. Auch in Stockerau wurde beim Kirchenausgang gesammelt, aber das Plakat war viel kleiner...Früher sollte man einen Groschen je unfallfrei gefahrenem Kilometer spenden. Heute darf es auch ein Cent sein.


Das Evangelium erzählte heute von der wunderbaren Brotvermehrung und Pfarrer Markus Beranek betonte in seiner Predigt: "Es ist genug für alle da". Nur für Raunzerinnen und Raunzer (darf man auch hier die weibliche Form benützen?) ist das Boot voll und das Glas halbleer. Man muss nur teilen wollen, dann ist genug für alle da.

Foto: Hl Christophorus in Rinkenberg/Vogrče (Kärnten), Monika Gschwandtner-Elkins.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Gebet für Flüchtlinge

Heute fand um 18 Uhr in der stillen kühlen Kirche das angekündigte Gebet für Flüchtlinge statt. Fast 30 Beterinnen und Beter hatten sich eingefunden und beteiligten sich an den schön gestalteten Gebets-Zwanzig-Minuten. Einen Eindruck der Texte kann vielleicht das Friedensbekenntnis von Seoul (Korea) geben, das 1990 im Rahmen der Ökumenischen Weltversammlung entstanden ist. Übrigens: Wussten Sie, dass die Caritas gemeinsam mit Pfarren und Klöstern derzeit 4.400 der insgesamt 43.000 Asylwerber versorgt.

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist
und der die Erde allen Menschen geschenkt hat.
Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,
an die Stärke der Waffen.
an die Macht der Unterdrückung.
Ich glaube an Jesus Christus.
Der gekommen ist, uns zu heilen,
und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.
Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidbar sind,
dass Friede unerreichbar ist.
Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss,
dass der Tod das Ende ist,
dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.
Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,
die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet,
und dass alle Männer und Frauen
gleichberechtigte Menschen sind.
Ich glaube an Gottes Verheißung
eines neuen Himmels und einer neuen Erde,
wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.
Ich glaube an die Schönheit des Einfachen, 
an die Liebe mit offenen Händen,
an den Frieden auf Erden.
Amen.

Ökumenische Weltversammlung 1990 in Seoul

Montag, 20. Juli 2015

Wallfahrtsnachwirkungen

Karl Hochfelsner hat uns trotz fast 38 Grad Hochsommertemperatur einen kleinen Bericht zukommen lassen. Es geht um unserer Mariazeller Fußwallfahrt, bei der wir am ersten Tag (immer am Christi Himmelfahrtsfest) bei der Familie Tomaso zur Nachmittagsjause und anschließender Nachmittagsandacht beherbergt und bewirtet werden. Es ist fast schon Tradition, dass eine Gruppe nimmermüder Fußwallfahrerinnen und -Fußwallfahrer ausnahmsweise das Rad besteigt und im Juli zum Heurigen der Famile Tomaso radelt. Heuer wurde dabei auch ein Geheimnis gelüftet. Denn unser Wallfahrtsleiter Gerhard Schuster hatte am Ende der Wallfahrt in Mariazell eine Marienstatue besorgt, die bei der Schlußandacht am silbernen Gnadenaltar von Pfarrer Markus Beranek geweiht wurde (siehe Bild rechts oben mit unserer schönen seit Jahrzehnten von Helene Bratusa gestalteten Wallfahrtskerze. Übrigens: Auch der Kerzenständer ist eine "Originalarbeit" des Wallfahrers Franz Gutmann). Wofür war diese Statue vorgesehen? Lesen Sie die Lösung in Karls Bericht.

Trotz extremer Hitze haben sich Wallfahrer mit dem Rad nach Wagendorf zur Familie Tomaso begeben, um mit ihrem Besuch ein Dankeschön für die freundliche Aufnahme über viele Jahre zum Ausdruck zu bringen. Der Junior Bauer und die Oma waren anwesend und so konnten wir uns auch mit der Familie gut unterhalten. Gerhart Schuster hat an die Familie als Dank über so viele Jahre freundliche Aufnahme eine Mariazeller Mutter Gottes überreicht, worüber sie große Freude und Dankbarkeit zeigten. Uns als aktive Wallfahrer hat aber besonders das Kommen der "Altwallfahrer" 
Wilma und Gerd K. gefreut, die in ihren Erinnerung die Aufnahme in der Küche im Hause Tomaso 1997   trotz starken Regens mit viel Schmutz an den Schuhen besonders erwähnt haben.

Ein schöner Tag mit vielen Erinnerungen und Gesprächen, einer gastfreundichen Aufnahme beim Heurigen, einer wunderbaren Radfahrt durch unsere Au und entlang der Donau, vorbei an unserem Wallfahrerkreuz. Und die Blumen dort haben wir auch gegossen.
Karl Hochfelsner

Sonntag, 19. Juli 2015

Gebet für Flüchtlinge

Am Donnerstag, 23. Juli, wird in unserer Pfarrkirche wieder um 18:00 das Gebet für Flüchtlinge stattfinden. Pfarrer Markus Beranek schreibt uns:

Herzliche Einladung zum Gebet für Flüchtlinge

An jedem Donnerstag um 18 Uhr wird in einer oder mehreren Kirchen der Erzdiözese Wien für dieses Anliegen gebetet.

Donnerstag, 23. Juli 2015
18 – 18.20 Uhr Pfarrkirche Stockerau

Heute ist Predigt-Tag

Unser Pfarrer Markus Beranek hat heute in der Halbzehnuhrmesse gepredigt. Aber wie, werden Sie vielleicht fragen. Die Frage kann beantwortet werden und hier ist die Predigt vom Sonntag, 19. Juli 2015. Übrigens: ganz wortgetreu ist der Text nicht, denn er hat uns auch aufgetragen oder vorgeschlagen, den heute gelesenen Psalm 23 vom Guten Hirten einfach auswendig zu lernen, damit wir ihn wie das Vater Unser in unserem Gebets-Repertoir immer mithaben. Waren deshalb heute nachmittags so wenig Menschen auf den Straßen unserer Stadt zu sehen, weil alle im kühlen Wohnzimmer den Psalm memorierten?

Die Predigt

„Und Herr Pfarrer, sind sie mit ihren Schäfchen zufrieden?“ Das ist tatsächlich eine ganz gute Frage, um ins Gespräch zu kommen. Dann erzähle ich von dem, was mir bei meiner Arbeit Freude macht, was ich als Herausforderung erlebe.
„Und Herr Pfarrer, sind sie mit ihren Schäfchen zufrieden?“ Zugleich merke ich dann immer auch, dass mir bei dieser Frage nicht ganz wohl ist. Oben am Berg ist das ja schön, wenn ich eine Schafherde treffe, wenn die Tiere kommen, sich streicheln lassen, sich zusammendrängen. Aber für die Mitchristen in der Pfarre kommt mir das Bild dann doch nicht so passend vor.  Da wünsche ich mir schon eine Begegnung auf Augenhöhe. Und dann werden für mich viele Hirtinnen und Hirten sichtbar: wenn Eltern auf ihre Kinder schauen, wenn Menschen für andere beten, wenn Frauen und Männer sich drum bemühen, im Beruf verantwortungsvoll zu handeln. Jede und jeder ist auf je eigene Weise Hirtin und Hirt.
Dieses Bild des Hirten steht für mich für einen Menschen, der etwas aus seinem Leben macht, sein Potential entfaltet. Der anderen auf Augenhöhe begegnet. Die Gemeinschaft der Getauften ist eine Gemeinschaft von Hirtinnen und Hirten – die Hauptaufgabe des Pfarrers übrigens scheint mir zu sein, dass ich dazu beitrage, dass das immer mehr zur Entfaltung kommt.
Aber zugleich spüre ich – für andere da sein, auf andere schauen, dass kann ich nur, wenn es in mir das Grundvertrauen gibt, dass wer auf mich schaut. Das haben wir von unseren Eltern mehr oder weniger mitbekommen. Der zweite Weltkrieg etwa, obwohl er schon 70 Jahre vorbei ist, wirkt, so scheint mir, bis heute nach, weil durch die Kriegswirren viele Menschen, in diesem Grundvertrauen erschüttert wurden und weil sie so dieses Vertrauen nur eingeschränkt ihren Nachkommen vermitteln konnten. Hier knüpfen für mich die biblischen Texte an und erschließen den Blick auf Jesus als einen, der uns durch all diese Erschütterungen hindurch entgegenkommt, als einer, der auf uns schaut. Jesus hält uns nicht für kuschelige, streichelweiche Lämmchen. Jesus begegnet uns auf Augenhöhe und will uns auf Augenhöhe haben. Die Nähe des Guten Hirten richtet auf. Macht erwachsen. Lehrt den aufrechten Gang. Macht Mut zum Handeln – und nimmt die Angst, dass wir Fehler machen.
Jesus, der Gute Hirt: Gottes Wegbegleiter, dass auch wir unsere Hirtenkraft entfalten.

Und hier sind noch die Segensworte zum abschließenden Segen:

Gott hat euch das Leben geschenkt
Er lasse euer Vertrauen wachsen
Er lasse euch wissen,
dass eure Wege von ihm behütet sind.

Gott braucht euch.
Er will euch auf Augenhöhe
Er öffne euch die Augen und das Herz,
damit ihr eure Angst überwindet,
damit ihr Mut habt zum aufrechten Gang,
damit ihr aufsteht gegen Wölfe und Gefahren
damit ihr Hirtinnen und Hirten seid
nach dem Beispiel Jesu

Dazu segne euch Gott:
Der Vater und der Sohn
Und der Heilige Geist

Freitag, 17. Juli 2015

Erfrischende Orgelmusik

Von einem Aperitif erwartet man sich, dass er einen erfrischt. Von einem Aperitifkonzert erwartet man erfrischende Musik. Und als Draufgabe bekommt man bei 37 Grad im Freien höchst erfrischende 24 Grad in unserer Kirche.
Heute spielte Alexander Prem ein Orgelkonzert mit einem erfrischenden Programm, denn er sieht - wie es im Programm heißt, die Orgel als Sound Machine.
Geschätzte 8% der Festspielbesucher horchten zu und applaudierten begeistert. Die Aperitifkonzerte sind ein Teil der Stockerauer Festspiele. Einen Überblick über das Programm (man spielt noch bis 1. August) bekommt man hier. Gehn Sie hin, es lohnt sich. Und als Draufgabe bekommen Sie bei den Konzerten in der Kirchen einen herrlich kühlen Raum ohne Klimaanlage. Hier ist noch das einstündige Programm, das Alexander Prem virtuos am Freitag, den 17. Juli spielte. Wenn Sie drauf klicken, können Sie es sogar lesen.


Kurz nach dem Aperitifkonzert wird die hervorragende und fast immer ausverkaufte Hauptspeise Don Camillo und Peppone auf der Bühne vor der Kirche serviert. Wir haben einen Schnappschuß gemacht, wie sich einige der Darstellerinnen und ein Darsteller hinter den Bühne vor ihrem Auftritt erfrischten.



Dienstag, 14. Juli 2015

Manager-Schelte

Wenn Sie vielleicht nach einem anstrengenden Arbeitsjahr jetzt im Urlaub sind, dann lohnt es sich, Ausschnitte aus einer Rede zu lesen, die Papst Franziskus an seine Führungskräfte richtete. "Die Firma" Kirchenverwaltung im Vatikan heißt Kurie und vermutlich zurecht vermutet unser Papst, dass in seiner Führungsmannschaft einiges verbesserungswürdig ist. Und daher zählt er 15 "Krankheiten" auf, an denen es liegen könnte, dass manches nicht so funktioniert, wie es sollte. Zum Nachdenken lohnt sich das auch, wenn man nicht Kardinal, Bischof oder Preister im Vatikan ist, sondern wenn man das ganze auf sein eigenes Arbeitsleben projiziert, wo es das natürlich alles nicht gibt.

Die 15 Krankheiten der Kurie. Ein Spiegel für Führungskräfte.

Papst Franziskus hat bei seiner Weihnachtsbotschaft an Kardinäle, Bischöfe und Priester im Vatikan Mängel aufgezählt und diese mit Krankheiten gleichgesetzt.

1) Sich unsterblich, immun oder unersetzbar zu fühlen: “Eine Kurie, die sich nicht selbst kritisiert, die sich nicht selbst erneuert, die nicht versucht, sich selbst zu verbessern, ist ein kranker Körper.”

2) Zu hart arbeiten: “Eine Rast ist für diejenigen, die ihre Arbeit getan haben, notwendig, gut und sollte ernst genommen werden.”

3) Spirituell und geistig abzustumpfen: “Es ist gefährlich, diese menschliche Empfindsamkeit zu verlieren, die einen mit denen weinen lässt, die weinen, und mit denen feiern lässt, die fröhlich sind.”

4) Zu viel planen: “Es ist nötig, gute Pläne zu machen. Aber verfallt nicht der Versuchung, die Freiheit des Heiligen Geistes einzuschließen oder zu dirigieren, denn er ist größer und großzügiger als jeder menschliche Plan.”

5) Ohne Koordination wie ein lärmendes Orchester zu arbeiten: “Wenn der Fuß der Hand sagt: ‘Ich brauche dich nicht’ oder die Hand dem Kopf sagt: ‘Ich habe das Sagen.'”

6) “Geistliches Alzheimer”: “Wir sehen es in den Leuten, die ihr Zusammentreffen mit dem Herrn vergessen haben … in jenen, die völlig auf ihr Hier und Jetzt, ihre Leidenschaften, Launen und Manien angewiesen sind; in jenen, die Mauern um sich bauen und sich von Götzen versklaven lassen, die sie mit ihren eigenen Händen erschaffen haben.”

7) Sich in Rivalitäten zu verlieren und zu prahlen: “Wenn das eigene Aussehen, die Farbe der Gewänder oder Ehrentitel zu den wichtigsten Zielen im Leben werden.”

8) Das Leiden an “existenzieller Schizophrenie”: “Es ist die Krankheit jener, die ein Doppelleben führen. Ein Resultat der Scheinheiligkeit, die typisch ist für mittelmäßige und fortgeschrittene spirituelle Leere, die auch akademische Titel nicht füllen können. Es ist eine Krankheit, an der oft die leiden, die den Priesterdienst aufgegeben haben und sich auf bürokratische Aufgaben beschränken und dadurch den Kontakt mit der Realität und echten Menschen verlieren.”

9) “Terror des Geschwätzes”: “Das ist die Krankheit von Feiglingen, die nicht den Mut haben, direkt zu sprechen, sondern nur hinter dem Rücken von Leuten.”

10) Verehrung der Vorgesetzten: “Das ist die Krankheit jener, die ihre Vorgesetzten hofieren und dafür auf deren Wohlwollen hoffen. Sie sind Opfer des Karrierismus und des Opportunismus. Sie verehren Menschen, die nicht Gott sind.”

11) Gleichgültigkeit gegenüber anderen: “Wenn man aus Neid oder Heimtücke Freude daran findet, andere fallen zu sehen, statt ihnen aufzuhelfen und sie zu ermutigen.”

12) Eine Trauermiene aufzusetzen: “Tatsächlich sind theatralischer Ernst und steriler Pessimismus oft Symptome von Angst und Unsicherheit. Der Jünger muss höflich, enthusiastisch und glücklich sein und Freude weitergeben, wo auch immer er hingeht.”

13) Immer mehr zu wollen: “Wenn ein Jünger versucht, eine existenzielle Leere in seinem Herz mit der Ansammlung materieller Güter zu füllen, nicht weil er sie braucht, sondern weil er sich dadurch sicherer fühlt.”

14) Die Bildung “geschlossener Kreise”, die stärker sein wollen als die Gemeinschaft: “Diese Krankheit beginnt immer mit guten Absichten, aber mit der Zeit versklavt sie ihre Mitglieder, indem sie zu einem Krebsgeschwür wird, das die Harmonie des Körpers bedroht und so viel Schaden verursacht – Skandale – besonders gegenüber unseren jüngeren Brüdern.”

15) Das Streben nach weltlichen Profiten und die Prahlerei: “Das ist die Krankheit jener, die unersättlich sind in ihren Versuchen, ihre Macht zu vervielfachen, und dabei des Rufmords, der Diffamierung und der Diskreditierung anderer fähig sind – auch in Zeitungen und Magazinen – , natürlich um sich selbst als kompetenter darzustellen als andere.”

(Quelle: AP)

Starke Worte.

Sonntag, 12. Juli 2015

Sonntag - ein Tag der Taufen

 Am 12. Juli war ein Tag der Taufen. Julia wurde in der Halbzehnuhrmesse mit Wasser und Musik des Familienmessenchores getauft, gleich nachher hat John Rhino vor dem Täufer, unserem ständigen Diakon Johann Wolf, dem Bösen widersagt und am Nachmittag wurde Elie (Elias), der Sohn der jungen irakischen Flüchtlingsfamilie, die in Stockerau auf die Genehmigung des Asyls wartet, mit der musikalischen Begleitung des Familienmessenchores getauft. Wir wünschen allen drei Täuflingen und ihren Eltern viel Freude im Leben und vor allem Elie, dass er in Sicherheit und Frieden aufwachsen und leben darf.

Karl Hochfelsner hat uns Fotos von Elie's Taufe geschickt.

Samstag, 11. Juli 2015

1000 Jahre Pfarre Stockerau, die Jahre 1600 - 1700

In unserer Stadtzeitung gab es 2012 eine Serie von Berichten über die Geschichte der Stadt Stockerau im letzten Jahrtausend, die natürlich auch den Hintergrund der Pfarrgeschichte unserer im Jahr 2014 1000-jährigen Pfarre bildet. Wir haben freundlicherweise von der Redaktion der Stadtzeitung und der Autorin Gabriele Gruber-Redl die Freigabe zur Veröffentlichung in unseren Medien bekommen. Hier ist wieder ein Jahrhundert. Alle bisherigen sieben Jahrhunderte finden Sie unter dem Tag "Stadtgeschichte".

Die Stadt

Die "neue" Burg Kreuzenstein
Die Häuser des Marktes waren klein, hatten nur wenige Räume und mit Stroh gedeckte Dächer. Die Bewohner waren meist Handwerker, Händler und Kaufleute. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) kamen die Schweden 1645 und 1646 auch bis nach Stockerau, wo der schwedische Feldherr Lennart Torstensson sein Hauptquartier aufschlagen ließ. Das Land verarmte, das Leben kam zum Stillstand und, um noch ärgeres zu verhindern, mussten die Bewohner eine „Brandsteuer“ bezahlen. Als die feindlichen Truppen nicht mehr ausreichend Nahrung und Lebensunterhalt fanden, zogen sie ab. Vorher sprengten sie noch die Burg Kreuzenstein in die Luft, die lange eine Ruine blieb, bis sie im 19. Jahrhundert wieder neu aufgebaut wurde und ihre jetzige Gestalt erhielt.
Auch in Stockerau verwüsteten die Schweden das Land und ganze Ortsteile. Die Bewohner bauten die Häuser wieder auf, jedoch schöner, größer und geräumiger und die Dächer waren nicht mehr mit Stroh sondern mit Schindeln gedeckt.
Im Jahr 1698 bestand Stockerau aus 146 Häusern.  Vor allem die große Anzahl von „Inleuten“  machte der Marktgemeinde Sorgen. Im Jahr 1696 wurden 1297 Einwohner gezählt, davon waren 566 sogenannte „Inleute“ (Mieter). Um zu verhindern, dass die Inleute noch mehr wurden, machte der Markt einen Zuzug von einer Bewilligung abhängig. Nur junge, arbeitswillige Menschen sollten Unterkunft bekommen, „damit sie der Gemeinde nicht zur Last fielen“.

Quelle: Brückner, Johannes: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Marktes Stockerau, Dissertation, 1953.


Klostergründung

Im Jahr 1652 wurde das Koloman-Kloster fertiggestellt. Doch schon vor Vollendung des Baus bezogen am 21. Dezember 1647 die ersten Mönche das Kloster. Zehn Mönche, darunter zwei Priester, zogen an diesem Tag in einer feierlichen Prozession in das neue Kloster. Begleitet wurden sie von vielen Andächtigen, dem Pfarrer von Stockerau und dem Marktrat. Erbaut wurde das Kloster an der Stelle an der der heilige Koloman den Märtyrertod fand. Bereits im 12. Jahrhundert bauten die Stockerauer hier eine Kapelle, die im 15. Jahrhundert zu einer kleinen Kirche ausgebaut wurde.
Im 17. Jahrhundert verhandelte der Marktrat von Stockerau mit dem Franziskanerorden über die Errichtung eines Klosters bei der Colomani-Kirche. Am 8. November 1641 gab der Kaiser und am 13. Mai 1643 der Bischof von Passau die Zustimmung zum Bau eines Klosters in Stockerau. Mit Unterstützung der Gemeinde, der benachbarten Herrschaften und der Bürger begann der Bau einer neuen Kirche und des Klosters, in das 1647 die Mönche einzogen und das 1652 fertiggestellt wurde. Die Kirche wurde am 22. August 1660 feierlich eingeweiht.
Als besonders freigiebiger Förderer dieses Projektes wird unter anderem der Stockerauer Bürger Michael Gerstmayr genannt. Auch Kaiser Ferdinand II. unterstützte die Mönche mit jährlich „38 Stock Salz“ aus den Salzwerken von Gmunden. Die Gemeinde schenkte dem Orden 6000 Ziegel und für weitere 20.500 Ziegel wurde nur der halbe Preis verlangt.
Unter Kaiser Joseph II. wurde im Jahr 1783 das Kloster aufgehoben. Die Mönche mussten anfangs Juni 1784 das Kloster verlassen und die Gemeinde übernahm das Gebäude. Die Statue des heiligen Koloman und die Säule der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ kamen von ihren ursprünglichen Standorten beim Kloster weg. An der Südseite der Stockerauer Pfarrkirche fand die Statue vom heiligen Koloman einen neuen Platz, wo sie sich auch heute noch befindet. Die Säule der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ hat auf dem Platz vor dem Pflegeheim in der Landstraße einen neuen Standort.
Zunächst wurde das Gebäude von der Militär-Ökonomie-Commission genutzt, aber bereits 1786 wurde es verkauft und eine Bandfabrik darin eingerichtet. Die Besitzer des Anwesens wechselten im Lauf der Jahre mehrmals und damit auch die Verwendung. Erst im Jahr 1912 wurde anstelle der alten, mittlerweile leider verfallenen Gebäude  mit dem Bau des neuen Klosters begonnen, wie wir es heute kennen.

Quelle: Starzer, Dr. Albert: Geschichte der Stadt Stockerau, 1911

Schützenverein 1602

Der Schützenverein 1602 ist der älteste Verein Stockeraus der heute noch besteht. Aus dem 17. Jahrhundert stammen die ersten Nachrichten und Zeugnisse dieses Vereines. Die älteste noch erhaltene Schützenscheibe ist die sogenannte „Salzküffelscheibe“ aus dem Jahr 1602, die im Bezirksmuseum Stockerau zu sehen ist. Am 1. Oktober 1604 wandten sich der Ratsbürger Wolfgang Müller und der Marktschreiber Hans Schrembhammer mit einer Bittschrift an den Markt Stockerau, „das ain ordentliche Schießstatt alhie (in Stockerau) aufgerichtet würde“.
Ihre Bitte fand Zustimmung. Eine Schießstatt sollte an einem dafür geeigneten und sicheren Grundstück errichtet werden, wo kein Schaden entstehen konnte. Ein solcher Platz, damals „öd und wüst“, verlassen, von den Bewohnern nicht genutzt und verwildert, befand sich vor dem Markt Stockerau, zwischen Hausgärten und dem Mühlbach. Wie uns der Name schon sagt, wurde die Schießstatt an der heutigen Schießstattgasse errichtet, wo sich heute Automobilmuseum, Parkplatz und Tennisplätze befinden.  Im Jahr 1611 ging das Grundstück in den Besitz der Stockerauer Schützen über.

Quelle: Hainisch, Gerta: Ritter, Schlecker, Sau und Stroh – Die Geschichte der Stockerauer Schützen im 17. und 18. Jahrhundert, 2002

Veröffentlicht in UNSERE STADT – Mai 2012
Autorin: Gabriele Gruber-Redl
Mit freundlicher Erlaubnis der Stadtamtsdirektorin Dr. Riedler

Aufbruch mit Musik

Wie wir schon berichtet haben, findet am 18. September 2015 um 19 Uhr im Z 2000 in Stockerau das große Benefiz-Galakonzert zu Gunsten der Renovierung des Pfarrzentrums - Projekt Aufbruch - statt. Veranstalter ist dankenswerter Weise die Bezirksorganisation des Niederösterreichischen Pensionistenverbandes. Ab sofort gibt es die Karten im Pfarrbüro, Kirchenplatz 3 und im Kulturamt der Stadt Stockerau (im Rathaus).
Ein Änderung gibt es auch (gegenüber der Ankündigung im letzten Pfarrblatt): Statt der Militärmusik Niederösterreich spielt die Big Band der Polizei Niederösterreich.


Mittwoch, 8. Juli 2015

Gebet für Flüchtlinge

Das Pfarrnetzwerk Asyl  hat ein wöchentliches Gebet für Flüchtlinge initiiert, das jeden Donnerstag um 18 Uhr in einer anderen Kirche stattfindet, Dauer ca. 20 min. Es geht dabei darum, ein Zeichen der Solidarität mit den unzähligen Flüchtlingen weltweit zu setzen und ganz einfach auch für sie zu beten.

Am 23. Juli um 18 Uhr findet dies Gebet wieder bei uns in der Pfarrkirche vor der Abendmesse statt.

Im Alten Testament heißt es im Buch Levitikus, das spätestens 450 vor Christi Geburt geschrieben wurde:

„Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“ (Lev 19, 33-34)

Da war man schon etwas weiter als manche unserer Zeitgenossen.....

Donnerstag, 2. Juli 2015

Ferien

Der letzte Schultag naht und wir wünschen allen, die jetzt Ferien machen eine gute Erholung und viele schöne Erlebnisse. Unser Kinderliturgieteam ist auch in den Ferien aktiv und lädt am Sonntag, 19.7. zum  Ferien-Kindergottesdienst um 9:30 im Pfarrhof-Garten herzlichst ein.

(Foto: W. Flandorfer, Blick vom Pfarrhofgarten auf den Kirchturm)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Don Markus und Helmut

Am 30. Juni konnte man in ORF 2 in der Reihe Heute leben erleben, was unser lokaler (wie der Moderator - wohl als Versprecher - sagte "kommunistischer Pfarrer")  Don Camillo Markus und unser Peppone Helmut  zu ihren Rollen in der Gemeinde zu sagen haben.

Hier kann man es noch eine Woche "nachsehen".




Die Zeiten ändern sich

Seit heute sind die personellen Veränderungen in unserer Pfarre Stockerau ab 1. September 2015 fixiert.
Kaplan Michael Kreuzer
  • Unser bisheriger Kaplan Tomasz Iwandowski, der in diesem Jahr sowohl Jugendseelsorger des Vikariates Nord als auch Kaplan in Stockerau war,  wird ganz Jugendseelsorger sein, aber weiterhin im Pfarrhof wohnen
  • Aushilfskaplan Joseph Yun Kao wird Kaplan in Wien, und zwar in der Pfarre Ober St. Veit
  • Nina Högler wird als Pastoralassistentin nach Wien, in die Pfarre Gatterhölzl wechseln
  • Michael Kreuzer, derzeit Kaplan in Wien, und zwar in der Pfarre Hernasl-Kalvarienbergkirche wird neuer Kaplan in Stockerau

Nina Högler
Bernd Kolodziejczak ("Kolo") bleibt - wie schon berichtet -im kommenden Arbeitsjahr als Diakon bei uns.
Joseph Kun Yao

Wir wünschen heute schon Tomasz, Joseph und Nina viel Freude in ihren Arbeitsfeldern und freuen uns schon auf unseren neuen Kaplan Michael Kreuzer, der sich in seiner bisherigen Pfarre besonders auch um die Caritas gekümmert hat.

(Foto Michael Kreuzer: http://www.kalvarienbergkirche.at/unserepfarre.htm)

Tomasz Iwandowski