Freitag, 28. August 2015

Schauplatz Kloster

Derzeit macht ein offener Brief des Priors des Benediktinerstiftes Göttweig, Pater Maximillian Krenn,  die Runde durch die Medien, den er an die Redaktion der ORF-Sendung "Am Schauplatz" geschrieben hat. Interessant zu lesen und zu bedenken.

Hier können Sie den Brief lesen.

Eines der Argumente des Schreibers, dass die Orden ja besonders in den Ursprungländern der Flüchtenden viel dazu tun, dass nicht mehr Menschen verzweifelt ihrer Heimat den Rücken kehren, hat natürlich etwas für sich. Auch unser Missionsorden in Stockerau tut hier wahrscheinlich in aller Stille mehr, als wir alle wahrnehmen können. Zum Beispiel fällt uns hier die Arbeit unseres Stockerauer Ordens im Südsudan ein. Marketing und Lobbyismus sind nicht gerade die Stärken der katholischen Kirche.

Foto: Aus der Webseite der Benediktinerabtei Göttweig.
Novizenmeister Prior P. Mag. Maximilian Krenn OSB 

(OSB steht für Ordo Sancti Benedicti, Orden des Hl. Benedikt)


So beginnt der Brief:
 "Ich war wirklich sehr verwundert, dass der Bericht über das Tun, besser ,Nichts-Tun' der Klöster war. Sie zeigen - noch dazu sehr unvorteilhaft - einen Pater ,hinter Schulstühlen verschanzt', einen leeren Klassentrakt, der logischerweise gar nicht als Flüchtlingsherberge dienen könnte (müssten doch die Flüchtlinge mit Schulbeginn wieder das Quartier räumen und würden so neuerlich auf die Flucht geschickt werden). Abgesehen davon würde das Kloster wieder eine schlechte Presse bekommen, weil sie die Flüchtlinge ja weiterschicken müsste. Der Eindruck soll erweckt werden: die Klöster Österreichs haben zwar riesige Räume, tun aber nichts....."

Fundamente des Glaubens

Die Theologische Volkshochschule des Katholischen Bildungswerkes lädt im Wintersemester 2015/16 zu einem Kurs mit dem fragenden Titel Auf welchen Fundament steht eigentlich Ihr Glaube ein. An sieben Abenden, jeweils an einem Mittwoch um 19:00 im Pfarrheim Spillern (Erster Abend am siebenten Oktober 2015), gibt es sieben Themen, um über den eigenen Glauben oder Nichtglauben nachzudenken. Alles Weitere gibt es auf dem Plakat, das bei einem Klick plötzlich lesbar wird.

Und die Zahl Sieben, die im Absatz so oft vorkommt,  ist eine heilige Zahl. Wenn das kein Zeichen für Ihre Teilnahme ist?


Eine Frauenwallfahrt

Doris Hartl (Leiterin der Katholischen Frauenbewegung (abgekürzt kfb) im Dekanat Stockerau) und Elisabeth Weber (Leitung in der Pfarre Stockerau) laden herzlich zur kfb-Wallfahrt des Dekanates Stockerau am 28, September 2015 ein. Alles weitere steht im Plakat, das noch größer wird, wenn Sie darauf klicken.

Anmeldung bitte bei Brigitta Hatzak: 02266 71452 oder Elisabeth Weber: 0676 7248554

Noch eine Information: Bitte Jacken bzw Westen mitnehmen, sowohl im Cellarium (Google übersetzt mit "Lagerhaus") als auch in der Friedenskirche in Döllersheim wird es kalt sein.



Pippi kommt nach Stockerau

Sr. Celiana von unserem Stockerauer Kloster St. Koloman lädt ein und schreibt:

Wir würden uns freuen, wenn einige Eltern mit den Kindern dazukommen könnten. Diese Gruppe WME (Wir Meinen Euch) spielt jedes Jahr bei uns im Kloster und überläßt meistens die Spende für die Hilfsprojekte unserer Kongregation in Rumänien.

Am 26. September (ein Samstag) um 15 Uhr ist es soweit. 



Es geht los!

An die 100 liebe Leute verteilen die 6900 Exemplare des Stockerauer Pfarrblattes UNTERWEGS und sparen damit der Pfarre eine ganze Menge Geld. Es ist wieder einmal soweit. Die Pfarrblätter liegen fein geordnet in der Sakristei zum Abholen und Verteilen bereit. Der größte Stapel ist 390 Pfarrblätter dick, der kleinste 23.

Wenn Sie keines zugestellt bekommen, dann liegt das an versperrten Wohnblocktüren, Pickerln zur Abwehr nicht adressierter Post und ähnlichem. Ersatzweise gibt es einige Exemplare am Schriftenstand unserer Stadtpfarrkirche.

Endlich wieder Termine

Ab sofort gibt es nach den Ferienmonaten wieder den wöchentlichen Verlautbarungszettel, der in der altmodischen Papierform in der Kirche aufliegt, aber für moderne baumschonende Surferinnen und Surfer einmal als PDF und ein ander Mal in smartphonegerechter Form vorliegt.

Donnerstag, 27. August 2015

Wir gedenken der toten Flüchtlinge im Burgenland

Auch die kath. Kirche ist entsetzt, welches Unheil die kriminellen Schlepperbanden anrichten und trauert um die im Kühl-LKW umgekommenen Menschen.
Im Stephansdom wird Kardinal Schönborn am Montag, 31. August, eine Requiem für die Verstorbenen feiern. Wir in Stockerau feieren das Requiem um 18:30. Um 19 Uhr werden die Glocken aller kath. Kirchen in der Erzdiözese Wien zum Gedenken an diesen schrecklichen Vorfall läuten.

Hier gibt es Informationen zu diesem Vorfall.

Dienstag, 25. August 2015

Mitreisen

Sigi Braunsteiner hat uns ein Gruppenbild von der Pfarr-Reise nach Polen geschickt und einen sehr kurzen, aber erfreulichen Text dazu verfaßt. Die Reise dauert ja noch ein paar Tage an. Wir wünschen unseren Reisenden viel Vergnügen und eine gute Heimkehr.

Es geht uns allen gut, wir genießen das Land und lernen Polen von einer ganz neuen Seite kennen ...


Die Reisegruppe der Pfarre Stockerau. Ein Click vergrößerrt sie.

Google sagt in der Bildersuche, dass das die Marienburg in Malbork ist. Unsere Gruppe ist nicht die erste, die sich dort fotografiert...

Alt und Jung in der Arche

 Pastoralassistentin Nina Högler, die uns mit 1. September zu einer neuen Aufgabe Richtung Pfarre Gatterhölzl in Wien verlassen wird, hat uns einen kurzen Bericht und zwei Bilder geschickt:

Ein letztes Mal trafen sich vergangene Woche die Jugendlichen, die heuer ihre Firmvorbereitung im Stockerauer Landespflegeheim Arche absolviert hatten, um gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und Firmbegleitern in Erinnerungen zu schwelgen, Fotos zu kommentieren und mit einer großen Portion Eis den Sommer zu genießen.

Sonntag, 23. August 2015

Ferienaushilfe

Unser Ehrenredakteur Pastoralassistent Manfred Plattner hat uns einen Bericht vom heutigen Sonntagsgottesdienst geschickt. In der Pfarre ist ja ein gewisser Ausnahmezustand, da ein guter Teil unserer Geistlichkeit und unserer helfenden Hände auf Pfarrreise nach Polen sind. Hier ist der Bericht:
Wussten Sie schon, dass wenn im Sommer kein Organist zur Verfügung steht, unser lieber Wolfgang Flandorfer (bekannt unter dem Geheimnamen: Flani) einspringt und die Orgel spielt?Am Sonntag 23. August um 9:30 war das wieder der Fall. Beschwingte Musik begleitete die Hl. Messe. Vielen Dank!!!!



Freitag, 21. August 2015

Ein Soundritual

Heute, am Freitag 21. August, hörte unsere Pfarrkirche ganz andere Töne als sonst. In der Kirche spielten an verschiedenen Orten neun Musikerinnen und Musiker das Soundritual von und mit dem Stockerauer Musiker und Komponisten Karl Ritter (->Wikipedia)und nutzten die komplizierte Akustik und die Reflexionen unserer Kirche zur Gestaltung des Klanges aus. "Die Erstaufführung des Soundrituals fand vor 14 Milliarden Jahren statt", so beginnt die Einführung zum Konzert.
Sieben Teile, die durchaus inhaltlich zum "Heiligen Raum" passten, wie die Schöpfung, die Evolution, der Wind und das Feuer, die Liebe, die Kommunikation, die Metaphysik und als letzter Teil die Gottsuche benützten die sieben Grundtonarten von C bis H.
Phantastische Klang-Konstruktionen mit Instrumenten und Stimmen in wechselnder Dynamik durchwanderten den Raum von der Chorempore bis zum Altarraum. Ein eindrucksvoller, interessanter und medidativer Abend, gut besucht und lang beklatscht. 

Und im Trailer Video heißt es im letzten Statement: "Die Menschen berühren - was anderes will ich gar nicht". Schön, dass das in Stockerau in unserer Kirche gelang. Einen Eindruck vom Klang bekommt man in diesem Youtube Video - aber natürlich ohne die große Akustik einer großen Kirche.

Karl Ritter (aus www.karlritter.at)
Übrigens: Karl Ritter ist auch für die Musik der drei Theaterstücke der Stockerauer Festspiele (zuletzt Don Camillo und Peppone) während der Intendanz von Zeno Stanek verantwortlich.

Bild: Logo von Sound Ritual (www.soundritual.com)


Caritas Aufruf zum Flüchtlingsthema

Die Caritas hat uns um folgenden Aufruf gebeten:

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich die Situation der in Österreich Zuflucht suchenden Menschen dramatisch verschärft. Die Erstaufnahmestelle in Traiskirchen platzt aus allen Nähten und die künftige Unterbringung der vielen Menschen, die momentan obdachlos sind, ist großteils immer noch ungeklärt.
Aus der Bevölkerung und auch von vielen Pfarren ist eine enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den Flüchtlingen zu spüren. Neben den zahlreichen Sachspenden, die beim Caritas Omni.bus abgegeben werden, ist auch die finanzielle Unterstützung eine tragende Säule für unsere Hilfe in Traiskirchen.

Spendenkonto
Erste Bank
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT47 2011 1890 8900 0000
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe

Aufgrund der großen Spendenbereitschaft ändern sich die Aufrufe für Sachspenden laufend.
Die aktuell benötigten Spenden für Traiskirchen finden Sie auf der Omni.bus Facebook-Seite „Wir helfen“ oder auf der Caritas Seite. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns oder direkt an die E-Mailadresse omnibus@caritas-wien.at wenden.

Wohnungen für Flüchtlinge
Wir sind weiterhin auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge. Sollten Sie oder oder Personen aus Ihrem Bekanntenkreis Wohnraum an Flüchtlinge vermieten wollen, so freuen wir uns über Ihren Anruf unter 01/515 52-3096.

Containerstellplätze 
Ebenso sind wir auf der Suche nach freien Grundstücken, auf denen wir Container als Unterkünfte für Flüchtlinge aufstellen könnten. Sollten Sie Kontakt zu Personen mit geeigneten Grundstücken haben, so bitten wir Sie Kontakt mit Bettina Erl unter bettina.erl@caritas-wien.at aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der Caritas

Donnerstag, 20. August 2015

Das neue Pfarrblatt ist im Druck

Online Leser sind immer früher dran. Seit heute ist das neue Pfarrblatt August 2015 im Druck bei unserer Stockerauer Druckerei Bösmüller. Vier Ausgaben gibt es je Jahr, Februar, Mai, August und November.
Die aktuelle Ausgabe handelt entgegen dem Trend der Medien in der Sommerzeit nicht von Flucht und Vertreibung. Dieses Thema hatten wir ja schon, weil wir vor den Trends da sind, in der Maiausgabe. Diesmal ist das Thema "Die Sorge um das gemeinsame Haus", der Untertitel des Rundbriefes (Enzyklika genannt) von Papst Franziskus mit dem Titel "Laudato si", den Anfangsworten des Sonnengesanges des Hl. Franz von Assisi.
Schöpfung, Erhaltung der Umwelt - das sind die Hauptthemen. Wir haben dazu auch zwei Damen aus Stockerau befragt, die beide ganz verschiedene Tätigkeiten verrichten, aber in ihrem Umweltbewußtsein Beispiele sein können. Die eine arbeitet in der Gemeinde, die andere in der in der Pfarre. Doch mehr wird hier nicht verraten.
Jetzt schon überaus Neugierige können schon die noch nicht ganz komplette Internetversion des Pfarrblattes lesen (Sie kommen dorthin auch mit einem Click auf den Tab "Das aktuelle Pfarrblatt" unter dem Logo dieses Weblogs). Das PDF und die Komplettierung der Internetversion durch die Karikatur von Seite 3 wird Montag 24.8. nachgereicht.

Dann gibt es auch schon die Papierversion, die dann ab Mittwoch 26.8. von den über 100 Pfarrblattverteilerinnen und -verteilern in der Sakristei abgeholt und verteilt werden kann, damit sie ab Anfang September in  6800 Haushalten vorliegt - gelesen wird wäre möglicherweise eine etwas übertriebene Formulierung und ein Traum der Redaktion...

Barmherzigkeit

Papst Franziskus hat das Jahr 2016 zum Jahr der Barmherzigkeit aufgerufen. Es beginnt am 8. Dezember 2015. Laut Wikipedia definiert sich Barmherzigkeit so:
Die Barmherzigkeit (Lehnübersetzung von lateinisch misericordia) ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not und nimmt sich ihrer mildtätig an. ... Sie gilt als eine der Haupttugenden und wichtigsten Pflichten der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam, Bahai sowie anderer Religionen wie Buddhismus und Hinduismus.
Die deutsche Bischofskonferenz hat dazu eine eigene Webseite eingerichtet, die sich anzusehen lohnt. Und auf einer vatikanischen Webseite zu diesem Jahr finden Sie die Ankündigung, das Rundschreiben ("Bulle") zur Einberufung, die extra komponierte Hymne (hier auf Youtube) und ein schönes Gebet dazu.

Passt alles auch recht gut zu dem gerade heißen Flüchtlingsthema.

Foto: Logo des Jahres der Barmherzigkeit, aus der Vatikan Webseite (hier auf Deutsch erklärt)

Fakten zur Flüchtlingsthematik

Im Internet findet man viele Unterlagen, die versuchen, den Vermutern und Verschwörungstheoretikern Fakten zum Thema Flucht in die Hand zu geben. Damit kann man Ängste abbauen und schrecklich hoch erscheinende Zahlen relativieren.


Ein solches Dokument hat auch die österreichische Caritas erstellt, das Sie (als PDF) hier ansehen können.

Mittwoch, 19. August 2015

Flüchtlingshilfe in Stockerau


Der Kurator der evangelischen Gemeinde in Stockerau, Mag. Gerd Lauermann,  hat einen Artikel unter obigem Titel verfasst, den wir all unseren Surferinnen und Surfern ans Herz legen wollen. Neben all den politisch motivierten Reden und Widerreden über dieses Thema gibt es hier konkrete Schritte, wie Stockerau sich an der Hilfe für diese Flüchtlinge vernünftig beteiligen kann.

Hier ist der Artikel.

Ein Zitat daraus:
In Stockerau haben sich die Katholische Pfarre, der Islamische Kulturverein und die Evangelische Pfarrgemeinde gemeinsam mit der Stadtgemeinde schon vor einiger Zeit zusammen getan und ein von Parteipolitik losgelöstes „Netzwerk Integration“ gegründet. Selbstverständlich ist es unsere Pflicht, Menschen in Not zu helfen. Flüchtlinge, die als solche anerkannt werden, haben ihr Land unfreiwillig verlassen – wegen eines Krieges oder, weil sie als Minderheiten oder Andersdenkende verfolgt werden. Unsere Herausforderung ist es, diesen Menschen Schutz zu geben und ihnen wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
In Stockerau gibt es Gott sei Dank viele Menschen und Organisationen, die das genauso sehen. Es gilt nun, die Ressourcen zu bündeln und effizient zum Wohle der betroffenen Frauen, Männer und Kinder einzusetzen.

Lesenswert sind auch die Gedanken von Andreas Andel in demselben Blog.


Sonntag, 9. August 2015

Lächle – du bist auf dem Cammino di Assisi!

Ab heute für eine gewisse Zeit alles stehen und liegen lassen
Ab heute meiner Sehnsucht Raum geben
Ab heute offen und achtsam anderen begegnen
Ab heute wieder fragen wer ich bin.
Ab heute Spuren suchen, Neues entdecken
Ab heute täglich dankbar meinen Tag der Nacht übergeben
Ich gehe pilgern 

[Peter Müller]

Der Stockerauer Herbert Mathe machte sich dieser Tage auf den Weg, um den Camino di Assisi zu erpilgern. Wir haben Ihn, um seine Eindrücke gebeten. Hier sind sie:

Logo des Weges
Wer ein solches Pilgerbedürfnis verspürt , aber nicht ausreichend Zeit für den langen in aller Munde befindlichen spanischen Jakobsweg aufbringen kann oder will, der könnte - oder sollte! - den Cammino di Assisi in Mittelitalien versuchen!  Es handelt sich dabei um keinen neu konzipierten Weg, sondern um die Verbindung zahlreicher traditionsreicher lokaler Pilgerwege der Emilia Romagna, der Toskana und Umbriens. Er wurde -  ausgehend von der Erklärung von Santiago de Compostela und Assisi zu Partnerstädten im Jahre 2007 - im Geiste der beiden regionalen Heiligen Franz von Assisi und Antonius (Padua) etabliert.
Demnach führt er  an Orte und Plätze, die vor allem mit dem Leben dieser beiden Heiligen verbunden und ihnen zum Teil auch geweiht sind (Assisi, La Verna, Monte Casale, etc.).
Ausblick
Der Cammino di Assisi startet in dem kleinen Ort Dovadola in der Emilia Romagna und führt in 12 Tagesetappen über die Toskana ins umbrische Assisi; in Summe werden dabei ca. 300km bewältigt.
Ich habe mich auf den Weg im Juli dieses Jahres eingelassen und bin ihn ganz alleine gegangen; das  kostete mich zwar Überwindung, denn die Erfahrung des Allein-Seins und des Nuraufsichgestellt-Seins in einem fremden Land über einen Zeitraum von 2 Wochen hat mir noch gefehlt.
Nun kann ich sagen: es war eine unglaublich intensive Zeit und eine enorme Bereicherung mit unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen – vielleicht/wahrscheinlich gerade deshalb, weil ich alleine aufgebrochen bin.

Kloster La Verna

Franziskus und der Wolf
In gleichem Maße, wie mir die Etappen aufgrund der gegebenen anspruchsvollen Geländestruktur körperlich alles abverlangten - es gibt mehrere Tagesrouten zwischen 1000 und 1500 Höhenmetern- , wurde ich durch idyllisch verlaufende Wege, durch üppige abwechslungsreiche Vegetation, durch überwältigende Aussichten, durch bezaubernde mittelalterliche Ortschaften und Städte,  durch zahlreiche inspirierende Plätze und nicht zuletzt durch unvergessliche herzliche Begegnungen mehr als reichlich belohnt.
Herbert ist am Ziel angelangt.
Auf dem Cammino di Assisi pilgern bedeutet auch, den Weg für sich zu gehen, bereit sein, sich auf sich selbst einzulassen, denn er ist im Gegensatz zu etlichen anderen Wegen äußerst schwach frequentiert: am Weg begegnete ich an all den Tagen keinem einzigen menschlichen Pilger (nur hin und wieder einem Wildschwein oder einem  Reh)!
Kontakt zu dem einen oder anderen Pilger fand ich immer wieder  in den für die Nächtigung bereitstehenden Pilgerunterkünften; Sie sind in der Regel schlicht und durchwegs sehr gepflegt.
Falls jemand neugierig geworden ist, so kann er/sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen oder Informationen aus dem Internet unter folgender Adresse einholen, z.B. unter dieser Adresse.


Mittwoch, 5. August 2015

Tag der Erinnerung - der 6. August

Wir haben ein paar Mal von der irakischen Flüchtlingsfamilie in Stockerau berichtet - zuletzt von der Taufe ihres kleine Sohnes Elie (Elias). Die Verwandten sind nach wie vor in Flüchtlingslagern in der Nähe der Erbil (rund 500.000 Einwohner), in der von kurdischen Soldaten kontrollierten Region im Norden des Irak. Gerade dieser Tage gedenken irakische Christen des 6. August 2014, an dem sie knapp dem Tod durch die IS entkommen konnten. Im Web der Erzdiözese haben wir dazu einen informativen Artikel gefunden.

Hier ist der Link zum Artikel.

Das Bild der Machtverhältnisse in Syrien und dem Irak oben stammt aus Wikipedia und zeigt, wie nahe (weniger als 90 km) die Terroristen des Islamischen States (IS) dem Fluchtort vieler irakischer Christen, der Stadt Erbil, sind. Dort sind die im Artikel angesprochenen Flüchtlingslager. Klicken Sie aufs Bild, dann kann man so manches lesen.

Montag, 3. August 2015

96,5% der Rumänen glauben an Gott

Ein Blick in ein anderes Land, dessen Grenze sogar weniger weniger weit von Stockerau entfernt ist als die Stadt Bregenz, ist immer interessant. Diesmal haben wir einen Artikel aus der deutschsprachigen rumänischen Zeitung ADZ (Allgemeine Deutsche Zeitung) über die Spiritualität und Religiosität der Bevölkerung Rumäniens gefunden. 83,9% der Rumänen bezeichnen sich zum Beispiel als gläubig und sehr gläubig, 1,1,% bezeichnen sich als atheistisch, 3,4% besuchen nie einen Gottesdienst. Rumänien hat etwa 20 Millionen Einwohner. Die Anzahl der Konfessionslosen liegt trotz der langen kommunistischen Herrschaft nur bei 0,2 Prozent (86,7% Orthodoxe Christen, 6,7% Protestanten, 5,6% Katholiken, 0,3% Moslems, Quelle: Wikipedia)

Hier der Artikel (und hier der Link zum Original):

Bukarest (ADZ) – Die überwältigende Mehrheit der rumänischen Bürger glaubt an Gott, die Heiligen, das ewige Leben sowie Himmel und Hölle, bezeigen die Ergebnisse der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP zum Thema der Auffassung von der Religion.
Bei der im Zeitraum 9. – 14. Juli 2015 landesweit durchgeführten Umfrage gaben 96,5% der Befragten an, an Gott zu glauben, während 84,4% an die Heiligen, 59,6% ans Paradies, 57,5% an die Hölle und 54,4% an das ewige Leben glauben. 83,9% der Rumänen bezeichnen sich als gläubig bis sehr gläubig, 10,3% als nicht gläubig und bloß 1,1% als atheistisch. Darüber hinaus glauben 44,8% der Rumänen an Wunder, 31,2% an den „bösen Blick“, knapp 24% an Horoskope, 15,6% an die Existenz der Außerirdischen und 15,3% an Hexerei.
Trotz erklärter Religiosität hinkt die Mehrheit der Rumänen beim Ausüben des Glaubens nach: Nur 0,9% der Befragten gaben an, Gottesdienste täglich zu besuchen, 25,4% tun dies einmal pro Woche, 37,8% bloß zu Ostern und/oder Weihnachten, 3,4% nie. Vertrauen zu den Geistlichen haben 44,8% der Befragten, lediglich 34,9% sind zur Beichte bereit.

Frauenwallfahrt hoch zu Roß

Unsere Katholische Frauenbewegung hat uns einen Bericht und ein paar Bilder von einer Radwallfahrt mit dem Ziel Stockerau geschickt. Wer ein gutes Auge hat, wird auch flotte Frauen aus Stockerau in der Gruppe identifizieren. Die Bilder werden beim draufklicken größer...

Einander begegnen – kfb-Rad-Wallfahrt im Weinviertel

„Lasst uns miteinander radeln, Frauen auf dem Wege, Tritt für Tritt, Tritt für Tritt unser Leben teilen wir uns mit, Frauen auf dem Wege.“
Vom 8.-10. Juli 2015 machten sich 60 Frauen der Kath. Frauenbewegung Wien  mit ihrer Vorsitzenden Melitta Toth an der Spitze auf die 112 km lange Reise
von Retz über Laa/Thaya und Hollabrunn bis nach Stockerau. Die Wallfahrt stand unter dem kfb-Jahresthema „Einander begegnen“. Jeden Tag gab es einen anderen Schwerpunkt: „Leben teilen“,
„Mit- und voneinander lernen“ und „Miteinander feiern“. Die Pilgerinnen wurden am Weg von den kfb-Gruppen in Retz, Seefeld-Kadolz, Laa, Hanfthal, Nappersdorf und Göllersdorf herzlich empfangen. Einen Höhepunkt der Reise bildete die Begegnung mit muslimischen Frauen in ihrem Gebetsraum in Hollabrunn.

Mit dem Reisesegen von Msgr. Willibald Steiner, Geistlicher Assistent der Kath. Aktion Wien, ausgestattet und von zwei kompetenten Radtechnikern begleitet
kamen alle Teilnehmerinnen trotz Regen und Sonnenbrand nach 3 Tagen erschöpft aber wohlbehalten in Stockerau an. Dort wurde mit Veronika Prüller-Jagenteufel (Geistl. Assistentin der kfb Wien) und Pfarrer Markus Beranek im Kloster St. Koloman der festliche Abschlussgottesdienst gefeiert. Den Ausklang bildete ein Konzert von Claudia Mitscha-Eibl.

punkt_um sagt ein großes Danke

Jedes Jahr wird bei den Stockerauer Festspielen für ein Sozialprojekt in Stockerau gesammelt. Heuer waren Ihre Spenden für den Verein punkt_um für die Ausstattung von Therapieräumen vorgesehen.
Dazu rief Intendant Zeno Stanek persönlich am Ende der Vorstellungen zum Spenden auf und Mitwirkende der Festspiele standen mit Spendengläsern bereit, um das Klingen der Münzen, aber auch das Knistern der Scheine zu ermöglichen.
punkt_um ist ein Verein, der Kindern und Jugendlichen in schwierigen Situationen wie zum Beispiel Tod oder Trennung hilft.


Diesmal ist das unglaubliche Ergebnis von € 34.976,91 zusammen gekommen. Dafür ganz herzlichen Dank dem Team der Festspiele und vor allem Ihnen, den Spenderinnen und Spendern.

Es gibt ein schönes Bild von der Scheckübergabe in der Presse und auf diesem Scheck stehen die runde und sozusagen symbolische Summe von 30.000 €. Die obige höhere Summe enthält alle auch nachher noch eingelaufenen und verbuchten Spenden der letzten Vorstellungen. 

Sonntag, 2. August 2015

Familiendiskussion

Am 13. August, einem Donnerstag, beschäftigt sich die Patrizierrunde unserer Legio Mariens mit dem Thema "Die Familie - Kern unserer Gesellschaft". Auch Sie sind zu diesem immer aktuellen Thema herzlich um 19:30 in das Pfarrzentrum St. Stephan eingeladen.


Kolomanische Ökumene

Am 8. September (Treffpunkt 19 Uhr beim Katholischen Pfarrzentrum) gibt es eine Begehung des Kolomaniweges durch die ökumenische Bibelrunde. Auch Sie sind herzlich eingeladen, mitzugehen. Nähers finden Sie im lesenswerten Weblog der evangelischen Gemeinde.

Hier ist der Link zum Artikel.

Das Foto zeigt die Station des Kolomaniweges in der Au gegenüber dem Pensionistenheim mit der Künstlerin Veronika Küssel, die die Kunstwerke dieses Weges geschaffen hat.

Sonntagspredigt und Segensworte am 2. August 2015

Predigt

Hier finden Sie die Lesungen dazu. 

Das zweite Buch der Bibel, das Buch Exodus schildert uns die Wüstenwanderung des Volkes Israel, bei der es immer wieder zu heftigen Krisen kommt – etwa, als das Essen ausgeht. Mose ist an allem schuld und die Sehnsucht nach der Sicherheit Ägyptens, der „guten alten Zeit“ wird laut. Gott sorgt sich um sein Volk und in der Nacht fällt Manna vom Himmel. Die Forschung sieht das Manna als den Saft der Tamariskenzweige, den die Schildläuse ansaugen, der Überschuss erstarrt in Tropfen und fällt zu Boden. Die Beduinen verwenden dieses Produkt bis heute als Ersatz für Honig.
Die biblische Erzählung greift dieses natürliches Phänomen auf und steigert es: es reicht in der biblischen Darstellung aus, um zehntausende Menschen zu nähren. Aber das Manna lässt sich nur jeden Tag neu sammeln. Es lässt sich nicht in Vorratsgefäßen einlagern, denn dann wird es schlecht und beginnt zu stinken.
Dieses Bild kommt mir oft dafür, wie ich die Bibel für mich erlebe. Ich kann mich nur jeden Tag neu überraschen lassen, wie sich mir der biblische Text erschließt, wie er lebendig wird und mit meiner Lebenssituation in eine Wechselwirkung tritt. Dann frage ich mich: wo stehe ich heute, was beschäftigt mich, wo ist mein wunder Punkt, wo spüre ich meine Lebendigkeit – und was in den Bibeltexten des Tages beginnt hier für mich ganz zart und auch manchmal ganz heftig zu schwingen.
Und oft berührt mich dann ein Wort oder ein Bild der Bibelstelle und es tröstet und begleitet mich.
So auch heute: „Ich bin das lebendige Brot“ sagt Jesus – und ich höre wie er mir verheißt: Glaube heißt Nahrung zu finden, zur Ruhe zu kommen, meine ureigene Lebendigkeit mehr zu entfalten – und wenn ich das tue, habe nicht nur ich was davon, sondern dann werde ich in dem Sinn auch zu lebendigen Brot, zu einer guten Brotgabe für andere.


Segen

Der uns zum lebendigen Brot geworden ist
nähre euch auf eurem Weg
und lasse euch Tag für Tag finden,
was ihr zum Leben braucht
Brot und Liebe
Nahrung und Freundschaft
einen gedeckten Tisch und Menschen,
die mit euch das Leben teilen.

Der uns zum lebendigen Brot geworden ist
werde durch euch wirksam
dass ihr eine gute Brotgabe seid für diese Welt
für eure Mitmenschen und Freunde
für eure Familien und für die, die euch noch fremd sind.

So segne euch Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Ihr Pfarrer Markus Berank