Sonntag, 30. April 2017

Neuem eine Chance geben

Wir haben die am 19.März neu gewählten Pfarrgemeinderätinnen und -räte unserer Pfarre gebeten, ihre Meinung zum neuen Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel zu sagen. Hier ist ein neuer Beitrag dazu, diesmal von Monika Böckmann. Monika Böckmann schreibt:

Um zum Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel Stellung zu nehmen, fiel mir zuerst die Diözesanversammlung im Oktober 2013 ein, damals für mich eine erste Begegnung mit den angedachten, notwendigen Veränderungen in unserer Diözese.

Ein Blick in meine Notizen von damals zeigte mir Vorbehalte, Anliegen und so manche Uneinsichtigkeit auf, die dieser Erneuerungsprozess in den Dekanaten hervorrief und die damals ausgesprochen werden konnten, die von Turbulenzen, von Mut fassen und vor allem aber auf das Gebet für die Gemeindeerneuerung nicht zu vergessen, zeugten.

Nun, vier Jahre später ist für fünf Pfarren ein erster großer Schritt geschafft und der Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel vom Kardinal per Dekret bestätigt. In den Gemeinden gibt es wie gewohnt Gottesdienste und an örtlichen Traditionen kann und soll ja wie bisher festgehalten werden. Organisatorisches wurde zum Teil schon verbessert. Das Miteinander innerhalb des Verbandes muss noch wachsen. Der Prozess ist noch nicht beendet, denn die Aufmerksamkeit sollte nun einer Erneuerung gelten, die jene Menschen anspricht, die keinen für sie stimmigen Zugang zu bisherigen Formen innerhalb der Kirche finden konnten.

Ich möchte nicht missverstanden werden, das Bisherige soll nicht schlecht geredet werden, aber auch Neuem muss eine Chance gegeben werden. Wir sind ja angehalten, Vorschläge zur Gestaltung mitzuteilen. Manches wird uns bestimmt eine gewisse Flexibilität abverlangen, aber unsere Mobilität erlaubt es uns ja schließlich innerhalb (oder auch außerhalb) des Verbandes Gottesdienste zu besuchen, die unserem Wunsch der Messgestaltung entsprechen.

Mit dem Gebet für die Pfarre Stockerau bitte ich Sie, diesen Erneuerungsprozess zu unterstützen. Das Gebet finden Sie hier.

Erster Abend Treffpunkt Glaube

Die Einladung links kennen Sie vielleicht schon, es ist die Einladung zum Treffpunkt Glaube. An 9 Abenden werden Fragen rund ums Christsein aufgeworfen. Nach einem Impulsreferat werden diese interessanten Fragen in mehreren Gruppen diskutiert.

Fast zwei Wochen ist es nun her, dass der erste Abend stattfand. Knapp 30 Interessierte sind gekommen und haben sich in drei Gruppen zusammengefunden. Bei einem guten Essen und in entspannter Atmosphäre konnten sich die Teilnehmer kennen lernen. Das nette Ambiente des P2 Saales gab dafür den geeigneten Rahmen ab.
Zum ersten Thema Wie glaube ich heute noch? moderierte Sigi Braunsteiner. Im Impulsreferat brachte Pfarrer Markus Beranek auch persönliche Erfahrungen. Nicht eine gescheite Abhandlung übers Christsein, sondern persönliche Eindrücke aus der Erfahrung des Lebens im Jetzt und Heute. Damit gab es dann auch lebendige Unterhaltungen und Diskussionen in den Gruppen. 


Das Ziel, um 21 Uhr zu schließen, wurde fast erreicht. Nach dem offiziellen Ende gab es noch die eine oder andere Diskussion. Jedenfalls darf man auf den nächsten Termin gespannt sein, der diesen Mittwoch, den 3. Mai um 19 Uhr im Pfarrzentrum P2 stattfindet. Das Thema Wer ist Jesus - sein Leben und Sterben ist ein zentrales des Christseins, viele anregende Gespräche sind da zu erwarten.


Das Jawort vor 50 Jahren

Elisabeth undc Gerhard Nikel
Im Rahmen des heutigen Sonntagsgottesdienstes feierten Elisabeth und Gerhard Nikel mit ihrer Familie und Verwandten die Goldene Hochzeit. Genau heute vor 50 Jahren gaben sie sich vor Gott das Jawort.

Die Nikels waren in diesen 50 Jahren immer in unserer Pfarre engargiert und haben in mehreren ehrenamtlichen Funktionen gezeigt, dass eine gute Ehe immer auch offen für andere ist.

Von unserer Seite auch Alles Gute und Gottes Segen für viele weitere Jahre!

Freitag, 28. April 2017

Diakon Antonius

Unser Pfarrpraktikant Anton Istuk - früher nannte man Pfarrpraktikanten despektierlich Pfarrerlehrbuam - wird mit drei anderen Priesterstudenten am 7.Mai 2017 in der Pfarrkirche Kaisermühlen um 15 Uhr zum Diakon geweiht, dem großen Schritt Richtung Priesterweihe.

Der rote Hinweis auf der Karte rechts zeigt Ihnen wo diese Kirche in Wien ist. Anton freut sich sehr, viele Stockerauerinnen und Stockerauer bei seiner Weihe begrüßen zu dürfen.

Mittwoch, 26. April 2017

Chorale Totale

Das ist nichts gefährliches oder totaltäres, sondern ein altbekannter und altbewährter Chor in Stockerau, der von Ulli Neuhold geleitet wird und aus einem Jugendchor der Pfarre herausgewachsen ist. Ulli schreibt:

"Ich darf Euch sehr herzlich zu unserem Chorkonzert am 13.5./ 19.30 in den neu renovierten Räumlichkeiten des P2 (ehemaliges Pfarrzentrum) in Stockerau einladen.
Ein buntes Programm – sicher für jeden Geschmack etwas dabei – erwartet Euch."

Alles weitere gibt es hier.


Dienstag, 25. April 2017

Eine Erinnerung für Opernfans

Wir haben schon im März auf diese Opernveranstaltung im Pfarrzentrum - P2 hingewiesen, möchten Sie aber noch einmal daran erinnern.

1. Mai 2017, um 19:00
Le nozze di Figaro von W.A. Mozart

Montag, 24. April 2017

Erster Mai, erste Maiandacht

Am ersten Mai findet wie es sich gehört die erste Maiandacht statt. Aber wie seit Jahren nicht in der Kirche sondern beim Wallfahrerkreuz in der Au, das von fleissigen Händen dieser Tage "fitgemacht" wurde. Die Andacht findet um 15 Uhr statt.
Wer gut zu Fuß ist trifft isch um 13 Uhr vor der Pfarrkirche zum Marsch durch die grüne Au. Es kommen aber immer auch viele Radfahrerinnen und Radfahrer dazu. Einfach Richtung Kraftwerk Greifenstein fahren, aber beim Brunnen rechts abbiegen und donauaufwärts auf dem Treppelweg am nördlichen Donau-Ufer solange fahren, bis man unterhalb des Treppelweges das große Kreuz und hoffentlich auch schon ein paar Menschen sieht.

Bis bald!

Freitag, 21. April 2017

Veränderungen - Umbrüche als Chance sehen

Unser Pfarrgemeinderat ist am 19. März neu gewählt worden. Da in seine Periode 2017-2022 auch der Schritt von den einzelnen Pfarren zu einem Pfarrverband liegt, der ja am 1. April 2017 gegründet worden ist, haben wir unsere neuen Pfarrgemeinderätinnen und -räte um ihre Meinung zu dieser neuen Organsiationsform befragt. Immer wieder werden Sie also hier diese Aussagen lesen. Heute lesen Sie die Meinung von Christoph Baumgartner zum neuen Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel.

Veränderungen  - Umbrüche als Chance sehen

Gratulation zur Umsetzung dieses Pfarrverbandes. Mir war schon sehr lange bewusst, dass diese Möglichkeit als Pfarre kommen musste. In der letzten PGR-Periode wurde sehr viel über den Pfarrverband  NEU gesprochen und diskutiert. Wir müssen gerade in der heutigen Zeit als Christen in Stockerau über den Tellerrand schauen.
Es ist wichtig und notwendig, dass die jeweiligen Ortspriester weiterhin vor Ort sind und die Verantwortung übernehmen. Vernetzung und Teamarbeit zwischen diesen 5 Pfarren hat eine  große Priorität für mich. Dies geschieht bereits bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, teilweise auch in der Jugendarbeit.
Ich arbeite in der Legion Mariens mit. Zu unseren monatlichen Glaubensgesprächsrunden, Patrizierrunden, kommen Gläubige aus dem Pfarrverband und darüber hinaus schon über 30 Jahre.
Ich glaube auch, dass man das, was in den Pfarren des Pfarrverbandes gut läuft, beibehalten soll.
Es wird sicherlich in der Zukunft viel hinterfragt, und das ist auch gut so, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf einem guten Weg im neuen Pfarrverband sind.

Donnerstag, 20. April 2017

Neues aus dem Südsudan

Schwester Christa Petra von der Missionsprokur im Kloster St. Koloman hat für uns wieder eine Nachricht:

+ Sr. Veronika
"Mit einem lieben Gruß sende ich Euch diesen Link, der eine Osterbotschaft ist.
Sr. Veronika ist postum ausgezeichnet worden und besonders berührend sind die Worte des Bischof, der im März unser Generalat besucht hat. Für ihren "Selbstlosen Dienst an der Menschheit" hat unsere Mitschwester Veronika Theresia Rackova nun posthum eine öffentliche Anerkennung vom Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten (MZVaEZ) der Slowakischen Republik erhalten.

Mehr gibt es hier.

Wir haben ja wieder drei Schwestern im Südsudan, allerdings in Wau, wo Sr. Leema Rose seit einigen Jahren das Gesundheitszentrum leitet, in dem Krankenpfleger/-Innen und Hebammen ausgebildet werden.

Mehr zu diesem Zentrum gibt es hier zu lesen.

Obwohl wir hier in Österreich nicht in so großer Gefahr leben, brauchen auch wir einen KARSAMSTAG, an dem wir zwischen allem, was uns fordert uns Zeit nehmen, das „Wesentliche“ in unserem Leben um in der Hoffnung zu „begreifen“, anzuerkennen, das nicht alles in unserer Hand liegt, Zeit für die Saat zu Reifen."

Sr. Veronika Rakova (aus der Slowakischen Provinz des Klosters) war unsere Projektpartnerin in Yei im Südsudan und wurde von Soldaten bei einer Fahrt mit einer kranken Patientin dort erschossen.

Manfred Plattner sings it

Vielleicht sagen Sie jetzt, das online PfarrMagazin macht ja auch für jeden Konzert in Wien schon Reklame, um seine Artikel zu füllen. Nein - so ist es nicht, es ist nur deswegen, weil unser Pastoralassistent Manfred Plattner bei diesem a capella - Lehrerchor mitsingt und sich freuen würde, auch Sie im Publikum zu erspähen. Und hoffentlich nicht herauszuhören ist. 



Dienstag, 18. April 2017

Frühjahresheuriger

Am kommenden Samstag, dem 22. April, lädt unser Pfarrteam ab 17 Uhr zum ersten Mal in das neu restaurierte Pfarrzentrum P2 zum beliebten Pfarrheurigen ein. Im Herbst 2018 wird dieser Heurige dann 70.

Der Erlös kommt in die P2-Sparkasse zum Bezahlen der P2-Schulden.


Einladung zu einer Sendungsfeier im Kloster

Schwester Christa Petra vom Kloster St. Koloman schreibt uns:

Am Sonntag, 30.4. wird Sr. Ada Lick im Rahmen unseres Sonntagsgottesdienstes (9 Uhr) für das neue SSpS-Europa Projekt Griechenland (Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsdienst der Jesuiten) nach Athen, entsandt. Wir laden herzlich zur Sendungsfeier ein.


Hintergrundinfo
Nach einer längeren Zeit der Suche nach geeigneten Schwestern, die in Athen beginnen können, ist es nun soweit: es haben sich vier Schwestern gefunden, die bereit sind, die Gemeinschaft im Haus des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Athen zu beginnen. Besonders freut es mich, dass es auch aus unserer Provinz dafür eine Bestimmung gibt: Sr. Ada Lick hat den Mut und spürt auch noch die Kraft, sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters (Anmerkung: Sie feierte 2012 das 50-jährige Ordensjubiläum) auf dieses Experiment einzulassen - vorerst einmal für ein Jahr

Ihre drei Mitschwestern werden Sr. Rastislava aus der Slowakei (sie war einige Jahre in Österreich), Sr. Clara aus Portugal und Sr. Preethi aus Indien (Nordost) sein. Geplant ist, dass sich die Schwestern ab 4. Mai in Steyl zum Kennenlernen und zur gemeinsamen Vorbereitung treffen und dann am 9.Mai. gemeinsam nach Athen fliegen.

Am 30. April werden wir mit Sr. Ada ihre Missionsentsendung dafür im Kloster St. Koloman feiern. Wir wünschen ihr viel Freude an ihrer neuen Mission und für die nächste Zeit eine gute Vorbereitung darauf!

Sr. Hemma Jaschke, Leiterin der Provinz
Sr. Christa Petra Ahrer, Missionspokur SSpS

Kirche & Wein - Wein & Kirche

Unter diesem Titel gibt es bereits fast traditionell eine Weinkost in unserer Pfarrkirche. Wein hat immer schon in unserer Religion eine große Rolle gespielt. Schon im alten Testament brachten Boten riesige Weintrauben aus dem gelobten Land und Jesus verwandelte Wasser in besten Wein. Darum gibt es auch diese Veranstaltung am Ostermontagabend in der Pfarrkirche als Start in die österliche Zeitrechnung..
Um 1,50 € kann man einen Chip für ein Probierglas kaufen und hervorragende Weine von drei Winzern (Groiss, Hagenbüchl und Mantler) verkosten. Dazu gibt es als Programm lustige Kärnterg'schichtl'n von Christina Mölzer (von der Kanzel in originalem Kärntnerisch gesprochen) und besten Blues von Hermann Posch und Martin Hladik.
Viele Gäste kamen, darunter auch viele Vertreter der Gemeinde mit Bürgermeister Laab an der Spitze. Und der Reinerlös kommt in die Sparkasse des P2 Renovierungsprojektes.

Montag, 17. April 2017

Auferstehungsfeier für unsere Jungen

Am Karsamstag fand neben der Osternachtsfeier auch die Auferstehungsfeier für unsere Familien mit kleineren Kindern statt. Um 18 Uhr feierten sie sowohl beim Osterfeuer vor der Kirche als auch dann in der Pfarrkirche die Freude über die Auferstehung Jesu.

Fotos finden Sie in unserem Karwoche-Ostern Album. Das Album ist nach Datum und Uhrzeit geordnet. Daher sind diese Bilder eher am Ende des Albums.

Nachruf auf Hermine Pusch

Hermine Pusch
Eine ehemalige Mitarbeiterin unserer Pfarre ist nicht mehr. Am 4. April ist Hermine Pusch heimgegangen. Das Begräbnis ist am 19. April um 14 Uhr.

Hermi war 26 Jahre lang Pfarrsekretärin. Sie begann 1971 unter Stadtpfarrer Dr. Schwarzenberger und hielt die Stellung im Pfarrbüro bis 1997 unter Stadtpfarrer Dr. Roch, als sie in Pension ging. Eine lange Zeit also, die sie als konstante Größe in der Pfarre füllte. Wir von der Pfarre blicken voll Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.

Besonders in der Pension galt ihr ganzes Herz der Familie, deren Mittel- und Treffpunkt sie immer war, sowie dem Garten in ihrer zweiten Heimat Unterolberndorf. Geboren 1942, seit 1963 verheiratet, hinterlässt Hermi ihren geliebten Ehemann Walter, die zwei Kinder Walter und Maria, sowie drei Enkel.

Liebe Hermi, wir beten für dich. Ruhe in Frieden!

Veranstaltungen für Frauen

Elisabeth Weber, Leiterin der Katholischen Frauenbewegung unserer Pfarre, hat uns um Ankündigung von Veranstaltungen gebeten.

  • Eine Buchpräsentation und Diskussion mit dem Thema "Das weibliche Gesicht des Widerstandes" am 26. April 2017, 19 Uhr im Afroasiatischen Institut in Wien. Alles Weitere entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie als PDF hier finden.
  • Erzählte Identitäten - Ein Workshop zu Biografiearbeit und Identität am 4. Mai ganztägig im Bildungshaus St. Hyppolit, St. Pölten. Hier gibt es alles Wissenswerte dazu.

Predigt in der Osternacht

Pfarrer Markus Beranek hat uns auch den Text seiner Predigt in der Osternacht zukommen lassen.

Predigt von Pfarrer Markus Beranke in der Osternacht, 15.4.2017

Die Auferstehung Jesu macht uns Mut zu hoffen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Dabei geht es aber auch um die vielfältigen Todeserfahrungen unseres Lebens und dabei geht auch um unser gemeinsames Kirche sein. Wir erleben ja auch in der Kirche vieles, das tot und leblos ist. Teilweise gibt es da unterschiedliche Wahrnehmungen, aber es gibt Ausdrucksformen in der Liturgie, Texte, Lieder, die manche oder viele nicht mehr ansprechen. Wir erleben die oft genannten Fakten: Priestermangel, Kirchenaustritte, weniger Menschen, die den Gottesdienst mitfeiern, junge Menschen, die sich in der Kirche nicht mehr selbstverständlich beheimatet fühlen. Sie kennen all diese Themen, die ja auch mit meinem Brief am Beginn der Fastenzeit ausdrücklich in den Blick gekommen sind. Hier stirbt etwas, hier geht eine alte Kirchengestalt zu Ende und deshalb hat das ganz wesentlich mit dieser Nacht zu tun.

Wir feiern in dieser Nacht, dass Jesus als Weizenkorn in die Erde ausgesät wurde und dass er nicht im Grab geblieben ist, sondern in einer neuen, veränderten Weise zum Leben auferstanden ist. Er ist nicht mehr da wie vorher, aber seine Gegenwart ist kraftvoll, inspirierend, sie fasziniert und macht lebendig – bis heute.

Die Auferstehung Jesu lässt uns hoffen, dass wir auch in unserer Zeit nicht nur das Absterben einer alten Kirchengestalt erleben, sondern, dass wir in eine, gewaltigen Transformationsprozess stehen, wo sich auch an uns als Kirche dieses Geheimnis des Weizenkorns ereignet, das ausgesät wird -  im Bild stirbt - und aus dem neues Leben entsteht.

Die Bibelstellen, Lieder, Bilder dieser Nacht können uns helfen, diese Hoffnung tief in uns zu verankern und die Spuren des Auferstandenen in einer neuen Kirchengestalt wahrzunehmen.
Ich denke, dass das caritative Engagement immer zum pfarrlichen Leben gehört hat. Mir scheint aber auch, dass in unserer Pfarre und an vielen Orten hier aber noch viel gewachsen ist: punkt_um, Caritassprechstunde, Kleiderdepot, Flüchtlinge…

Lange Zeit war Glaube stark davon bestimmt, es richtig zu machen, bestimmte Regeln und Vorgaben einzuhalten. Oft hat dabei das persönliche Empfinden keine so wichtige Rolle gespielt. Mir scheint, dass wir heute – und das hat sich durch Papst Franziskus noch verstärkt – viel stärker auf unterschiedliche Lebenssituationen einzugehen versuchen, dass wir nicht alle über einen Kamm scheren, sondern dass die Frage viel mehr ist: was hilft Menschen im Glauben einen Schritt voranzukommen. Glaube erleben wir dabei nicht so sehr als das Übernehmen eines fertigen Gedankengebäudes, sondern vielmehr als ein Hineinwachsen in eine lebendige persönliche Beziehung zu Jesus – verschiedenen Ansätze haben dabei hier in Stockerau eine lange Tradition, ich denke an die verschiedenen Bibelrunden, Gebetskreise, Bewegung für eine bessere Welt, Rocca di papa oder den „Treffpunkt Glaube“ den wir am kommenden Mittwoch starten.

Ich denke an die Aufbrüche an vielen Orten im kirchlichen Bereich, etwa wenn in London Teams zum church planting ausgesendet werden, um nahezu abgestorbene Pfarren mit neuem Leben zu erfüllen.

Diese Nacht kann uns Hoffnung und Mut machen, dass die Dynamik von Tod und Auferstehung Jesu unseren Alltag als Einzelne und als Kirche verändert und umgestaltet. Auch für unsere Pfarre dürfen wir vertrauen, dass das  Weizenkorns, das in die Erde fällt und stirbt auch bei uns reiche Frucht bringt.

Ein Hinweis: Wenn Sie alle Predigten in unserem online PfarrMagazin nachlesen wollen, dann ist dieser Link ein Gewinn für Sie.



Predigt vom Ostersonntag

Immer wieder bringen wir den Text einer Predigt unseres Pfarrers Markus Beranek. Heute die Predigt vom Ostersonntag.

Predigt von Markus Beranek vom Ostersonntag, 16.4.2017


Was die Auferstehung Jesus bedeutet war auch schon für die ersten Christen nicht einfach zu verstehen. Maria von Magdala, Petrus und Johannes und den anderen Frauen und Männern aus dem Umfeld Jesu saß die Erschütterung über seinen Tod tief in den Knochen. Erst langsam haben sie sich mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass Jesus lebt. Das war nicht zuerst eine intellektuelle Erkenntnis, sondern eine starke Erfahrung, der Gegenwart Jesu, die den Alltag verändert hat.

Natürlich hatten auch die frühen Christen die Hoffnung, dass sie eine Zukunft über den Tod hinaus haben – aber die haben sie mit den allermeisten ihrer jüdischen Zeitgenossen geteilt und auch mit sehr vielen anderen Menschen.  Die Gegenwart des auferstandenen Jesus aber hat ihren Alltag grundlegend verändert.

Ein Beispiel hören wir in der Lesung aus der Apostelgeschichte. (Das 10. Kapitel erzählt uns, dass Petrus durch ein starkes Erlebnis im Gebet zu der Erkenntnis kommt, dass es der Auftrag Gottes ist, den heidnischen Hauptmann Kornelius zu taufen. Dieser Schritt ist bemerkenswert. Denn die ersten Christen sind Juden und sie gehen zunächst davon aus, dass die Botschaft des Juden Jesus zu allererst dem jüdischen Volk gilt. Die Taufe des Kornelius durchbricht dieses bisherige Denken. Petrus und später mit allem Einsatz der Apostel Paulus entdecken, dass die Botschaft der Bibel hinausdrängt und alle Menschen umfasst. Petrus und Paulus erfahren die Gegenwart des Auferstandenen, indem sie ihre gewohnten Denkmuster überwinden. Dieser Schritt löst für sie schließlich nicht Angst, sondern Staunen über das Wirken des Heiligen Geistes aus.)

Anlässlich der Taufe des Kornelius hält Petrus eine leidenschaftliche Predigt, aus der wir in der Lesung einen Ausschnitt gehört haben. Ganz kurz fasst er dort zusammen, was ihm an Jesus wichtig ist. Er ist gestorben, er ist auferstanden, er schenkt uns die Vergebung der Sünden. (Wenn von Sünde die Rede ist, dann kommt nochmals das Thema der Begrenzung in den Blick.) Sünde heißt, unter seinen Möglichkeiten zu bleiben. In sich selbst gefangen zu bleiben. Die Sünde ist das graue Land der Leblosigkeit, wo wir in unseren Denkmustern, Gewohnheiten und Querelen des Alltags stecken bleiben. Sünde ist, wo keine Entwicklung passiert. Sündigen macht – ganz entgegen einer weit verbreiteten Meinung - das Leben langweilig. Sünde ist wirksam, wenn wir bei unseren Defiziten stehen bleiben und uns unsere eigenen Fehler immer wieder blockieren. Wenn uns Jesus die Vergebung der Sünden schenkt, dann hilft er uns über uns hinauszuwachsen. Vergebung der Sünden verschiebt unsere Grenzen. Die ungeliebte Nachbarin kann ich auf einmal mit neuen Augen sehen. Eine alte persönliche Fehde kann ich begraben, weil sie absurd geworden ist. Eine kleine, unspektakuläre Entschuldigung. Ich kann meine Stärken entfalten und brauche meine Defizite nicht zu verleugnen. Und mit jedem dieser Schritte fällt eine Mauer, die mich einengt, die mir Lebenskraft nimmt. Hier strömt die Weite der Auferstehung in den Alltag herein. Totes in unserem Leben wird lebendig. Auferstehung geschieht aus den vielen kleinen Toden unseres Lebens.

Sonntag, 16. April 2017

Zeugen der Auferstehung

Zum Osterfest ein Gedanke von Karinal König, in dem es um die Authentizität der Auferstehung Jesu geht (zitiert in der aktuellen DIE FURCHE):
Man sagt, die Auferstehung Jesu sei historisch nicht nachzuweisen. Wieso? Sie ist genauso nachzuweisen, wie zu allen Zeiten Tatsachen nachgewiesen wurden - nämlich durch Zeugen. Nicht einer, sondern viele Jünger haben den Auferstandenen gesehen. Sie waren keine Schwärmer, keine Ekstatiker, sondern nüchterne, enttäuschte, skeptische Menschen. Und sie haben über das, was sie gesehen haben, Zeugnis gegeben - nicht nur mit Worten, sondern durch ihr Leben. Haben Verfolgung und Marter auf sich genommen, sind dafür in den Tod gegangen. Wer tut das für eine bloße Vision?

Ein Logo für den Pfarrverband

Seite 1. April gibt es jetzt des neuen Pfarrverband Am Jakobsweg-Weinviertel der Pfarren Niederhollabrunn, Haselbach, Leitzersdorf, Stockerau und Hausleiten. Gerhard Schuster hat sich ein ausdrucksvolles Logo einfallen lassen, dass ab sofort alle Pfarrverbands-Objekte schmücken wird. Es sind die 5 Kirchtürme der Pfarrkirchen geographisch von West nach Ost, eingebettet in die Pilgermuschel, dem Logo des Jakobsweges.

Wir meinen, dass es Gerhard sehr gut gelungen ist: Einfach süß könnte man sagen, wenn man weiß, dass er gelernter (sogar Hof-) Zuckerbäcker ist.

Das Oster-Hochamt

Eisiger Wind weht am Ostersonntag-Morgen, es strahlt die Sonne, aber in der Kirche ist es schon wegen des guten Besuches angenehm warm. Große und kleine Ministrantinnen und Ministranten ziehen feierlich mit Pfarrer Markus Beranek, Diakon Johannes Wolf und "bald schon Diakon" Anton Istuk in die Kirche ein. Am Chor ist unser Kirchenchor mit vier Gesangssolisten, 3 Streichern, mit Johannes Lenius an der Orgel und Beate Kokits am Dirigentenpult bereit für die Missa brevis in B-Dur, KV 275 von W. A. Mozart, für zwei von Beate Kokits in zeitgemäßen Harmonien komponierte, packende Stücke für den Antwortpsalm und das feierliche österliche Halleluja und für noch zwei Musikstücke von Händel und Haßler bereit. Einen (ungenügenden) Eindruck von dem großartig musizierten Satz aus Händels Messias können Sie in einem Handy-Video im Fotoalbum bekommen.

Ein Blick auf den Chor
Pfarrer Markus Beranek geht in seiner Predigt auf die Lesung aus der Apostelgeschichte vom römischen Hauptmann Cornelius ein, der vom Apostel Petrus getauft werden möchte. Beide Männer müssen über ihren Schatten springen - den Schatten des heidnischen Römers und den Schatten des Menschen jüdischen Glaubens - , weil Gott die Grenzen ihres Denkens schon verschoben hat und so Neues entsteht. Markus Beranek vergleicht dies mit der Situation in unserer Kirche, wo Ängstliche noch vieles verteidigen, das schon längst ganz anders ist.

Die letzten Bilder unseres Karwoche und Ostern Albums zeigen Ihnen ein paar Eindrücke von diesem Hochamt und ein Video des oben beschriebenen Musikstückes als allerletztes Objekt.

Hier gehts zum Karwoche-Ostern-Album mit insgesamt 80 Bildern.

Es musizierten:
Nadja Plattner, Lena Fischerauer, Herbert Wodi unhd Marc Spörri als Gesangssolisten.
Katharina Kreuz, Marlies Guthauer und Birgit Dormeier an Vilolinen und Cello.
Johannes Lenius an der Orgel
Der Chor der Pfarre Stockerau mit Beate Kokits.




Samstag, 15. April 2017

Er ist wahrhaft auferstanden

Bilder von der Feier der Osternacht finden Sie in unserem Karwoche und Ostern Album. Uns bleibt nur noch einmal Ihnen

Frohe und Gesegnete Ostern

zu wünschen.

Ostersonntag - Gedanken zur Auferstehung

Wir möchten die Reihe der Gedanken zur Karwoche und zu Ostern von der Stockerauerin Edith Ponzer mit einem Text zum Auferstehungsmorgen abschließen. So beginnt er:

Ostersonntag! Auferstehung!
5. April 2015 - Ein Text von Edith Ponzer
Stille! So wie man sie nicht will, wenn sie einem das Herz zu erdrücken droht. Ich gehe leise in der Dunkelheit. Die Kugel des Vollmondes wirkt noch größer und näher als sonst und die wenigen Wolken scharen sich um ihn, so, als suchten sie seine Gesellschaft. Der Hauch vorm Mund lässt erahnen, wie kalt es noch ist. Der Wind hält seinen Atem an. Nach den letzten stürmischen Tagen habe ich gar nicht mehr gewusst, dass er das noch kann. Plötzlich ein leises Geräusch in der Dunkelheit unweit von mir. Ich drehe den Kopf....

.....Morgen! Ostersonntag! Welch gewaltige Auferstehung! Danke Herr, dass du mich immer wieder auf´s Neue erkennen lässt, dass Jerusalem und Galiläa mitsamt deinem Wirken nicht einmalig und vor 2000 Jahren war, sondern tagtäglich neu mitten unter uns / in mir stattfindet – sofern wir dein Geschenk annehmen! 

Christos Anesti! Alithos Anesti! Alleluja!
Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja! 
Gesegnete Ostern!

Hier gehts zum ganzen Text.

Herzlichen Dank der Autorin, dass Sie uns diese Texte zur Verfügung gestellt hat.

Eine Osterfreude machen

Markus Betz betreut Flüchtlingsfamilien in Stockerau und sieht täglich, dass unsere Flüchtlinge, die bereits arbeiten dürfen,  gerne zusätzlich zu ihren Kursen  etwas tun würden. Und so hat Markus Betz eine Initiative gestartet.
Ein junger Familienvater (27 Jahre alt, 3 Kinder) ist Sayed Javad Husseini aus Afghanistan. Aber lesen Sie selbst, was Herr Husseini gerne tun möchte. Wenn Sie auf das Bild klicken, wird es noch größer.


Hier können Sie diesen Brief als PDF herunterladen. Und wenn Sie wissen wollen, wie das mit dem Dienstleistungscheck geht, dann können Sie hier eine Information des Sozialministeriums herunterladen oder zu dieser Internetadresse surfen. Dienstleistungscheck bedeutet, dass es ein legales Verhältnis zwischen Ihnen als Beschäftigender und Herrn Husseini inklusive Unfallversicherung gibt. Es sind natürlich die Regeln des Arbeitsmarktes einzuhalten, also z.B. ein Mindest-Stunden-Lohn, der in Niederösterreich für diese einfachen Arbeiten  2017 11,75 € (inkl. Urlaubsabgeltung und Sonderzahlungen) beträgt.

Wenn Sie Interesse haben und helfen möchten, kontaktieren Sie bitte 
Markus Betz
Handy: 0664 1310483

Übrigens können Sie Herrn Betz und Herrn Husseine samt Familie bei einem Begegnungscafé treffen. Hier finden Sie die nächsten Termine.


Frohe Ostern!

Mit diesem Plakat unseres preisgekrönten Plakateteams wünscht auch unsere online Redaktion

Frohe und Gesegnete Ostern.




Karsamstagmorgen

Das Hl. Grab
Fleißige Hände haben aus den bei der Kreuzverehrung unters Kreuz gelegten Blumen - Ihren Blumen - wunderbare Gestecke gemacht, die heut abends die Auferstehungsfeiern schmücken werden. Maria und Robert Denner haben uns ein paar Bilder geschickt, die sie in unserem Karwochenalbum (eher am Ende) ansehen können.

Freitag, 14. April 2017

Der Karfreitaggottesdienst

Höhepunkt des Karfreitags ist der abendliche Gottesdienst in der von allem Schmuck befreiten Kirche. Still ziehen Ministranten, Priester und unser Diakon in die Kirche ein. Die Zelebranten legen sich zum Gebet vor dem Volksaltar hin, wir anderen knien in den Bänken und beten.
Nach zwei Lesungen, von denen die des Propheten Jesaia aus dem Alten Testament aus der Zeit 740 vor Christi Geburt besonders eindrucksvoll ist, liest uns Christina Mölzer begleitet von farbigen Lichteffekten die Leidensgeschichte Jesu vor. Die Predigt hält heute Pastoralassistent Geri Braunsteiner - Im Kreuz ist Heil war sein Schlußsatz.
Nach der Predigt trägt unser Pfarrer Markus Beranek das schöne Holzkreuz in die Kirche und stellt es zur Kreuzverehrung vor dem Altar auf. Die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher ziehen zum Kreuz, legen die mitgebrachten Blumen unters Kreuz und knien sich zum Gebet nieder. Die Blumen werden unsere fleißigen Kirchenschmückerinnen morgen zu wunderschönen Gestecken verarbeiten, die die Auferstehungsfeier schmücken werden.

Als letzter Teil kommen die großen Fürbitten zu allen großen Themen der Christenheit, den regionalen wie Pfarre und Pfarrverband bis zu den globalen wie Christenverfolgung oder Terror.
Still verweilen wir noch vor dem Grab, das in unserer Kirche am Fuße des Marienaltars aufgebaut ist.

Morgen am Karsamstag wäre es eine gute Idee, das heilige Grab zu besuchen und dort für die eigenen Sorgen zu beten oder für die eigenen Freuden zu danken. Nur zwischen 10 und 11 herrscht etwas Unruhe in der Kirche, denn da proben die Ministrantinnen und Ministranten für die Auferstehungsfeier, die am Abend um 20:30 mit der Weihe der Osterkerze und ihrem sanften Licht in der Dunkelheit beginnt. Zur Beichte kann man von 7:30-12 Uhr und von 14-18 Uhr gehen.

Um 18 Uhr ist auch eine Auferstehungsfeier in der Kirche, aber für die kleinen Leute, ein Kindergottesdienst.

Alle Fotos der Karwoche findet man hier.

Karfreitag in Unterzögersdorf

 Pfarrgemeinderätin Sandra Bauer hat uns zwei Fotos aus Unterzögersdorf geschickt. Eines zeigt die Ratschenkinder aus dem Dorf und das zweite die Kreuzwegandacht vom Karfreitag in der Dorfkapelle.

Die Fotos finden Sie auch in unserem Karwochenalbum.

Karfreitagsszenen

Die Ratschenkinder sind schon unterwegs. In der "kahlen" Kirche proben die Ministrantinnen und Ministranten für die Karfreitagszeremonie um 19 Uhr. Ein Beichtstuhl ist vormittags und nachmittags bis 18 Uhr besetzt. Sie müssen nicht lange anstehen, der Andrang ist "endenwollend".. Aber die Blumen neben dem Kircheneingang mit der Pilgermuschel des Jakobsweges erzeugen schon Auferstehungsstimmung.

Der Karfreitag ist der einzige Tag des Kirchenjahres, an dem keine Messe gefeiert wird. In der Karfreitagszeremonie hören wir die Leidensgeschichte, beten die großen Fürbitten und verehren das Kreuz. Bringen Sie ein Blume mit, die Sie dann bei der Kreuzverehrung unter das Kreuz vor dem Volksaltar legen.


Gedanken zum Karfreitag

Gedanken von Edith Ponzer zum Karfreitag. Das Bild zeigt das Gipfelkreuz am Grazer Hausberg Schöckel.

Wie oft schon …
Wie oft habe ich schon Menschen festgenagelt und verraten?
Oder ich verurteile sie wegen irgendwelcher Taten,
die nicht in meine Vorstellung passen?
Obwohl: Es ärgert mich und ich kann’s nicht fassen:
Meine Gedanken wollen tatsächlich nicht eher ruh´n,
bevor ich´s nicht schaffe, meinen Unmut lautstark kundzutun!
Wenngleich Schuldgefühle mir deshalb zu Leibe rücken,
und mich im Innersten am Herzen drücken,
hab ich nicht die Courage, ehrlich hinzusehen,
und für mein Vergehen persönlich einzustehen.
Ich bin zu feig und es ist zu spät,
der Keim des Unmut’s ist ja bereits gesät.
Unwillkürlich trifft meinen Verurteilten von anderen ein schiefer Blick
und es bedarf viel Gefühl und noch mehr Geschick,
dieses Bild wieder auszulöschen aus den Köpfen der Leute,
denn allzu schnell finden sich Menschen - früher, wie heute -
die ebenso urteilen ohne zu hinterfragen,
oder einfach nicht ihre Meinung dazu sagen.
Dann wird wegen mir ein Mensch verachtet,
nur weil ich meinte, ich hätte die Wahrheit gepachtet.
(Edith Ponzer © 2014)

Donnerstag, 13. April 2017

Der Gründonnerstag 2017

Viele Ministranten ziehen an diesem Abend mit Pfarrer Markus Beranek, Kaplan Ivan und Diakon Johannes Wolf in die Kirche ein. Unser Pfarrer betont in seiner Einleitung zum Gottesdienst, welchen hohen Stellenwert die Fußwaschung (siehe Bild links) in der Zeit von Papst Franziskus bekommen hat. Und auch unser Pfarrer wäscht heute die Füße von fast allen neu gewählten Pfarrgemeinderätinnen und -räten. Das war in alter Zeit Jesu ein ganz niedriger Sklavendienst - und damit ein starkes Signal an die Menschen der damaligen Zeit. Auch für uns heute.
Die Predigt hält heute Pasoralassistent Manfred Plattner, der sich anhand des Liedes "Beim letzten Abendmahle", das wir auch gesungen haben, an diesen Tag und seine Bedeutung für uns heranpirscht.
Zum Gloria dröhnen noch einmal die Glocken und braust noch einmal die Orgel. Beide haben schon eine Fahrkarte nach Rom gelöst und sind nach dem Gloria Richtung Bahnhof verschwunden. So hat man es uns zumindest als Kinder erzählt. Vielleicht läuft es auch anders. Aber sicher ist: Sie werden erst in der Osternacht wieder zurückkommen.
Die Kommunion wird heute und nur heute als Brot und Wein gereicht und zwar stehen wir - ganz anders als sonst - in Kreisen zusammen und essen gemeinsam das Brot und trinken den Wein, ein wenig soll das an das letzte Abendmahl erinnern.
Zuletzt geht es auf den Ölberg - einfachheitshalber direkt beim Marienaltar - und am Hochaltar und im Altarraum wird aller Schmuck entfernt. Wir bereiten uns auf den stillen Karfreitag vor.

Auch in der stimmungsvollen Ölbergandacht.

Hier gibt es das Album mit den Bildern aller Kartage.

Wenn Sie mehr über den Gründonnerstag erfahren möchten, dann empfehlen wir zum Beispiel diesen link in die grüne Steiermark.

Osterputz in der Au

Karl Hochfelsner schickte uns ein paar Fotos vom Osterputz des Wallfahrerkreuzes an der Donau, das zur 25. Fußwallfahrt nach Mariazell aufgestellt worden war. Heuer gehen wir zum 40. Mal nach Mariazell. Kinder, wie die Zeit vergeht!

Übrigens vormerken: Am 1. Mai ist bei diesem Wallfahrerkreuz wieder die 1. Maiandacht um 15 Uhr. Um 13 Uhr treffen sich die Fußgeher bei der Stockerauer Pfarrkirche.

Hier ist das Fotoalbum.

Ostern hallt nach

Nämlich in einem Orgelkonzert unseres Stockerauer Organisten Johannes Lenius an unserer Kaufmann-Orgel mit dem dramatischen Untertitel "Das Duell Tod und Leben" am 28. April, einem Freitag, um 19 Uhr in der Pfarrkirche Stockerau.



Gründonnerstag - Gedanken

Die Stockerauerin Edith Ponzer hat sich in Gedichtform Gedanken zu den Kartagen gemacht. Hier sind sie für den Gründonnerstag. Das Bild zeigt eine kleine Darstellung des letzten Abendmahles.

Gründonnerstag

Zum letzten Abendmahl
ging Jesus vermutlich durch das Kidrontal,
um mit seinen Jüngern zu essen
und zum Gedenken, damit sie ihn dann nicht vergessen.
Er wusste doch, was ihm geschehen würde noch in derselben Nacht -
dass er sich verabschieden musste, noch vor Mitternacht.
Während dem Essen tauchte nämlich ein Jünger mit ihm zur selben Zeit ein sein Brot
und wurde dabei vielleicht ein bisschen rot,
bevor er sich hinaus schlich um ihn zu verraten
und, um seinen Lohn zu kriegen, für seine Taten.
30 Silberlinge steckte er dafür ein,
der Wert für einen Acker, oder einen Esel könnte es gewesen sein.
Inzwischen zog sich Jesus mit den restlichen Jüngern wieder auf den Ölberg zurück
um zu beten, und ging dazu noch allein ein kleines Stück.
,Wachet und betet!‘ hatte er zu seinen Freunden gesagt,
und sich traurig über ihr Einschlafen beklagt.
Angst hatte er, sein Schweiß war wie Blut,
inzwischen wuchs bei seinen Gegnern die Wut.
Mit Schwertern und Knüppeln zogen sie hinaus
und sein Jünger lieferte ihn den Rivalen aus.
Mit einem Kuss sollte es geschehen,
sowas hatte doch die Welt noch nicht gesehen!
So ein gemeiner Kerl konnte Judas doch nicht sein!
Voll Zorn schlug Simon bei den Soldaten mit dem Schwert mittendrein!
Doch Jesus ermahnte ihn zur Ruhe und ging ohne zu zögern mit,
niemand hätte dies geahnt, als er Tage zuvor auf einem Esel in die Stadt einritt!
Damals hatten die Leute ihn bejubelt und ihn gelobt,
morgen schon würde er sehen, wie genau diese Menge wieder tobt.
Diesmal fordert sie seinen Tod ein ohne zu fragen nach dem Grund,
einfach weil einige diese Meldung tun kund.
Es hat sich nichts geändert,
war schon damals so und bleibt auch sicher unverändert,
dass die Menschen sich einfach der Masse anpassen,
ohne selbst für sich eine Meinung zu fassen.
So viel Leid hat diese Einstellung schon über die Welt gebracht
und so viel Hass entfacht.
Es ist sinnlos, nach einem WARUM zu fragen
es nimmt ja doch nicht das weltweite Klagen.
Bleibt einzig, sich selbst am Riemen zu reißen
dann kann’s wenigstens im Kleinen: ‚Achte deinen Nächsten‘ heißen.
(Edith Ponzer © 2014)

Dienstag, 11. April 2017

Kraut und Ruabn



de oidn

in gaunzn tog
hazt a ei
da opa
sogoa no im juni
nua waun um fümfe
sei bua kummt
a scho boid siebzg
heat a auf
do is eam woam gnua

(Quelle: Gedicht des Monats April 2017)

Das ist original Rudi Weiß. Und er kommt am 9. Mai 2017 um 19 Uhr zu eine Kabarettabend zu uns ins P2. Auch Bilder wird er uns zeigen. Der Erlös kommt in die P2-Renovierungs-Sparkasse. Und hier ist das Plakat.



Neue Termine für das Begegnungscafé

Ines Holzer hat uns die nächsten Termine für die Begegnungscafès zugeschickt. Bei einem solchen Begegnungscafe treffen sich unsere Stockerauer Flüchtlingsfamilien mit Stockerauer "Eingeborenen", um sich bei Kaffee und Kuchen besser kennenzulernen. Einfacher kann man seine Berührungsängste und Sorgen nicht abbauen. Probieren Sie es einmal. Wann?

  • Im katholischen Pfarrzentrum P2 am 30. April und am 14. Mai, immer ein Sonntag von 15-17 Uhr.
  • Im evangelischen Gemeindezentrum am 28. Mai und am 11. Juni, uach Sonntags von 15-17 Uhr.


Noch einmal Wein & Kirche

Der Wein hat in der Bibel eine besondere Stellung: Jesus verwandelt für die Hochzeit Wasser zu Wein, die Arbeiter im Weinberg kommen immer wieder vor und auch im alten Testament sind die großen Weintrauben, die die Späher aus dem gelobten Land mühevoll hereintragen, eine wichtige "Requisite".

Darum gibt es in Stockerau am Ostermontag, das ist heuer der 17. April, abends in unserer Kirche eine Weinkost der besonderen Art. Hier ist das Plakat dazu.


Der Reinerlös geht wieder in die P2-Kasse.

Montag, 10. April 2017

Kein Gutschein, aber ...

Nur 30 Minuten brauchen Sie Zeit dafür.
Unsere Pfarrgemeinde betet am Donnerstag, 20. April von 19:45 - 20:15 in unserer Pfarrkirche für die Erstkommunionkinder und die Firmlinge des heurigen Jahres. Beten hilft.


Sonntag, 9. April 2017

Palmsonntag 2017

Die Palsmsonntagsfeier beginnt wieder am Rennerplatz mit der Weihe der Palmzweige. Unser neuer Pfarrgemeinderat verteilt gesegnete Zweige an die Gläubigen. Weiter geht es dann in der Kirche mit der Leidensgeschichte Jesu, die unsere Jugend besinnlich gestaltet. Schöne Lieder werden zur großen Orgel und gemeinsam mit dem Familienmessenchor gesungen.  Auch die Kinder kommen nach dem Kindergottesdienst im P2 in die Kirche und feiern mit den Erwachsenen den Gottesdienst.

Viele Fotos gibt es im Album, das für alle Tage der Karwoche gefüllt wird. Hier ist es....