Mittwoch, 31. Mai 2017

40 Jahre Fußwallfahrt nach Mariazell

In der Vorankündigung der Fußwallfahrt nach Mariazell haben Sie ja schon gelesen, wie dieser  Weg unsere Pilgerinnen und Pilger von Stockerau nach Mariazell führt. In unserem Fotoalbum gibt es nun einige Bilder, damit Sie auch einen Eindruck von dieser eindrucksvollen Fußwallfahrt bei ordentlich warmen Kaiserwetter bekommen. Das Bild oben zeigt unsere Hl. Messe am Hegerberg.

Hier gehts zum Album.

Und vielleicht auch interessant: Hier ist das Vorwort von Fritz Giglinger im Gebetbuch, das er für die erste Fußwallfahrt vor 40 Jahren im Mai 1978 für die 13 Pilgerinnen und Pilger gestaltete. Bis auf Farbfernseher und Geschirrspülmaschine passt es auch nach 40 Jahren wunderbar. So anders sind die Zeiten nicht...

Fußwallfahrt?
Gehen? Einen langen Weg? Wohin? Warum? Wohin und Warum? Wohin fahren Wir zu Ostern? Wohin zu Pfingsten? Wohin im Urlaub? Wohin am Wochenende? Was müssen wir uns noch kaufen, um es bequemer zu haben? Ein zweites Auto, einen Farbfernseher, eine Geschirrspülmaschine? Was wird aus unseren Kindern? Was wird aus uns, wenn eine Wirtschaftskrise kommt? Was, wenn wir älter, einsamer, gebrechlicher sind? Wohin geht eigentlich unser Leben? Wohin? Diese Frage lässt sich nicht verdrängen, auch wenn wir in Konsum, Vergnügen, Süchte , Arbeit, Besitz, Prestige flüchten.

Wohin? 
Es gibt viele Antworten. Eigentlich im letzten nur eine: Wir müssen den Weg zu Gott, zu den Mitmenschen, zur Gemeinschaft gehen, dann bekommt unser Leben wirklichen Sinn.

Gehen?
Zu Gott und den Mitmenschen gehen, ist zunächst ganz wörtlich gemeint . Wir müssen mit den Füßen gehen, wenn wir wohin kommen wollen. Und wenn wir mit den Füßen gehen, geht unsere ganze Person mit. Hände, Herz, Kopf, Augen, alles geht mit. Wir erleben den Weg. Wir sehen, wir hören, wir werden etwas Neues. Wir erleben uns selbst, den Mitmenschen, die Natur und auch Gott. Wir haben Zeit zum Schauen, zum Nachdenken, zum Beten . Wir sind aufeinander angewiesen, müssen miteinander leben, alles teilen: Den Weg, den Schlafplatz, das Essen, die Fußschmerzen, Sonne, Regen, alles.

  • Wir können einander kennenlernen 
  • Wir können Gemeinschaft werden
  • Wir können einander beschenken

Das ist die große Chance dieser Fußwallfahrt. Sie kann der Beginn für ein echt christliches Leben werden, das Gott heute von uns haben will. Wenn wir Mut haben, im eigenen Herzen eine Revolution zu entfachen. Und uns und andere und die Welt zu verändern.
Fritz Giglinger, am 7. Mai 1978


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